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Schuldenkrise: Merkel will Euro-Rettungsschirm doch aufstocken

APMuss der Euro-Rettungsschirm noch einmal ausgeweitet werden? Nein, sagte die Bundesregierung bisher - und stand mit dieser Haltung in Europa weitgehend alleine da. Nach Informationen des SPIEGEL wollen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble ihre harte Haltung jetzt aufgeben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...823468,00.html
  1. #190

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Wieso wird man mit Eurobonds an jemand verkauft?

    Eurobonds würden eines machen , nämlich die Kosten aller Drücken - und zwar vollkommen unabhängig von dem Staat in dem man lebt!

    NICHT-Eurobonds heißen , einer (D vor allem ) verdient hier - und die anderen sollen Für genau das zahlen was D. gewinnt!

    Sprich, es geht nur darum das ein paar Gewinner auf Kosten von anderen "Gewinne" machen - Zuhälter die ihre angeblichen partner auf den Strich schicken , damit sie das anschaffen gehen was man selber als Gewinne einstreichen will!

    Kurz, diese Einstellung nützt nur 10-20% der Menschen , der Rest , der zahlt so oder so die Zockerei dieser Zuhälter - und das ist im Sinne der 10% der oberen , und nicht im Sinne der 90% die davon so oder so überhaupt nichts - aber auch nichts haben - sondern durch dieses Zocken schlicht wie Nutten auf die Strasse geschickt werden , damit ein paar wenige nur ja keine Verluste haben!
    Ich denke Eurobonds heisst für wohlhabende Länder zunächst einmal zahlen und zwar die Schulden der ärmeren Länder. Dabei befürchte ich, dass mit der gemeinsamen Währung zwischen wirtschaftlich unterschiedlich starken Ländern es nie mehr zu einer Erholung der Schwächeren kommen wird. Das heisst nichts anderes Dauersubventionierung und das der deutsche Export Boom so lange anhält wie deutsche Gelder ans Ausland fließen. Das bedeutet, dass wir unseren Export teilweise selbst finanzieren.
    Das ist als wenn mir eine Automobilbank ständig Geld leiht damit ich mir ständig ihre Produkte kaufen kann. In der Hoffnung, dass sie das Geld zurückbekommt.
    Dann kann ich meine Raten und Zinsen dafür nicht mehr bezahlen und es gibt einen Vergleich (Schuldenschnitt)
    Da ich in diesem fiktiven Fall aber nie mehr zu Geld komme, bekommt die Automobilbank es auch nie mehr zurück.
    Je mehr Geld die Bank mir gibt, desto größer wird am Ende auch der Verlust aber die Verkaufszahlen des Autohauses sind in Ordnung.
  2. #191

    Unsere Exportwirtschaft wird mit den Billionen subventioniert

    Es ist ja große Mode, die Banken als Schuldige für all das Euro-Übel auszumachen. Tatsächlich ist es aber unsere Exportwirtschaft, die ohne Sinn und Verstand ihre Waren an Kunden liefert, die längst keine Mittel mehr besitzen, all das zu bezahlen was sie weltweit einkaufen. In besseren Zeiten haben die Banken die Rechnungen unserer Exporteure bezahlt. Aber aus diesem unkalkulierbaren Risiko haben sie sich längst verabschiedet, und die Lasten bei der Bundesbank abgegeben.

    Wenn wir uns aus den Eurohilfen verabschieden sollten, werden die Risiken von Warenlieferungen auf Kredit wieder dorthin verlagert, wo sie hingehören, zu den Exporteuren. Ob die Audi-Mitarbeiter und Herr Winterkorn dann noch so hohe Gewinnbeteiligungen erhalten werden?

    Eher nicht. Verdienen tut es sich zu Lasten anderer Leute Risiko bekanntlich am leichtesten.
  3. #192

    Jahrzehnte lang bewährte Praxis und Übung!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Muss der Euro-Rettungsschirm noch einmal ausgeweitet werden? Nein, sagte die Bundesregierung bisher - und stand mit dieser Haltung in Europa weitgehend alleine da. Nach Informationen des SPIEGEL wollen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble ihre harte Haltung jetzt aufgeben.

    Schuldenkrise: Merkel will Euro-Rettungsschirm doch aufstocken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das Anlegen von Schattenhaushalten, die verschleierten Umgestaltungen von Finanzierungen, das Umlenkung von Einnahmen, das bewußte verworrene Verteilen innerhalb von komplexen rechtlichen Körperschafen, dies ist nunmehr Realität seit über 20 Jahren politische Realität in dieser Republik.

    Der EFSF und der ESM sind dafür wiederum gute Beispiele. Die Auslagerungen von Risiken, die man einfach nicht in die Verschuldung einrechnen möchte, werden bei der Schuldenbremse und dem Grad der Maastricht-Verschuldungskriterien einfach nicht berücksichtigt.

    Wir haften, wir zahlen, wir finanzieren und wir bürgen mit unseren unterbewerteten Euros für die überbewerteten Euroschulden anderer Euroländer. Ein Blick auf die Entwicklung der nationalen Leistungsbilanzsalden seit der Euroeinführung zeigt dies ganz deutlich.

    Die besten volkwirtschaftlichen Anschauungsobjekte dafür sind die ökonomische Ausgestaltung der Deutschen Einheit sowie die Einführung und die diversen Rettungsmaßnahmen unserer neuen Gemeinschaftswährung. Durch eine medial inszenierte Presse- und Informationsarbeit werden diese politischen Gestaltungsmöglichkeiten der breiten Öffentlichkeit als Erfolg verkauft. Die dabei auftretenden Problemstellungen (Verschuldungen, binnenwirtschaftliche Stagnation, Infrastrukturverfall, Arbeitslosigkeit) werden als strukturelle Reformdefizite dargestellt.

    Die eigentliche Frage ist hierbei jedoch: kann mit diesen Fonds, mit den zahlreichen EZB-Maßnahmen die ökonomischen Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone abgebaut werden? Reicht dazu überhaupt der dafür notwendige Zeitrahmen? Sind diese Mittelbereitstellung (besser Garantien) überhaupt ausreichend? Was geschieht, wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen?

    Professor Dr. Wilhelm Hankel: Es war einmal... der €uro
    Professor Dr. Wilhelm Hankel: Es war einmal... der €uro
  4. #193

    Da sagen sie was!

    Zitat von horstma Beitrag anzeigen
    Alle am Wahnsinn Beteiligten sind sich einig - nur Deutschland und (vielleicht) Finnland sind dagegen. Ja, warum machen dann diese so wunderbar geeinten Länder und Institutionen die Sache nicht ohne Deutschland? Wo manifestiert sich denn diese so schlimme Isolation? Sie manifestiert sich darin, daß Merkel in Zukunft bei EU-Treffen öfters mal keinen Gesprächspartner finden wird, weil jene sich abwenden. Wie Gauck nach der Wahl. Oh wie schlimm ist das! Das kann so natürlich nicht bleiben, unsere arme Kanzlerin! Es muß uns schon noch ein paar 100 Milliarden wert sein, daß sich die Dame bei solchen Treffen dann auch richtig wohl fühlt.
    Lord Chesterfield schrieb in den(politischen Instruktions-) Briefen an
    seinen Sohn einmal, dieser solle sich Politik nur nicht besonders
    kompliziert vorstellen, denn dort ginge es zu, "wie der kleine Moritz
    sich das vorstellt".
  5. #194

    ....

    Zitat von HighFrequency Beitrag anzeigen
    So ist es.
    Die Politik behauptet, sie würde gegen die Finanzmärkte "Bazookas" auffahren. Ist ihr eigentlich gar nicht klar, wie bescheuert sich das für einen auch nur einigermaßen intelligenten Menschen anhört?!
    Alle Äußerungen Merkels hatten und haben seit sie Kanzlerin ist nur EINEN Zweck: Das Volk einzunebeln und hinter dem Nebelschleier mit den "Entscheidern" (!) deren Interessen zu bedienen.

    Warum die Dame die Kanzlerschaft angestrebt hat wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Oder findet sie es erstrebenswert Handlanger für andere zu sein ?
    Eine eigenständige, dem Allgemeinwohl verpflichtete Politik jedenfalls erkenne ich bei ihr nicht - sie wird nur aktiv wenn eine Bedrohung für ihren geliebten Kanzlersessel erkennbar ist, siehe Energiewende.
    Ansonsten arbeitet sie treu und brav die Agenda von Herrn Jain oder anderen "Spitzenbankern" ab, falsche Fährten legend und mit hohlen Phrasen und Pseudoerfolgen ("Fiskalpakt") die Bürger zum Narren haltend.

    Würde sie die Mehrheitsinteressen im Auge haben - was ihr Amtseid eigentlich zwingend macht - müsste sie alle Energie darauf verwenden der Hydra Finanzwirtschaft ALLE Köpfe abzuschlagen, das Krebsgeschwür des Kapitalismus endlich zu bekämpfen.
    Was stattdessen abläuft sehen wir jeden Tag, erst mit Neugierde, dann mit Erstaunen und jetzt mit Entsetzen.
    Ich bin auf ihre nächste 180 Grad Wende gespannt - alternativlose Eurobonds vielleicht. Ihre kategorische Ablehnung deutet darauf hin daß deren Einführung kurz bevorsteht. Die Frau ist eben glaubwürdig :)

    Nächstes Jahr bekommt dann Mario Draghi den Karlspreis - auf Vorschlag von Mutti.
  6. #195

    Was wirklich abläuft

    Wenn Sie wirklich meinen, Bescheid zu wissen und ein wenig Zeit haben, dann empfehle ich folgende Videos:

    Wissensmanufaktur - Plan B und Steuerboykott - Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik - Andreas Popp - Rico Albrecht

    und in verdichteter Form als PDF:

    http://www.wissensmanufaktur.net/med...uerboykott.pdf

    Nein, es geht gerade und bestimmt nicht darum, das Finanzamt gegen sich aufzubringen...
  7. #196

    Haftungsgrenze erhöhen? Oder gleich den Blankoscheck?

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Wieso wird man mit Eurobonds an jemand verkauft? Eurobonds würden eines machen , nämlich die Kosten aller Drücken ...
    Was würde passieren?
    Mit Eurobonds, die Gott verhüten möge, kann sich Griechenland, Portugal, usw. wieder wie vor 2010 zu niedrigen Zinsen frisches Geld leihen.
    Über die übliche laufende Ablösung der Nationalen-Altkredite werden alle bisherigen Schulden auf Eurobonds umgeschichtet, dazu kommen die neuen Nettoschulden; alles in Eurobonds.
    Für diese Eurobonds haften dann aber alle Euro Länder und nicht mehr nur wie früher der schuldenaufnehmende Staat alleine, deshalb sind ja die Zinsen zunächst niedriger für die GIIPS (und höher für Fin,D,Lux,Nl,A).
    Dann fragen sich Spanien, Irland, Frankreich, warum sie weiter konsolidieren sollen aber für Kredite mitbürgen sollen, die GR, Portugal verstärkt aufnimmt und nun wieder fröhlich ausgibt.
    Immer mehr Länder kehren auf den Pfad der Untugend, auf Pump leben mit immer mehr Verschuldung, zurück.
    Die globalen Anleger, Kreditgeber, zweifeln dann zunehmend daran, den Zins und nennenswerte Teil-Tilgung zurückzuerhalten; der Zins steigt nun rasant.
    Auch die halbwegs soliden Staaten geraten ins Trudeln, verschulden sich auch wegen des für sie steigenden Zinses unaufhaltsam. Die EZB hat schon längst die Bazooka herausgehol, nur wirkt die nicht mehr.
    Letztlich erhalten auch die solidesten (D, FIN, LUX, ...) nur noch Kredite zu Hochzinsen, weil sie ja für Unsummen, weit-weit über den heutigen (erweiterten?) ESM, haften und müssen die Steuern erhöhen, wichtige staatliche Leistunge zurückfahren, ...
    Die Werte an Lebensversicherungen, Rentenanlagen, ... - alles futsch.
  8. #197

    Kein Rückgrat? - Von wegen !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Muss der Euro-Rettungsschirm noch einmal ausgeweitet werden? Nein, sagte die Bundesregierung bisher - und stand mit dieser Haltung in Europa weitgehend alleine da. Nach Informationen des SPIEGEL wollen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble ihre harte Haltung jetzt aufgeben.

    Schuldenkrise: Merkel will Euro-Rettungsschirm doch aufstocken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Merkel hat das alles ganz genau geplant. Sie wusste von Anbeginn, dass ihre Aussagen unhaltbar waren. Sie wusste aber auch, dass die "Allmählichkeitswirkung" auf ihr Volk funktionieren würde. Keine brutalen Aufschreie, keine Demonstrationen, sondern portionsweise abgepackten Unmut, der dann im Tagesgeschehen untergeht.

    Clever gemacht, das muss man ihr lassen.
    Und wenn der ganze Kram zusammenkracht, ist sie gemütlich mit Ehrensold im Ruhestand. Wetten, dass sie dann auf andere zeigt?!
  9. #198

    Nischenmarkt

    Zitat von GhostOfDorian Beitrag anzeigen
    ...Aber aus diesem unkalkulierbaren Risiko haben sie sich längst verabschiedet, und die Lasten bei der Bundesbank abgegeben.

    Wenn wir uns aus den Eurohilfen verabschieden sollten, werden die Risiken von Warenlieferungen auf Kredit wieder dorthin verlagert, wo sie hingehören, zu den Exporteuren. Ob die Audi-Mitarbeiter und Herr Winterkorn dann noch so hohe Gewinnbeteiligungen erhalten werden?

    Eher nicht. Verdienen tut es sich zu Lasten anderer Leute Risiko bekanntlich am leichtesten.
    Ja, es ist so. D tut sich damit auch keinen Gefallen. Am Trend ändern wir nämlich nichts, der da ist, der Anteil industrieller Wertschöpfung sinkt. Das ist auch natürlich angesichts der technologischen Entwicklung. Deutschland, das ist eine Art Detroit auf Zeit, die Apples, Googles, Intels gibt es nicht. Auch für Maschinen und Autos wird es immer einen Markt geben, aber die Deutschen überschätzen diese Märkte maßlos. Es sind Nischenmärkte. Apple könnte BMW aus der Portokasse übernehmen. Nischenmärkte müssen nicht schlecht sein - Groessenwahn taugt auch nichts. Nur ist es wichtig, den Realitäten ins Auge zu sehen.
  10. #199

    vorschlag

    Zitat von GhostOfDorian Beitrag anzeigen
    Unsere Exportwirtschaft wird mit den Billionen subventioniert...
    bevor wir uns weiter für wenig lohn knechten lassen um dann unsere produkte ins ausland zu verschenken machen wir es ganz anders:

    wir zahlen die milliarden direkt an die arbeitnehmer aus, ohne das dafür produziert wird

    "funktioniert" bei den piigs schließlich auch!








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