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Schuldenkrise: Merkel schlägt Griechenland Euro-Referendum vor

Angela Merkel drängt Athen offenbar zu einer Entscheidung über den Euro. Nach Angaben des Büros von Staatspräsidenten Karolos Papoulias hat die Kanzlerin Griechenland vorgeschlagen, ein Referendum über den Verbleib in der Währungszone abzuhalten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...833906,00.html
  1. #100

    :-)

    Zitat von hannes46 Beitrag anzeigen
    ... noch vor wenigen Monaten oder waren es nur Wochen, wurde der amtierende Ministerpräsident Griechenlands abgesetzt, weil er sein Volk befragen wollte, wie es mit dem Euro in Griechenland weitergehen sollte und jetzt macht die Kanzlerin wieder eine Kehrtwende um 180 Grad, nicht zu fassen...
    Hmm... so viel ich weiß, wollte er über das Sparprogramm abstimmen lassen.
    Da Griechenland jedoch inzwischen - wie man so schön sagt - "unregierbar" geworden ist, und infolge dessen die radikalen Parteien nun doch die Oberhand gewinnen könnten, wäre (bzw. ist) über das Thema Sparprogramm indirekt bereits abgestimmt.
    Die Griechen haben sich also entschieden, was die Pläne zu den gehörigen Einschnitten anbelangt. Die Frage ist jetzt nur, wie sie zur Währung stehen...
    - wollen sie keine Sparmaßnahmen, und eine andere Lösungen zur Rettung des Euro? ...
    oder
    - wollen sie keine Sparmaßnahmen und keinen Euro.
  2. #101

    Genauso ist es!

    Zitat von mwinter Beitrag anzeigen
    Wahl 1: Ja, wir wollen in der Eurozone bleiben!
    Wahl 2: Ja, wir wollen unsere Schulden nicht bezahlen!

    Man könnte auch genauso gut fragen, ob die Griechen in Zukunft ihr Mittagessen umsonst haben wollen... Wer würde da nicht zustimmen?
    Sie können die Bedienung ihres laufenden Schuldendienstes einstellen, über einen weiteren, stärken Haircut mit den Währungspartnern und übrigen Gläubigern nachverhandeln. EFSF-Garantiezahlungen wären fällig. Die Target 2 Verbindlichkeiten und die ELA Position könnten sie einfach ausweiten.

    Griechenland in der Krise - derStandard.at
    Deutsche Staatsanleihen: Die Kosten steigen - Börse - Finanzen - Wirtschaftswoche
    Bundeshaushalt: Pleiteländer verschaffen Schäuble ein Polster - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Target2 Salden für März im Kurzüberblick » Querschuesse
    Target2 Salden » Querschuesse
    Schuldenkrise: Die Trickkiste der Gelddrucker - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
  3. #102

    Die Gedanken siihiind fraiiih...

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Î*ÏωθυπουÏγός της Ελλάδας | Επικοινωνία του Î*ÏωθυπουÏÎ³Î¿Ï Î*αναγιώτη Î*ικÏαμμÎ*νου με τους Î*ολιτικοÏÏ‚ ΑÏχηγοÏÏ‚

    Falls wer Griechisch kann. Ich denke lauwarme Dementis bringen nicht viel. Stimmt aber auch, der Inhalt solcher Telefonate bleibt besser vertraulich. Nun gibt es allerdings eine Art Daily Telegraph Affäre - noch beherrschbar oder nicht? Behalte man im Hinterkopf - auch die Stimmung in der Union ist gereizt und ein Zerwürfnis mit den USA kann nicht zur Debatte stehen. Die USA haben Zeit und Mühe auf den Aufbau einer stabilen Natosüdflanke verwendet. Wenn Dr. Merkel das ad absurdum führt, dann hat sie ein Problem, vorsichtig gesagt. Und das wird man ihr bei den G8 auch ganz schonend und freundschaftlich beibringen.
    In Ihrem obigem Link ist eben die Rede von "Gedanken" und DAS wird von Berlin weder kommentiert noch dementiert. Schon klar was gemeint war- wir hier in GR wissen wo der Hase läuft und werden dies am 17. Juni quittieren. Schluss mit der Pasok/ND/CDU- Kungelei zum Vorteil der Oligarchie, ist dann hoffentlich...
  4. #103

    Nee...

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro kann als Folge
    für uns bedeuten, dass die Griechen wenigstens 10%
    ihrer Schulden bezahlen können. Wegen der Abwertung
    werden sie wieder in Teilbereichen ihrer Wirtschaft
    ein bisschen konkurrenzfähig. Es kommt jetzt darauf an,
    wenigstens etwas noch zu retten.
    da ist nichts mehr zu Retten. Pleitiger geht´s nicht mehr. Die Verteilung von Unten nach Oben ist abgeschlossen. Bleibt nur zu Hoffen, dass die die Zurückgebliebenen nicht zur Verantwortung gezogen werden.

    Die Verursacher und Begünstigten dieser Katastrophe haben sich und ihr Geld schon lange in Sicherheit gebracht.

    Begünstigt wurde diese Fehleinschätzung auch durch sämtliche Medien...
  5. #104

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    Auf gut deutsch ... Sie hat den Vorschlag gemacht aber nicht damit gerechnet, dass es öffentlich wird.
    Das ist doch Unfug.
    1. ist ein vertraulicher Gedankenaustausch vertraulich, sonst wäre es kein vertraulicher Gedankenaustausch,
    2. ist ein angeblicher Vorschlag kein Vorschlag, wenn er vom angeblich Vorschlagenden selbst nicht authorisiert wurde.
  6. #105

    Meldung von spon und Dementi aus Berlin

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel drängt Athen offenbar zu einer Entscheidung über den Euro. Nach Angaben des Büros von Staatspräsidenten Karolos Papoulias hat die Kanzlerin Griechenland vorgeschlagen, ein Referendum über den Verbleib in der Währungszone abzuhalten.

    Merkel schlägt Griechenland Euro-Referendum vor - SPIEGEL ONLINE
    ... wir werden sehen. Ist es eine lancierte Meldung aus Griechenland gewesen die spon vorschnell veröffentlicht hat? Warten wir auf die nächste Bundespressekonferenz wo Journalisten vielleicht mal ihren Job machen, einen Herrn Seibert bohrend fragen. Ansonsten gibts andere Quellen und Medien. In der Zwischenzeit macht Merkel in USA Aussenpolitik, abgehoben von ihrer Basis und ihrem Land, mit beschädigter Westbindung. Hoffentlich findet Präsident Obama deutliche Worte.
  7. #106

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel drängt Athen offenbar zu einer Entscheidung über den Euro. Nach Angaben des Büros von Staatspräsidenten Karolos Papoulias hat die Kanzlerin Griechenland vorgeschlagen, ein Referendum über den Verbleib in der Währungszone abzuhalten.

    Merkel schlägt Griechenland Euro-Referendum vor - SPIEGEL ONLINE
    Es ist doch nicht das erste mal das uns die Regierung beluegt oder uns Halbwahrheiten sagt.
    Es wird dann eben alles dementiert und es war nicht so gemeint oder die Deutschen waren so bloed und haben das nicht richtig verstanden.
    Also halten doch manche Regierungsmitglieder die Deutschen fuer bloed
  8. #107

    Danke erstmal, schlummi1, ...

    ... aber ich würde den Dialog im genannten Link nicht wirklich als "Unterdrücken des Referendums" einstufen.
    Es steht ja leider nicht drin, wie die Referendumsfrage lauten sollte, aber falls es um Euro-Mitgliedschaft oder Stopp von Reformmaßnahmen geht. dann würde ich das als simple Warnung vor den Konsequenzen interpretieren:
    "Falls du entscheidest, geliehenes Geld nicht zurückzugeben, dann kriegst du auch keins mehr geliehen"

    Dass das Referendum dann abgeblasen wird, ist nur natürlich; Wenn nur die Wahl zwischen Pest und Cholera offen steht, wählt man am besten gar nicht. Dann ist man am Ergebnis nicht schuld und kann wenigstens jammern.
  9. #108

    Zitat von hannes46 Beitrag anzeigen
    ... noch vor wenigen Monaten oder waren es nur Wochen, wurde der amtierende Ministerpräsident Griechenlands abgesetzt, weil er sein Volk befragen wollte, wie es mit dem Euro in Griechenland weitergehen sollte und jetzt macht die Kanzlerin wieder eine Kehrtwende um 180 Grad, nicht zu fassen...
    DAS ist an dreistigkeit kaum zu überbieten. referenden sind wohl nur dann "gut", wenn der vorschlag dazu aus deutschland kommt.
  10. #109

    Aufs falsche Pferd

    Zitat von diathermie Beitrag anzeigen
    In Ihrem obigem Link ist eben die Rede von "Gedanken" und DAS wird von Berlin weder kommentiert noch dementiert. Schon klar was gemeint war- wir hier in GR wissen wo der Hase läuft und werden dies am 17. Juni quittieren. Schluss mit der Pasok/ND/CDU- Kungelei zum Vorteil der Oligarchie, ist dann hoffentlich...
    Ich wünsche Ihnen viel Glück. Ich denke, es geht wirklich nicht anders, das griechische Volk muss einen Neuanfang machen. ND und Pasok sind verantwortlich, das muss der Wähler eben zum Ausdruck bringen. Sicher könnte man sich mehr Auswahl wünschen, aber es dauert eine Partei zu formen und so gibt es de facto nur eine Alternative. Der Fehler der europäischen Politik- nicht nur Dr. Merkels - ist es, auf die alten Parteifreunde gesetzt zu haben und das immer noch zu tun.


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