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Schuldenkrise: Italien muss für Anleihen viel mehr Zinsen zahlen

CorbisItalien muss selbst für kurzfristige Kredite inzwischen hohe Zinsen bieten. Die Aufschläge für einjährige Staatspapiere haben sich seit Mitte Mai fast verdoppelt. Die EU-Kommission ist besorgt - und will Euro-Bonds gegen Deutschlands Willen vorantreiben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838596,00.html
  1. #90

    Süd-Euro

    "EU-Kommission will Euro-Bonds gegen Deutschlands Willen". Wo sind wir denn?

    Sollen sie doch einen "Süd-Bond" schaffen mit den 5 Fußkranken als Garantieländer. Dann dürfte der Zins nochmals steigen.

    Gegen die Vergemeinschaftung der Euroschulden müssen wir entscheiden Wiederstand leisten. Jede deutsche Regierung, die es versucht, muss vom Volk gestürzt werden.
  2. #91

    das Volk

    Zitat von freesprit Beitrag anzeigen
    Wer zum Teufel ist 'wir' ?

    Nach aktuellen Umfragen setzt ein Großteil der Deutschen einen ziemlich großen Haufen auf dieses vereinte Europa.
    Bei Geld hört bekanntlich jede Freundschaft auf.
    Und auf Freunde die nur Geld wollen, kann man verzichten.
    Eine gesunde Einstellung, wie ich finde.
    Sie befinden sich in guter Gesellschaft. Es gab schon einmal einen Minister der mitteilte, daß er nicht mit dem Grundgesetz herumläuft.
    Also, mit "wir" ist nach unserem Grundgesetz ganz einfach "das Volk" gemeint.
  3. #92

    Damit wird Italien aber zum Stein des Anstoßes für das Spielgeld Euro!

    Alles deutet auf eine unabwendbare Abwärtsspirale für Italien hin: Eine schwache, verächtliche Regierung, eine wenig leistungsfähige Volkswirtschaft, starke gesellschaftlich-gewerkschaftliche Widerstände gegen Sparmaßnahmen, eine erdrückend hohe Schuldenlast, die mit jeder Zinserhöhung noch drückender werden und nicht zuletzt das Wissen, daß es wie im Falle Griechenlands am Ende ohnehin keinen anderen Ausweg als einen Staatsbankrott oder eine Geldentwertung gibt.
    An sich wäre dies kein Unglück und kein Beinbruch, außer für die Sparer, die es versäumt haben zur rechten Zeit Gold oder Grundbesitz zu kaufen, wie der Fall Argentiniens zeigt, welches zehn Jahre nach seinem Staatsbankrott noch immer munter vor sich hin besteht; doch leider, leider gibt es das Bankenspielgeld Euro und da Italien große Summen für dessen Rettung versprochen hat und nun selbst gerettet werden muß, so würde sich der Anteil für Deutschland und die übrigen Unglücksraben mehr als nur verdoppeln. In Kürze werden also die Ersten ihr Ausscheiden aus der Spielgeldrettung erklären (wie die Slowakei) und dann dürfte es schnell gehen, zumal Frankreich auch schon wackelt. Eine Geldentwertung würde aber die deutschen Sparer berauben und mit denen ist nicht zu spaßen.
  4. #93

    Nur so geht´s.

    Zitat von ton.reg Beitrag anzeigen
    Wenn die EU sich ermächtigt fühlt, direkt und unbeschränkt auf deutsche Staatsgelder zugreifen zu können, muss man dafür sorgen, dass die Konten sowas von leer sind.
    Eurobonds? Ja bitte! Deutschland haftet mit 27%? Kein Problem, solange die Beteiligung an jeder Kredittranche deutlich darüber liegt.
    Als Ausgleich jedem Bürger das direkt anteilig auf´s Konto überweisen. Das befeuert die Konjunktur und beim Haften sind wir nicht mehr nur die Dummen.

    Mittlerweile sind wir von unseren Qualitätspolitikern durch Haftungsgarantieen sowieso kaum noch in der Lage, die friedenstiftende Währungsunion zu verlassen, ohne bis aufs Hemd ausgeplündert zu werden.
  5. #94

    Der ESM

    Zitat von AllesAufAnfang Beitrag anzeigen
    Es sind SPD und Grüne, die FÜR Eurobonds sind. Nur mal die Scheuklappen abnehmen und neben der "gefühlten" auch die reale Wirklichkeit betrachten.
    als Direktzugriff der Finanzmärkte auf die Steuerzahlungen ALLER Euro-opfer (manche sagen noch EU- Bürger) ist keinen Deut besser als irgendwelche Euro- bonds. Nur ein anderes Konstrukt.
  6. #95

    optional

    Lt. Barroso sollen also endlich Euro-Bonds eingefhürt werden.
    Davon aber rwerden die Schulden der Einzelstaaten nicht geringer und auch die Zinsen auf die gegenwärtigen Schulden nicht geringer.
    Die Euro-Bonds würden nur bei allen neuen Schulden greifen.
    Auch Deutschland hat sehr hohe Schulden.
    Auch Deutschland muss Jahr für Jahr neue Schulden aufnehmen.
    Und Deutschland hat die höchsten Ausgaben für die 'Rettung' der Schuldnerländer.

    Es ist abzusehen, dass auch Deutschland bald höhwere Zinsen zahlen muß, und das auch ohne Euro-Bonds.
    Schon werden die ersten deutschen Anleihen von den Investoren abgestossen.

    Wenn 'die Schulden' wirklich das Problem sind, dann werden auch Euro-Bonds an diesem Problem nichts
    ändern.
  7. #96

    Zinsen kosten Bewegungsspielraeume!

    Zitat von cemi Beitrag anzeigen
    Glaub ich nicht. Wenn jemand schreibt "von der Bundesbank, also dem deutschen Steuerzahler", dann hat er einige Basics nicht verstanden.
    Und ob Target2-Salden tatsächlich unsere Exportgewinne darstellen, ist auch nicht so klar, wie "Topökonom" Sinn uns glauben machen will. Bei querschuesse.de z.B. wird das sehr viel kompetenter diskutiert.
    Wenn die Bundesbank keine Gewinne an den Staat abfuehren kann, weil sie Verluste mit Ertraegen verrechnet, wird der Staat mehr Schulden aufnehmen muessen, als wenn die Bundesbank Gewinne abfuehren koennte.
    Ich vermute, hier sind wir uns noch einig.
    Schulden des Staates kosten den Staat Zinsen.
    Zinsen, die der Staat bezahlen muss, kosten den Steuerzahler den Gegenwert, den diese Gelder bei Verwendung fuer den Buerger/Staat erwirkt haetten.
    Jeder Euro mehr Schulden kostet ewig Zinsen. Oder gehen sie davon aus, das, ohne Reset, diese Schulden irgendann getilgt werden?
    Ich nicht!
    Somit kosteten Target 2 Ausfaelle den Steuerzahler auf unabsehbare Zeit Geld in Form von Zinsen. Soviel zu dem Erfolg unseres Exportes in den Euroraum!
  8. #97

    China als Exportweltmeister

    hockt ebend auf vielen Dollars; wir als VIze Exportweltmeister, ja wo sind denn die Milliarden, ah da im Süden Europas, tja müssen wir halt weiterarbeiten und gibts keine Shoppingtour wie bei China...


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