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Schuldenkrise: Großbritannien warnt vor Scheitern des Euro

Großbritannien ist kein Mitglied der Euro-Zone, gibt den Partnern auf dem Kontinent aber eifrig Ratschläge: Um die Schuldenkrise zu lösen, brauche man eine "Bazooka", empfiehlt Premier Cameron - eine Art Panzerabwehrrakete. Sonst, so der konservative Politiker, drohe der Währungsunion das Aus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...790825,00.html
  1. #10

    .

    GB und die USA müssen mithelfen, die Finanzindustrie endlich zu kontrollieren.

    Im Kern laufen die Vorschläge darauf hinaus, der Steuerzahler in den Geberländern der EU soll die Weltwirtschaft retten. Das ist zwar aus der Sicht der USA und GB verständlich, aber nicht im Interesse der Betroffenen.
  2. #11

    Premier Cameron warnt und sagt, was zu tun ist. Viel Zeit bleibt nicht mehr.

    Die Warnungen aus Großbritannien sind berechtigt und nicht übertrieben. Die Welt ist in einer tiefen Krise, die mindestens 10 Jahre dauern wird. Es müssen jetzt Entscheidungen getroffen werden, die den Kern des Problems
    anfassen. Es reicht nicht, nur an Symptomen und Nebenwirkungen der Krise herumzudoktern.

    Großbritannien ist neben den USA und der Schweiz hauptverantwortlich für die Bankenkrise. Die Euroschuldenkrise ist aber auch eine Belastung für das internationale Finanzsystem, insbesondere weil die Euro Regierungen sie nicht konsequent angehen.

    Keiner weiß, wieviele Schrottppiere in den Bilanzen der Banken schlummern. Aber so-tun-als-ob das nicht so wäre, nur damit die Banker weiter Boni kassieren und die Politiker nichts tun müssen, das wird nicht mehr gehen.
    Aber das soll sich jetzt ja ändern, wie Merkel und Sarkozy sagen. Hoffen wir das Beste!
  3. #12

    Cameron hat recht, aber nicht so wie er denkt

    Lieber Herr Cameron,
    Sie haben ja sooo recht. Europa muß als Menü gegessen werden und nicht à la carte. Deshalb fordere ich Großbrittanien auf, so schnell wie möglich die Sonderbehandlung bei den britischen EU-Beiträgen aufzugeben und schnellstmöglichst dem Euro beizutreten. Das nur zwei von den Highlights, wo Großbritannien meint, eine Extrawurst spielen zu müssen.

    Wie gesagt, Europa, lieber Herr Cameron, ist wirklich ein Menü. Ein Menü, ohne daß Europa nicht überleben kann.
    Herr Cameron, so lange Sie nichts mit dem Euro zu tun haben wollen, bitte ich Sie, ganz lieb Ihren Mund zu halten. Sie haben kein Mitspracherecht, was den Euro anbetrifft ... es sei denn Sie führen ihn selbst ein und verweigern sich nicht länger. Für den Euro wäre der Beitritt des britischen Pfundes ein pfundiges Signal;-)
  4. #13

    .

    Zitat von karsten112 Beitrag anzeigen
    Habe ich da was verpasst?
    Ist es nicht gerade GB, das sich aus Angst um den Bankenplatz London, gegen eine starke Regulierung der Banken wehrt ?
    Daher frage ich mich ob es in Europa überhaupt eine ReGIERung gibt die NICHT von den Banken gekauft ist...
    Cameron will ja keine stärkere Regulierung der Banken, sondern dass die Steuerzahler der Eurozone für etwaige Fehlspekulationen seiner City Boys haften.
  5. #14

    Weisse Weihnacht

    Also man wird das Gefuehl nicht los, dass diese Weihnacht weiss wird. Nein ich meine nicht den Schnee, ich meine das leere weisse Tischtuch, vor dem wir sitzen werden. Da kann der Eineugige den Blinden ruhig warnen. Wir sitzten alle im selben Boot. Das Geld-und Finanz-system geht seinen furiosen Finale entgegen. Da gibt es auch nichts mehr zu retten und zu beschoenigen. Wir sollten beim Neustart des Systems zwingend darauf achten, umlaufgesichertes Geld einzufuehren, welches nicht durch Schulden geschoepft wird und das das Monopol der Geldschoepfung beim Staat liegt und nirgendwo sonst. Private Banken sind voellig ueberfluessig und sollten nur noch als Kredit-Broker fungieren. Sicher, da werden die Ackermaenner dieser Welt murren und zetern, aber das ist eben die einzige Aufgabe, die denen dann zugestanden wird und sonst nichts !
  6. #15

    Wer im Glashaus sitzt,.....!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Premierminister forderte insbesondere Deutschland und Frankreich auf, ihre Meinungsverschiedenheiten beizulegen. Bislang werde nur nach dem Motto gehandelt "ein bisschen zu wenig, ein bisschen zu spät".
    Welche Regierung welchen Landes handelt gleich noch nach dem Motto 'ein bisschen gar nichts, und das immer' verweigert die Einfuehrung der transaktionssteuer und anderer Mittel, um die finanzmaekte davon abhalten zu koennen, weiter die Marschrichtung vorzugeben?
    Ach ja, England.
    Wer im Glashaus sitzt,.....!
  7. #16

    Großbritannien warnt vor Scheitern des Euro

    GB hat zumindest in dieser Hinsicht recht, denn das EU-Gespann Merkel-Sakozy ist sicher fûr diese Aufgabe ziemlich ûberfordert, sie wissen zwar ûber die Abhângigkeit vom Euro aber keiner von beiden hat einfach das Rûckgrad, die adequaten Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen, sie zôgert und er denkt nur daran sich nicht zu exponieren. So kann die Euro-EU nicht funktionieren!
  8. #17

    ..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Großbritannien ist kein Mitglied der Euro-Zone, gibt den Partnern auf dem Kontinent aber eifrig Ratschläge: Um die Schuldenkrise zu lösen, brauche man eine "Bazooka", empfiehlt Premier Cameron - eine Art Panzerabwehrrakete. Sonst, so der konservative Politiker, drohe der Währungsunion das Aus.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...790825,00.html
    Tja, da können die Briten wieder einmal ihre Banken retten. Pech daß sie nicht zur Währungsunion gehören - dann würde Deutschland ganz solidarisch "helfen". Die Franzosen haben es da besser.

    Der alte Empire Reflex funktioniert immer noch - die "City" wird Cameron entsprechend konditioniert haben. Für das UK muß auf jeden Fall etwas herausspringen. Schließlich ist man Weltmacht mit Vetorecht.
  9. #18

    Ntürlich wollen London und Wall Street ein Bazooka...

    Die Finanzindustrie "war" und ist eines ihrer wichtigsten Standbeine bezüglich ihrer Steuererträge.
    Begrabt endlich diesen Keyne's! Damit begünstigte man gleichzeitig den so genannten Turbokapitalismus.
    Die Linke will es so wenig wahrhaben wie die "Rechte":

    Finanzindustrie und staatliche Schuldenwirtschaft sind voneinander abhängig. Der Geldhurrikan aus den Notenpressen liess eben viele bunte Scheinchen bei den Banken liegen. Gleichzeitig verschuldet dieser grösstenteils das stetig grösser werdende Auseinanderklaffen zwischen Arm und Reich.

    Aber diese Gedankengänge stören Linke wie Rechte. Die Ersteren propagieren "Konsum" auf Teufel komm' raus, die Letzteren (Finanzindustrie) profitiert...
  10. #19

    Cds

    Zitat von belohorizonte Beitrag anzeigen
    Angloamerikanische Krisenempfehlungen haeufen sich, sei es Hedgefondtiger Soros, US Finanzminister Geithner bzw aus der Wallstreetthekenmannschaft.
    Gerade das bornierte Verhalten obiger Finanzzentren/Denker brachte grosse Dominosteine ins Rollen. Kümmert euch um euere Housingfinanzierungsluecken, dubiose Investitionen in Schwellenlaender bzw auf eueren Finanz-Rettungsanker Investition Zockerpapiere Weltboersen. Ihr hab nichts dazugelernt.
    Bringt euere potemkische Finanzbarracken in Ordnung und haltet mal still. Klüger als Europa seid ihr auch nicht.
    Ja, genau.
    In einem anderen Strang wurde gestern noch über die CDS und Hedgefonds geredet.
    Dies ganzen Instrumente, die im Moment alles ins Wanken bringen, werden in Großbritannien und den USA gehandelt. Es sind in erster Linie US- und GB-Banken und als Tradingpartner Hedgefonds, die diese CDS herausgeben. Ganz grob: CDS (eigentlich eine Art Versicherung) können als Wette angesehen werden auf den Ausfall eines Schuldnerlandes, z.B. auf den Ausfall Griechenlands. Z.B. Bei Ausfall eines Landes erhält der Hedgefonds den betreffenden Betrag und der Verkäufer dieser CDS muss zahlen.
    Diese Hedgefonds und Banken, die das organisieren, sitzen in London und den USA. Warum soll ich mir jetzt in Deutschland um US-oder GB-Zocker Gedanken machen?
    Im Moment touren zig Bankleute, Wirtschaftler und Politiker aus GB und USA bei uns herum, und fordern uns auf, Griechenland zu retten, so dass ihre Banken die Gewinne aus dieser Zockerei behalten können, die sie mit diesen CDS und anderen Bankinstrumenten erzielen.
    Im Grunde haben die Zocker gewonnen, wenn wir jetzt Griechenland retten.

    Daher: Lasst Griechenland bankrott gehen, helft ihnen beim Aufbau, und helft unseren Euro-Banken jedoch mit harten Bedingungen (zur Not auch Staatsbeteiligung). Aber unterstützt nicht die Zocker, auch wenn sie jetzt ihre Politiker über den großen Teich zu uns schicken.








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