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Schuldenkrise: Griechische Rechte wollen Sparkompromiss verhindern

REUTERSIn der griechischen Koalition wächst der Widerstand gegen das gerade verabredete Sparprogramm: Der Parteichef der Rechten will dem Paket nicht zustimmen. Die Börsen regierten mit Kursverlusten. In Athen werfen Demonstranten Brandsätze, Polizisten antworten mit Tränengas.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...814526,00.html
  1. #220

    Evtl.....

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    Zu Recht wird viel geklagt.

    Leigt AUCH daran, daß zuwenig darüber nachgedacht wird, wie man das Problem denn zugunsten ALLER in Europa so lösen kann, daß es bald ALLEN besser geht.

    Ich meine daß man da ein bisschen mehr in Richtung Realwirtschaft schauen muß und die Finanzwelt so koordinieren muß, daß sie den Blick nach vorne für Alle ermöglicht.

    Warum sollte das nicht gehen?
    ...weil das Wort "Alle" (oder gemeinsam, sozial, Gemeinwesen, Solidarität etc.pp.) nicht im Wortschatz der Finanzwelt enthalten ist?
    Jetzt wäre nur noch die Frage zu klären: Was bedeutet "Realwirtschaft" und was könnte sie für "alle" tun?
  2. #221

    Bargeld ist nur eine Urkunde für zuvor existierendes Giralgeld!

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Kredit vergeben - heißt Geld verdoppeln - einmal gibt man ja die "alten Banknoten weiter" und gleichzeitig erklärt man , man hätte jetzt einen Anspruch auf "Rückgabe"!
    Da wird das "ich kaufe nix sondern geb Geld nur gegen Rückforderung" heraus zum Zwangs- und Betrugsmittel - den der "nächste in der Kette" weiß ja davon überhaupt nichts!
    Das stimmt so mittlerweile nicht mehr:
    Unser heutiges Geldsystem ist prinzipiell nichts weiter als ein eng verwobenes Netz aus Bilanzen, in welchen die zugehörigen Forderungen dem Geld entsprechen und die Verbindlichkeiten den Krediten entsprechen.

    Die auf Bankkonten existierende Menge an "Geld" (genau genommen nennt man dies Liquidität) hat eine gleich hohe Gegenposition an Krediten.

    Wenn wir nun am Bankautomaten "unser Geld" abholen, dann machen wir nichts anderes, als mit unserem Giralgeld davon Banknoten zu kaufen.

    Es werden also nicht wie früher eingezahlte Geldscheine mehrfach verliehen, sondern man kann jene Geldscheine heute am Automaten kaufen und beispielsweise an der Supermarktkasse auch wieder "einzahlen".

    An manchen Supermarktkassen kann man neben der Milch und dem Kaffee auch Geldscheine kaufen, wenn man dazu seine Bankkarte für den Bezahlvorgang nutzt.

    Das ist vielen Menschen nicht bewusst, obwohl sie praktisch tagtäglich entsprechend handeln.
  3. #222

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Kredit vergeben - heißt Geld verdoppeln - einmal gibt man ja die "alten Banknoten weiter" und gleichzeitig erklärt man , man hätte jetzt einen Anspruch auf "Rückgabe"!
    Da wird das "ich kaufe nix sondern geb Geld nur gegen Rückforderung" heraus zum Zwangs- und Betrugsmittel - den der "nächste in der Kette" weiß ja davon überhaupt nichts!
    Das stimmt so mittlerweile nicht mehr:
    Unser heutiges Geldsystem ist prinzipiell nichts weiter als ein eng verwobenes Netz aus Bilanzen, in welchen die zugehörigen Forderungen dem Geld entsprechen und die Verbindlichkeiten den Krediten entsprechen.

    Die auf Bankkonten existierende Menge an "Geld" (genau genommen nennt man dies Liquidität) hat eine gleich hohe Gegenposition an Krediten.

    Wenn wir nun am Bankautomaten "unser Geld" abholen, dann machen wir nichts anderes, als mit unserem Giralgeld davon Banknoten zu kaufen.

    Es werden also nicht wie früher eingezahlte Geldscheine mehrfach verliehen, sondern man kann jene Geldscheine heute am Automaten kaufen und beispielsweise an der Supermarktkasse auch wieder "einzahlen".

    An manchen Supermarktkassen kann man neben der Milch und dem Kaffee auch Geldscheine kaufen, wenn man dazu seine Bankkarte für den Bezahlvorgang nutzt.

    Das ist vielen Menschen nicht bewusst, obwohl sie praktisch tagtäglich entsprechend handeln.
  4. #223

    Bargeld ist aber nur eine Urkunde für zuvor existierendes Bankguthaben.

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Kredit vergeben - heißt Geld verdoppeln - einmal gibt man ja die "alten Banknoten weiter" und gleichzeitig erklärt man , man hätte jetzt einen Anspruch auf "Rückgabe"!
    Da wird das "ich kaufe nix sondern geb Geld nur gegen Rückforderung" heraus zum Zwangs- und Betrugsmittel - den der "nächste in der Kette" weiß ja davon überhaupt nichts!
    Das stimmt so mittlerweile nicht mehr:
    Unser heutiges Geldsystem ist prinzipiell nichts weiter als ein eng verwobenes Netz aus Bilanzen, in welchen die zugehörigen Forderungen dem Geld entsprechen und die Verbindlichkeiten den Krediten entsprechen.

    Die auf Bankkonten existierende Menge an "Geld" (genau genommen nennt man dies Liquidität) hat eine gleich hohe Gegenposition an Krediten.

    Wenn wir nun am Bankautomaten "unser Geld" abholen, dann machen wir nichts anderes, als mit unserem Giralgeld davon Banknoten zu kaufen.

    Es werden also nicht wie früher eingezahlte Geldscheine mehrfach verliehen, sondern man kann jene Geldscheine heute am Automaten kaufen und beispielsweise an der Supermarktkasse auch wieder "einzahlen".

    An manchen Supermarktkassen kann man neben der Milch und dem Kaffee auch Geldscheine kaufen, wenn man dazu seine Bankkarte für den Bezahlvorgang nutzt.

    Das ist vielen Menschen nicht bewusst, obwohl sie praktisch tagtäglich entsprechend handeln.
  5. #224

    Korruptionsgewinne Deutschlands

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Wenn die Deutschen das durchschauen hat Merkel mehr als ein Problem - dann werden ihr auch die Lieben "Anleger" und die Obere Mittelstand irgendwo den Kopf abreissen wollen:
    Wie hoch waren die Einnahmen europäischer Unternehmen, welche auf Basis der griechischen Korruption erzielt wurden?

    Wäre es nicht gerecht, wenn der Euroraum "den Griechen" die so erzielten Exportüberschüsse erlassen würde?

    Reichen dafür 100 Mrd. €?
  6. #225

    Druck auf GR

    Zitat von jackweil Beitrag anzeigen
    Es ist doch egal, was die Griechen machen, versprechen oder ankündigen. Sie beweisen seit zwei Jahren das, nichts davon umgesetzt wird. Aber sie haben ja auch keinen wirklichen Druck. Die Troika hat ihre Forderungen von Mal zu Mal aufgeweicht und dem Unvermögen der Griechen angepasst. So wird es auch diesmal wieder sein: die Rechten wollen nicht mitziehen? Na und ist doch nur eine kleine Partei und so weiter und so weiter. Es ist einfach nur erbärmlich, was Merkel und Co. uns zumuten.
    Man kann erst dann Druck ausüben, wenn man von den Folgen nicht/kaum betroffen ist.

    Anfang 2010 wäre wohl die Weltwirtschaft infolge eines griechischen Bankrotts kollabiert.
    Mittlerweile hat der Markt aber bereits einen 70%-igen Wertverlust akzeptiert, d.h. der potentielle Schock ist auf weniger als ein Drittel desjenigen von 2010 geschrumpft.

    Würde GR den Euroraum verlassen (und damit zwangsläufig kein EU-Mitglied mehr sein), würde die resultierende Abwertung den Gegenwert des Lohns der Mehrheit der griechischen Bevölkerung um ca. 70-80% mindern.
    Das Resultat wäre vermutlich ein dortiger Bürgerkrieg mit allen bekannten Folgen. So kann man das Problem also eher nicht lösen.

    Die Alterative besteht in einer Kombination aus innerer Abwertung und Strukturreformen.

    Die innere Abwertung (Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen) setzt die griechische Regierung um, nicht jedoch die zwangsläufig notwendigen Strukturreformen, denn die zugehörigen Behörden sind Nutznießer des dortigen disfunktionalen Systems und versuchen diese zu verteidigen.

    Generell geht es eher darum, ob sich in GR eine demokratische Mehrheit finden lässt, welche versteht, dass sie Teil eines modernen Währungssystems sind, oder ob jene Mehrheit ihren eigenen Untergang wählt.
  7. #226

    Risiko Staatspleite

    Zitat von westpfälzer Beitrag anzeigen
    sitzt eigentlich nach einer solchen Aussage

    ""Kanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt trotzdem auf einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. Eine Staatspleite hätte unabsehbare Folgen, ließ sie laut Teilnehmern wissen - ohne das Wort von der Pleite explizit in den Mund zu nehmen. Dadurch hätte man "ein Haftungsrisiko am Hacken, das man nicht mehr beherrschen kann"....""
    am längeren Hebelarm? Wer kann "in Ruhe" abwarten? Na? Genau, die griechische Regierung!!!!
    Das genannte potentiell unbeherrschbare Risiko besteht darin, dass das Eurosystem zwar mittlerweile eine Pleite Griechenlands verkraften könnte, jedoch der völlig irrationale Austritt Griechenlands aus der EU nicht im Markt enthalten ist.

    Ein EU-Austritt (welcher Bedingung für einen Euroaustritt ist) würde ein unglaubliches Justizchaos verursachen, da damit unzählige Verträge anfechtbar würden.

    Handelsabkommen basieren darauf, auch Eigentumsverhältnisse.

    GR würde damit zwar sofortigen Selbstmord begehen, aber halt durch Nutzung eines massiven Sprengstoffgürtels.

    Jenes Risiko lässt sich schwer abschätzen.
    Merkel sagt also etwas, was "der Markt" sowieso weiß...

    Solche Überlegungen sind unabhängig davon, ob GR nun Teil des Eurosystems sein "darf" oder halt nicht:

    Es ist schon seit 2009 klar, dass GR nix im Eurosystem verloren hat, aber es geht hierbei darum, den Schaden für die ihn nicht verursachenden Bürger des Euroraums zu minimieren und zugleich GR die Möglichkeit zu geben, alte Fehler zu korrigieren.

    Somit lassen sich dann sukzessive die Daumenschrauben anziehen.
    Solch etwas liest man dann aber nicht in den Medien, sondern in Foren...
  8. #227

    Beteiligung reicher Griechen

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Doch der Beweis ist offensichtlich: Harte Einschnitte müssen vor allem die schwächsten der Gesellschaft hinnehmen: Geringverdiener, einfache Rentner und Arbeitslose. Reiche Griechen, Banken und der Beamtenapparat werden trotz gegenteiliger Propaganda weitgehend verschont. Daran zeigt sich, dass die europäischen Wirtschafts- und Polit-Eliten eine grosse Familie sind, wo man sich gegenseitig nichts tut, im Gegenteil. Gemeinsam ist dieser europäischen Oberschicht die Ausbeutung und Verachtung der kleinen Leute, denen sie ihren Reichtum und damit ihre Macht zu verdanken haben. Sehr traurig!
    Was aber macht man, wenn jene Steuerhinterzieher so schlau waren, ihr Schwarzgeld so geschickt zu verstecken, dass man ihnen dies mit Rechtsstaatlichen Mitteln nicht nachweisen kann?

    "Im Zweifelsfall für den Angeklagten", oder etwa nicht?

    So einfach ist das oft nicht:
    Was macht man beispielsweise, wenn man zur Verfolgung jener Straftaten Einblick in Schweizer Bankkonten benötigt, die Bevölkerung der Schweiz aber basisdemokratisch ihr Bankgeheimnis verteidigt?

    Dann nämlich hat man keinen Zugriff auf in der Schweiz versteckte Schwarzgelder, weil eine demokratische Mehrheit dies fordert.
  9. #228

    Stimmt so

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Ich rate allen Anlegern immer mal das nachrechnen , wie das eigentlich mit den gemeinsamen "Erträgen" so ist .. die man da vollmundig versprochen bekommt!

    Rechts unten: Ausschüttungsverteilung zb: Bei Riesterrenten:
    http://s1.directupload.net/images/110617/euiz9w2c.png

    hier für den lieben Freund - der einem doch rät mit ihm "Zusammen" eine gute Anlage zu tätigen - er würde ja nur ein paar Prozentpunkte für den Tip mehr verlangen:

    Directupload.net - Dhn4foyd4.png
    Das ist zwar vielen nicht klar, aber der Effekt der Zinsdifferenzen wirkt auch im Falle einer "idealen Marktwirtschaft", d.h. eines Systems, wo jeder "seines Glückes Schmied" ist.

    Die ursprüngliche Normalverteilung (Fähigkeiten sind idR. normalverteilt und somit sich der zugehörige leistungsgerechte Lohn) wandert nach jenem Ansatz infolge ihrer Eigendynamik immer stärker Richtung der bekannten "Umverteilung von unten nach oben".

    Man benötigt für jenen Effekt keinerlei böse Absicht; das ist pure Mathematik.

    Lösbar ist das Problem jedoch über ein Einkommenssteuerrecht, welches sich nicht an "so soll das sein"-Gedanken orientiert, sondern an der Mathematik.

    Damit lässt sich dann trotzdem massiv Kapital aufbauen, nur halt ohne jenen negativen Effekt.
  10. #229

    Es sind zwei Dinge

    Zitat von petros t Beitrag anzeigen
    insbesondere die ernsthaften.

    Weshalb wird ständig von Griechenlandhilfe in den Medien geschrieben und gesprochen? Ich dachte stets, daß es sich um Kredite handelt für die der griechische Staat Zinsen zahlen muss und die zur Refinanzierung der fällig werdenden Anleihen genutzt werden.
    Einmal müssen existierende Anleihen refinanziert werden (das sind unsere über die Jahre angesammelten Exportüberschüsse) und zum anderen hat der griechische Haushalt ein Defizit von derzeit rund 23 Mrd.€

    (rund ein Drittel des Haushaltes)

    DE muss sich also einerseits um den Fortbestand seiner erzielten Exportüberschüsse sorgen, andererseits aber auch die Defizite des griechischen Staatshaushalts mindern, was wiederum dortige Renten, Beamtengehälter und Sozialleistungen sind.

    Das ist eine ziemlich ekelige Gemengelage...








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