REUTERSIn der griechischen Koalition wächst der Widerstand gegen das gerade verabredete Sparprogramm: Der Parteichef der Rechten will dem Paket nicht zustimmen. Die Börsen regierten mit Kursverlusten. In Athen werfen Demonstranten Brandsätze, Polizisten antworten mit Tränengas.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...814526,00.html
Das stimmt so mittlerweile nicht mehr:
Unser heutiges Geldsystem ist prinzipiell nichts weiter als ein eng verwobenes Netz aus Bilanzen, in welchen die zugehörigen Forderungen dem Geld entsprechen und die Verbindlichkeiten den Krediten entsprechen.
Die auf Bankkonten existierende Menge an "Geld" (genau genommen nennt man dies Liquidität) hat eine gleich hohe Gegenposition an Krediten.
Wenn wir nun am Bankautomaten "unser Geld" abholen, dann machen wir nichts anderes, als mit unserem Giralgeld davon Banknoten zu kaufen.
Es werden also nicht wie früher eingezahlte Geldscheine mehrfach verliehen, sondern man kann jene Geldscheine heute am Automaten kaufen und beispielsweise an der Supermarktkasse auch wieder "einzahlen".
An manchen Supermarktkassen kann man neben der Milch und dem Kaffee auch Geldscheine kaufen, wenn man dazu seine Bankkarte für den Bezahlvorgang nutzt.
Das ist vielen Menschen nicht bewusst, obwohl sie praktisch tagtäglich entsprechend handeln.
Das stimmt so mittlerweile nicht mehr:
Unser heutiges Geldsystem ist prinzipiell nichts weiter als ein eng verwobenes Netz aus Bilanzen, in welchen die zugehörigen Forderungen dem Geld entsprechen und die Verbindlichkeiten den Krediten entsprechen.
Die auf Bankkonten existierende Menge an "Geld" (genau genommen nennt man dies Liquidität) hat eine gleich hohe Gegenposition an Krediten.
Wenn wir nun am Bankautomaten "unser Geld" abholen, dann machen wir nichts anderes, als mit unserem Giralgeld davon Banknoten zu kaufen.
Es werden also nicht wie früher eingezahlte Geldscheine mehrfach verliehen, sondern man kann jene Geldscheine heute am Automaten kaufen und beispielsweise an der Supermarktkasse auch wieder "einzahlen".
An manchen Supermarktkassen kann man neben der Milch und dem Kaffee auch Geldscheine kaufen, wenn man dazu seine Bankkarte für den Bezahlvorgang nutzt.
Das ist vielen Menschen nicht bewusst, obwohl sie praktisch tagtäglich entsprechend handeln.
Das stimmt so mittlerweile nicht mehr:
Unser heutiges Geldsystem ist prinzipiell nichts weiter als ein eng verwobenes Netz aus Bilanzen, in welchen die zugehörigen Forderungen dem Geld entsprechen und die Verbindlichkeiten den Krediten entsprechen.
Die auf Bankkonten existierende Menge an "Geld" (genau genommen nennt man dies Liquidität) hat eine gleich hohe Gegenposition an Krediten.
Wenn wir nun am Bankautomaten "unser Geld" abholen, dann machen wir nichts anderes, als mit unserem Giralgeld davon Banknoten zu kaufen.
Es werden also nicht wie früher eingezahlte Geldscheine mehrfach verliehen, sondern man kann jene Geldscheine heute am Automaten kaufen und beispielsweise an der Supermarktkasse auch wieder "einzahlen".
An manchen Supermarktkassen kann man neben der Milch und dem Kaffee auch Geldscheine kaufen, wenn man dazu seine Bankkarte für den Bezahlvorgang nutzt.
Das ist vielen Menschen nicht bewusst, obwohl sie praktisch tagtäglich entsprechend handeln.
Man kann erst dann Druck ausüben, wenn man von den Folgen nicht/kaum betroffen ist.
Anfang 2010 wäre wohl die Weltwirtschaft infolge eines griechischen Bankrotts kollabiert.
Mittlerweile hat der Markt aber bereits einen 70%-igen Wertverlust akzeptiert, d.h. der potentielle Schock ist auf weniger als ein Drittel desjenigen von 2010 geschrumpft.
Würde GR den Euroraum verlassen (und damit zwangsläufig kein EU-Mitglied mehr sein), würde die resultierende Abwertung den Gegenwert des Lohns der Mehrheit der griechischen Bevölkerung um ca. 70-80% mindern.
Das Resultat wäre vermutlich ein dortiger Bürgerkrieg mit allen bekannten Folgen. So kann man das Problem also eher nicht lösen.
Die Alterative besteht in einer Kombination aus innerer Abwertung und Strukturreformen.
Die innere Abwertung (Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen) setzt die griechische Regierung um, nicht jedoch die zwangsläufig notwendigen Strukturreformen, denn die zugehörigen Behörden sind Nutznießer des dortigen disfunktionalen Systems und versuchen diese zu verteidigen.
Generell geht es eher darum, ob sich in GR eine demokratische Mehrheit finden lässt, welche versteht, dass sie Teil eines modernen Währungssystems sind, oder ob jene Mehrheit ihren eigenen Untergang wählt.
Das genannte potentiell unbeherrschbare Risiko besteht darin, dass das Eurosystem zwar mittlerweile eine Pleite Griechenlands verkraften könnte, jedoch der völlig irrationale Austritt Griechenlands aus der EU nicht im Markt enthalten ist.
Ein EU-Austritt (welcher Bedingung für einen Euroaustritt ist) würde ein unglaubliches Justizchaos verursachen, da damit unzählige Verträge anfechtbar würden.
Handelsabkommen basieren darauf, auch Eigentumsverhältnisse.
GR würde damit zwar sofortigen Selbstmord begehen, aber halt durch Nutzung eines massiven Sprengstoffgürtels.
Jenes Risiko lässt sich schwer abschätzen.
Merkel sagt also etwas, was "der Markt" sowieso weiß...
Solche Überlegungen sind unabhängig davon, ob GR nun Teil des Eurosystems sein "darf" oder halt nicht:
Es ist schon seit 2009 klar, dass GR nix im Eurosystem verloren hat, aber es geht hierbei darum, den Schaden für die ihn nicht verursachenden Bürger des Euroraums zu minimieren und zugleich GR die Möglichkeit zu geben, alte Fehler zu korrigieren.
Somit lassen sich dann sukzessive die Daumenschrauben anziehen.
Solch etwas liest man dann aber nicht in den Medien, sondern in Foren...
Was aber macht man, wenn jene Steuerhinterzieher so schlau waren, ihr Schwarzgeld so geschickt zu verstecken, dass man ihnen dies mit Rechtsstaatlichen Mitteln nicht nachweisen kann?
"Im Zweifelsfall für den Angeklagten", oder etwa nicht?
So einfach ist das oft nicht:
Was macht man beispielsweise, wenn man zur Verfolgung jener Straftaten Einblick in Schweizer Bankkonten benötigt, die Bevölkerung der Schweiz aber basisdemokratisch ihr Bankgeheimnis verteidigt?
Dann nämlich hat man keinen Zugriff auf in der Schweiz versteckte Schwarzgelder, weil eine demokratische Mehrheit dies fordert.
Das ist zwar vielen nicht klar, aber der Effekt der Zinsdifferenzen wirkt auch im Falle einer "idealen Marktwirtschaft", d.h. eines Systems, wo jeder "seines Glückes Schmied" ist.
Die ursprüngliche Normalverteilung (Fähigkeiten sind idR. normalverteilt und somit sich der zugehörige leistungsgerechte Lohn) wandert nach jenem Ansatz infolge ihrer Eigendynamik immer stärker Richtung der bekannten "Umverteilung von unten nach oben".
Man benötigt für jenen Effekt keinerlei böse Absicht; das ist pure Mathematik.
Lösbar ist das Problem jedoch über ein Einkommenssteuerrecht, welches sich nicht an "so soll das sein"-Gedanken orientiert, sondern an der Mathematik.
Damit lässt sich dann trotzdem massiv Kapital aufbauen, nur halt ohne jenen negativen Effekt.
Einmal müssen existierende Anleihen refinanziert werden (das sind unsere über die Jahre angesammelten Exportüberschüsse) und zum anderen hat der griechische Haushalt ein Defizit von derzeit rund 23 Mrd.€
(rund ein Drittel des Haushaltes)
DE muss sich also einerseits um den Fortbestand seiner erzielten Exportüberschüsse sorgen, andererseits aber auch die Defizite des griechischen Staatshaushalts mindern, was wiederum dortige Renten, Beamtengehälter und Sozialleistungen sind.
Das ist eine ziemlich ekelige Gemengelage...