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Schuldenkrise: Griechenland will Privatisierungen beschleunigen
AFPVon Jachthäfen bis zur Wassergesellschaft - der Verkauf von griechischem Staatsbesitz wird zur obersten Priorität der neuen Regierung. Die Opposition spricht von einem Ausverkauf der Ressourcen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...843218,00.html
- #1 08.07.2012 10:14 von
- #2 08.07.2012 10:16 von
Mit seinen Äußerungen
drückt Alexis Tsipras den Preis für griechisches Staatseigentum weiter, desweiteren führt die desolate Lage in Griechenland dazu, dass dort kaum einer investieren will. Wer möchte denn einen Staatsbetrieb kaufen, wenn die Gewerkschafter mehr zu sagen haben als die Eigentümer, Griechenland sollte aus dem € austreten und seinen eigenen Kram machen, die Europäischen Regierungen sollten wegen Nichteinhaltung der ABsprachen Griechenland fallen lassen!
- #3 08.07.2012 10:17 von
zu Lasten aller Bürger der Eurozone
Schnelle Privatisierungen um jeden Preis gehen zu Lasten aller Bürger der Eurozone. Es ist dies das letzte traurige Kapitel des Angriffs der Spekulanten auf Griechenland, jetzt werden sie sich wie Heuschrecken auf Griechisches Staatseigentum stürzen, was unter Wert verkauft wird. Letztlich wird Griechenland dadurch noch ärmer und der Staat um mögliche Einnahmequellen beraubt. Ein ausverkauftes Griechenland wird es noch weit schwerer haben wieder auf die Beine zu kommen und wird die Steuerzahler in den Geberländern noch mehr Geld kosten. In diesem Punkt bin ich voll bei der Opposition in Griechenland, dieser Ausverkauf muss unverzüglich gestoppt werden.
Sieg auf der ganzen Linie für die Spekulanten, zu Lasten der Bürger, gedeckt von der Troika, die diesen Unsinn vorantreibt. - #4 08.07.2012 10:25 von
Privatisierung staatlicher Aufgaben ist Enteignung
Die Privatisierung der Infrastruktur (öffent. Nahverkehr, Wasser-, Stromversorgung, Straßen usw.) ist für reiche Anleger die Lizenz zum Gelddrucken. Warum ist das so und wie werden private Investoren in so einem Fall vorgehen (müssen) ?
Man übernimmt die Bahn vom geschwächten Staat zum "Schnäppchenpreis". Parallel dazu installiert man nahe oder im zuständigen Ministerium eine Lobbygruppe, die als Expertengruppe auftritt.
Dann investiert man gerade so viel, dass die Leistung weiter angeboten werden kann. Dabei müssen die Kosten so weit wie möglich minimiert werden. Der Service wird reduziert, unrentable Strecken werden geschlossen, die Sicherheitsanforderungen werden abgesenkt. Parallel dazu wird der Preis für die Leistung erhöht, langsam, aber stetig.
Kommt es zu Protesten, weil die angebotene Leistung immer schlechter und teurer wird, nutzt die "Lobby-Experten-Gruppe" diesen entstehenden Druck, um dem Ministerium klar zu machen, dass die unrentable Infrastruktur und die vom Bürger geforderten Zusatzleistungen nur mit Subventionen machbar sind. Der Staat muss also aus Steuergeldern Zuschüsse zahlen.
Aus marktwirtschaftlicher Sicht hat der private Investor alles richtig gemacht. Er hat quasi ein Monopol aufgebaut, die Bürger benötigen die Leistung und können nicht ausweichen. Bei minimalen Kosten und Leistungen wird der maximale Gewinn erzielt, der durch die Subventionen noch erhöht wird und der nun an die Aktionäre ausgeschüttet werden kann.
Wie sieht es dagegen aus Sicht des Bürgers und des Mittelstandes aus: Die Leistung hat sich extrem verteuert. und ist schlechter geworden (bei der Bahn z.B. Abdeckung der Fläche, Anzahl der Züge, Pünktlichkeit, Service usw.) Die Sicherheit ist abgesenkt, es passieren mehr Unfälle (dies "blockt" die Lobby-Experten-Gruppe des Investors möglichst durch Einflußnahme der Experten im Ministerium ab, sie begründen die alternativlose Notwendigkeit der Sparmaßnahmen zur Erzielung von Effektivität).
Der Bürger und der Mittelstand zahlen nun "doppelt" für die überteuerte Leistung, einmal direkt und das zweite Mal über die Subventionen, die von aus den Steuern stammen.
Privatisierung von Infrastruktur und staatlichen Aufgaben, die eine wie auch immer geartete Monopolisierung ermöglichen, sind die reine Abzocke der Bürger und des Mittelstandes. Der Staat begibt sich hier in die Abhängigkeit von privaten Investoren, die aus marktwirtschaftlichen Gründen ihre Stellung ausnutzen müssen, sonst wären sie schlechte Unternehmer.
Eine preiswerte, stabile und flächendeckende Versorgung der Bürger und des Mittelstandes ist so aber nicht möglich. Sie ist ja gerade deshalb Aufgabe des Staates, weil es vordergründig um die Bereitstellung von Diensten geht, für welche die Bürger und der Mittelstand Steuern zahlen und die eben nicht aus Sicht der Gewinnmaximierung betrachtet werden dürfen und können.
Durch die neoliberale "Lehre" wird dies ins Gegenteil verkehrt, der Staat geschwächt und die Steuern werden in private Hand "umgeleitet", dabei sinken die Leistungen für die Steuerzahler. All dies war an der Privatisierung der englischen Bahn gut zu beobachten, auch die Vorbereitung des Börsenganges der Deutsche Bahn läuft in diese Richtung. Besonders auffällig ist hier die Berliner S-Bahn, die jährlich Millionen an "Gewinn" an die Konzernmutter Deutsche Bahn abführen muss, im Gegenzug aber ihre Versorgungsaufgaben nicht mehr erfüllen kann.
Die Privatisierung von staatlichen Firmen und Dienstleistungen ist also eine Enteignung der Steuerzahler und eine gigantische Abzocke, die das Leben der Bürger in den betroffenen Staaten langfristig unattraktiver und teuerer macht. - #5 08.07.2012 10:34 von
Wann kommen die Leute endlich zur Vernunft?
Genau wie die Rettungsschirme sowie die heimlichen Rettungsschirme (TARGET II) stellt doch eine Privatisierung nur eine Verzögerung der Insolvenz dar. An den strukturellen Problemen (Arbeitlosigkeit, Lohnstückkosten, Staatsschulden) wird sich mittelfristig dadurch absolut nichts ändern. Griechenland wird definitiv aus dem Euro austreten müssen. Ich hoffe unsere Politiker in spe werden das schon in wenigen Jahren erkannt haben, damit die deutschen Haftungsrisiken (668 Mrd € für GIIPS-Staaten) nicht noch weiter explodieren !!
- #6 08.07.2012 10:40 von
- #7 08.07.2012 10:45 von
Privatisierungen
Der totale Ausverkauf hat begonnen.!!!
Jeder mit etwas wirtschaftlichen Verständnis muss sehen, dass dies kontra Produktiv ist und auf längere Sicht zu noch größeren SChäden führen wird. Wann wachen die zuständigen Leute auf?
Griechenland sollte versuchen so viel wie möglich in öffentlicher Had zu behalten und dies best möglich bewirtschaften. Was anderes werden Investoren auch nicht tun. Die Investoren sind an maximaler Gewinnoptimierung interessiert in kürzester Zeit. Man kann sich nur fragen, sind die Verantwortlichen so blind, gebländet oder verdienen sie sogar mit?
Oder haben die Verantwortlichen soviel Angst davor tiefgreifende Änderungen in Gang zu setzen ohne die wir bald noch schlechter da stehen werden als zu Beginn.
Ich schätze, es liegt auch am Alter. Alle Entscheider sind doch schon weit über 50 Jahre. Die haben sich mit dem ist Zustand abgefunden und hoffen, Ihre letzten Jahre so angenehm wie möglich zu gestallten.
Wir brauchen eine Revolution im Finanzsektor und dies soll bitte nich plakativ verstanden werden. - #8 08.07.2012 10:51 von
- #9 08.07.2012 11:01 von
Unsinn
Die Griechen wollten doch schon ewig ihr Zeug privatisiert haben und damit ihre Schulden drücken. Ihre Absichten sind nur heiße Luft, um den deutschen Steuerzahler zu veralbern.
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