Eindeutig die fast unverbrämte Aufforderung an die Griechen geht raus aus dem Euro.
Der Plan birgt Brisanz und wäre ein massiver Einschnitt in die Souveränität Athens. Deutschland drängt darauf, dass die EU künftig die Kontrolle über das griechische Staatsbudget übernehmen soll. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters und die "Financial Times".
http://www.spiegel.de/politik/auslan...811922,00.html
Eindeutig die fast unverbrämte Aufforderung an die Griechen geht raus aus dem Euro.
Der Vorschlag ist gut und sollte genau dann umgesetzt werden, wenn die Bürger Griechenlands in einer Abstimmung ihre Zustimmung erteilen.
Das Management über die Staatsfinanzen müsste dann auch die soziale Sicherstellung , Arbeitsplätze usw umfassen.
Nur für den Geldtransfer zu den Gläubigern zu sorgen reicht nicht!
Wer das Finanzmanagement übernimmt, der trägt auch die politische Verantwortung.
Es wäre der erste Schritt zu einem Vereinigte Staaten von Europa und von den Bürger/innen Griechenlands sicherlich ihrer eigenen unfähigen Eliten in Politik und Verwaltung vorzuziehen.
Das bringt es nicht.
Das würde sich die griechische Bevölkerung nicht gefallen lassen und würde Deutschland erst recht zum Buhmann machen. Das fehlte noch, dass die griechischen Politiker ihren Rentnern erzählen, wir würden ja gerne mehr zahlen aber die Deutschen/Eurokraten lassen uns nicht.
Sofort fallen lassen diese Idee.
...genauso sieht die europäische Einigung aus! Deutschland, Deutschalnd über alles! Solidarität und Gemeinschaftssinn werden gewaltig überschätzt....
Es ist schon irgendwie bezeichnend, ja sogar widerlich, zu sehen, wie man ein ganzes Volk vor die Hunde gehen lässt, damit ein paar Privatbanken schön ihre Zinsen kassieren können.....
Ein Hoch auf den Kapitalismus und die Finanzindustrie!!!
Ich protestiere: Die fiskalische Annektion schadet dem internationalen Ansehen der Bundesrepublik Deutschland. Einen Anschluss von GR an die EUSSR braucht niemand.
Bitte jetzt GR-Staatsbankrott einleiten und humanitäre Hilfslieferungen aufnehmen.
Wenn es nur noch so gehen soll, dann geht das zu weit. Wenn man die Wahl hat zwischen Euro einerseits oder der Souveränität eines Landes, dann kann nur letzteres das Ergebnis sein.
Die griechische Regierung ist demokratisch gewählt, der EU-Aufseher aber nicht. Effektiv wäre das die Okkupation eines Landes. Dann wäre es im Interesse der Griechen, lieber aus dem Euro auszutreten. Die Regierungsübernahme des Landes durch die EU, damit also durch Deutschland, ist nicht hinnehmbar.
In letzter Konsequenz heißt das doch, dass Portugal, Irland und Italien ähnliches droht. Frankreich ist auch schon angezählt. Herrscht dann Deutschland fiskalisch über ganz Europa ? Stopp hier, sonst können wir uns bald nirgendwo mehr blicken lassen.
Erstens wird Deutschland sich den Hass der Griechen zuziehen - gerade ein stolzes Volk mit einschlägiger Erfahrung im Zweiten Weltkrieg dürfte da sensibel reagieren.
Zweiten enthebt man die Griechen damit der Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Was besseres kann ihnen eigentlich nicht passieren, können sie dann doch zu erwartende Scheitern der - bislang untauglichen weil unwirksamen - Rettungsmaßnahmen auf die EU-Kontrolleure schieben.
Eigentlich müsste jetzt auch dem ignorantesten Politiker dämmern, dass es besser gewesen wäre, schon vor zwei Jahren Griechenland aus der Eurozone zu entlassen. Dann hätten sie mit einer eigenen Währung sowohl Verhandlungen über den Schuldenschnitt als auch die Sanierung der Wirtschaft, flankiert durch EU-Hilfen (die uns alle wesentlich billiger gekommen wären), in Angriff nehmen können.
Aber es ist ja wohl noch genug Geld in der EU da, um endlich vernünftig zu handeln. Die Insolvenz Spaniens oder Italiens wird spätestens die Einsicht bringen, dass der Euro eine Fehlkonstruktion ist.