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Schuldenkrise: Griechenland erreicht Etappenziel bei Schuldenschnitt

REUTERSDie griechische Regierung verkündet einen Etappensieg. Demnach haben sich vor Ablauf der Frist bereits 75 Prozent der Gläubiger am Schuldenschnitt beteiligt. Athen hält sich offen, den Rest der Investoren zum Verzicht zu zwingen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...820200,00.html
  1. #20

    Zitat von hardliner1 Beitrag anzeigen
    105 Milliarden Euro - das ist mehr als ein kompletter griechischer Jahreshaushalt. Dieses Geld wurde vervespert, wohl wissend, dass es nie zurückbezahlt werden kann. Eine glatte Insolvenzverschleppung.
    Was mir seit geraumer Zeit sauer aufstößt, dass weder die griechischen, noch die internationalen Medien im Zusammenhang mit der griechischen Staatsverschuldung weder Ross noch Reiter nennen. Wie wäre es damit, die wahren Schuldigen zu nennen, deren Namen in die weite Welt zu tragen. Wenn ein Herr Wulff in Deutschland vergleichsweise lächerliche Vorteile annimmt, überschlagen sich die Gazetten. Wenn Ministerpräsidenten und Finanzminister in Griechenland einen ganzen Staat an die Wand fahren, dann findet keine oder so gut wie keine öffentliche Aufarbeitung des Versagens statt

    Lesen Sie griechische Zeitungen und verfolgen Sie griechische Medien oder woher wissen Sie das? Außerdem wissen diejenigen, die das zu verantworten haben eben meist genau, wie sie dafür sorgen, dass es nicht soweit kommt. Auch ein Herr Wulff wäre vermutlich verschont geblieben, wenn er sich nicht mit den falschen Leuten/Medien angelegt hätte. Und was Sie als lächerlich bezeichnen ist nun einmal nicht legal und auch nur die Spitze des (deutschen) Eisbergs.
  2. #21

    Zitat von santoku03 Beitrag anzeigen
    Das trifft nicht zu. Wenn Sie Privatinsolvenz anmelden, passiert genau dasselbe wie mit Griechenland: Sie werden sich mit Ihren Gläubigern einigen müssen, dass die frewillig auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, sodass sie wenigstens noch etwas bekommen. Und damit vermeiden Sie gerade den Gerichtsvollzieher.
    Genauso ist es. Nur leider ist immer wieder zu sehen, wieviele Laien hier ihre unqualifizierten Kommentare abgeben, anstatt sich mal so intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, wie es sein müsste.
  3. #22

    Zitat von Argentinien_Holdout Beitrag anzeigen
    Bei Griechenland wird fast eins zu eins nach dem gleichen "Drehbuch" vorgegangen wie beim Argentinienbetrug. Die Gläubiger werden massiv bedroht und eingeschüchtert, damit sie der eigenen Enteignung zustimmen. Argentinien .......

    Wer spekuliert, geht halt Risiken ein. Selbst schuld.
  4. #23

    Zitat von rschneider2 Beitrag anzeigen
    Griechenland sollte sich schämen. Anstatt auf Kosten der EU zu leben sollten sie endlich aus dem Euro austreten. Es ist schon ein Skandal, daß sie sich mit gefälschen Zahlen reingemogelt haben. Ich bin echt fasziniert, was sich die zahlenden EU-Bürger alles gefallen lassen. Die Deutschen sollten nicht nur gegen den Abriß von Bahnhöfen demonstrieren, sondern gegen die Inflationierung ihrer Währung.
    Ja, ich finde auch, man sollte Griechenland ausbuddeln und im Mittelmeer versenken oder zumindest einsperren.
  5. #24

    Zitat von SPON Beitrag anzeigen
    Medienberichten zufolge soll die griechische Regierung bei der Beteiligung der privaten Gläubiger am Schuldenschnitt sogar bereits die 90-Prozent-Hürde genommen haben. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, die Regierung will die Quote am Freitagmorgen um 7 Uhr MEZ bekanntgeben.
    Wozu lese ich eigentlich diesen Artikel? Für den Blick in die Kristallkugel? 75%, 90% ... Morgen früh sehen wir weiter!
  6. #25

    Zitat von dingodog Beitrag anzeigen
    Nun, bei der Privatinsolvenz sind zuerst die "zwangsvollstreckungsrechtlich verwertbaren Vermögensgegenstände" weg, und dann wird auch über 6 Jahre der pfändbare Anteil der Einkünfte einbehalten. Bei Griechenland sieht es schon ein bisschen anders aus, Pfändung von Vermögensgegenständen ist da so nicht vorgesehen, und die Ministergehälter sind noch deutlich über dem nicht pfändbaren Betrag, da bin ich mir ziemlich sicher.

    Und wie sieht die Realität aus? Der Flachbildfernseher, Laptop u.ä. werden heute schon nicht mehr gepfändet. Ist ein genauso lächerliches Spiel.
  7. #26

    Zitat von Treviso Beitrag anzeigen
    >>>105 Milliarden Euro Schuldenlast loswerden<<< heißt doch, dass die Griechen einfach nicht zurückzahlen. Wenn ich nicht zurückzahle, habe ich Gerichtsvollzieher und ggf. Privatinsolvenz am Hals. Ob das für mich dann auch ein historischer Moment wird, wage ich zu bezweifeln.
    Welcher Depp leiht jetzt den Griechen noch Geld? Die EZB, der IWF, Deutschland? Wie strohdumm muss man eigentlich sein, um so was zu machen?
  8. #27

    Zitat von Argentinien_Holdout Beitrag anzeigen
    Bei Griechenland wird fast eins zu eins nach dem gleichen "Drehbuch" vorgegangen wie beim Argentinienbetrug. Die Gläubiger werden massiv bedroht und eingeschüchtert, damit sie der eigenen Enteignung zustimmen. Argentinien hat 2005 und 2010 unilateral, OHNE Verhandlungen mit seinen Gläubigern, zwei "freiwillige" Umschuldungen mit einem Schuldenschnitt von 70% (!) durchgeführt. Die Nichtteilnehmer an den Umschuldungen, viele italienische und deutsche Kleinanleger, haben verständlicher Weise (sie haben ihre Anleihen noch vor dem Default zu 100% und mehr gekauft) diesem beispiellosen "Haircut" nicht zugestimmt. Als Vergeltung erhalten sie seit 2001 keinen Cent auf ihre Anleihen, weder Zinsen noch Kapital. Die 30-er Jahre lassen grüßen...
    Sag' ich doch, wer den Griechen Geld leiht, ist selber schuld. Und unsere Regierung macht das mal einfach so mit meinen Steuergeldern. Einfach skandalös!
  9. #28

    natürlich

    Zitat von Argentinien_Holdout Beitrag anzeigen
    Argentinien hat 2005 und 2010 unilateral, OHNE Verhandlungen mit seinen Gläubigern, zwei "freiwillige" Umschuldungen mit einem Schuldenschnitt von 70% (!) durchgeführt. Die Nichtteilnehmer an den Umschuldungen, viele italienische und deutsche Kleinanleger, haben verständlicher Weise (sie haben ihre Anleihen noch vor dem Default zu 100% und mehr gekauft) diesem beispiellosen "Haircut" nicht zugestimmt. Als Vergeltung erhalten sie seit 2001 keinen Cent auf ihre Anleihen, weder Zinsen noch Kapital. Die 30-er Jahre lassen grüßen...
    Die Gläubiger standen halt vor der Wahl, entweder ein freiwilligen Schuldenschnitt von 70%, oder ein unfreiwilligen Schuldenschnitt von 100%. Wenn der private Gläubier kein CDS hat, hätte er wohl besser die 70% Verlust geschluckt. Wenn er ein CDS hatte, hätte er den freiwilligen Schuldenschnitt nicht mitmachen können, und stattdessen die Ausfallversicherung kassieren können.
  10. #29

    Insolvent ist insolvent

    Zitat von Treviso Beitrag anzeigen
    >>>105 Milliarden Euro Schuldenlast loswerden<<< heißt doch, dass die Griechen einfach nicht zurückzahlen. Wenn ich nicht zurückzahle, habe ich Gerichtsvollzieher und ggf. Privatinsolvenz am Hals. Ob das für mich dann auch ein historischer Moment wird, wage ich zu bezweifeln.
    Im Prinzip ist das bei Privaten nicht viel anders. Insolvent ist nunmal insolvent. Das Problem ist nicht nur Griechenland, die sich über die Ohren verschuldet haben, sondern auch die Banken, die Investoren, die mit Vergnügen mehr Geld nachgeschossen haben. Deswegen ist es sehr gut, dass die nun über den Schuldenschnitt richtig am Hilfspaket beteiligt werden.


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