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Schuldenkrise: Griechen bleiben auf ihren Anleihen sitzen

Eine Alarmmeldung folgt der nächsten: Erst*stoßen die französischen Banken ihre griechische Staatspapiere ab, dann die deutschen, schließlich auch das größte Athener Geldhaus. Doch wer kauft die*Anleihen eigentlich noch? Die Antwort ist*erschreckend einfach.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...768788,00.html
  1. #1

    Denkfehler bei der Formulierung

    "Eine Alarmmeldung folgt der nächsten"

    Wie soll man sich das vorstellen? Die nächste ist ja noch gar nicht da, und auf die soll die Meldung folgen?

    Sie folgt doch wohl "auf die andere".
    Besser wäre es, bei Amerikanismen trotzdem die eigene Sprache anzuwenden.
  2. #2

    Die Frage müsste eigentlich sein:

    wer gibt dem Pleitier noch Geld, der nicht die Zinsen noch die Tilgungen seiner bisherigen Kredite zahlen kann? Solche Dummen gibt es doch eigentlich nicht. Obwohl sich nicht zwangsläufig Geldbesitz und Schwachsinn ausschliessen müssen, wie es sich beim dummen Michel zeigt

    Was die Presse verschweigt ist, dass die Neuschulden Griechenlands bei IWF und EU vom Mai 2010 -was so locker in einem Riesenbetrugsmanöver der Bürger durch gekaufte EU-Politiker über die Bühne ging- alleine für die Bedienung der Schulden vorgesehen ist. Für Griechenland griffen diese Schufte der EU den Bürger ins Säckel, damit Griechenland ihren Verpflichtungen nachkommen können sollte. Von diesen Neu-Krediten zur Finanzierung von Zinsen werden die Bürger der EU und die Bürger, die den IWF finanzieren, nie etwas wiedersehen.

    Dabei wurden die Mittel durchaus nicht zweckgebunden nur für die Zinszahlungen und Tilgungen genutzt, sondern versickerte balkanüblich in unsauberen Kanälen. Die Presse -wie üblich- berichtet nicht. Sie muss sich Schlagzeilen ausdenken, um ihre eigenen Schulden mit besseren Verkauf zu bedienen. Das ist heute die eigentliche Aufgabe von Journalisten: Zinsknechtschaft. Und so werden dann die Nachrichten "gestaltet".
  3. #3

    Mir kommen gleich die Tränen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Alarmmeldung folgt der nächsten: Erst*stoßen die französischen Banken ihre griechische Staatspapiere ab, dann die deutschen, schließlich auch das größte Athener Geldhaus. Doch wer kauft die*Anleihen eigentlich noch? Die Antwort ist*erschreckend einfach.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...768788,00.html
    Jedes Schneeballsystem kommt zum Ende.
    Die Idee Schulden mit höheren Schulden zu ersetzen haben schon viele gehabt. Komischerweise kommt man da als Privatperson sehr schnell ins Gefängnis, aber ein Staat mit Gewaltmonopol kann sich so etwas leisten.
  4. #4

    Es ist doch völlig gleichgültig....

    ...ob es die Institute trifft, dennen es ohnehin schlecht geht! Sie haben sich verzockt - sie sind pleite! Dann gehören sie auch in die Pleite - eine Leiche muß man nicht länger auf Kosten der Allgemeinheit reanimieren!
  5. #5

    Seit der Journalismus ..

    Zitat von Glienicker Beitrag anzeigen
    "Eine Alarmmeldung folgt der nächsten"
    Wie soll man sich das vorstellen? Die nächste ist ja noch gar nicht da, .....
    .. auch ein akademischer Beruf ist wie etwa der des Sozialpädagogen zählt weder Denken noch Sprache, Hauptsache ein Diplom. Das zählt schon als Qualität.
  6. #6

    Banken

    Ein bekannter Kabaretist hat es so formuliert : " Vor jeder Bank sollte man eine Galgen errichten, nur so zu Warnung " .Mit der heutigen Information müsste man ergänzen : " und diese auch gebrauchen " .
  7. #7

    ...

    Zitat von Glienicker Beitrag anzeigen
    Wie soll man sich das vorstellen? Die nächste ist ja noch gar nicht da, und auf die soll die Meldung folgen?
    Ach, so ein kleiner Vorzeichenfehler auf der Zeitachse kann doch jedem mal passieren ;)
  8. #8

    $$

    Also ist die EZB mit ihren Schrottpapieren keine Bad Bank, sondern eine Wurst ... äh ... Worst Bank???
  9. #9

    Ist das denn nicht schon der Schuldenschnitt?

    Wenn Banken Griechenland Anleihen zu 40 - 50% des Nennwertes verkaufen, dann ist das doch schon der viel geforderte Anteil der Privatbanken, oder?

    Wenn die EZB, die Bundesbank, oder staatliche Banken Deutschlands oder anderer Länder Griechenland Anleihen für 50 oder 60 % unter Nennwert ankaufen, dann kann man irgendwann auch einen Schuldenschnitt von 50% einräumen.

    Wenn ich es recht überlege, ist es dann für Deutschland nicht von Vorteil, wenn im wesentlichen die EZB den Ramsch aufkauft und die Wertberichtigung durchführt?

    An irgendwelchen Rettungsfonds u.ä. werden wir immer anteilsmäßig zu unserem BIP beteiligt.

    Wenn die Wertberichtigung bei der EZB stattfindet, also im Prinzip Euros gedruckt werden um Griechenramschpapiere aufzukaufen, dann merken wir das lediglich am fallenden Eurokurs. Wobei, letztlich, das griechische Problem im Vergleich zur Wirtschaftskraft des Euroraumes ziemlich gering zu bewerten ist und den Euro allenfalls um ein paar Cents drücken dürfte.

    Wenn ich mir das so vorstelle, kommt langsam Licht in mein Dunkel. Da ich aber kein Fachmann bin, lasse ich mich gerne belehren.

    Geht der Euro maßvoll in den Keller, nutzt das den netto Exporteuren und schadet den Importeuren, oder sehe ich das falsch?

    Wenn die deutschen Banken ihre Griechenlandanleihen an die EZB abgeben, dann verlieren die Banken, was die großen, profitablen Geldhäuser verkraften können und zum Teil über Abschreibung wieder reinholen. Diese Abschreibungen sind zwar ein Verlust für den deutschen Fiskus, aber weil die Banken unter Nennwert verkaufen, ensteht automatisch die gewünschte Beteiligung der privaten Gläubiger.

    In der Summe ist das billiger, als über den Rettungsschirm
    für die Griechenanleihen zu 100% Nennwert bürgen zu müssen.

    Getroffen werden Banken die zu wenig Profit erwirtschaften um die Abschreibungen wirksam werden zu lassen.
    Getroffen werden Staaten, deren Haushalte solche Abschreibungen an ihre Privatbanken und solche Verkäufe unter Nennwert durch ihre staatlichen Banken, zur Zeit nicht so leicht verkraften können.

    Griechenhilfe über Rettungsschirm bedeutet also einen größeren Anteil an den Kosten für Deutschland, Griechenhilfe über EZB einen geringeren Anteil.

    Staaten die, im Verhältnis, zur Zeit eine bessere volkswirtschaftliche Situation genießen, geringere Neuverschuldung brauchen, mehr exportieren als importieren, also gewissermaßen etwas mehr "Luft" haben, werden mit Deutschland eher den EZB Weg bevorzugen, die anderen jenen über den Rettungsschirm.


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