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Schuldenkrise: Gnadenfrist für Spanien
APEuropas Krisenmanager rücken von ihrem strikten Spardiktat ab. Die EU-Finanzminister gewähren dem von Rezession geplagten Spanien eine einjährige Gnadenfrist beim Schuldenabbau - und wecken damit Begehrlichkeiten in Portugal und Griechenland.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...843650,00.html
- #1 10.07.2012 15:35 von
Der Frist...
wird verlängert, dagegen gibt es neue Sparmassnahmen...euh, sollte es nicht umgekehrt sein?...
- #2 10.07.2012 15:36 von
Wann wird endlich recherchiert und die Wahrheit berichtet?
Hier geht es nicht um erlittene Verluste spanischer Banken, sondern um Gewinnerwartungen, die überzogen waren. Diese "verlorenen " Gewinne der spanischen Banken sollen nun subventioniert und finanziert werden.Während des Booms finanzierten diese Banken Häuser und Wohnungen in der Regel mit 100% über den Realwert, was die Banken genau wussten. So wurde aus einer 200.000,00 Euro Immobilie in den Büchern zu einer 400.000,00 Euro Immobilie.Viele dieser Immobilien holen sich die Banken jetzt jedoch zurück, haben also real keinen Verlust gemacht. Nun lamentieren sie, dass am Beispiel, laut ihren Büchern, ein Verlust von 200.000,00 Euro gemacht wurde, weil sie nur zu diesem Preis die Immobilie loswerden können.Hier geht es nicht um Verluste,sondern um nicht erreichte und überzogene Gewinnerwartungen,die Steuerzahler in anderen Euro-Ländern nun bezahlen sollen.Das ganze ist nur noch grotesk! Für Chaos-Team Merkel/Schäuble sind das natürlich "Verluste",die unser Finanz-System in den Abgrund reißen könnten.In Spanien nennt man das "quenta del tio". hier wohl eher "Hütchenspiel".
- #3 10.07.2012 16:04 von
Banken ohne Schranken
"es dabei auch um Grenzen für die Gehälter von Bankmanagern..." Der dumme Steuerzahler kapiert es nicht und will es auch nicht kapieren. Die Banken zocken, von der letzten Bankkrise haben sie keine Konsequenzen gezogen. Warum auch? Sie sind ja systemrelevant. Sie haben einen Blankoscheck. Zocken ohne Risiko. Verluste gleichen die Steuerzahler aus und außerdem blechen sie für die Boni der Banker. Nur darum geht es bei der Rettung: wie kann sich eine Geldelite am Volksvermögen bedienen, schamlos und straflos.
- #4 10.07.2012 17:18 von
Die "Begehrlichkeiten" sind wohl begründet. Die genannten Volkswirtschaften sind ökonomisch nicht in der Lage die Sparauflagen innerhalb der genannten Fristen einzuhalten, zumal diesen bisher jegliche Möglichkeit zum Wachstum durch das einseitig ausgelegte Sparprogramm entzogen wird. - #5 10.07.2012 18:34 von
Die Euro-Retter rücken immer von etwas ab,
da ist das gedruckte Papier noch nicht trocken, da wird gegen Gesetze und Regeln verstoßen. Dem Fiskalpakt wird es ebenso ergehen. Vom Maastricht-Vertrag spricht niemand mehr. Er war mal Voraussetzung für die Abschaffung der DM. n den Vertrag hält sich niemand und den künftigen Gesetzen und Absprachen wird es ebenso ergehen. Wortbruch und Verstöße gegen Regeln und Gesetze gehören bei unseren Politikern, besonders jenseits der Landesgrenzen innerhalb der Eurozone, inzwischen zum Tagesgeschäft - ohne rot zu werden!
- #6 10.07.2012 18:58 von
warum Chaos Team Merkel/Schäuble
die beiden funktionieren doch perfekt. Ein besseres Team können sich die Banker doch garnicht wünschen! Zudem hat Merkel großen Rückhalt in der Bevölkerung. Eine Konstellation, die Boni und Milliarden den Banken garantiert!
- #7 10.07.2012 19:04 von
Hütchenspieler
Wie recht Sie haben. Elf Jahre habe ich das in Spanen mitbeobachten dürfen. Wenn das gesamte Ausmaß an Korruption und Subventionsbetrug in Spanien während der Euro-Geldschwemme jemals ans Licht käme würde wohl sogar Merkel vom Glauben abfallen. Kleine Beispiele? Auf den Balearen sollte in den 90ern eine EU-Subvention für intensiven Sonnenblumenanbau dokumentiert werden. Flugs säte man eine Reihe Sonnenblumen um mehrere Hektar Land, fotografierte diese von der Straße aus und das Milliönchen war sicher. Eine Schafzucht größeren Ausmaßes sollte dort auch subventioniert werden. Man schnappte sich eine kleinere Herde, trieb diese über die ganze Insel und fotografierte sie an mehreren Punkten aus der Luft; schwupps ging die Sache durch. Ein Internetkurs sollte der Jugend Bildung bringen. Klar, da brauchte man Computer. Die Geräte wurden dann, sobald sie gekauft waren verscherbelt, der Reibach war enorm. Solche Anekdötchen summieren sich spanienweit zu einer gigantischen EU-Abzocke, allen voran agierten Banken und ein aufgeblähter Staatsapparat, der sich doppelte Kompetenzen auf allen Ebenen leistet, während separatistische Regionen diese Pfründe argwöhnisch beäugen. Noch 2004 gab es in Spanien 750.000 Beamte, mittlerweile sind es 3,2 Millionen, doppelt soviel wie in Deutschland bei der halben Einwohnerzahl. Alimentiert wird dieser unproduktive Apparat von einer ohnmächtigen Bevölkerung, die unter 23 % Arbeitslosigkeit leidet. Durch diese korrupte politische Filterwatte wird nie ein Euro an die notleidende Bevölkerung gelangen. Ich halte Spanien, so unsäglich Leid mir das für die großartigen Menschen tut für unreformierbar.
- #8 10.07.2012 19:12 von
Nicht
die Sparmaßnahmen sind das Problem.
Sondern der Geldfluß zur wertverzehrenden Wirtschaft (Banken, Versicherungen, Staatsapparat). Die wertverzehrende Wirtschaft ist
wie das Feuer. Je mehr man hineinwirft, desto höher lodert die Flamme. Würde man nur ein Drittel der Gelder der Realwirtschaft zur Verfügung stellen - dann gäbe es auch Wachstum um Erholung.
So wird das ganze Geld versiegen. Und muss dann mit Einsparungen bei Rentnern, Studenten und Arbeitslosen wieder hereingeholt werden. - #9 10.07.2012 20:14 von
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