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Schuldenkrise: EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Euro-Zone

REUTERSAllein im März haben ausländische Investoren spanische Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen, heimische Anleger dagegen kaufen zu. In Italien gibt es einen ähnlichen Trend. Experten sehen darin ein Zeichen, dass der Kitt zwischen den Euro-Zonen-Ländern bröckelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830813,00.html
  1. #60

    Was ist denn das schon wieder....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein im März haben ausländische Investore
    ...für ein Unsinn? Irgendjemand in "den Märkten" muss sich ja wegen etwas beunruhigen, sonst wären es nich die Märkte! Jetzt sind es also die Banken eines Landes, die in erhöhtem Maße die Schuldpapiere des eigenen Landes kaufen! Man sollte eigentlich froh sein, dass sie überhaupt jemand in erhöhtem Maße kauft, aber nein, auch das ist wieder nicht gut....

    Dürfen die Banken das nicht mehr? Sie werden wohl ihre Gründe dafür haben und es wird wohl nicht lange dauern, bis die ausländischen Investoren wieder zurückkommen, weil die Papiere anscheinend doch Verdienstmöglichkeiten bieten.

    Es ist ein großer Fehler, das Verhalten der Märkte mit rationalen Beweggründen erklären zu wollen. Jeder gibt zu, dieses Verhalten sei "emotional", also sollte man es auch nicht ernst nehmen. Heute rauf, morgen runter, was für Sinn hat das tägliche Kommentieren des Marktes?

    Ein Wirtschaftswiisenschaftler, der dies akribisch kommentiert und poltische Schlüsse daraus zieht, macht sich lächerlich.
  2. #61

    Hmm

    Man fragt sich für was die Stümper in dieser Ffter EWG-BadBank eigentlich überaus teuer durch die Steuerzahler bezahlt werden - für sinnvolle Analysen und Geldwirtschaft wohl eher nicht.
    Offensichtlich zu Recht haben die dt. Bundesbänker mit fliehenden Fahnen das BfG-Hochhaus verlassen da diese BadBank weder ihren Aufgaben gewachsen ist noch diese überhaupt einzuhalten gedenkt.
    Man darf daran erinnern das die einzige Aufgabe dieser Bank lediglich die Sicherung der Geldwertstabilität ist - und nicht die nationale Staatenrettung um jeden Preis.

    Jetzt kommt was zwingend kommen mußte und von vielen Fachleuten bereits prognostiziert wurde: Die Staatengruppe des Gemeinsamen Marktes, die das ECU-Geld eingeführt hat, fällt auseinander da es dafür keinerlei Alternativen gibt. Sprich es wird wieder nationale Geldpolitik gemacht ohne diese Ffter BadBank noch irgendwie zu bemühen.

    Schätzungsweise zum Jahresende werden wir es daher mit einem Peseta-Ecu, einem Lira-Ecu und einem Drachmen-Ecu zu tun haben. Einzig und alleine Berlin mit dem DM-Ecu wird dann gebetsmühlenartig die angeblichen Vorzüge dieser gescheiterten Kunstwährung herunterleiern und hoffen das keinem auffällt das dieses Abenteuer die dt. Schuldenquote, für die dann der gemeine St-Zahler aufkommen darf, zumindest verdoppelt hatte. Von den Verteuerungswellen anläßlich dieser Währungsreform erst garnicht zu reden.
    Bezieht man noch die Schirmchen und anderen Töpfe mit ein deren Bürgschaften mit Sicherheit ausgabewirksam werden dann kann man von einer Verdreifachung der dt. Schuldenquote ausgehen was absolut vermeidbar gewesen wäre.
  3. #62

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein im März haben ausländische Investoren ...
    Wenn ausländische Investoren keine Schrotanleihen wollen, aus Angst vor einem Haircut, dann ist das eine gute Entwicklung. Immer mehr Schulden machen geht nicht, irgendjemand muss einem das Geld auch leihen. Wenn das nur noch die inländischen Banken machen, dann ist das OK. Dann kann man das Land besser vom Euro abspalten. Gut so. Vielleicht richtet es der Markt ja doch. Aber vorsicht, die Rettungsschirme existieren immer noch. Ich hoffe, das der ganze Spuk vom Bundesverfassungsgericht gestoppt wird und wir dann den Euro verlassen. Eine Träne zum Abschied bekommt er von mir. Eine Freudenträne.
  4. #63

    Systembedingt

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    In Europa und den USA, also dem westlichen System, wird immer bei anderen das große Glück gesucht.

    Es werden ausländische Investoren gebraucht, nicht um die Wirtschaft mit deren "besseren" Geld zu fördern, sondern damit ungeniert gelogen, betrogen und asozial gehandelt werden kann.
    Hedgefonds gibt es nicht umsonst ohne Regeln. Es kann immer gesagt werden:
    Die Bösen waren es.
    Wenn die nationale Finanzindustrie eigene staatliche Papiere hält ist das recht unangenehm.
    Das alles ist nicht nur eine Krise in den €uroländern, sonder es ist eine Krise im System des Kapitalismus und solange da nichts grundlegendes verändert wird, so werden wir alle nur noch viel tiefer in den Schlamassel hineinrutschen.
    Krisen hat es immer gegeben und sie sind nicht verhinderbar, aber es kommt darauf an sie in Grenzen zu halten und das kann man nur wenn man bestimmte Regeln setzt und sie auch einhält.
    Und gerade das hat es seit dem Zusammenbruch des Ostsystem nicht mehr gegeben, man ist in einem Pokerspiel ohne jegliche Regeln eingetreten und nun sieht jeder was dabei herauskommt.
    HR
  5. #64

    Was ist eigentlich "Integration"?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein im März haben ausländische Investore
    Der Bericht will eigentlich sage: Wenn, beispielsweise, Spanien seine Staatsanleihen nicht bedienen kann hat Spanien ein Problem. Wenn diese spanischen Staatsanleihen auch noch von spanische Banken gehalten werden, hat Spanien zwei Probleme. Schöner wäre es doch wenn ausländische Banken den Ramsch halten würden. Dann wäre das zweite Problem über die ganzen Euroraum gerecht verteilt. Das nennt man dann “Integration des Finanzsektors im Euro-Raum"
  6. #65

    Alternative

    Zitat von dingodog Beitrag anzeigen
    Die Desintegration der Eurozone ist eine logische Konsequenz der deutschen Entscheidung, Griechenland pleite gehen zu lassen (das war eine Staatspleite, keine "freiwillige Umschuldung"). Jetzt stellt sich heraus, dass selbst 1000 Milliarden frisch gedruckter Euros keinen dauerhaften Damm gegen die Angst der Investoren bieten können. Mann, das wird noch lustig werden.
    was wäre denn Ihrer Meinung nach die Alternative gewesen , bedingungsloser Aufkauf der griechischen Staatsanleihen zum Nennwert, Eurobomds für alle?. Die Desintegration ist doch nicht Konsequenz der Entscheidung der Eurogruppe und des IWF in Griechenland einen Schuldenschnitt zu veranstalten die Desintegration ist auch nicht eine seit kurzem stattfindende Entwicklung sondern resultiert aus der unterschiedlichen Wettbewerbsfähigkeit. Diese Desintegration wird nur ab und zu durch kurzfristige Massnahmen der EZB wie die "dicke Berta" zugekleistert.
  7. #66

    Inflation, ja bitte.....

    Zitat von santaponsa Beitrag anzeigen
    ... doch vorauszusehen! Also war die Flutung von gut 1 Bio. Euro von seiten der EZB eine weitere Verzweiflungs-Tat.
    WIE wollen die spanischen/italienischen/griechischen Banken z.B. nach drei Jahren die genannten, enormen Summen jemals zurückzahlen?!
    Man kann die ganze Euro-Krise drehen und wenden wie man will, der Ausgangspunkt ist die Mentalität fast ALLER EU-Regierungen, riesige Schuldenberge anzuhäufen UND in 2012 kaum noch die Zinsen auf die Schulden erwirtschaften zu können, geschweige denn die notwendigen UMSCHULDUNGEN zu moderater Verzinsung zu erreichen.
    Hoffentlich wird Deutschland nicht in diesen Strudel hineingezogen, sicher bin ich mir da aber nicht!
    Wir leihen uns frisch gedruckte 2,5 Billionen von der EZB zu 1% und lösen
    die bestehen Schulden damit ab.

    Zumindest die Zinszahlungen werden für Deutschland erheblich sinken.

    Wir und kein anderes Land Europas wird je seine Schulden zurückzahlen
    können. Warum uns die Politiker immer mit ihren Sonntagsreden über
    die Verschuldung unserer Kinder langweilen muss offen bleiben.

    Was wollen denn die ganzen sogenannten Anleger mit ihrem Papiergeld machen
    wenn sich kein Staat mehr verschuldet?

    Land kaufen macht wohl auch wenig Sinn da bei einer weltweiten Krise
    mein Land in Afrika bei zerbröselnden Ordnungsstrukturen wochl auch
    wenig wert sein wird.

    100.000 Euro aufs Tagesgeld, der Rest in Immobilien und die Inflation kann
    kommen. Mir macht sie keine Angst.

    Wem macht die eigentlich Angst? Scheinbar der Presse.
  8. #67

    Im ersten Quartal 2012 sank der Anteil ausländischer Investoren an spanischen Staatsschulden um knapp 62 Milliarden Euro oder um rund 22 Prozent!

    Dadurch sank der Anteil ausländischer Investitionen an spanischen Staatsschulden von 50 auf 37%. Dabei habe die Risikoprämie die 400er Marke überstiegen und für 10-jährige Titel waren 5,8% Zinsen fällig.

    Damit hat die Bank von Spanien bereits 60 Milliarden der für dieses Jahr geplanten 86 Milliarden, also rund zwei Drittel, emitiert.
  9. #68

    .. was eben nicht zusammengehört. Aber der Zweck der EU und des Euros ist eh erreicht: das Kapital triumphiert,in allen Ländern wächst die Reservearmee und die Löhne sinken.
  10. #69

    Zitat von nudelsuppe Beitrag anzeigen
    Wenn ausländische Investoren keine Schrotanleihen wollen, aus Angst vor einem Haircut, dann ist das eine gute Entwicklung. Immer mehr Schulden machen geht nicht, irgendjemand muss einem das Geld auch leihen. Wenn das nur noch die inländischen Banken machen, dann ist das OK. Dann kann man das Land besser vom Euro abspalten. Gut so. Vielleicht richtet es der Markt ja doch. Aber vorsicht, die Rettungsschirme existieren immer noch. Ich hoffe, das der ganze Spuk vom Bundesverfassungsgericht gestoppt wird und wir dann den Euro verlassen. Eine Träne zum Abschied bekommt er von mir. Eine Freudenträne.
    Der Bundespräsident Gauck hat doch in Brüssel gesagt, dass das BVG nichts stoppen wird. Alles längst hinter den Kulissen abgesprochen. Woher der Optimismus in Sachen BVG? Wo leben Sie?








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