Forum


 

Schuldenkrise: EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Euro-Zone

REUTERSAllein im März haben ausländische Investoren spanische Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen, heimische Anleger dagegen kaufen zu. In Italien gibt es einen ähnlichen Trend. Experten sehen darin ein Zeichen, dass der Kitt zwischen den Euro-Zonen-Ländern bröckelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830813,00.html
  1. #50

    Absolut richtig

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    So fällt auseinander was nie zusammengehört hat.

    Die gemeinsame Währung ist ein Projekt das nicht von rationaler Vernunft sondern von Ideologischer Unvernunft angetrieben war. Solches fegt die Geschichte immer hinweg. Das sollte gerade wir Deutschen eigentlich wissen.

    In der Realität zählen nicht gute Absichten und Wünsche sonder Realitäten und Fakten.
    Das Projekt "Euro" war schon 1999 in einer Schieflage, als Länder wie Portugel und Spanien daran beteiligt wurden. Die Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone, unter maßgeblicher Beteiligung eines Herrn Eichel übrigens, wird man in späteren Geschichtsbüchern als ein weiteres Beispiel für eine realitätsferne Entscheidung ohne jegliche Betrachtung der Realität anführen.
    Die Frage ist nur, wie es weiter gehen soll? Die völlige Rückkehr zu den nationalen Währungen, also auch Einführung einer neuen Mark, wäre m.E. wohl auch nicht das Gelbe vom Ei. Es wird aber leider so sein, dass die heute noch Regierenden den Euro-Karren derart in den Dreck fahren, dass am Ende gar nichts Anderes mehr übrig bleibt.
  2. #51

    etwas anders

    Zitat von der.letzte.dodo Beitrag anzeigen
    Den Japanern wird das sogar als Stärke ausgelegt, weil sie fast keine ausländischen Gläubiger haben, sich also quasi selbst finanzieren, durch ihre Sparer.
    In Japan besteht aber der Unterschied, dass hinter dieser Verschuldung im eigenen Land eine - trotz Fukushima - ertragsstarke Wirtschaft steht, die eine große Schuldentragfähigkeit aufweist. Die trifft aber nicht für die südeuropäischen Volkswirtschaften zu (Ausnahme Italien, die Italiener könnten, aber wollen nicht sich ändern).
  3. #52

    Das verstehe ich nicht

    Zitat von labudaw Beitrag anzeigen
    dabei ist das SOO EINFACH !

    Das iste ein Deal zwischen den jeweiligen nationalen Banken und den Investoren !

    Die Investoren müßten im Falle eines Falles mit einem massiven Schnitt rechnen - die nationalen Banken werden aufgefangen und die "Einlagen" wertunberücksichtigt von der EZB übernommen.

    Ganz einfacher - aber für Deutschland ganz übler - Deal.

    So wird Merkel mit ihren Bemühungen ausgehebelt.
    Könnten sie das bitte näher erläutern?
    Meinen sie, das ausländische Investoren ihr Kapital verlieren könnten und inländische nicht?
    Zur Zeit ist es doch so, das alle gleich große Risiken haben, oder irre ich mich?
  4. #53

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    (...) Die gemeinsame Währung ist ein Projekt das nicht von rationaler Vernunft sondern von Ideologischer Unvernunft angetrieben war.
    Sogar von schönen Träumereien. Ich fand die Visionen auch schön, wusste (als Laie!!!!) aber von Anfang an, dass das nicht funktionieren kann.

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Solches fegt die Geschichte immer hinweg. Das sollte gerade wir Deutschen eigentlich wissen.

    In der Realität zählen nicht gute Absichten und Wünsche sonder Realitäten und Fakten.
    So ist es. Mich erschüttert die Erkenntnis, von wie wenig Sachverstand wir regiert werden!
  5. #54

    Zitat von jd87 Beitrag anzeigen
    Japan ist keinesfalls die EU!!!

    Japan ist von der Mentalität, der Umgebung etc. etwas völlig anderes!!!

    Es ist 1 Land, hat "nur" 110 Millionen Einwohner, muss sich nicht mit 20 anderen Ländern absprechen die alle nur die Sahnestücke haben wollen...die Japaner arbeiten extrem hart und effektiv (was man von vielen Europäischen Staaten nicht sagen kann)...
    Sie meinen so wie Deutschland mit 16 föderalistisch organisierten Ländern?

    meinen sie so extrem hart und effektiv wie bei Tepco?
  6. #55

    €urozone

    Zitat von jd87 Beitrag anzeigen
    Mich persönlich amüsiert diese Lage!

    Wie hier gesprochen wird, als wenn es nicht vorraussehbar gewesen wäre, dass dieses System zusammenbricht und das Ausländische Investoren NICHT in Schrott investieren wollen ist doch wohl logisch!

    Jeder hat es irgendwie begriffen, dass das System nicht mehr zu retten ist...nur noch nicht die Politik!
    Ich fage mich immer wieder, wie lange kann das noch gut gehen, sind denn das alles nicht schon Zeichen eines Zusammenbruchs der €urozone?
    Es war eine Idee, aber sie war nie wirklich ernst gemeint, man wollte vor allem nur für einige wenige sehr gute Profitbedingungen schaffen und alle anderen fallen eben hinten herunter.
    Diese EU Planer und Ausführenden haben jämmerlich versagt, aber das wissen sie sicherlich schon seit langen selbst.
    HR
  7. #56

    Zitat von brido Beitrag anzeigen
    Dem der das nicht vor zwei Jahren gesehen hat, ist nicht zu helfen!
    Erzählen Sie das mal unseren Regierenden. Wie recht Sie haben.
  8. #57

    Kapitalflucht

    Zitat von labudaw Beitrag anzeigen
    ...
    Deutschland zahlt IMMER - da könnt ihr vorschlagen, was ihr wollt.
    Es kommt nur darauf an, wie man das ganze verpackt.

    Deutschland zahlt auch, wenn alle zu ihren nationalen Währungen und Wirtschaften zurückkehren - dann mit massiven wirtschaftlichen Einbrüchen, Rezession usw. die ganze Leier.

    Wer meint, der Euro ist das Problem, hats nicht verstanden.
    Richtig ist, mit einem blauen Auge kommt man da nicht mehr heraus. Richtig ist aber auch, die schönen geplatzten Blasen sind leider auch Folge des Euros und des Einheitszinses in der Eurozone. Die letzten Wirtschaftsdaten aus den USA waren brauchbar, die aus Euroland ziemlich verheerend. Was da die Investoren wohl machen werden? Läuft gut für Facebook, die Euronen mögen fließen.
  9. #58

    [QUOTE=labudaw;10114226]Konsequenz wird dann aber die politische und die wirtschaftliche Vereinigung Europas. Dann gäbs auch keine Euro-Spannungen, aber auch keine nationale Währung - die wirtschaftliche Lage wäre allerdings auch nicht besser.
    [QUOTE]

    Überhaupt nicht, denn man hätte auf die Einführung des Euros ganz verzichten könne. Geplant war zudem ursprünglich ein Europa der Vaterländer ("Einheit in Vielfalt"), und keine neue UdSSR. Nur deutsche Politiker wollen ihr Land abschaffen, aber kein anderes Land in Europa will dem nacheifern, erstrecht nicht die osteuropäischen Staaten.

    Außerdem ist eine politische Vereinigung gegen den Willen der Völker nicht möglich. Auch die deutschen müssten dem per Volksabstimmung zustimmen, wie das Bundesverfassungsgericht 2009 urteilte.
  10. #59

    Burdensharing und Tag X

    Es ist Pflicht der deutschen Banken, sich von denjenigen Staatsanleihen zu trennen, die schlechte Bonitäten haben. Nochmals können unsere Banken nicht darauf zählen, dass man sie rettet. Was die Regionalisierung der Geld- und Kreditkreisläufe anbelangt, so stimme ich der Tendenz des Artikels zu. Auch innerhalb der Region Deutschland sind sich die Banken im Interbanking nicht grün.

    Viele bereiten sich auf den Tag X vor. Deshalb erwarte ich ein Flucht in Deutsche Standard-Werte.


TOP



TOP