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Schuldenkrise: EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Euro-Zone

REUTERSAllein im März haben ausländische Investoren spanische Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen, heimische Anleger dagegen kaufen zu. In Italien gibt es einen ähnlichen Trend. Experten sehen darin ein Zeichen, dass der Kitt zwischen den Euro-Zonen-Ländern bröckelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830813,00.html
  1. #40

    Zitat von jd87 Beitrag anzeigen
    Mich persönlich amüsiert diese Lage!

    Wie hier gesprochen wird, als wenn es nicht vorraussehbar gewesen wäre, dass dieses System zusammenbricht und das Ausländische Investoren NICHT in Schrott investieren wollen ist doch wohl logisch!

    Jeder hat es irgendwie begriffen, dass das System nicht mehr zu retten ist...nur noch nicht die Politik!
    die Politik hat sehr wohl begriffen, dass das System so nicht zu retten ist. Allerdings ist der Politik vollkommen egal wie die Sache ausgeht. Sie trägt keinerlei Verantwortung (auch wenn wir uns gerne mal dem Glauben hin geben, dass Politik Verantwortung sein sollte)
  2. #41

    Unumkehrbar

    Der Punkt, an dem der Euro noch zu retten gewesen wäre, ist doch längst überschritten. Noch zahlen Deutschland und ein paar andere gegen den Willen der eigenen Bevölkerung (und jede Vernunft) die Schulden der anderen ab, dummerweise ist Deutschland aber selbst hoch verschuldet. Dass das nicht lange gutgehen kann, ist für jeden offensichtlich. In 5 Jahren gibts entweder keinen Euro mehr, oder er ist nichts mehr wert (vermutlich letzteres).
  3. #42

    Dominoeffekt

    Zitat von max-mustermann Beitrag anzeigen
    wenn sich die Finanzmärkte der einzelnen Länder von einander isolieren, dann kann es bei der Pleite eines Landes nicht zu den angeblich verheerenden Dominoeffekten kommen die uns die Banken immer als Argument für die Alternativlosigkeit ihrer Rettung nennen.
    Sehr richtig beobachtet, das ist genau das "Problem", von dem die Herren der EZB reden. Die Dominoeffekte sind der Kit der gerade bröckelt, ohne diesen Effekt wird es ziemlich schwierig der Bevölkerung die Alternativlosigkeit einer weiteren Rettugnsmassnahme oder die nächste Anhebung einer roten Linie zu verkaufen.

    Geplant war das ja ganz anders, mit den EZB-Darlehen sollte ja eigentlich wieder Vertrauen der Anleger in die Staatsanleihen geweckt werden. Mit dem Vertrauen ist halt so eine Sache, nach dem Haircut in GR wird das so einfach nicht wieder zurückkehren, wenn einem nichts besseres einfällt wie Geld in den Markt zu werfen.

    Hätte man in GR wohl doch ein all-in machen müssen, nur war dafür sogar unseren Herrschenden das Risiko zu gross, dass die verbliebenen Wackelkandidaten dasselbe Recht auf Universalfinanzierung geltend machen werden.

    Tja, was machen wir jetzt? Vermutlich wird der nächste Schritt das Anwerfen der Druckerpresse sein, denn irgendwie muss man ja versuchen den toten Gaul noch ein bisschen weiter zu reiten. Schaun wir mal wie weit wir so kommen, was kann schon schiefgehen bei so einer Strategie?
  4. #43

    Da wären wir wieder beim Thema "Mitbestimmung",anstatt die Leute mit so unsinnigen Sachen wie dem Bußgeldkatalog für Autofahrer zu belästigen , wäre es klüger gewesen sie damals zu fragen ob sie den Euro überhaupt wollen. Da hat uns keiner gefragt . Hätte man es getan wären wir wahrscheinlich jetzt nicht in so einer Situation. Aber alles jammern hilft nichts da müssen wir jetzt durch ob wir wollen oder nicht. Bleibt nur zu hoffen , dass deutschland am Ende nicht selbst in den Schuldensumpf gerät , denn weit entfernt sind wir davon nicht mehr.
  5. #44

    mich irritiert, dass alle Finanzexperten das Phänomen nicht deuten können,

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    In Europa und den USA, also dem westlichen System, wird immer bei anderen das große Glück gesucht.

    Es werden ausländische Investoren gebraucht, nicht um die Wirtschaft mit deren "besseren" Geld zu fördern, sondern damit ungeniert gelogen, betrogen und asozial gehandelt werden kann.
    Hedgefonds gibt es nicht umsonst ohne Regeln. Es kann immer gesagt werden:
    Die Bösen waren es.
    Wenn die nationale Finanzindustrie eigene staatliche Papiere hält ist das recht unangenehm.
    dabei ist das SOO EINFACH !

    Das iste ein Deal zwischen den jeweiligen nationalen Banken und den Investoren !

    Die Investoren müßten im Falle eines Falles mit einem massiven Schnitt rechnen - die nationalen Banken werden aufgefangen und die "Einlagen" wertunberücksichtigt von der EZB übernommen.

    Ganz einfacher - aber für Deutschland ganz übler - Deal.

    So wird Merkel mit ihren Bemühungen ausgehebelt.
  6. #45

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    (...) Liquiditätsoffensive der Europäischen Zentralbank (EZB) - ein massiver Eingriff in den Geldmarkt, der zwar gut gemeint war, aber offenbar nicht nur Gutes bewirkt. (...)
    Oh je, sie wissen nicht, was sie tun...
    'Gut gemeint' ist das Gegenteil von 'gut gemacht'. Die Rezepte gegen die sogenannte Finanzkrise sind längst auf dem Niveau von Voodoo angekommen.
  7. #46

    Zitat von dionysos91 Beitrag anzeigen
    Japanische Staatsanleihen werden größtenteils von japanischen Banken und japanischen Investoren gekauft und das schon seit einer Dekade. Ich habe aber noch nie davon gehöhrt das das japanische Wirtschaftssystem zusammenbricht. Höchstens neuerdings durch Fukushima
    Sie wissen aber, dass Japan und der Yen nicht Teil einer Währungsunion mit vielen unterschiedlichen Partnern ist?
  8. #47

    Richtig erkannt - eine Transferunion wird nie akzeptiert ! Die einzig logische

    Zitat von GhostOfDorian Beitrag anzeigen
    Genau so soll es sein. Die Südländer können Europa nicht mehr mit der Drohung eines unkalkulierbaren Zusammenbruchs der Eurozone zu immer mehr Hilfszahlungen zwingen, ohne selbst die notwendigen Reformen einzuleiten, ohne die ihre Wirtschaft nie wieder wettbewerbsfähig werden wird.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eurozone zerbricht, ist nunmal höher als die Wahrscheinlichkeit, dass sie hält. Solange Europa auf den Aufbau einer Transferunion setzt, wird sich an dieser Wahrscheinlichkeit auch nichts ändern, weil eine solche Transferunion von den Bürgern auf Dauer nie akzeptiert werden wird.
    Konsequenz wird dann aber die politische und die wirtschaftliche Vereinigung Europas. Dann gäbs auch keine Euro-Spannungen, aber auch keine nationale Währung - die wirtschaftliche Lage wäre allerdings auch nicht besser.

    Deutschland zahlt IMMER - da könnt ihr vorschlagen, was ihr wollt.
    Es kommt nur darauf an, wie man das ganze verpackt.

    Deutschland zahlt auch, wenn alle zu ihren nationalen Währungen und Wirtschaften zurückkehren - dann mit massiven wirtschaftlichen Einbrüchen, Rezession usw. die ganze Leier.

    Wer meint, der Euro ist das Problem, hats nicht verstanden.
  9. #48

    Die EZB macht's

    Zitat von max-mustermann Beitrag anzeigen
    wenn sich die Finanzmärkte der einzelnen Länder von einander isolieren, dann kann es bei der Pleite eines Landes nicht zu den angeblich verheerenden Dominoeffekten kommen die uns die Banken immer als Argument für die Alternativlosigkeit ihrer Rettung nennen.
    Die nordeuropäischen Länder könnten alle ESFS' und ESM's usw. abschaffen. Es bleibt immer noch die EZB, die die Märkte mit neu geschöpftem ("gedrucktem") Geld flutet. Es wurde ja schon zweimal jeweils eine halbe Billion an die Banken für 1% für 3 Jahre ausgehändigt.

    Gerade südeuropäische Banken hinterlegen aus dem Nichts geschöpfte italienische, spanische, portugisische Staatsanleihen als "Sicherheit" bei der EZB und bekommen das Geld für weitere Schuldenorgien von dort.

    Die EZB ist zu einer Art Geldwäsche-Bank mutiert und nimmt auch die nordeuropäischen Länder in Mithaftung.
  10. #49

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    wurden zuerst als dumm verkauft und dann totgeschwiegen.

    Der Kit, der diese Euro-Zone zusammenhielt, waren Versprechen
    der Politiker auf ewigen Reichtum und Glück.

    Heraus kamen Schulden über Schulden, aber der Traum einiger
    Politiker auf Macht ohne Grenzen geht weiter!
    Da sind sie wieder, die Unkenrufer
    Hätte man doch gleich auf die gehört

    Man sollte immer auf diejenigen hören die im Vorfeld alles besser wissen
    Oder vielleicht gar nichts mehr machen, dann kann keiner mehr sagen er habe Recht gehabt

    Selbst der Gotthardtunnel wird noch zusammenbrechen, das haben schließlich auch viele gesagt


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