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Schuldenkrise: EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Euro-Zone

REUTERSAllein im März haben ausländische Investoren spanische Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen, heimische Anleger dagegen kaufen zu. In Italien gibt es einen ähnlichen Trend. Experten sehen darin ein Zeichen, dass der Kitt zwischen den Euro-Zonen-Ländern bröckelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830813,00.html
  1. #30

    Was weder Politiker, noch Notenbanker zu begreifen scheinen oder nicht wollen:
    Eine Multinationalwaehrung ist von Hause aus nicht existenzfaehig. Dazu fehlen ihr 1 Dutzend notwendiger Parameter, welche Nationalwaehrungen haben.
    Deshalb kann man da Billionen Euro in Cashzahlungen und Garantien hineinstecken, letztendlich wird es nichts nuetzen.

    Es ist den Granden und Waehrungsverwesern der waehrungspolitisch unbegabten Gruendergenies des Waehrungschrottes dringend zu empfehlen, falls diese einen Rueckfall der Eurolaender in die Zeiten der Weimarer Republik und den Missetaten Bruenings (nationales Beispiel) vermeiden moechten:

    Rekapitalsierung der Nationalwaehrungen, sofort.
    Generierung eines Konjunkturprogrammes fuer Europa, welches den Namen auch verdient hat und genuegend Kapital hat, mindestens 1 Billion Euro, die richtige Zielsetzung, naemlich Steuer- und Abgabensenkung in den Hochsteuerlaendern des Kontinentes und Foerderung von Start ups, desgleichen Bezuschussung von Arbeitsplaetzen, branchenunabhaengig, sowie eine Mindeslaufzeit von 7 Jahren.

    Ansonsten werden die Totengraeber Eurolands den Kontinent verlassen muessen.
  2. #31

    Ich stimme zu

    Sehr schöner Beitrag. Man vergißt tatsächlich, dass es diese Klausel gibt. Als so selbstverständlich wurde uns die "alternativlose" Unterstützung für Griechenland usw. präsentiert.
  3. #32

    Genau so soll es sein. Die Südländer können Europa nicht mehr mit der Drohung eines unkalkulierbaren Zusammenbruchs der Eurozone zu immer mehr Hilfszahlungen zwingen, ohne selbst die notwendigen Reformen einzuleiten, ohne die ihre Wirtschaft nie wieder wettbewerbsfähig werden wird.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eurozone zerbricht, ist nunmal höher als die Wahrscheinlichkeit, dass sie hält. Solange Europa auf den Aufbau einer Transferunion setzt, wird sich an dieser Wahrscheinlichkeit auch nichts ändern, weil eine solche Transferunion von den Bürgern auf Dauer nie akzeptiert werden wird.
  4. #33

    ausser einer widerholten Anklage gegen Deutschland schweigt der Chef des Euroraumes. Dabei erwartet man doch gerade von ihm einen Weg aus der Krise. Sien Schweigen ist typisch für die Ratlosigkeit unserer Finanzpolitiker. Küsschen links und rechts reicht offenkundig nicht mehr.
  5. #34

    Es bedarf keiner Diskussion - Es bedarf des Handelns

    Was Europa und seinen Ländern im ganzen abhanden kommt, sind für alle wirksame! ökonomische Strukturen. Der Irrglaube, man bräuchte Wachstum, besteht nur, um dem Zinseszins-Effekt bestehender Verschuldungen ein Schnippchen schlagen zu wollen. Insgesamt kann man das Szenario so zusammenfassen:

    Ausufernde Verschuldung (Eine Kernbetrachtung) wird durch zwei Faktoren beschleunigt. Zum einem durch die Zinseszins-Problematik im Geldsystem – ein exponentieller Verlauf. Zum anderen durch ein falsch gelerntes Problem-Lösungs-Prinzip, was ebenfalls exponentiell verläuft und zu vermehrter Komplexität in den ökonomischen Strukturen führt. Ersteres wird durch Zweiteres zudem befördert.

    Mehrheitlich gelernte “Gegenmaßnahmen” zur Aufrechterhaltung der Systemstrukturen allgemein: Mehr Arbeitsaufwand für immer weniger Lebensqualität, mehr Energieeinsatz und damit verbundene Umweltthematiken, mehr Druck in den Hierarchien, Gegendruck und Burnout, gesteigerter Ressourceneinsatz in einem begrenzten System und – wie bereits angerissen- mehr Geldmittel und somit mehr Schulden, Zinsen und Zinseszinsen (bei Schaffung von Geld aus dem Nichts).

    Beide Kreisprozesse stehen in einer wechselseitigen Abhängigkeit, der man nicht mit mehrheitlich bekannten, konventionell-traditionellen Mitteln begegnen kann.
  6. #35

    Leider haben dies noch nicht alle begriffen!

    Zitat von jd87 Beitrag anzeigen
    Mich persönlich amüsiert diese Lage!

    Wie hier gesprochen wird, als wenn es nicht vorraussehbar gewesen wäre, dass dieses System zusammenbricht und das Ausländische Investoren NICHT in Schrott investieren wollen ist doch wohl logisch!

    Jeder hat es irgendwie begriffen, dass das System nicht mehr zu retten ist...nur noch nicht die Politik!
    Ein Artikel dazu aus der FAZ, schon etwas älter, aber passend zu diesem Themenbereich:

    Euro-Schuldenkrise: Schäuble für nationale Tilgungsfonds - Europas Schuldenkrise - FAZ

    Und eine fachliche Gesamtanalyse, diese kommt von Wilhelm Nölling:

    Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube
  7. #36

    Also ...

    Zitat von dingodog Beitrag anzeigen
    Die Desintegration der Eurozone ist eine logische Konsequenz der deutschen Entscheidung, Griechenland pleite gehen zu lassen (das war eine Staatspleite, keine "freiwillige Umschuldung"). Jetzt stellt sich heraus, dass selbst 1000 Milliarden frisch gedruckter Euros keinen dauerhaften Damm gegen die Angst der Investoren bieten können. Mann, das wird noch lustig werden.
    ... diese Aussage ist eine Frechheit hoch drei. Wo und wann hat irgendjemand beschlossen Griechenland pleite gehen zu lassen ? Genau das Gegenteil ist der Fall ! Und das ist auch der Kern des Problems. Griechenland ist pleite. Und hier hätte man schon längst sagen sollen, raus aus dem Euro.

    Hat man aber nicht !
  8. #37

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein im März haben ausländische Investore
    Alle paar Tage tickert ein weiteres Detail durch die Massenpresse. Ein jeder ist gut beraten, für sich und seine Verhältnisse die kommende Zeit vorzuplanen.

    Der EUR wird von der Politik niemals aufgegeben werden. Den Bürgern werden die notwendigen Mittel dazu per Salamitaktik aus den Taschen gezogen - das tut nicht weh und sichert die Mehrheit bei Wahlen.
  9. #38

    Nur blind oder auch dumm?

    Na sowas. Da wollte die EZB doch nur GUTES tuen (wie immer) und löst damit plötzlich eine Krise aus, weil die Staaten ihre eigenen Staatsanleihen kaufen.

    Moment mal was heißt das eigentlich? Genau, wenn der jeweilige Staat pleite geht, dann sind nicht (ausländische) INvestoren betroffen, sondern der jeweilige Staat mit seinen Bürgern.

    Das heißt die Staatsschulden werden planmäßig verallgemeinheitet und das Volk muss leiden, während sich die Reichen weiterhin leistungslosen Wohlstand gönnen.

    Zufälle gibt es. Nein also sowas...
  10. #39

    Genau das ist der Punkt.

    Zitat von dionysos91 Beitrag anzeigen
    Japanische Staatsanleihen werden größtenteils von japanischen Banken und japanischen Investoren gekauft und das schon seit einer Dekade. Ich habe aber noch nie davon gehöhrt das das japanische Wirtschaftssystem zusammenbricht. Höchstens neuerdings durch Fukushima
    In Europa und den USA, also dem westlichen System, wird immer bei anderen das große Glück gesucht.

    Es werden ausländische Investoren gebraucht, nicht um die Wirtschaft mit deren "besseren" Geld zu fördern, sondern damit ungeniert gelogen, betrogen und asozial gehandelt werden kann.
    Hedgefonds gibt es nicht umsonst ohne Regeln. Es kann immer gesagt werden:
    Die Bösen waren es.
    Wenn die nationale Finanzindustrie eigene staatliche Papiere hält ist das recht unangenehm.








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