Forum


 

Schuldenkrise: EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Euro-Zone

REUTERSAllein im März haben ausländische Investoren spanische Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen, heimische Anleger dagegen kaufen zu. In Italien gibt es einen ähnlichen Trend. Experten sehen darin ein Zeichen, dass der Kitt zwischen den Euro-Zonen-Ländern bröckelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830813,00.html
  1. #110

    Europa muss endlich liefern

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Wenn ich Ihre Zeilen richtig interpretiere, so meinen Sie also, dass
    man weg muß von der europäischen Kleinstaaterei, und zu den
    "Vereinigten Staaten von Europa", also einem einheitlichen Europa
    kommen muß, mit einer Regierung (wer denn?), einem Rechtssystem,
    einem Steuersystem, einer Außenpolitik, usw. usw., und
    selbstverständlich

    einer Währung und einem Länderfinanzausgleich (ups, das haben wir ja schon, zumindest teilweise),
    Ich bin der Meinung, und das hat ja auch Frau von der Leyen ja auch erkannt, das es die einzigste Möglichkeit ist, Europa voranzubringen.
    Über kurz oder lang muß das passieren. Es sei den wir wollen unseren jetzigen Wohlstand zugunsten von Kleinstaaterei aufgeben.

    Die Abhängigkeit von Amerika hat uns in diese Lage gebracht. Wir müssen alles tun um endlich selbständig handeln zu können. Dann können wir den USA auch mal marode Papiere, die sie nicht verstehen (sollen) andrehen.
    Der beste Schutz ist ein starkes Europa. Zur Zeit ist Europa in viele kleine Königreiche aufgeteilt, deren Vertreter eher Witzfiguren darstellen.
  2. #111

    Wer ist "man"?

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    ...
    Ohne die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl auch nicht. Das war aber genausowenig eine schlechte Idee, wie es der Euro war. Dass der Euro aufgrund der europäischen Kleinstaaterei nunmal in dieser Form beschlossen wurde, das war einer, und zwar einer den man korrigieren kann.
    Manchmal frage ich mich echt, wie es möglich ist, sich so eine Traumwelt zu erschaffen und an diese dann zu glauben. Die "Kleinstaaterei" in Europa ist seit Jahrhunderten Realität und wird es auch bleiben --- alleine schon aufgrund der Sprachenvielfalt. So gut wie niemand außerhalb Deutschlands will einen europäischen "Großstaat", der ja dann maßgeblich von Deutschland und Frankreich dominiert würde. Denken Sie nur an die Wiedererrichtung der baltischen Staaten, die Trennung der Tschechoslowakei, den Zerfall Jugoslawiens, die Autonomie- und Unabhängigkeitsbewegungen in Spanien, um nur einige zu nennen. Der Gedanke, diese Länder in einem europäischen Großstaat aufgehen zu lassen, ist nur noch "krank" zu nennen.

    Im Übrigen, wen haben Sie eigentlich im Sinn, wenn Sie von "den man korrigieren kann" schreiben? Wer verbirgt sich hinter "man"? Die Völker Europas sind es schon mal offensichtlich nicht.
  3. #112

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Ich habe das schon vor langer Zeit gelesen und ich habe meine eigene Meinung dazu die sich offenbar von ihrer unterscheidet.
    Ich frage mich, wie man bei Tatsachen unterschiedlicher Meinung sein kann, denn es sind Tatsachen, dass

    - Seit der Einführung des Euros die dt. Exporte in die EU stagnieren
    - dass die Exporte mit dt. Krediten finanziert wurde, die nun ausfallen, und deren Last der dt. Steuerzahler übernimmt.

    Der Euro brachte daher keine wirtschaftlichen Erfolge für Deutschland, sondern nur Kosten. Das sind auch die Hauptpunkte, um die es im Artikel ging.

    Wenn ich z.b. so was lese:

    "Die Hartz-Reformen in Verbindung mit Lohnzurückhaltung sind die Triebkräfte des deutschen Exporterfolges, nicht der Euro."

    kann ich ein Lächeln nicht ganz verbergen, ist doch der Euro die Triebkraft hinter den H4 Reformen und der Lohnzurückhaltung.
    Das ist er in keiner Weise, sondern das ist alleine der nicht mehr finanzierbare Sozialstaat und die Konkurrenz in Fernost, dort liegen die Länder, mit denen Deutschland konkurriert, darauf hat der Euro keinen Einfluss.

    Ohne die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl auch nicht. Das war aber genausowenig eine schlechte Idee wie es der Euro war. Das der Euro aufgrund der europäischen Kleinstaaterei nunmal in dieser Form beschlossen wurde, das war einer, und zwar einer den man korrigieren kann.
    Diese Gemeinschaft war auch vollkommen überflüssig, sie diente alleine den Franzosen, und später auch den Engländer, dazu, sich den Zugriff auf die deutschen Kohle- und Eisenerzuvorräte zu sichern.

    Der Frieden in den Jahren nach dem 2. WK war kein Erfolg der EWG/EG/EU, sondern resultuierte alleine aus dem Kalten Krieg, also dem Spannungsverhältnis zwischen NATO und Warschauer Pakt.

    Europa braucht weder den Euro, noch eine politische Vereinigung, eine Zusammenarbeit reicht.
  4. #113

    Verantwortung

    Zitat von badsch Beitrag anzeigen
    Das Projekt "Euro" war schon 1999 in einer Schieflage, als Länder wie Portugel und Spanien daran beteiligt wurden. Die Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone, unter maßgeblicher Beteiligung eines Herrn Eichel übrigens, wird man in späteren Geschichtsbüchern als ein weiteres Beispiel für eine realitätsferne Entscheidung ohne jegliche Betrachtung der Realität anführen.
    Die Frage ist nur, wie es weiter gehen soll? Die völlige Rückkehr zu den nationalen Währungen, also auch Einführung einer neuen Mark, wäre m.E. wohl auch nicht das Gelbe vom Ei. Es wird aber leider so sein, dass die heute noch Regierenden den Euro-Karren derart in den Dreck fahren, dass am Ende gar nichts Anderes mehr übrig bleibt.
    Geschichtlich gesehen ist eine Zeitspanne von 10 Jahren eine kurze Zeit. Jetzt, wo alle Rettungsschirme versagen, die Gelddruckmaschinen heiß gelaufen sind, der Euro vor dem katastrophalen Aus steht, können die Verantwortlichen, die hoffentlich alle noch leben zur Verantwortung, ähnlich wie Kriegsverbrecher, gezogen werden.
  5. #114

    Sehr schwache Antwort

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Eine Währungspolitik und eine Aussenpolitik. Auf den ganzen Rest kann man getrost verzichten.
    Aber hier geht es nur um die Währungspolitik.
    Na, na, Ghanima,

    das war aber eine sehr schwache Antwort.

    Wissen Sie immer noch nicht, dass dies eben nicht geht, genau
    so wenig, wie "ein bisschen schwanger".

    Sie kommen mir vor, wie der Herr, der ins Wasser springen will,
    aber ja nicht nass werden will.

    Und zu Ihrem Schlusssatz:
    Wenn es "nur um die Währungspolitik" ginge, dann wäre ja alles in
    Ordnung!
  6. #115

    Mit den Vereinigten Staaten von Europa

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Wenn ich Ihre Zeilen richtig interpretiere, so meinen Sie also, dass
    man weg muß von der europäischen Kleinstaaterei, und zu den
    "Vereinigten Staaten von Europa", also einem einheitlichen Europa
    kommen muß, mit einer Regierung (wer denn?), einem Rechtssystem,
    einem Steuersystem, einer Außenpolitik, usw. usw., und
    selbstverständlich
    ...
    Wenn ich richtig liege, wäre ich mal für ein klare Antwort von Ihnen,
    wie dies vor sich gehen soll, gespannt

    Besten Dank im Voraus,
    Li
    hätte die Südperiherie zunächst nen 6er im Lotto und Deutschland die Arschkarte gezogen.
    Eine gemeinsame Regierung, (was für eine Sprache würde die eigentlich sprechen?) würde sofort damit beginnen, das in Deutschland erwirtschaftete Kapital in die Südperipherie zu pumpen, um dort die Lebensumstände anzugleichen.
    Das generierte dort natürlich eine hübsche Nachfrage, würde aber letztendlich dazu führen, das hierzulande die Angleichung real zu einer deutlichen Absekung der Lebensqualität führen würde.
    Also um es auf den Punkt zu bringen, Deutschland schuftet sich den Rücken krumm und wird dafür mit einer Absenkung seiner Lebensqualität bestraft.
    Na, die rechten Parteien in Deutschland können sich für so ein Geschenk garnicht genug bedanken, denn so ein Experiment geht nun wirklich übel in die Hose.
    Ich persönlich würde auswandern, irgendwohin, wo ich das von mir erarbeitete Geld auch in einer angemessenen Größenordnung behalten darf!
    Ganz davon abgesehen, Vielvölkerstaaten sind sowieso eine kitzlige Angelegenheit, die Balance halbwegs gerecht aufrecht zu erhalten, ist halbwegs unmöglich.
    Wenn die Menschen vorher nicht gefragt wurden, wirds gänzlich brisant, nein, eher explosiv! Jugoslawien lässt grüßen!
    Und seit wann wird in Deutschland die Bevölkerung nach ihrer Meinung zu Europa gefragt?
    Garnicht, sie bekommt die politischen Entscheidungen einfach übergeholfen!
    Also bitte, Europa braucht noch ne Menge Zeit zum Zusammenwachsen. Entweder die bekommt sie, oder das Experiment scheitert kläglich!
  7. #116

    Ja aber

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Ich bin der Meinung, und das hat ja auch Frau von der Leyen ja auch erkannt, das es die einzigste Möglichkeit ist, Europa voranzubringen.
    Über kurz oder lang muß das passieren. Es sei den wir wollen unseren jetzigen Wohlstand zugunsten von Kleinstaaterei aufgeben.

    Die Abhängigkeit von Amerika hat uns in diese Lage gebracht. Wir müssen alles tun um endlich selbständig handeln zu können. Dann können wir den USA auch mal marode Papiere, die sie nicht verstehen (sollen) andrehen.
    Der beste Schutz ist ein starkes Europa. Zur Zeit ist Europa in viele kleine Königreiche aufgeteilt, deren Vertreter eher Witzfiguren darstellen.
    Wer von den "Witzfiguren" soll denn dann ganz Europa führen??

    Und welche Gesetze, wessen Regeln sollen gelten?

    Wie ich sehe, sind auch Sie mal wieder auf v.Leyen reingefallen,
    denn solche leeren Worthülsen, wie "Europa muß liefern" ist
    an Armseeligkeit kaum zu unterbieten.
  8. #117

    sehe ich das richtig?

    Wenn Inländische Investoren zukaufen, dann sind das doch Banken vermute ich mal, oder?
    Die können das ja tun, weil sie "systemrelevant" sind und es ja schon abgemacht ist, dass der Eurorettungsschirm auch Banken stützen wird.
    Auch wenn Euro-Mutti das ja vehement ablehnt (fürs erste mal).
  9. #118

    Alles nur für uns

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Wer von den "Witzfiguren" soll denn dann ganz Europa führen??

    Und welche Gesetze, wessen Regeln sollen gelten?

    Wie ich sehe, sind auch Sie mal wieder auf v.Leyen reingefallen,
    denn solche leeren Worthülsen, wie "Europa muß liefern" ist
    an Armseeligkeit kaum zu unterbieten.
    Europa verharrt in einer Schockstarre mit der hängenden Schuldenkrise.
    Es wird ihr wie Japan ergehen, wenn es nicht endlich reanimiert wird. Es ist vollkommen irrelevant welcher Hampelmann oder welche Labberpartei gewählt wird. Es geht um die Durchsetzung europäischer Interessen. Hauptsächlich wirtschaftlicher.
    Für Sie scheinen nur kurzweilige Vorteile zu gelten. Wir hatten schon öfter Mächtige gesehen, die nur an sich selbst denken.

    Wie sieht den ihre Vorstellung aus? Grenzen dichtmachen? Zölle? Militär mit vielen hübschen Uniformen? Internierungslager ...? Streit um Hoheitsgebiete? 20 Währungen? Deutschland als Festung?
  10. #119

    Titel

    Zitat von jstm Beitrag anzeigen
    Manchmal frage ich mich echt, wie es möglich ist, sich so eine Traumwelt zu erschaffen und an diese dann zu glauben. Die "Kleinstaaterei" in Europa ist seit Jahrhunderten Realität und wird es auch bleiben --- alleine schon aufgrund der Sprachenvielfalt. So gut wie niemand außerhalb Deutschlands will einen europäischen "Großstaat", der ja dann maßgeblich von Deutschland und Frankreich dominiert würde. Denken Sie nur an die Wiedererrichtung der baltischen Staaten, die Trennung der Tschechoslowakei, den Zerfall Jugoslawiens, die Autonomie- und Unabhängigkeitsbewegungen in Spanien, um nur einige zu nennen. Der Gedanke, diese Länder in einem europäischen Großstaat aufgehen zu lassen, ist nur noch "krank" zu nennen.

    Im Übrigen, wen haben Sie eigentlich im Sinn, wenn Sie von "den man korrigieren kann" schreiben? Wer verbirgt sich hinter "man"? Die Völker Europas sind es schon mal offensichtlich nicht.
    "man" - das wären die Entscheidungvertreter der europäischen Bürger. Und was für Sie "offensichtlich" ist, ist offensichtlich für mich nicht.

    Zu ihren Ueberlegungen bzl. europäischer "Grosstaat". Wenn man sich die Geschichte Europas und seiner Kleinstaaten ansieht, kann man darüber diskutieren wie er aussehen könnte, nicht ob er sinnvoll ist.
    Und wenn Sie die Idee eines geeinten Europas für so krank halten, dann muss ihnen beim Begriff Deutschland regelrecht übel werden. Aber vielleicht haben Sie ja recht und wir schaffen uns in Europa wieder unsere Fürstentümer.








TOP



TOP