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Schuldenkrise: EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Euro-Zone

REUTERSAllein im März haben ausländische Investoren spanische Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen, heimische Anleger dagegen kaufen zu. In Italien gibt es einen ähnlichen Trend. Experten sehen darin ein Zeichen, dass der Kitt zwischen den Euro-Zonen-Ländern bröckelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830813,00.html
  1. #100

    [QUOTE=Litajao;10114856][QUOTE=labudaw;10114512]
    Zitat von Endlager Beitrag anzeigen
    Nun haben sich aber die Politiker und Experten total verrannt und
    sind nach wie vor zu feige, zuzugeben, dass der Euro gescheitert
    ist.

    Auch gehe ich davon aus, dass die allermeisten Euro-Kritiker
    ganz und gar keine EU-Kritiker sind, sondern nur sehen, dass
    die EU mit dem Euro zerstört wird und nicht erhalten, wie uns
    die Politiker und auch die Medien immer wieder weis machen wollen.
    Ist er nicht. Die EU muss sich aber entscheiden, ob Sie mit der Kleinstaaterei weitermacht oder ein vernünftiges Eurosystem aufbaut und damit letztlich Europa stärkt. Ich gehe mal davon aus, das wir letzteres erleben werden.

    Aber wie sagte schon Merkel in vollkommener Unkenntnis der wahren
    Sachlage: "Ohne den Euro gibt es Krieg."

    Dümmer geht es wirklich nimmer!
    Womit Sie ja recht hat und man hoffen kann, das es dann beim Währungskreig bleibt. Die Geschichte gibt da allerdings wenig Anlass zur Hoffnung.
  2. #101

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein im März haben ausländische Investore
    Es tut mir Leid, aber ich sehe bei dieser Entwicklung weniger Probleme,
    als wenn es umgedreht wäre. Es geht mehr in Richtung "no-bailout"
    und so sollte es doch auch sein. Die Realitäten und die Verträge
    sind jetzt besser im Einklang.
    Jedes Land sollte sich zuerst selber um seine eigenen Probleme
    kümmern, anstatt sich nach der Hilfe der anderen umzuschauen.
  3. #102

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Die Situation ist leider noch perfider: Deutsche Exportunternehmen haben sich mit den kreditfinanzierten Exporten eine goldene Nase verdient, aufgrund des Target2-Systems gab und gibt es für sie keine Zahlungs-Ausfälle. Die dicke Rechnung wird freilich nicht den Profiteuren, sondern der Masse der deutschen Bürger und Steuerzahler präsentiert. Mit anderen Worten: Die Gewinne werden privatisiert, Risiken und Kosten aber sozialisiert. Eine zusätzliche gigantische Umverteilung von Unten nach Oben!
    Richtig, und der Grund ist, dass die profitierenden "deutschen" Unternehmen längst keine deutschen mehr sind, das sie seit 2005 mehrheitlich in ausländischem Besitz sind. Dass die deutschen Steurzahler die Hauptlast Krise und Zahlungsausfälle tragen werden, war ihnen daher egal. Den Grundstein für diese Entwickling legte aber die rot-grüne Regierung, die durch den Ausverkauf des Landes Deutschland "weniger deutsch" machen wollte, egal mit welchen Konsequenzen. Es war auch die rot-grüne Regierung, die durch Abschaffung und Änderung diverser Gesetze die Finanzmärkte "entfesselte", auf Druck von England und den USA, unter rege Beihilfe von deren Lobbyisten (Bertelsmann-Stiftung, Deutsche Bank, Daimler, Zeit-Stiftung, Vodafone (damals Mannesmann)). Die Lobbyisten sind dabei genau die Firmen, die, neben den angelsächischen Finanzinvestoren, von dem Euro und den entfesselten Märkten profitierten, und auf deren Drängen die Bundesregierung heute "alternativlos" handelt.
  4. #103

    Fehlannahmen und Fehldeutungen!

    [QUOTE=labudaw;10114512][QUOTE=Endlager;10114282]
    Zitat von labudaw Beitrag anzeigen
    Konsequenz wird dann aber die politische und die wirtschaftliche Vereinigung Europas. Dann gäbs auch keine Euro-Spannungen, aber auch keine nationale Währung - die wirtschaftliche Lage wäre allerdings auch nicht besser.



    da hätte uns auch nicht der internationale Export gerettet.

    Mir dem Euro und der EU hat sich Deutschland eine "eigene" Wirtschaftszone geschaffen - fast so wie die nationale.

    Wir haben produziert UND exportiert UND kapitalisiert - FAST ein perpetuum mobile der Wirtschaft.

    Ohne Europa hätten wir noch nicht mal die Wiedervereinigung gestemmt.
    Leider kann man diesen Ausführungen und Einschätzungen kaum folgen, wenn man folgende Hintergründe näher betrachtet:

    Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube
    Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Währungsexperte Hankel: Rückführung zur Wechselkursunion - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Historischer Deal: Mitterrand forderte Euro als Gegenleistung für die Einheit - SPIEGEL ONLINE
    DER SPIEGEL*39/2010 - Allein gegen alle
  5. #104

    Titel

    Zitat von Endlager;10114966"Ist Deutschland wirklich der Hauptbegünstigte des Euro? Der Blick in die Statistiken kann skeptisch stimmen."
    [url=http://www.faz.net/-01xefv
    Währungsunion: Die Vor- und die Nachteile des Euro - Europas Schuldenkrise - FAZ[/url]
    Ich habe das schon vor langer Zeit gelesen und ich habe meine eigene Meinung dazu die sich offenbar von ihrer unterscheidet.

    Wenn ich z.b. so was lese:

    "Die Hartz-Reformen in Verbindung mit Lohnzurückhaltung sind die Triebkräfte des deutschen Exporterfolges, nicht der Euro."

    kann ich ein Lächeln nicht ganz verbergen, ist doch der Euro die Triebkraft hinter den H4 Reformen und der Lohnzurückhaltung.

    Ohne den Euro und die Pleitestaaten hätte es gar nicht zu dieser Krise und ihren wirtschaftlichen Entwicklungen kommen können.
    Ohne die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl auch nicht. Das war aber genausowenig eine schlechte Idee wie es der Euro war. Das der Euro aufgrund der europäischen Kleinstaaterei nunmal in dieser Form beschlossen wurde, das war einer, und zwar einer den man korrigieren kann.
  6. #105

    Also bitte!

    Die Meldung ist doch nur die logische Schlussfolgerung der bisherigen Entwicklung.
    Ob mit oder ohne "dicke Berta" die ausländischen Investoren sind an nachhaltiger Entwicklung interessiert.
    Z. Zt. ist da aber keine Entwicklung zu erkennen.
    Das heißt, sie hätten ihr Geld sowieso abgezogen.
    Hätte es die "dicke Berta" nicht gegeben, wären die Staatsanleihen inzwischen nur noch zum, na ja vorsichtig formuliert, Feuer anmachen geeignet, so wären sie in den Keller gerauscht.
    Dadurch, das die nationalen Banken jetzt aber die Mittel hatten, die Anleihen zu kaufen, wurden teils heftige Verwerfungen, natürlich zum Wohl der Staaten und der Investoren, vermieden.
    Der Handel konnte zivilisiert abgewickelt werden und ihre und meine Riesterrente und Kapitallebensversicherung kann ihr Geld hierzulande investieren, wenn sie noch ein Fleckchen findet, auf dem noch keine Stapel von Geld liegen.
    Zunächst von allergrößter Bedeutung ist doch, dass das Geld überhaupt durch den Verkauf der Anleihen zurückerhalten werden konnte!

    Und damit das Ganze weiter funktioniert, ich will das einmal ganz wertfrei darstellen, wird es neuerlich Staats- und Bankenrettungen in den verschiedensten Formen geben.
    Ob der Euro aber als Gemeinschaftswährung damit gerettet, ist, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.
    Sind wir doch mal ehrlich, solange die deutsche Lokomotive noch so ziehen kann wie jetzt, geht das Spiel weiter, ein Einbruch bei den Exporten und es ist Feierabend.
    Aber nach nem Einbruch sieht es derzeit ja nicht aus.
  7. #106

    Ich würde Ihnen unbedingt zustimmen,

    Zitat von GhostOfDorian Beitrag anzeigen
    Genau so soll es sein. Die Südländer können Europa nicht mehr mit der Drohung eines unkalkulierbaren Zusammenbruchs der Eurozone zu immer mehr Hilfszahlungen zwingen, ohne selbst die notwendigen Reformen einzuleiten, ohne die ihre Wirtschaft nie wieder wettbewerbsfähig werden wird.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eurozone zerbricht, ist nunmal höher als die Wahrscheinlichkeit, dass sie hält. Solange Europa auf den Aufbau einer Transferunion setzt, wird sich an dieser Wahrscheinlichkeit auch nichts ändern, weil eine solche Transferunion von den Bürgern auf Dauer nie akzeptiert werden wird.
    wenn, und jetzt kommts, die exponentiell steigenden Targetsalden nicht wären.
    Stellen Sie sich vor, die Südperipherie steigt aus dem Euro aus und Deutschland bleibt auf Forderungen von rund 700 Mrd. Euro sitzen.

    Det jibt hierzulande ziemlich lange Gesichter, um es mal salopp auszudrücken.

    Also, selbst wenn die deutschen Investoren ihr Geld inzwischen in vermeintliche Sicherheit gebracht haben, so ist der deutsche Staat und seine Bundesbank noch lange nicht am rettenden Ufer angelangt.
  8. #107

    Titel

    Zitat von Inuk Beitrag anzeigen
    Ja gibt es denn auf diesem Planeten keine Kontinente mehr, die mit Kanonenschiffen und Glasperlen zu entdecken sind?
    Was haben denn die maroden Südländer mit all dem Gold und den Schätzen gemacht?
    Ob das bei den wenigen superreichen Familien gelandet ist?
    Nach Osten geht nichts mehr, die schiessen mittlerweile zurück. Afrika plündern wir seit eh und jeh. Bleibt noch der arabische Raum , da haben wir ein gewisses Abhängigkeitsproblem das uns darin hindert, allen unser Wunschsystem aufzuzwingen; aber es geht vorwärts. Und Südamerika, da dürfen wir Europäer nicht wildern, das ist dem grossem Nachbarn in Nordamerika vorbehalten. Alles in allem, es ist schwieriger als noch in den letzten 500 Jahren.
  9. #108

    Und wie könnte dies korrigiert werden?

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Ich habe das schon vor langer Zeit gelesen und ich habe meine eigene Meinung dazu die sich offenbar von ihrer unterscheidet.

    Wenn ich z.b. so was lese:

    "Die Hartz-Reformen in Verbindung mit Lohnzurückhaltung sind die Triebkräfte des deutschen Exporterfolges, nicht der Euro."

    kann ich ein Lächeln nicht ganz verbergen, ist doch der Euro die Triebkraft hinter den H4 Reformen und der Lohnzurückhaltung.



    Ohne die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl auch nicht. Das war aber genausowenig eine schlechte Idee wie es der Euro war. Das der Euro aufgrund der europäischen Kleinstaaterei nunmal in dieser Form beschlossen wurde, das war einer, und zwar einer den man korrigieren kann.
    Wenn ich Ihre Zeilen richtig interpretiere, so meinen Sie also, dass
    man weg muß von der europäischen Kleinstaaterei, und zu den
    "Vereinigten Staaten von Europa", also einem einheitlichen Europa
    kommen muß, mit einer Regierung (wer denn?), einem Rechtssystem,
    einem Steuersystem, einer Außenpolitik, usw. usw., und
    selbstverständlich

    einer Währung und einem Länderfinanzausgleich (ups, das haben wir ja schon, zumindest teilweise),

    und dann würde alles toll laufen.

    Wenn ich richtig liege, wäre ich mal für ein klare Antwort von Ihnen,
    wie dies vor sich gehen soll, gespannt

    Besten Dank im Voraus,
    Li
  10. #109

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Wenn ich Ihre Zeilen richtig interpretiere, so meinen Sie also, dass
    man weg muß von der europäischen Kleinstaaterei, und zu den
    "Vereinigten Staaten von Europa", also einem einheitlichen Europa
    kommen muß, mit einer Regierung (wer denn?), einem Rechtssystem,
    einem Steuersystem, einer Außenpolitik, usw. usw., und
    selbstverständlich
    ...
    Besten Dank im Voraus,
    Li
    Eine Währungspolitik und eine Aussenpolitik. Auf den ganzen Rest kann man getrost verzichten.
    Aber hier geht es nur um die Währungspolitik.








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