Unsere Kinder und Urururenkel sollen in erster Linie die 500 Mrd abtragen, die Bundesbank und Politik 2007ff im Casino verspielt haben. Das hat mit Europa oder dem Euro und seiner Konstruktion gar nichts zu tun, das ist eine rein deutsche Angelegenheit! Denn andere Euroländer haben sich von den Finanzkartellen nicht so über den Tisch ziehen lassen wie Deutschland.
Nachdem vor beinahe 4 Jahren die Blasen geplatzt sind, ist die ökonomische Schieflage in Europa inzwischen chronisch. Der deutsche Staat zahlt kaum mehr Zinsen für seine Kredite, dennoch reißen sich die Geber um den Verlust, den sie mit ihrem ökonomischen Handeln einfahren, was selbstverständlich ein enormer Wettbewerbsvorteil ist, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Exporte in die Bric, die die ökonomische Basis für die Stabilität hierzulande bilden, nur vor dem Hintergrund eines stabil niedrigen Euro möglich sind. Dass diese Basis nachhaltig ist, bezweifel ich.
Das Postulat einer rationalen Vernunft gegen eine irrationale ideologische Verantwortungslosigkeit als Argument gegen den Euro und Europa halte ich für lächerlich, da mir ein Euroaustritt, oder eine Spaltung Europas in Nord und Süd viel eher als ideologische Verantwortungslosigkeit vorkommt. Denn das Klischee, die bösen Südeuropäer könnten im Gegensatz zu den guten Nordeuropäern nicht wirtschaften, halte ich für in Vernunft gekleideten Rassismus, gepaart mit einer wilhelminischen Überheblichkeit. Denn nicht die Technokratie der Südeuropäer haben hierzulande eine halbe Billionen verspielt, das haben die deutschen Verantwortlichen in Politik und Ökonomie schon ganz alleine getan!

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