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Schuldenkrise: EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Euro-Zone

REUTERSAllein im März haben ausländische Investoren spanische Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen, heimische Anleger dagegen kaufen zu. In Italien gibt es einen ähnlichen Trend. Experten sehen darin ein Zeichen, dass der Kitt zwischen den Euro-Zonen-Ländern bröckelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830813,00.html
  1. #90

    Die Spaltung Europas ist an vielen Indizien abzulesen!

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    Für wahr.

    Es ist ein Skandal was diese Gewerkschaftsleute da von sich geben.

    Unsere Kinder und UrUrUr-Enkel werden für diesen voreiligen Euro- Konstruktionsfehler noch bitter malochen und bluten müssen.

    Mit viel Pech nicht nur bis 67!!!!!!!!
    Unsere Kinder und Urururenkel sollen in erster Linie die 500 Mrd abtragen, die Bundesbank und Politik 2007ff im Casino verspielt haben. Das hat mit Europa oder dem Euro und seiner Konstruktion gar nichts zu tun, das ist eine rein deutsche Angelegenheit! Denn andere Euroländer haben sich von den Finanzkartellen nicht so über den Tisch ziehen lassen wie Deutschland.

    Nachdem vor beinahe 4 Jahren die Blasen geplatzt sind, ist die ökonomische Schieflage in Europa inzwischen chronisch. Der deutsche Staat zahlt kaum mehr Zinsen für seine Kredite, dennoch reißen sich die Geber um den Verlust, den sie mit ihrem ökonomischen Handeln einfahren, was selbstverständlich ein enormer Wettbewerbsvorteil ist, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Exporte in die Bric, die die ökonomische Basis für die Stabilität hierzulande bilden, nur vor dem Hintergrund eines stabil niedrigen Euro möglich sind. Dass diese Basis nachhaltig ist, bezweifel ich.

    Das Postulat einer rationalen Vernunft gegen eine irrationale ideologische Verantwortungslosigkeit als Argument gegen den Euro und Europa halte ich für lächerlich, da mir ein Euroaustritt, oder eine Spaltung Europas in Nord und Süd viel eher als ideologische Verantwortungslosigkeit vorkommt. Denn das Klischee, die bösen Südeuropäer könnten im Gegensatz zu den guten Nordeuropäern nicht wirtschaften, halte ich für in Vernunft gekleideten Rassismus, gepaart mit einer wilhelminischen Überheblichkeit. Denn nicht die Technokratie der Südeuropäer haben hierzulande eine halbe Billionen verspielt, das haben die deutschen Verantwortlichen in Politik und Ökonomie schon ganz alleine getan!
  2. #91

    Titel

    Zitat von Endlager Beitrag anzeigen
    Das stimmt in keiner Weise, denn der Euro, dessen Rettungsmaßnahmen, und Target zwei, haben nur die Schulden des Bundes erhöht, aber keinen wirtschaftlichen Erfolg gebracht. Die Exporterfolge sind alleine den deutschen Produkten und Dienstleistungen zu verdanken, bzw. deren Qualität, und der Tatsache dass Deutschland in diversen Bereichen noch Marktführer ist, und dass Länder wie Portugal und Griechenland wirtschaftlich nicht mit Deutschland konkurrieren, dass sie in den meisten Segmenten gar keine Produkte anbieten (Medizintechnik, Maschinenbau, Pharma...). Genau das ist ja das Problem. Außerdem waren die kreditfinanzierten Exporte eine Blase, die nun platzt:

    ...

    Die Kredite für den "Rettungsschirm" kommen da noch hinzu!
    Das ist doch nicht der Fehler der Währung, sondern ein Fehler in der Funktionsweise des Eurosystems. Keine Geschäftsbank hätte untätig dieser Entwicklung zugesehen, unsere Notenbanken schon.
    Und ja, D. hat davon profitiert und damit massgeblich zur Eurokrise beigetragen. Und jetzt haben Sie den Schlamassel und dürfen sich überlegen, wie sie da wieder rauskommen.
  3. #92

    Das ist halt die Crux

    [QUOTE=labudaw;10114512][QUOTE=Endlager;10114282]
    Zitat von labudaw Beitrag anzeigen
    Konsequenz wird dann aber die politische und die wirtschaftliche Vereinigung Europas. Dann gäbs auch keine Euro-Spannungen, aber auch keine nationale Währung - die wirtschaftliche Lage wäre allerdings auch nicht besser.



    da hätte uns auch nicht der internationale Export gerettet.

    Mir dem Euro und der EU hat sich Deutschland eine "eigene" Wirtschaftszone geschaffen - fast so wie die nationale.

    Wir haben produziert UND exportiert UND kapitalisiert - FAST ein perpetuum mobile der Wirtschaft.

    Ohne Europa hätten wir noch nicht mal die Wiedervereinigung gestemmt.
    Denn die Politiker und einige "Experten" haben tatsächlich geglaubt,
    dass es sich bei dem Euro um ein perpeduum mobile handelt, also
    den Goldesel, auf dem die Politiker in den Machthimmel der
    "Vereinigten Staaten von Europa" reiten, egal was es kostet.

    Nun haben sich aber die Politiker und Experten total verrannt und
    sind nach wie vor zu feige, zuzugeben, dass der Euro gescheitert
    ist.

    Auch gehe ich davon aus, dass die allermeisten Euro-Kritiker
    ganz und gar keine EU-Kritiker sind, sondern nur sehen, dass
    die EU mit dem Euro zerstört wird und nicht erhalten, wie uns
    die Politiker und auch die Medien immer wieder weis machen wollen.

    Aber wie sagte schon Merkel in vollkommener Unkenntnis der wahren
    Sachlage: "Ohne den Euro gibt es Krieg."

    Dümmer geht es wirklich nimmer!
  4. #93

    Umverteilung von Unten nach Oben

    Zitat von Endlager Beitrag anzeigen
    .....
    »Ist Deutschland wirklich der Hauptbegünstigte des Euro? Der Blick in die Statistiken kann skeptisch stimmen. (...)
    „Die deutschen Exporte wurden zum Teil durch deutsche Kredite finanziert.“ Nun zeige sich aber, dass nicht alle Länder die Kredite zurückzahlen können, kritisiert er. „Daraus folgt, dass Deutschland seine Exportgüter verschenkt hat. Die Rechnung wird gegenwärtig dem deutschen Steuerzahler gestellt.“«

    Währungsunion: Die Vor- und die Nachteile des Euro - Europas Schuldenkrise - FAZ
    Die Situation ist leider noch perfider: Deutsche Exportunternehmen haben sich mit den kreditfinanzierten Exporten eine goldene Nase verdient, aufgrund des Target2-Systems gab und gibt es für sie keine Zahlungs-Ausfälle. Die dicke Rechnung wird freilich nicht den Profiteuren, sondern der Masse der deutschen Bürger und Steuerzahler präsentiert. Mit anderen Worten: Die Gewinne werden privatisiert, Risiken und Kosten aber sozialisiert. Eine zusätzliche gigantische Umverteilung von Unten nach Oben!
  5. #94

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein im März haben ausländische Investore
    Das Öffnen der Kreditschleusen war überhaupt nicht gut gemeint, so wie der Artikelschreiber es behauptet. Es wurde mit der genau gleichen Absicht durchgeführt, die jetzt Realität wurde. Denjenigen, die noch schnell ihre Risiken günstig abstoßen wollten, wurde es dadurch ermöglicht.
  6. #95

    Titel

    Zitat von PK2011 Beitrag anzeigen
    Wie sollen denn die fatalen wirtschaftlichen Konsequenzen aussehen, im Falle der - nicht zu erwartenden - Rücknahme des EUR?
    Es ändert nichts an den Schulden. Warum Sie dies gerne hätten, ist ja, das die betreffenden ihre Währungen abwerten können. Das ist gut für die Exporte und man kann die Schulden zurückzahlen. Und bei dem was da an Schulden im System rumschwirrt, da können Sie ganz fleissig abwerten.
    Alle Jubeln und die Kriese ist gelöst.

    Dumm ist nur, das der Rest nicht unbedingt glücklich darüber ist, das sich jemand auf diesem Weg einen Vorteil druckt und macht fleisig mit. Wir sind ja schliesslich auch stolz über unseren Exportvizeweltmeister.

    Die Konsequenzen bei Beibehaltung des EUR zeichnen sich bereits ab.
    DE wird einige Nachbarländer schlicht mitfinanzieren. Die Mittel hierzu werden die Bürger aufbringen.
    Das ist soweit die Entscheidung des deutschen Bürgers. Das muss nicht sein, aber wenn er es denn so will, dann muss er damit eben leben.
  7. #96

    Minderwertigkeitsgefuehle

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    Die Mitarbeiter dieser beiden Organisationen können ja gar gerne ihre Lebensersparnisse bei spanischen Banken anlegen. Wie? Nicht? Will keiner? Komisch.

    Wer trägt also für die Desintegration des Euros die Verwantowrtung? Wir Deutsche, die unser Geld zurückziehen? Oder doch die Südländer, die sich als verantwortungslos erwiesen haben?

    Alex
    Frankreich, die uns in den Euro gezwungen haben - alles andere ist eine Folge aus dieser Tatsache
  8. #97

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Das ist doch nicht der Fehler der Währung, sondern ein Fehler in der Funktionsweise des Eurosystems. Keine Geschäftsbank hätte untätig dieser Entwicklung zugesehen, unsere Notenbanken schon.
    Und ja, D. hat davon profitiert und damit massgeblich zur Eurokrise beigetragen. Und jetzt haben Sie den Schlamassel und dürfen sich überlegen, wie sie da wieder rauskommen.
    Es ist ein Fehler der Konstruktion des Euros, und solche Länder wie Griechenland, die sich zudem den Beitritt zu Währungsunion erschlichen hatten, hätten gar nicht aufgenommen werden dürfen, das sind dei Fehler. Der Euro ist zudem wirtschaftlich völlig überflüssig.

    Die Deutsche Bundesbank hat als einzige vor den Fehlern gewarnt! Sie wurde aber von der EZB, der EU und unseren Politikern ignoriert.

    Außerdem hat Deutschland NICHT vom Euro profitiert, das hatte ich in meinem Beitrag belegt, den Sie offensichtlich nicht vollständig gelesen haben!

    "Ist Deutschland wirklich der Hauptbegünstigte des Euro? Der Blick in die Statistiken kann skeptisch stimmen."
    Währungsunion: Die Vor- und die Nachteile des Euro - Europas Schuldenkrise - FAZ

    Ohne den Euro und die Pleitestaaten hätte es gar nicht zu dieser Krise und ihren wirtschaftlichen Entwicklungen kommen können.
  9. #98

    Leider treffend analysiert!

    [QUOTE=Litajao;10114856][QUOTE=labudaw;10114512]
    Zitat von Endlager Beitrag anzeigen

    Denn die Politiker und einige "Experten" haben tatsächlich geglaubt,
    dass es sich bei dem Euro um ein perpeduum mobile handelt, also
    den Goldesel, auf dem die Politiker in den Machthimmel der
    "Vereinigten Staaten von Europa" reiten, egal was es kostet.

    Nun haben sich aber die Politiker und Experten total verrannt und
    sind nach wie vor zu feige, zuzugeben, dass der Euro gescheitert
    ist.

    Auch gehe ich davon aus, dass die allermeisten Euro-Kritiker
    ganz und gar keine EU-Kritiker sind, sondern nur sehen, dass
    die EU mit dem Euro zerstört wird und nicht erhalten, wie uns
    die Politiker und auch die Medien immer wieder weis machen wollen.

    Aber wie sagte schon Merkel in vollkommener Unkenntnis der wahren
    Sachlage: "Ohne den Euro gibt es Krieg."

    Dümmer geht es wirklich nimmer!
    Dazu ein aktueller Video-Clip von Roland Tichy, der diese Hintergründe und aktuellen Entwicklungen politisch analysiert:

    Tichys Totale: Der Spaltpilz von Europa - Tichys Totale - Videos - Wirtschaftswoche

    Als Ergänzug dazu einige Berichte aus dem Focus:

    Wahlen in Griechenland und Frankreich: Beginnt 6. Mai das Ende des Euros? - Wahlen in Griechenland und Frankreich - FOCUS Online - Nachrichten
    Anti-Europäische Stimmung in Griechenland: Kommt der Euro-Zonen-Austritt nach der Wahl? - Ausland - FOCUS Online - Nachrichten
    Kreditausfälle nach der Wahl in Griechenland befürchtet: Wahlsieg der Linken in Griechenland könnte Euro-Zone Milliarden kosten - Staatsverschuldung - FOCUS Online - Nachrichten
  10. #99

    Kanonenschiffe

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein im März haben ausländische Investore
    Ja gibt es denn auf diesem Planeten keine Kontinente mehr, die mit Kanonenschiffen und Glasperlen zu entdecken sind?
    Was haben denn die maroden Südländer mit all dem Gold und den Schätzen gemacht?
    Ob das bei den wenigen superreichen Familien gelandet ist?








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