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Schuldenkrise in Europa: Wie die EZB die Zinsen drücken kann

Soll die Europäische Zentralbank im großen Stil Staatsanleihen aufkaufen, um die Euro-Krise zu lösen? Tatsächlich wäre das ein richtiger Schritt - wenn die Zentralbank gleichzeitig garantiert, dass der Reformdruck auf die Schuldenstaaten bestehen bleibt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,851389,00.html
  1. #1

    optional

    Wenn die EZB Staatsanleihen aufkauft, finanzien wir alle die Schulden durch die Inflation.

    Wohlstand besteht nicht aus Geld, sondern aus Gebrauchswerten.
  2. #2

    Ein bisschen zu

    Grundsätzlich kann man Münchau diesmal durchaus Recht geben. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre!
    Zunächst einmal die Frage: Wer soll wie sicherstellen, dass die Schurken- pardon Schuldnerstaaten im Süden wirklich diese Entlastung nutzen und nutzen können, um wieder in die Bahn zu kommen und sich nicht weiter so verhalten wie bisher, z.B. neue Blasen pflegen? Und umsonst gibt es den Spaß auch nicht. Denn die deutschen Staatsanleihen wären plötzlich für die Anleger weniger attraktiv, wenn Deutschland via EZB für die niedriger bezinsten Staatsanleihen der Südländer haftet. Zudem muss dann Deutschland mit höheren Zinsen rechnen, um seine Anleihen am Markt platzieren zu können, auch wenn es ordentlich wirtschaftetn. Wenn wir die Kleider des Kaisers betrachten bleibt: Deutschland muss zahlen und das Problem wird wieder einmal in die Zukunft verschoben.
  3. #3

    EZB kann nichts tun ...

    ... ausser weiter plündern - nur, es gibt nichts mehr zu plündern . JP Morgue gibt eigener Kundschaft die Rahhmen der shorts, GS ditto ... alle diese Wetten sind gehedget . Kreativität der EZB ist auf sinnlose und verbrecherische Interventionen auf den Anleienmarkt und Hyperproduktion an idiotischen Gerüchten und an die Drohungen beschränkt. EU-Banken sind insolvent, Liquidität ist gleich null, Geschwindigkeit des Kapitals gesunken UNTER DEM 1929 Niveau .... Plan B ist erforderlich. Mit den Platitüden vom GS-Draghi und Jörg den Hirn Asmussen wirds nichts besser. Gestrige schützende Hand für der sinkenden € kam durch ziemlich brachiale Manipulation - Devisenhandel aussetzen wegen "technischen" Problemen. Schäbiger gehts nicht, ne ? OK, ein Irankrieg wird die Konjuktur bestümmt beleben. Viel Spass damit. Worum geht es eigentlich hier ?
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Soll die Europäische Zentralbank im großen Stil Staatsanleihen aufkaufen, um die Euro-Krise zu lösen? Tatsächlich wäre das ein richtiger Schritt - wenn die Zentralbank gleichzeitig garantiert, dass der Reformdruck auf die Schuldenstaaten bestehen bleibt.

    Debatte über Kauf von Staatsanleihen durch die EZB - SPIEGEL ONLINE
    Die EZB sollte keine Staatsanleihen kaufen. Das ist nicht ihre Aufgabe. Sie soll durch ihrer Politik wirtschaftliche Überhitzungen und Anzeichen von wirtschaftlichen Abschwächungen steuern. Der deutschen Wirtschaft geht es noch gut. Doch durch die verfehlte Niedrigzinspolitik hat sie sich sämtlicher Instrumente durch den politischen Druck aus der Hand nehmen lassen. Was geschieht, wenn nun eine abrupter Abschwung kommt? Die Zinsen sind fast bei 0%. Wie will man denn da noch gegensteuern? Hauptsache die Politiker nutzen das niedrige Zinsniveau zur weiteren Neuverschuldung. Das kann nicht gut gehen. Die Zinsen für Staatsanleihen müssen auch in Deutschland endlich steigen, damit der Verschuldungwahn ein Ende nimmt.
  5. #5

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich kann man Münchau diesmal durchaus Recht geben. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre!
    Zunächst einmal die Frage: Wer soll wie sicherstellen, dass die Schurken- pardon Schuldnerstaaten im Süden wirklich diese Entlastung nutzen und nutzen können, um wieder in die Bahn zu kommen und sich nicht weiter so verhalten wie bisher, z.B. neue Blasen pflegen? Und umsonst gibt es den Spaß auch nicht. Denn die deutschen Staatsanleihen wären plötzlich für die Anleger weniger attraktiv, wenn Deutschland via EZB für die niedriger bezinsten Staatsanleihen der Südländer haftet. Zudem muss dann Deutschland mit höheren Zinsen rechnen, um seine Anleihen am Markt platzieren zu können, auch wenn es ordentlich wirtschaftetn. Wenn wir die Kleider des Kaisers betrachten bleibt: Deutschland muss zahlen und das Problem wird wieder einmal in die Zukunft verschoben.
    Ganz einfach. Die Staaten haben ein eigenes Interesse, sich zu günstigen Zinsen eines Euro Schatzbriefs zu finanzieren. Den Zugang zu diesen Instrumenten haben sie aber nur bei nachgewiesenen Reformen. Hier schliesst sich der Kreis recht schön, weil hier nichts von aussen auferzwungen wird, sondern aus eigenem Vorteilsdenken die Reformen angegangen werden können. Im Übrigen eine Idee von Soros, wenn ich mich recht erinnere...
  6. #6

    Deutsche haben eh zuviel Geld

    Die Deutschen habaen eh zuviel Geld, und mit Exportüberschüsse jahrelang Italien & Co. ausgenommen. Jetzt ist Zahltag, entweder die Deutschen zahlen per Transferunion oder per Inflation.
  7. #7

    Allein die Einleitung enthält bereits zwei gravierende Irrtümer

    Man kann Schulden genauso wenig mit Schulden bekämpfen, wie man einen Brand mit Benzin löschen kann. Und die EZB wird keinerlei Reformdruck garantieren, wer glaubt schon einer Bank, die Geld verschwendet, ich könnte auch sagen veruntreut. Was leider passieren wird, ist kurz im Artikel beschrieben: "Auch nicht daran, dass Bundesbank-Chef Jens Weidmann das Vorhaben ablehnen wird. Die Frage ist jetzt nur noch, wie man den Affront kalibriert." Besser und deutlicher kann man das rege Interesse unserer "Freunde" in der EU-Zone am Ausschlachten Deutschlands nicht beschreiben.
  8. #8

    Wir sind nicht das Sozialamt Europas

    Hier wird doch wieder einer Schuldenunion das Wort geredet. Als diplomiertem Mathematiker hätte ich von Herrn Münchau eine kritischere Sicht erwartet und keine Beweihräucherung der falschen Geldpolitik der EZB, die besonders auf Deutschlands Rücken ausgetragen wird. Aber er ist wohl so ein Kosmopolit, dass er unsere deutschen Interessen völlig aus dem Blick verloren hat ....
  9. #9

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich kann man Münchau diesmal durchaus Recht geben. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre!
    Zunächst einmal die Frage: Wer soll wie sicherstellen, dass die Schurken- pardon Schuldnerstaaten im Süden wirklich diese Entlastung nutzen und nutzen können, um wieder in die Bahn zu kommen und sich nicht weiter so verhalten wie bisher, z.B. neue Blasen pflegen? Und umsonst gibt es den Spaß auch nicht. Denn die deutschen Staatsanleihen wären plötzlich für die Anleger weniger attraktiv, wenn Deutschland via EZB für die niedriger bezinsten Staatsanleihen der Südländer haftet. Zudem muss dann Deutschland mit höheren Zinsen rechnen, um seine Anleihen am Markt platzieren zu können, auch wenn es ordentlich wirtschaftetn. Wenn wir die Kleider des Kaisers betrachten bleibt: Deutschland muss zahlen und das Problem wird wieder einmal in die Zukunft verschoben.
    Grundsätzliche würde von einem solchen Programm keine inflationären Tendenzen ausgehen, denn die EZB würde über eine Anpassung der offen-markt Geschäfte die Geldmenge auch weiterhin kontrollieren können.

    positiv wäre es auch, daß die kurzen Laufzeiten eine stark disziplinierende Wirkung auf die Staaten hätte, da man auch in 12 Monaten vielleicht wieder Hilfe benötigen würde.

    Schließlich muss man davon ausgehen, daß auch in den mediterranen Staaten inzwischen gelernt hat, daß Einsparungen und Reformen notwendig sind. Man sollte diesen Menschen die gleiche Intelligenz unterstellen, wie dem durchschnittliche Foristen

    Das Deutschland irgendwann mal wieder höhere Zinsen zu Zahlen hat, ist normal und auch wünschenswert.








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