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Schuldenkrise in Europa: Finanzministerium zeichnet düsteres Euro-Crash-Szenario

REUTERSDas Wachstum würde massiv einbrechen, die Arbeitslosigkeit auf mehr als fünf Millionen steigen: Nach SPIEGEL-Informationen rechnet das Finanzministerium für den Fall eines Euro-Zusammenbruchs mit katastrophalen Folgen für die deutsche Wirtschaft.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...840604,00.html
  1. #440

    ><

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Woher haben Sie solche Zahlen?
    Wirtschaftseinbruch 2009: Deutschland erlebte 2009 stärkste Rezession der Nachkriegszeit
    Das wirtschaftliche Defizit lag 2008 bei etwa 3,2%. Das reichte grade mal zum Reißen der Maastrich-Kriterien.
    10% wären in der Tat eine Katastrophe, für 20% fehlt das Wort.
    Im Artikel steht es aber anders:

    Zitat von Artikel
    Der Wachstumseinbruch würde im ersten Jahr nach Wiedereinführung einer eigenen deutschen Währung bis zu zehn Prozent betragen, sagt ein Szenario voraus.
    Der Einbruch des Wachsstums könnte bis zu zehn Prozent betragen!

    Ein "Einbruch des Wachstums" um zehn Prozent würde nichts anderes bedeuten, als daß das Wachstum z.Bsp. von 2,0 % auf 1,8 % zurückgeht.

    Es steht nichts von einem "Einbruch der Wirtschaft" um zehn Prozent!
  2. #441

    Profitiert hat Deutschland vom € nur indirekt seit der (2003 verkündeten) einseitigen Agenda 2010 (die Wechselkurse, Zinsen, Inflationsraten der €-Interessenten liefen schon lange vorher zusammen). Aber so richtig „brummt“ es in Deutschland erst seit der Krise von 2007.
    Ohne eine auf dem € aufgesetzte Agenda 2010 also kein „profitierendes“ Deutschland. Aber mit einer gesamt€uropäischen Agenda zur Jahrtausendwende wären die Folgen heute (auch für Deutschland) wohl noch viel drastischer als jetzt. Und letzteres soll uns jetzt als Rettungsmodell untergejubelt werden.
    Aber was heißt profitieren? Die Wirtschaft würde noch mehr profitieren und brummen, wenn jeder für seinen Arbeitsplatz monatlich ein paar hundert oder gar tausend € mitbringt, um arbeiten zu dürfen. Und nichts anderes passiert ja momentan! Das geht theoretisch gar nicht? Doch, wenn man auf Kosten seiner Kinder und Enkel Kredite aufnimmt. Aber dieses Perpetuum mobile (Arbeit in der Exportwirtschaft auf Kosten von ausufernden Staatsschulden) wird es nicht mehr lange machen – da mögen die die begeisterten Profiteure der Krise(n) jetzt noch so sehr jubeln und schon süchtig an den nächsten Krisen basteln …
    Und bald wird es auch der letzte begriffen haben, daß die Rettung der Geldfetischisten und Zocker mit Billionen von € den Enkeln ein Vielfaches kosten würde, als denn diese einfach pleite gehen zu lassen und ein paar kleine Abstriche bei Omas Riesterrente hinzunehmen.
  3. #442

    die Katastrophe naht auch so

    ohne dass wir den Euro abschaffen. Aber die Stellungnahme des FM zeigt, dass man dort auf Gedeih und Verderb an einer Eurovision festhält, man kann sagen: alternativlos. Und währenddessen geht das Finanzsystem den Bach runter.
  4. #443

    begraben unter Rettungsschirmen

    Zitat von passionsblume Beitrag anzeigen
    Vieles von dem, was wir mit der DM erreicht und lieb gewonnen hatten, wurde in Frage gestellt, nachdem uns der Euro aufgezwungen wurde. Und hatten wir nicht auch damals einen gemeinsamen Binnenmarkt und Reisefreiheit in Europa? Die Demokratie, wie wir sie bis in die siebziger, achtziger Jahre hatten, ist sowieso schon längst tot.
    In der Voreurozeit waren die Länderwährungsunterschiede klare
    Aussage und PIP-Parometer mit Charakter.
    Das freie Reisen wurde damals durch Diktaturen oder ostblockig
    (Franko, Salazar, etc.) behindert, also machtpolitisch-ahuman.

    Jetzt wieder Probleme mit dem Euro;
    Die Griechen sagen; weniger Sparen mit mehr Zeit
    Deutschland meint; mehr Sparen mit mehr Zeit

    unter Brüsseler Schirmherrschaft
  5. #444

    es ist nicht regelbar

    Zitat von Tolotos Beitrag anzeigen
    Was ist denn eigentlich mit „Euro-Crash-Szenario“ gemeint?

    Sind damit die Folgen eines geordneten Ausstiegs gemeint, oder die Folgen eines Zusammenbruchs, wenn der solange verschleppt wird, bis ein geordneter Ausstieg nicht mehr möglich ist?

    Mich wundert es schon nicht wenig, dass die Politik überhaupt nicht zwischen diesen beiden Szenarien differenziert!
    Nach meiner Einschätzung muß nicht zwischen einem geordneten oder ungeordneten Euro-Crash unterschieden werden.
    Was passiert, wenn Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Irland usw. ihre Zahlungsunfähigkeit erklären und dann Deutschland aus EU und Euro aussteigt, ist gar nicht vorher zu regeln. Crash=Chaos.
  6. #445

    teuer wird es so oder so

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Wachstum würde massiv einbrechen, die Arbeitslosigkeit auf mehr als fünf Millionen steigen:

    Euro-Krise: Finanzministerium zeichnet düsteres Crash-Szenario - SPIEGEL ONLINE
    aber wer bekommt die Quittung, im Falle des Weiterbestehens des Euro, wird die EU verantwortlich gemacht, wenn die DM Mark wieder kommt, Arbeitslosigkeit steigt usw, sind natürlich die hiesigen Parteien in der Verantwortung, die kann dann nicht mehr nach Brüssel abgeschoben werden. Die Aussage: "dass vieles von dem, was wir erreicht und liebgewonnen haben, in Frage gestellt würde - vom gemeinsamen Binnenmarkt bis hin zur Reisefreiheit in Europa" ist zumindest für die Reisefreiheit eine leere Drohung, kaum vorstellbar das man Deutsche nicht reisen läßte, wenn sie dann noch eine Reisekasse besitzen. Zudem wenn Herr Schäuble wir sagt, muss er nicht unbedingt den Durchschnittsbürger meinen. Heuchlerisch sind seine Aussagen obendrein. Als Europa anfing sich zu vereinigen wg. Wirtschaftsmacht wurde jeder Kleinstaat gefördert der in die Unabhängikeit wollte. Man denke nur an Jugoslawien oder die vielen Staaten die aus der ehemaligen EU hervorgegangen sind. Denen wollte man nicht verkaufen, dass Einigkeit stark macht. Entstanden sind eine Menge Euro Vasallen aber keine mächtigen Volkswirtschaften oder welcher Markt wird von Slowenien, Kroatien, Georgien und wie sie alle heißen bedient? Da wird irgendetwas an die Wand gemalt, was den Bürger vom Nachdenken abhalten soll, mehr nicht!
  7. #446

    Demokratie

    Zitat von paretooptimal Beitrag anzeigen
    Es ist wie mit Statistiken. Alles wird auf das vorher festgelegte Ergebnis festgezurrt. Und was kostet uns das Problem EURO, wenn es nicht zum Crash kommt? Um Antwort wird gebeten.
    Dann kostet es uns die letzten verbliebenen Reste der Demokratie und wir leben als Sklaven in einer Finanzoligarchie.
  8. #447

    Dahinter steckt meist ein kluger Kopf

    Zitat von dasdunkelschaf Beitrag anzeigen
    Das zerbrechen des Euro ist die einzige Rettung für die deutsche Bevölkerung. Der Euro mag zwar von Vorteil sein für die Wirtschaft - allerdings auf Kosten der Bevölkerung und auf Kosten der Demokratie. Wird der Eurowahn nicht gestoppt wird Deutschland über das Ermächtigungsgesetz ESM nachhaltiger ruiniert als die zwei Weltkriege dies konnten. Raus aus dem Euro und der EU solange wir naóch können!!!
    Interessant vor allem die Kommentare.

    Mehr Macht für Brüssel: Schäuble erwartet Volksabstimmung über Europa - Wirtschaft - FAZ
  9. #448

    Sie verstehen mich absichtlich falsch ...

    Zitat von route666 Beitrag anzeigen
    Ja genau. Alle Macht dem Markt! Neoliberaler Neusprech alá marktkonformer Demokratie.
    Ich kann schon in dem neo und liberal erkennen, hier ist das ganz gut erklärt: Gesellschaft*im*Neoliberalismus « le Bohémien
    ... durch Ihre ideologische Brille.
    Aber dann noch mal von Anfang: ein freier Markt = demokratisch. Gehen Sie mal auf den Markt, da werden die Preise nicht festgelegt, wenn es ein wirklich freier Markt ist, sondern ausgehandelt.

    Natürlich muss die Politik die Rahmenbedingungen mit viel Bedacht festlegen. Das heißt aber nur die Rahmenbedingungen, ohne sich laufend korrigierend (Holtzmann, HypoRealEstate; Subventionen etc.) einzumischen. Was wir zur Zeit haben ist alles andere als neo oder liberal, weil purer Staatsdirigismus, wie man ihn auch aus dem real existierenden Sozialismus kennt: viele Einschränkungen, Bevorzugung weniger etc.. Nicht, dass der Sozialismus, das so geplant hätte und nicht, dass wir jetzt eine Art Sozialismus haben. Aber die Auswirkungen sind dieselben. Sobald man da etwas Freiheit reingibt, sieht man wie die Saat aufgeht. Ein Beispiel: DDR = voll durchreguliert, keine Waren erhältlich und wenn dann nur unterm Warentisch und nicht für die offizielle Währung (sondern im Tausch oder Westgeld). Ungarn (Gulaschkommunismus) = jeder hat zumindest seinen kleinen Hinterhofgarten, den er selbst und auf eigene Rechnung bewirtschaftet. In Ungarn war die Not ungleich kleiner und das Angebot wesentlich größer.
    Fazit: der Kapitalismus ist nicht schuld an unserer heutigen und zukünftigen Situation, sondern der Umgang verantwortungsloser Politiker von rechts bis fast ganz links. Die Linke muss ich hier ausnehmen, Gysi ist offensichtlich der Einzige, der den ganzen Laden überblickt. Allerdings fordert er mit der Verstaatlichung der Banken die falsche Maßnahme (da hier wieder Politiker direkt Mist bauen können, siehe BLB)
  10. #449

    Vorsicht!

    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Die Stabilität ergibt sich aus den Verhältnissen. Wenn 1 oz Gold, sagen wir, vor 100 Jahren den Wert eines Schafes darstellte und heute auch, kann die Stabilität der Währung an der Konstanz des Verhältnisses Gold (= Schaf) zu Euro gemessen werden. Blasenbildung oder Fehlbewertung ist im Normalfall auf der Währungsseite zu suchen.

    Gold als Vergleich bietet sich nur an, weil natürlich nichts einen konstanten Wert hat, dieser nur über Verhältnisse über einen langen Zeitraum ermittelt werden kann. Da scheint mir Gold durchaus berechtigt zu sein, weil es so etwas ermöglicht. Der Warenkorb (Realwirtschaft), mit dem verglichen wird, muss dafür natürlich archaisch und existentiell notwendig sein.
    Gold wird mit gedrucktem Papiergeld massiv im Preis gedrückt. Es wäre inzwischen viel höher! Also ist Gold zwar ein guter Anhaltspunkt, nicht aber der Goldpreis, da er sich nicht wirklich frei nach Angebot und Nachfrage entwickelt! Die physische Nachfrage ist massiv hoch, nicht zuletzt weil sich die Chinesen im Tausch gegen wertlose Dollars eindecken (auch weil der Westen über 100fache Hebel den Preis drückt, um sein System zu erhalten!)


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