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Schuldenkrise in Europa: Finanzministerium zeichnet düsteres Euro-Crash-Szenario

REUTERSDas Wachstum würde massiv einbrechen, die Arbeitslosigkeit auf mehr als fünf Millionen steigen: Nach SPIEGEL-Informationen rechnet das Finanzministerium für den Fall eines Euro-Zusammenbruchs mit katastrophalen Folgen für die deutsche Wirtschaft.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...840604,00.html
  1. #350

    Stimmt meist, aber eben nicht immer

    Zitat von Müntezuma Beitrag anzeigen
    Es ist nie zu spät, auf einem falschen Weg umzukehren.
    Doch, wenn der Weg zurück teurer ist. Und davon gehe ich beim Euro aus.
  2. #351

    Szenario zum zwangsläufigen Euro-Ende

    Zitat von Neapolitaner Beitrag anzeigen
    Herrjeh, wenn es so käme, dann könnte man das ja noch als geglückte Euro-Rettung bezeichnen! Bankrott erst 2018? Das wäre ja sensationell!

    Ach was, mit der Entscheidung, den Sparkurs zu verlassen, setzt sofort der Abverkauf der Bundesanleihen ein und der Euro wird als Anlagewährung verlassen. ......
    Da ich dieses Szenarion schon vor längerer Zeit geschrieben habe, ist der zeiliche Rahmen in der Tat nicht mehr aktuell. Inzwischen muss man einen Zeitraffer für die Abläufe einbauen.

    Es ging mir nur darum, ein stichhaltiges Gegenszenario zu diesem Gefälligkeitsgutachten aus Schäubles Ministerium zu präsentieren und ich bin überzeugt, dass es so kommen wird, wenn wir Bürger und gegen diesen Eurokraten-Wahn nicht massiv zur Wehr setzen.
    Zunächst muss der unsägliche und zutiefst undemokratische ESM gekippt werde, alles Andere wird dann darauf aufbauen.
  3. #352

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    D
    Die Euro-Zone scheint stabilisiert, wenngleich die PIIGS-Staaten und auch Frankreich den Fiskalpakt immer weniger einhalten.
    Hoffentlich tun sie das, denn der Fiskalpakt wird mit Sicherheit in die Depression führen. Nur wenn die Staaten jetzt aktiv die Probleme bekämpfen und die Euro-Integration vorantreiben, kann die Krise überwunden werden.

    Wer nur von "Staatsschulden" redet und die verteufelt, hat keine Ahnung. In Krisenzeiten darf der Staat nicht auch noch sparen, denn dann geht's noch mehr den Bach runter.
  4. #353

    Kollaps

    Die Rückkehr zur DM würde einem Offenbarungseid entsprechen und zeigen, dass die in einer Scheinwelt agierende Politik die Bürger einer kontinuierlichen Enteignung unterworfen hat: Sparguthaben, Renten, Pensionen, Lebensversicherungen usw. wurden bereits zu einem bedeutsamen Teil verfrühstückt. Dann lieber den Karren immer weiter in den Dreck (meinen die Politiker argumentativ angereichert durch z.T. absurde Drohkulissen - siehe Beitrag) - in der Hoffnung, dass irgendwann das Wunder eines "festen Bodens" eintritt. Von der Casinomentalität der Banker unterscheidet sich dieses verantwortungslose Verhalten der "Volksvertreter" kaum. (siehe auch Nr. 3 - Toledo - dass der "Golf nunmehr 40.000 Mark und das Benzin weit über 3 Mark kostet?" ... und das Glas Wein 10-20DM, Bier 10DM - in Paris 16DM - ein Fischgericht 40-60DM, TÜV 160DM usw. usw.)
  5. #354

    Na ja,

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Ich finde die Diskussion etwas D lastig. Was würde denn bei einer Abwertung der PIIGS passieren? ... aber erkauft wäre das evtl. mit einem völligen sozialen Zusammenbruch in diesen Staaten und das ist brandgefährlich. Allein die Preissteigerungen für Öl und andere Rohstoffe, sprich Inflation, können einen sozialen Bankrott bedeuten und niemand kann wissen, wer dann dort ans Ruder kommt.
    aber ob die Herrschenden dort auch so denken? Könnte ja auch sein, daß sie es wünschen. Wären dann ja noch mächtiger. Ist doch ein altes Herrschaftsprinzip: Wenn die kleinen Leute sich untereinander prügeln, haben sie keine Kraft, gegen "die da oben" vorzugehen. Das Gegeneinander wird sowohl national, als auch international gefördert. Immer noch. Seit Jahrhunderten.
  6. #355

    Und davon gehe ich beim Euro aus.

    Zitat von sichersurfen Beitrag anzeigen
    Doch, wenn der Weg zurück teurer ist. Und davon gehe ich beim Euro aus.
    Hallo,

    es ist dich wohl eher davon auszugehen das die weiterführung deises chaos EURO´s uns deutsche mehr kosten wird als die wiedereinführung der D-Mark.
  7. #356

    Das ist sogar die einzige Waffe

    Zitat von tonihormoni Beitrag anzeigen

    5. der Bürger hat wirksame Waffen, Frau Merkel zu signalisieren: bis hierhr und nicht weiter. Wenn die Bürger in Massen dazu übergehen, ihre ersparten Euros gegen Fremdwährungen einzutauschen, dann wird es auch Frau Merkel langsam mulmig werden.
    die man gegen den EuroWahnsinn hat. Allerdings würde ich mich darauf nicht unbedingt verlassen: Es könnte ja sein, dass die Konvertierung in Fremdwährung eingeschränkt wird (Kapitalverkehrskontrollen...)
  8. #357

    Eurotopia gefällig, Herr Schäuble?

    Ok, der politisch Interessierte kann aufgrund der Komplexität die Krise kaum noch durchschauen. Ich interpretiere das mal so, dass es gar nicht so sehr um das sichere Geld geht, das von den Märkten verlangt wird, und das aus unterschiedlichen Gründen den Staaten und Banken abhanden gekommen ist. Sondern es geht um Strukturen. Lösungsansätze wie Fiskalpakt, Bankenaufsicht, gemeinsame Bonds, Konjunkturstützen, Geld drucken sind demnach nur oberflächlich. Hintergründig meine ich in der Krise einen Ausdruck des Scheiterns zu sehen, des Scheiterns einer neoliberalen Laisser-Faire-Ideologie, einer mangelhaften Balancierung von Zentrum und Regionen, einer Stabilitätskultur, die im europäischen Bewußtsein - ja, auch im deutschen! - nicht verankert zu sein scheint.

    Die wirklichen Probleme bedürfen also einer schwierigen, sich lang hinziehenden Debatte, an deren Ende eine ideale Politik und Struktur steht, die eine Lehre aus dem Desaster gezogen haben wird. Dazu hat sich allerdings das Zeitfenster (erstmal) geschlossen. Alle fordern eine schnelle Lösung, bevor auch die ultima ratio nicht mehr greift. Denn auch für die ultima ratio gibt es ein Zeitfenster.

    Die Langsamkeit der Debatte ist ein Ausdruck des Zustands der Kultur. Schon 2008 hätte damit begonnen werden können, eine solche Debatte anzustoßen. Politik verheddert sich jedoch im klein-klein, Ökonomie in einer ideologischen Starre, und ein Teil der Gesellschaft flüchtet sich in Modelle des 19. Jahrhunderts. Ich kann nicht einschätzen, ob die mangelnde Vision ihren Ursprung hat in mangelhafter Bildung, in einer anthropologischen Determination, wonach eine fehlende Flexibilität des Denkens bei Eintreten von etwas gänzlich Unerwartetem nur allzu menschlich ist, oder in einer Repression des Kreativen versus der Technokratie.

    Meiner Ansicht nach schaffen große Strukturen nicht mehr Freiheit, sondern Fehler. Damit meine ich nicht, dass ein großer Währungsraum an sich antifreiheitlich und fehlerbehaftet sein muss. Folgende Gründe lassen für mich den Euro trotz meiner Skepsis hinsichtlich großer Strukturen als vorteilhaft erscheinen:

    1. Das traditionelle Konzept der Nationalstaaten ist in Europa historisch mehrmals gescheitert und bietet für mich gar keine Zukunftsperspektive, sondern nur einen Rücksturz ins 19. Jahrhundert.
    2. Die Zersplitterung der Währung hemmt makroökonomisch enorm. Sie wird zu einem Zusammenbrechen des Wirtschaftsraumes führen, die Strukturen, die dann entstehen werden, werden gar nicht an den eigentlichen Problemen ansetzen, also ein Durchwurschteln nach traditionellen Rezepten bedeuten, was eigentlich mehrheitlich abgelehnt wird, weil es im Desaster endet.
    3. Ein Ende des Euro bedeutet gar nicht ein Ende der Großstrukturen, diese gestalten sich nur anders, meiner Meinung nach sehr viel unvorteilhafter.
  9. #358

    Eurotopia gefällig, Herr Schäuble?

    Meine Kritik an den Großstrukturen im Euro beinhaltet vielmehr, dass eine zentrale Regierung, die den Regionen alles oktroiert, meiner Meinung nach auf Dauer eher nicht funktionieren wird. Deshalb präferiere ich den Ansatz Europa von den Regionen her zu denken. Das entspricht sowohl dem föderalen Gedanken hierzulande, als auch dem derzeitigen (sozialistischen) französischen Ansatz der politischen Regionalisierung. Von den Regionen ausgehend ist allerdings allerorten Misswirtschaft zu finden. Es gibt de facto keine Verantwortung der Verantwortlichen. Die Verantwortung muss also gefordert werden, am Besten mit einer persönlichen Haftung der Verantwortlichen. Der Souverän darf nicht die Risiken der Verantwortlichen decken! Damit würde eine Arbeitsmarktflexibilisierung des administrativen Apparats geschaffen, die die Aufsicht bei den Regionen schaffen würde. Mechanismen einer zentralen Aufsicht der regionalen Aufsichten sind diskutierbar.
  10. #359

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,

    die große lüge am renten system ist doch das der staat die laufenden gelder für anderes ausgibt WÜRDE man diese gelder anlegen zb. in immobilien würden auch die renten entsprechen hoch sein können. Die zweckendfremdung der renten ist ansich eine unverschämtheit den einzahlern gegenüber.
    Das stimmt, z.B. die Ostrenten hätten anders finanziert werden müssen. Aber das ja ein Spezialpunkt, Blüm hat was Generelles gesagt und das ist richtig.


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