REUTERSDas Wachstum würde massiv einbrechen, die Arbeitslosigkeit auf mehr als fünf Millionen steigen: Nach SPIEGEL-Informationen rechnet das Finanzministerium für den Fall eines Euro-Zusammenbruchs mit katastrophalen Folgen für die deutsche Wirtschaft.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...840604,00.html
Ich halte dieses Szenario für realistisch, gleichwohl sollten sich die konservativ-liberalen Häuptlinge endlich fragen, warum es so weit gekommen ist. Nach meiner Meinung liegt es an der Hegemonie marktorthodoxen Denkens. Solange man in dessen Dogmen gefangen ist, wird es mit der Rettung nicht klappen.
Wobei ich offenlasse, ob die herrschenden Zustände nicht absichtlich herbeigeführt wurden, um durch eine „Schocktherapie“ (Naomi Klein) die marktkonforme Zurichtung der Gesellschaften in Europa leichter durchführen zu können. Dass die herrschenden Verwerfungen aber auf alle Fälle zu diesem Zweck benutzt werden, darüber bin ich mir ziemlich sicher. Griechenland scheint dafür ein riesiges Freiluftlaboratorium zu sein.
Das deckt sich alles absolut mit dem was Schäuble auch selber bei Phoenix von sich gegeben hat.
[Insider Info 17] (PHOENIX) Wolfgang Schäuble: Globalisierung & Internationale Governance - YouTube
Hier in dem Link sagt es "Ich selbst bin relativ entspannt. Weil, wenn die Krise größer wird, werden die Fähigkeiten Veränderungen durchzusetzen größer".
Das ist doch infam. Es wird eine Krise vielleicht nur deswegen heraufbeschworen und in diesen Experimenten welche die Politiker auf unserem Rücken durchführen, billigend in Kauf genommen, um Veränderungen hin zur Internationalen Gouvernance hinzubekommen.
Die wollen den Nationalstaat auflösen, bzw durch diese Krisen seine Auflösung erzwingen. Ein Vorgang der auf demokratischen Wege unmöglich ist. Aber durch diese Horror-Szenarien wollen sie die Bürger dazu bewegen doch mitzumachen.
So nach dem Motto: Es ist alternativlos. Kennen wir ja alles schon.
Doch wir müssen nachdenken. Ein großes Zentralistisches System wie die EU, so inhomogen, ist viel anfälliger als mehrere unabhängige dezentrale Systeme. Man kann das wie einen Seifenblasenschaum betrachten. Platzt eine kleine Blase in dem Schaum, beeinflusst das die anderen Blasen nicht. Hast du aber eine große Blase die platzt - dann ist alles weg.
Darum: Beim EU-Referendum gegen die EU, gegen den Euro, gegen den Kurs der Regierung stimmen.
Mehr EU, mehr Euro - das führt uns geradewegs in den Bankrott. Dann ist Deutschland verloren.
Wir müssen wieder zurück zum Nationalstaat. Zu einem Europa der Vaterländer. Das EU-Experiment ist gescheitert. Die Politiker, die es verursacht haben, müssen vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden.
mit dieser Meinung bin ich voll und ganz einverstanden
lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende
Je öfter ich dieses Wort "Wachstum" höre um so lächerlicher kommt es mir vor. Wie können wir uns alle nur so, auf Gedeih und Verderb, diesem Paradigma aussetzen?Das Wachstum würde massiv einbrechen, ...
In einer endlichen Welt kann es kein unbegrenztes Wachstum geben.
Außerdem bedeutet immer mehr Wachstum ein immer mehr an Rationalisierung. Beschleunigung. Billiger. Schneller. Stress.
Wollen wir das?
An statt alles und jedes an diesem "Wachstum" zu messen - wieso nehmen wir nicht einfach Kauri-Muscheln als "den" Standard für alles? ;-)
...nunja, es ist relativ offensichtlich, dass die große Angstmache aus dem Finanzministerium ausgerechnet dann anläuft, wenn das BVerfG die Vereinbarkeit von ESM und Fiskalpakt mit dem Grundgesetz prüft. Da wird Druck aufgebaut. Dazu muss man kein Verschwörungstheoretiker sein.
Und dann ist das Vermögen weg und unsere Exporte brechen dann ein mit den gewaltigen Folgen für die Beschäftigung/Arbeitslosigkeit?
Ist das Ihre Empfehlung?
Oder sind Sie überzeugt davon, dass die Italiener, Griechen und Spanier und Hollande-Franzosen unserem Wirtschaftsvorbild folgen werden werden?