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Schuldenkrise: Euro-Schutzwall*könnte auf 1,5 Billionen anwachsen
Wieviel Geld braucht man, um die angeschlagenen Euro-Länder abzusichern? Laut einem Pressebericht gibt es Überlegungen von Regierungen und IWF, mehrere Rettungsfonds zu kombinieren -**insgesamt*käme so eine Summe von 1,5 Billionen Euro zusammen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...812476,00.html
- #160 01.02.2012 12:15 von
Direkte Demokratie?
Der Witz ist ja, dass die sperrige Merkel in Brüssel derzeit so auftritt, als hätte sie den mündigen Bundesbürger befragt, und sein Njet müsse sie halt einhalten.
Hätte sie ihn tatsächlich gefragt, bräuchte sie keinen Eiertanz aufführen!
Aber gehüpft wie gesprungen. Angenommen, wir hätten sogar die Direkte Demokratie europaweit, ups! Das würde Brüssel natürlich gefallen, sowas. Schon klar, wessen Gelder, oder vorläufig Bürgschaften da schnellstens eingetrieben würden.
Das ist die Krux: Unsere Repräsentative Demokratie sollte eigentlich längst geöffnet werden hin zu einer Plebiszitären Demokratie. Das wäre derzeit aber der Gau für die Koalition, das Votum gegen Aufstockung des EFSF und ESM oder gar Bündelung wäre eindeutig.
Europaweite Befragung aller Bürger aber würde genau das Gegenteil erbringen.
Also verschanzt sich die Merkel vorerst hinter einer virtuellen, bundesdeutschen Volksbefragung. Und dennoch, natürlich wird sie scheibchenweise einknicken. Bis zum bitteren Ende. - #161 01.02.2012 12:31 von
- #162 01.02.2012 15:26 von
€uro-Schutzwall
Die wie vielte Aufstockung ist das bereits? Und wo wollen die EU-"Führer" mit EFSF und ESM noch landen? Was haben die bisherigen Gipfel, Aufstockungen und Transfers gebracht? Es hat bisher nichts gebracht, was man irgendwie Rettung nennen könnte. Das Geld-Schiff wird immer schwerer und langsamer und vor allem immer weniger Widerstands-fähig gegenüber den Wellen und Unbilden der Finanz-Märkte. Da konnte ich neulich einen schönen Satz lesen, der Albert Einstein zugeschrieben wird: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und doch ein anderes Ergebnis zu erwarten".
Mit jeder noch so tollen Aufstockung - demnächst vielleicht 2 Billionen, 3 oder gar 5 Billionen? Wo soll das denn enden? Es wird nicht enden, da immer das gleiche Ergebnis erzielt wird - und das wird im Crash enden. Und wenn dann der Bürgschaftsfall für Deutschland eintreten sollte, weil bestimmte Länder daran Interesse haben, dann wird das Kurz-Sprichwort die Folge sein: "Den Bürgen musst du würgen". Dann ist es vorbei mit deutscher HAPPINESS ! - #163 01.02.2012 16:46 von
Schritt für Schritt in die Postdemokratie
Kein noch so großer Schuldenerlaß und kein noch so großer Rettungsschirm wird die Eurokrise je lösen können.
Die Ursache der Krise ist nämlich nicht die mangelnde Schuldentragfähigkeit der PIIGS-Staaten, sondern die mangelnde Leistungsfähigkeit dieser Volkswirtschaften, die sich in immer größer werdenden Leistungsbilanzdefiziten manifestiert. Selbst wenn man heute Griechenland und Portugal alle Schulden erließe, würde sowohl der griechische und der portugisiche Staat als auch die Privaten von privaten Kreditgebern aus dem Ausland kein Geld mehr bekommen, weil klar ist, dass es diese Volkswirtschaft den Schuldendienst niemals leisten könnten. Sie müssten eigentlich raus aus dem Euro und abwerten, um wieder konkurrenzfähig zu sein. Dann würde auch wieder privates Kapital fließen. Aber das Elitenprojekt Euro in seiner heutigen Form soll ja um jeden Preis gerettet werden.
Die einzige dauerhafte Lösung im Rahmen des Euros wäre eine Transferunion, die Jahr für Jahr rund 150 Milliarden Euro Steuergelder aus den Überschussländern in die Defizitstaaten pumpt. Und tatsächlich soll diese mit dem ESM durch die Hintertür auch institutionalisiert werden.
Der Rest ist Theaterdonner, um insbesondere die deutsche Öffentlichkeit mit Hilfe einer unkritischen Presse hinters Licht zu führen. Das ganze Getue um den Fiskalpakt war nichts anderes: Reine Ablenkung.
Außerdem geht es auch um den künftigen Einfluß der Länder in den ESM-Gremien. Merkel bzw. Schäuble wollen im Gouverneursrat des ESM natürlich auch weitgehend bestimmen, wenn Deutschland schon zahlt.
Die PIIGS-Staaten dagegen versuchen schon jetzt gmöglichst große Summen als ESM-Einlage zu fixieren, um damit mit ihrer Mehrheit im Direktorium problemlosen Zugriff auf möglichst große Summen aus den Überschussländern zu haben.
Das Ziel der Bundesregierung ist Machtgewinn. Den Preis für diesen Machtgewinn der deutschen Exekutive soll einmal mehr die deutsche Mittel- und Unterschicht durch Realeinkommensverluste bzw. höhere Steuern zahlen
Das der ESM zugleich die völlige Aushöhlung des Budgetvorbehalts des Bundestags bedeutet und damit de facto die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie bedeutet und den Gang in die fiskalische Planwirtschaft mit sich bringt, in dessen Verlauf weite Gebiete Europas zum subventionsgespeisten Korruptionsparadies nach Art des italienischen Mezzogiorno herabsinken werden, wird von der deutschen "Elite", d.h. dem politisch-medialen Komplex in Berlin billigend in Kauf genommen.
Die Eurokrise hat das Potential, die Demokratie in Europa um bald 200 Jahre zurückzuwerfen. Hier droht ein supranationales, illiberales, antidemokratisches Gebilde zu entstehen, dass in manchem an Metternichs Europa des Vormärz erinnert.
Deshalb, Mitbürger,handeln! Der Grungesetzartikel 20 mahnt uns zur
Tat! - #164 01.02.2012 19:04 von
nene
.......
Na, da sei dann mal unser erfolgreicher Verfassungsschutz davor, der ja schon in Stasi-Manier die einzige politische Gruppierung überwacht, die es noch wagt, linde Alternativen ins Gespräch zu bringen.
Wirtschaft und Politik sind zu einem Schneeballsystem verkommen, bei dem ganz weniger Gewinner gibt und die große Masse, die dafür aufzukommen hat. Was sich auch an der "Krisenbewältigung" zeigt, bei der just jene tätig werden, die für das Entstehen des ganzen Schlamassels veranstwortlich waren und sind.
rabenkräheGeändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
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