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Schuldenkrise: Euro-Retter kämpfen gegen die Gipfel-Blamage

Ein deutscher Teddy für Sarkozys Töchterchen, das war's an Streicheleinheiten in Brüssel: In einem wahren Gipfelmarathon wollen die Euro-Retter unter Führung von Angela Merkel das Griechenland-Problem endlich lösen. Doch die Halbzeitbilanz fällt ernüchternd aus - es liegt nun an den Banken.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...793507,00.html
  1. #250

    Aber

    Zitat von dunnhaupt Beitrag anzeigen
    Wer 50 Jahre lang über seine Verhältnisse lebt und seine prekäre Finanzlage zu verdrängen sucht, der bekommt am Ende eine dicke Rechnung.
    ein Land mit einer derart prekären Finanzlage wie Deutschland kann doch diese Rechnung nicht zahlen. Und darauf, daß Deutschland zahlt ist doch der ganze Euro aufgebaut.

    Wie also wird die Chose enden? Die weisen Väter des Euro haben da wirklich ihr Meisterstück abgeliefert und alle die jetzt noch retten wollen, was nicht mehr zu retten ist, beweisen mindestens ähnliche Kompetenz.
  2. #251

    Inflation vs. Teuerung

    Zitat von Phoeni Beitrag anzeigen
    Ich würde sicher nicht soweit gehen zu behaupten, das auch hier die Bilderberger und wie sie alle heißen am rumwurschteln sind...
    .....


    Schlußendlich ist der Preis das Resultat aus der Verteuerung des Herstellungsprozesses und nichts weiter. Was soll mir der technische Fortschritt hier helfen, wenn ich trotzdem statt damals 20.000 DM nun 25.000 Euro hinlegen muss?
    Na ja, die Bilderberger sind in den Augen mancher Kommentatoren ja so ein Art Weltregierung des Bösen, aber nun ja, wie Einstein schon sagte, das Universum und die menschliche Dummheit sind eben unendlich…

    In dem hier diskutierten Zusammenhang ist mir der Unterschied zwischen de nBegriffen „Teuerungsrate“ und „Inflation“ unklar. In der monetären Ökonomie, so z.B. der Quantitätsgleichung, wird nur der Begriff Inflation im Sinne von Geldmengensteigerung verwendet aber dies ist eine andere Aussage, die sich auf gesamtwirtschaftliche Größen bezieht.

    Natürlich nimmt der von Destatis ermittelte Preisindex nicht in Anspruch eine Aussage zu einzelnen Individuen zu treffen, sondern ermittelt die Preissteigerung nur für den Durchschnittsmenschen bzw. Durchschnittsfamilie. Der zugrunde gelegte Warenkorb bzw. seine Gewichtung kann eben durch noch so gute statistische Verfahren nur Durchschnittswerte abbilden.

    Bei Ihre Beispiel der Fernreisen, verstehe ich nicht, daß diese anderes gewichtet werden, wenn sie billiger werden. Dies dürfte erst mal ohne Einfluß sein, solange nicht der Bürger mehr dieser Reisen nachfragt und sich damit seine Konsumgewohnheiten ändern. Bei Güter mit einer hohen Preiselastizität mag dies zutreffen, ob Fernreisen dazu gehören weiss ich nicht

    Bei der Frage der Berücksichtigung des technischen Fortschritts, würde ich differenzieren. Natürlich können Sie heute keinen VW Golf von 1990 kaufen aber genauso klar ist, daß der Golf 2011 mit dem Originalprodukt nicht mehr zu vergleichen ist. In diesem konkreten Beispiel können Sie dem Golf 1990 aber einem Dacia 2011 gegenüberstellen und kommen dann zu einer Aussage, was nun Preissteigerung und was Produktveränderung war.
    Der Preis ist allerdings nicht nur eine Funktion der Verteuerung des Herstellungsprozesses (der übrigens sehr häufig einfacher und auch billiger geworden ist!) sondern auch dafür, daß Sie mehr Waren bekommen (im Beispiel: ABS; EBS Airbags, Klimaanlage, Navigationssystem, größerer Innenraum etc.)
    Warum sollen diese Produkte nicht im Preisindex berücksichtigt werden?

    Es mag allerdings Warengruppen geben, wo diese Differenzierung schwieriger ist, weil es tatsächlich kein dem Produkt 1990 vergleichsbares Produkt 2011 mehr gibt, obwohl mir z.Z. nichts dazu einfällt
  3. #252

    Der Kaiser outet sich

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Da ich ein kategorischer Gegner von Volksbefragungen bin ...
    Als Kaiser Marc Aurel verklärt man sicher gern das eigene edle Urteil gegenüber dem unwissenden Volk, das gefälligst arbeiten, Steuern zahlen und ansonsten Ruhe geben soll.

    Als Philosophenkaiser darf ich Sie fragen, ob es nicht Ausdruck einer gewissen Irrationalität der Politik ist, wenn man eine "starke" Eurozone schaffen will, aber mit festen Wechselkursen, Transferzahlungen und Rückbau des Wettbewerbs progressiv die Gesamtwirtschaftsleistung der Zone reduziert?
  4. #253

    das dicke Ende klopft schon an die Tür

    Zitat von berpoc Beitrag anzeigen
    (...) Ein Gutteil der Vereinigungskosten wurde von der Rentenkasse bezahlt. Aus dieser werden zudem die Ex-DDR-Rentner bedient, obwohl nie eingezahlt.
    Zitat von ofelas Beitrag anzeigen
    Aus welchen Kassen wurden die Millionen von Spaetaussiedlern bezahlt, deren Rentenansprueche uebernommen wurden, aus nur einen bruchteil der Eingliederungshilfen ausmacht. Unsere Politker haben saemtliche Sozialkassen jahrelang ausgepluendert. Deutschland 2032: eine riesige Welle an Beamten die Pensioniert werden, fuehrt dazu das Landes- und Bundeshaushalt fast die haelfte aller Einnahmen fuer pensionen aufbringen muss
    Soweit ich weiß, werden bereits ab 2015 90 mrd. p.a. fällig. Bis 2032 brauchen wir vermutlich gar nicht mehr warten.
  5. #254

    vom Verdienst der EU um den Wettbewerb

    Zitat von lucrecio2 Beitrag anzeigen
    Als Kaiser Marc Aurel verklärt man sicher gern das eigene edle Urteil gegenüber dem unwissenden Volk, das gefälligst arbeiten, Steuern zahlen und ansonsten Ruhe geben soll.

    Als Philosophenkaiser darf ich Sie fragen, ob es nicht Ausdruck einer gewissen Irrationalität der Politik ist, wenn man eine "starke" Eurozone schaffen will, aber mit festen Wechselkursen, Transferzahlungen und Rückbau des Wettbewerbs progressiv die Gesamtwirtschaftsleistung der Zone reduziert?
    Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich nicht als "Philosophenkaiser" bezeichen würden, Philosoph genügt völlig.

    Nur weil ich gegen Volksabstimmungen bin, schätzen Sie mich so ein?

    Die Väter unsere Verfasung waren der gelichen Ansicht. Die Rechtsprechung des BVerfg zeugt davon das man dis auch so sieht. Wenn Sie ein Staatsrechtslehrbuch in die Hand nehmen, werden Sie sehen das auch die Lehre der gleichen Ansicht ist

    Sind dei alle radikal und stellen sich über das Volk?

    Zu Ihrer Frage, ja ich will ein starkes und vor allem vereintes Europa (nicht Eurozone) und akzeptiere, daß hierfür auch Transferzahlungen nötig sind wie sie ja auch in Deutschland und auch in Europa in den letzen 50 Jahren geflossen sind.

    Ich besteite aber, daß dies eine Reduzierung des Wettbewerbs und der Wirtschaftsleiszung zur Folge hätte.

    Dies zeigen die Ergbnisse der Strukturförderung der letzen JAhrzehnte, viel Regionen in der EU haben sich hervorragend entwickelt und der Wettbewerb in den meisten Branchen ist stark wie nie


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