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Schuldenkrise: Es ist Zeit für einen neuen Kapitalismus

DPADie Unsicherheit an den Finanzmärkten ist zurück - und zeigt vor allem eins: Immer mehr billiges Geld in die Wirtschaft zu pumpen ist keine Lösung. Europa muss endlich einen Ausweg aus der selbstgestellten Falle finden. Ein Plädoyer für einen neuen Kapitalismus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827853,00.html
  1. #80

    bhayes

    Zitat von MasterMind Beitrag anzeigen
    Sehr schöner Beitrag. Muss ich in allen Punkten zustimmen

    Ob allerdings Innovationen unser System retten können ist fraglich. Was soll der Mensch denn noch alles produzieren und konsumieren? Es ist ja nicht so, dass es uns an irgendwas wirklich mangelt.

    @bhayes

    Was hat der ESM mit dem Artikel zu tun? Das unser Finanzsystem ein paar krasse Fehler aufweist, ist jedem bekannt. Aber selbst wenn es diese Fehler nicht hätte, würden wir vor den selben Problemen stehen. Vlt. noch nicht heute, aber irgendwann schon. Denn der Finanzsektor hat sich doch vor allem so entwickelt, weil es in der Realwirtschaft kaum noch etwas zu verdienen gibt. Bzw. nur mit viel Aufwand. Sie dürfen nicht vergessen, dass wir alle oftmals Teil dieses Systems sind.
    hat es durchschaut....das sind keine krassen Fehler...das ist Sodom und Gomorrah....und jetzt zur Salzsäule zu erstarren, weil Sie jet zt erst die Konsequenzen langsam ahnen können hilft nichts.....das Geld ist geklaut , die Schulden werden per Polizeistaat bzw. ESM eingetrieben, die letzte demokratische Rettung sind die Piraten.
    Wenn kein öffentlicher Aufschrei den Regierenden in den Arm fällt und wenigstens mal das Wort Wirtschaftsverbrechertribunal so langsam auch im SPON kursiert, werden sie einfach so weitermachen und mit dem Schuldenturmbau zu Babel einen alternativlosen Bürgerkrieg in Europa provozieren.....eine Monetative muss her.
  2. #81

    Zitat von Ha.Maulwurf Beitrag anzeigen
    Tja, da zeigt sich wieder die große Lebenslüge der Kapitalisten: Es gibt kein endloses Wachstum.
    Na und? Deshalb bedarf es ja auch immer mal wieder einer Währungsreform nach ein paar Jahrhunderten oder Jahrzehnten. Mit selbstinszenierten Finanzkrisen weitaus früher ...
    So what?
  3. #82

    geheimtipp? - garantiert sicher?

    Zitat von denkdochmalmit Beitrag anzeigen
    ... Ich hoffe, sie haben sich informiert, um wenigstens ein paar Kröten über die Zeitenwende zu retten.
    Viele werden mit Tränen in den Augen dastehen und jammern "alle haben uns belogen"... aber das stimmt nicht, alle Informationen waren jederzeit für jeden verfügbar!
    genau, und es ist auch jedes "normalen" volksschulgebildeten rechtschaffenden mitmenschen eigene schuld, wenn er keinen durchblick hat - er könnte ja seine gesamte freizeit mit dem studium des wirtschafts- und finanzteils der einschlägigen publikationen verbringen.
    da erfährt er nämlich jederzeit ganz, ganz genau, was zu tun ist - wetten?

    verraten sie uns, wie sie ihre paar kröten über die zeitenwende retten?
  4. #83

    ... hat seit 1985 die Maximierung der menschlichen Fähigkeiten hin auf 'Heitere Erleuchtung für alle' zum politischen Ziel erhoben - und das evolutionsprozess-theoriegestützt.

    Vorher muß nur noch der 2%Wachstumszwang-Kapitalismus mittels ' KREATIV-Lohn statt Flächentariflohnerhöhungen' der Großgewerkschaften entsorgt werden. Das ist ein dominomächtiger Selbstläufer.

    Alles Große ist genial einfach. Alle Stabilitäts- und Ressourcheneffizienz- und Stlandortkonkurrenz-Ziele der EURO-Zone, der Industriestaaten und der aufstrebenden Volkwirtschaften werden damit malximal erreicht. Es wird ein Windhundrennen der KREATIVEN Parteien in allen Demokratien geben. Herr Müller hat den richtigen Beitrag formuliert.
  5. #84

    ja, die Vereinigten Staaten von Europa...

    Zitat von JohnBlank Beitrag anzeigen
    Spiegel und deren Autor können es nicht lassen, von den Vereinigten Staaten von Europa zu sprechen. Amerika ist das Vorbild.

    Was man natürlich nicht erwähnt, ist, dass die USA z.B. einem Pleitestaat wie Kalifornien keine Geldhilfen zur Verfügung stellt. Ein massiver Punkt, den Euro-Träumer gerne beiseite schieben.

    Euro-Bonds in 10 Jahren, wenn alle bewiesen haben, dass man Gesetze einhält, kein Problem. Aber Euro-Bonds/Projekt-Bonds/uneingeschränkte Transferunion darf es nicht geben, nicht zum heutigen Zeitpunkt und erst recht nicht mit Griechenland!!!!!!

    Und es ist der Euro (ich bin pro Euro), der aktuell diese "kaputte Marktwirschaft" mit Pleitebanken am Leben hält, zur Zeit bei spanischen Schrottbanken, die eigentlich in die Insolvenz gehören. Aber solche Sachen wollen Euro-Träumer auch nicht zur Kenntnis nehmen, schade.

    So werde ich die Piraten wählen. Wer nicht hören will, muss und WIRD fühlen (bei den Wahlen).
    ...werden nichts loesen, da gebe ich Ihnen Recht. Allerdings komme ich genau auf den gegenteiligen Schluss (ich bin gegen den Euro) - ohne den Euro waeren die Laender lanegst pleite und waeren gezwungen gewesen, ihren "Saustall" auszumisten. Mit dem Euro zoegert sich diese Pleite unnoetig heraus und ziehen andere Laender mit hinein. Es gibt eigentlich kein Argument fuer den Euro, dazu gibt es genug Begruendungen, die ich hier nicht wiederholen moechte. Fuer die Vereinigten Staaten von Europa gibt es keine Begruendung, zumindest hat mir bis heute niemand eine genannt.
  6. #85

    ... werden die politische Trägergruppe sein, die den derzeitigen KAPITALSTOCK-Maximierungs-Kapitalismus überwinden wird. Wir haben seit 1985 die Maximierung der menschlichen Fähigkeiten hin auf 'Heitere Erleuchtung für alle' zum politischen Ziel erhoben - und das evolutionsprozess-theoriegestützt. Wir exekutieren die Macht-Nr.1 im Evolutionsprozess, die als KREATIVITÄT oder als Ordnung-des-KREATIVEN-Evolutionspfades benannte werden kann. Christen nennen es den Willen Gottes im Reich Gottes.

    Vorher muß nur noch der 2%Wachstumszwang-Kapitalismus mittels ' KREATIV-Lohn statt Flächentariflohnerhöhungen' der Großgewerkschaften entsorgt werden. Das ist ein dominomächtiger Selbstläufer.

    Alles Große ist genial einfach. Alle Stabilitäts- und Ressourcheneffizienz- und Stlandortkonkurrenz-Ziele der EURO-Zone, der Industriestaaten und der aufstrebenden Volkwirtschaften werden damit malximal erreicht. Es wird ein Windhundrennen der KREATIVEN Parteien in allen Demokratien geben. Herr Müller hat die evolutionär anstehenden Gedanken zur derzeitigen Systemkrise des 2%Kapitalismus formuliert.
  7. #86

    Denke ich nicht. :-)

    Zitat von kurtwied3 Beitrag anzeigen
    "Dementsprechend müssen sich Unternehmen und ganze Volkswirtschaften organisieren: Bildung, Kultur, kreative Freiräume - Humankapitalismus statt Finanzkapitalismus."

    Nein, Danke ... man muss keine Freiräume "organisieren". Der Grund der Krise ist, das zuviel "organisiert" wurde.

    Man bräuchte kein Geld irgendwo "hinpumpen", wenn die Staaten nicht ständig Schulden machen würden -und jedes Jahr auf die Schulden neue Schulden.
    Es ist bestimmt kein marktwirschaftlicher/Kapitalistischer Gedanke, immer neue Subventionen, Rettung und Wohltaten zu versprechen und damit Wählerstimmen für die nächste Legislaturperiode zu kaufen.

    Das ist Staatsozialismus - indem Preise festgelegt werden.
    In der DDR wurde z.B. auch gesagt, was Wohnraum kosten darf - was Lebensmittel kosten dürfen ... Wie die Häuser aussahen weiß man ja. Und auch über die Qualität der Lebensmittel ... und die Verwerfungen, dass dann die Karpfenteiche mit subventionierte Brot befüttert wurden, weil Getreide TEURER war ...
    Solche Verwerfungen gibt es nur durch den Eingriff.
    Gut gemeint, ist nicht gut gemacht - es muss am Ende erwirtschaftet werden und das ist ein hoch demokratischer Prozess - nämlich, dass Preise sich durch die Nachfrage bilden, also nach dem Wunsch und Bedürfnis der Menschen richten und nicht nach Ideen von Politikern (EEG Subventionen, Bio-Benzin-Subventionen etc.)
    Das Problem ist im system.
    Geld existiert durch leihen und die zurückgeforderte Menge seitens der Banken ist immer 'geliehenes Geld' + Zinsen. Da Geld = 'geliehenes Geld' ist, gibt es die Zinsen nicht. Bei 2 % Zinsen wären ohne Zinsenszins die existierende Geldmenge innerhalb 50 Jahre wieder an die Bank gegangen. Als Zins.

    Die Schuld würde jedoch immer noch bestehen.

    Darum muss die Geldmenge wachsen. Damit das Geld nicht zu schnell wieder in der Bank verschwindet. Macht sich nämlich nicht gut, wenn es kaum Geld und viele Schulden gibt.

    Naja, dafür etwas anderem die Schuld in die Schuhe schieben als dem Kapitalismus ist doch etwas sehr fragwürdig.

    Falls sie mir folgen können.
  8. #87

    Aber aber

    Zitat von der_pirat Beitrag anzeigen
    wäre das Geld nichts mehr wert. Ebenso Lebensversicherungen, Riester-Renten und sonstige Kapitalanlagen.

    Den "run" auf die geschäfte kann ich mir gut vorstellen. Wer hat denn mehr Lebensmittel als für eine Woche? Und gehen die Leute arbeiten, wenn sie keinen Lohn bekommen (Strom, Polizei...)?

    Das Chaos können Sie sich gar nicht ausmalen. Und genau DAS ist der Grund, warum Zeit gekauft wird.
    und dann?....wieviel Zeit brauchen Sie noch für Ihre Henkersmahlzeit?

    Like to eat cake?

    Das Geld ist nicht weg, es haben nur die, die den Kettenbrief betreiben bzw. vorne sitzen......und da können wir schon einiges zurückholen, selbst auf den Caymans und zukünftig die Gedlschöpfung unter demokratische Obhut nehmen.
    Lassen Sie uns es mal versuchen....bevor es zu spät ist.

    Wenigstens erkennen langsam einige das das System absolut fertig hat.

    An die Kanonen
  9. #88

    testthewest

    Ebenso ist ihnen egal was aus mir wird, sie kennen mich nicht einmal


    Sind Sie da so sicher?

    Mir ist das gar nicht so egal was mit Ihnen wird. Es geht mir nicht nur
    um Ihnen sondern auch um alle Mitmenschen in unserem Weltsystem
    die ich aufrütteln will gegen dem ungerechtem derzeitigem Geldsystem (Verteilung der Vermögen von den Vielen da Unten
    zu den Wenigen da Oben) aufzuklären damit sie sich mit aller
    Kraft was sie noch haben dagegen zu Wehr setzten können.

    Bei Ihrer Ansicht kann ich nur den wenige Geldeliten gratulieren

    Sie haben es vollbracht nach dem Motto:

    Hurra wir haben uns unsere Geldsklaven so hingebogen das
    sie ohne zu murren führ unserem super Leben weiterhin
    sich abrackern ohne zu merken das sie eigentlich die Dummen sind.
  10. #89

    Zukunft

    Zitat von bhayes Beitrag anzeigen
    Herr Müller hat offensichtlich NICHTS verstanden. Das ist kein "Kapitalismus", sondern wir haben hier ein Ausbeutungssyndikat bestehend aus dem funktionärsfeudalistischem Komplex mit den Parteien im Zentrum und der Finanzbranche. Die Parteikader haben illegale Gesetze geschaffen, die der Finanzbranche de facto das Gelddrucken erlauben, was diese weidlich überausgenutzt haben und weiterhin ausnutzen. Sie haben u.a. ein leistungsloses Einkommen durch den "Kauf" von Staatsanleihen erzielt, deren Gewinne vom Steuerzahler garantiert wurden; alles von den Parteifunktionären erzwungen.
    Das alles hat mit der Wirtschaft der freien Menschen (Marktwirtschaft, im Englischen "Capitalism") NICHTS zu tun, gar nichts. Denn dort gibt es kein aufgezwungenes, diebstahlsorientiertes Geldsystem, dort gibt es keine Haftung für fremde Schulden, dort kann niemand Geld drucken.
    Wir müssen diese kriminelle Machenschaften unbedingt stoppen, siehe die Initiative "Stop ESM" des Bundes der Steuerzahler Bayern (Unterzeichner :: Stop-ESM.org).
    Denn wenn es das Ausbeutungssyndikat erst einmal geschafft hat, diese kriminelle ESM-Bank zu gründen, dann sind wir erledigt, dann können die stehlen bis zum Umfallen.
    Volle Zustimmung! Das marktwirtschaftliche System hat funktioniert, so, wie es in Westdeutschland als "Rheinischer Kapitalismus" oder in den USA in "New Deal"-Zeiten existiert hat (bis in die 60er/70er Jahre). Krankhaftes Effizienzstreben, globalisierter Konkurrenzdruck und dann - als Todesstoß - die Herrschaft des Finanzwesens über die Realwirtschaft. Jetzt steht man vor einem Haufen Papiergeld, der Zinsen verlangt.

    Die im Artikel artikulierte Idee einer menschlichen, bedürfnisorientierten Marktwirtschaft ist ja vom Grundsatz her richtig. Doch welche Politiker sollen denn das erringen? Eine lächerliche Transaktionssteuer lässt die scheitern; zehn Prozent hätten vielleicht dem Finanzirrsinn ein Ende bereitet. Realistischer ist ein Weiterwursteln mit gelegentlichen Bankrotten. Die Zentralbank als zahnloser Tiger, ihr Pulver verschossen - soll sie noch mal fünftausend Milliarden drucken? (Für "Komiker": British Museum - Highlight image)

    Bekommen wir ein Zurück zu einem deutschen oder einem Nord-Euro-System, oder versinken wir in einer langandauernden Wirtschafts-Depression? Kann der Schein der Buchgelder, die eigentlich weg sind, aufrechterhalten werden? Der Kaiser ohne Kleider jeden Monat weiterwursteln? Oder kommt das Wunder, die Wirtschaft wächst europaweit um 10% pro Jahr, alle Schulden werden getilgt und die europäische Menschheit tritt in ein Zeitalter des Wohlstands ein, wie es die Menschheit noch nicht erlebt hat? Jeder hat einen Mercedes, vergoldete Wasserhähne, bei 20-Stunden-Woche? Ach, wenn man das wüsste!


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