das eigentlich frustrierende ist ja, daß die Ganoven wieder ungeschoren davonkommen, dabei sollten alle Beteiligten der Finanzindustrie mit lebenslänglicher Haft bestraft werden.
DPADie Unsicherheit an den Finanzmärkten ist zurück - und zeigt vor allem eins: Immer mehr billiges Geld in die Wirtschaft zu pumpen ist keine Lösung. Europa muss endlich einen Ausweg aus der selbstgestellten Falle finden. Ein Plädoyer für einen neuen Kapitalismus.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827853,00.html
das eigentlich frustrierende ist ja, daß die Ganoven wieder ungeschoren davonkommen, dabei sollten alle Beteiligten der Finanzindustrie mit lebenslänglicher Haft bestraft werden.
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, die Krisen, Blasen und Exzesse des Kapitalimus' als fehlerhafte Ausnahmen zu verstehen. Krisen sind ein notwendiges Übel des kapitalistischen Geldsystems, von der Tulpenkrise im 17. Jahrhundert und dem Südseeschwindel im 18. Jahrhundert bis zu den Spekualtionsblasen der Neuzeit.
Letztlich wird auf dem Papier im Kapitalismus langfristig immer mehr Wohlstand erzeugt, als an realen Gütern geschaffen wird, eine notwendige Folge des Zinseszinseffektes. Wer zum Schluss die Forderungen, Anteilsscheine oder Schuldtitel hat, wenn die Blase platzt, der guckt eben in die Röhre.
Momentan spielen die Staaten noch ein bisschen Schwarzer Peter mit den Investoren, aber irgendwann kommt ein harter Schuldenschnitt.
Das war schon immer so. Warum sollte es diesmal anders sein?
Es wird Zeit einzugestehen das unser Elite- und Politsystem auf ganzer Linie versagt hat.Die Logische Konsequenz ist die stärkere Beteiligung der Wähler an den Entscheidungen.Der erste Schritt wäre die Verfassung zu ändern, damit die Bevölkerung über den ESM entscheiden kann.Alles andere ist Verfassungswidrig und Verfassungsbruch.Auch Vorzeitige Neuwahlen sind geboten da dieser Bundestag und Regierung keine Akzeptierte Mehrheit mehr in der Bevölkerung besitzt.Zuerst das Land dann die Partei.
Nun, wie schön, daß "das Modell auf dem Prüfstand" sei. Ich denke, man geht nicht zuweit, wenn man dagegen einwendet, daß man doch a bissl weiter ist.
Denn das Modell ist nicht auf dem Prüfstand, es braucht auch keinen "neuen Kapitalismus". Das System hat versagt, nicht nur ethisch (das schon seit 150 Jahren), sondern jetzt und zunehmend auch ganz praktisch.
Von "Prüfstand", "Modell" und "give it a new try" kann meines Erachtens auch keine Rede mehr sein, es sei denn man will sich nun darauf verlegen, "das Modell" schönzureden à la Honecker 1988 mit seinem "Sozialismus in den Farben der DDR", was ja ebenfalls nichts anderes besagte, als daß die Grundannahmen stimmen, man sich jetzt nur ein bißchen von den Irrungen der Hegemonialmacht lösen müsse und a bissl mehr auf seinen eigenen "vernünftigen" Weg zurückkommen müsse.
Nonsens.
Das System, oder "Modell", wie Sie es nennen, ist kläglich gescheitert, hat nicht nur weltweit immer wieder zu Krieg, Hunger, Ausbeutung, Ressourcenvernichtung, Verarmung und schamloser Bereicherung Weniger geführt, sondern auch eine unbehauste Jugend in Europa ohne Perspektive und mit einem unfaßbaren Schuldenberg ins Leben gesetzt. Ich glaube, dem Autor ist überhaupt nicht klar, welche Wut in den Jahrgängen ab '75 vorherrscht. In Spanien und Griechenland ist das offensichtlich, von England weiß man, von den USA und Japan ahnt man es. Aber auch im vermeintlichen "Krisenweltmeister" Deutschland findet sich eine junge Erwachsenengeneration, die lieber eine Fahrt auf der "Costa Concordia" entlang der Klippen unternähme, als auf dieses "Modell" noch einen Pfifferling zu setzen - oder gar an eine Erneuerung zu glauben, wie es der Titel suggeriert. Game Over, old Folks.
Es ist eine Frage von Monaten, allenfalls Jahren, bis die Jugend dieses ach so schöne "Modell" , das doch nur noch von einer Menge Altherren-Speichel zusammengehalten wird, auseinandernimmt. Darauf wette ich mit Ihnen ein Börsenportfolio. Die Wut wächst nicht mehr. Die Wut der Jugend Europas brodelt auf einem konstant sehr hohen Niveau. Ohne Einkommen in 1000 und einem Praktikum, ohne Land, unbehaust, und abgeschmeichelt wurde die Jugend verarscht und in "Trainee-Programme" verklappt. Mit besten Wünschen der überalterten Elite. "Fuck you all!"
Erneuerung?
Dieses lecke Schiff versinkt gerade. Und das ist auch gut so.
Freundschaft, Herr Kapität Müller, aber ich denke, daß Sie vor lauter Mindmapping das Meer nicht mehr im Blick haben.
"Land voraus", mein Lieber.
Stop ESM :: Stop-ESM.org
Soviel zum Thema "Schuldenkrise", die in Wirklichkeit eine "Schuldennormalität" ist.
Eine Krise würde für die Finanz-Eliten bedeuten, wenn Staaten sich nicht verschulden würden.
Die Euro-"Krise" ist in diesem Sinne ein Erntedankfest für sie.
Setzen Sie deshalb ein Zeichen...
Das sich der aktuelle Kapitalismus ein Stück neu erfinden muss, um die Einbahnstraße in Sachen Schuldenkrise zu verlassen, glaube ich auch.
Das Problem scheint mir aber zu sein, dass niemand so genau weiß wie der aktuelle Kapitalismus überhaupt funktioniert und wie man seine Komplexität durch die freie Marktmacht in den Griff bekommt.
Ich denke zunächst müsste man folgende Frage beantworten:
Was ist der gemeinsame Nenner bei den unterschiedlichen Definitionen des Kapitalismus-Begriffs? - Krise
..und nicht nur die Probleme des Kapitalismus, sondern auch die Regeln eines Journalismus, der sich deklassieren und isolieren würde, wenn er sich der gleichen emotionalisierenden und wutschnaubenden Worte bedienen würde wie Sie in ihrem Kommentar.
Es gab und gibt viele Momente, in denen auch mich die Nachrichtenlage gedanklich zu gleichartig wütenden Formulierungen provoziert. Dann hört sich das nicht anderes oder noch radikaler an als wie bei Ihnen. Aber diese Gedanken eignen sich nicht für eine öffentlich Disskussion.
Ich finde auch nicht, dass man den Verfasser des Artikels als inkompetent beleidigen muss, nur weil er sich etwas "milder" ausgedrückt hat.
Zweischneidig wie das Leben selbst,
schneidig managen wir
Autohumankapital
Humanautoresourcemanagement
die Philosophie beschreibt den Weg
Das Leben ist spannend
man lernt ganz ganz viel
spricht Sprachen
doch keiner hört zu
es sei den
man hat gewonnen
Ein Hoch auf des Lebens goldene Wonnen
wäre das Geld nichts mehr wert. Ebenso Lebensversicherungen, Riester-Renten und sonstige Kapitalanlagen.
Den "run" auf die geschäfte kann ich mir gut vorstellen. Wer hat denn mehr Lebensmittel als für eine Woche? Und gehen die Leute arbeiten, wenn sie keinen Lohn bekommen (Strom, Polizei...)?
Das Chaos können Sie sich gar nicht ausmalen. Und genau DAS ist der Grund, warum Zeit gekauft wird.
... grundsätzlich richtig aber wir sind am Ende NICHT erledigt, sondern das SYSTEM. Sie drucken wertloses Geld und das wird nicht lange gutgehen . Erst wenn das SYSTEM zusammenbricht, sind genügend Menschen bereit für Änderungen . Vorher geht leider nichts, da nur wenige die Zusammenhänge ünerblicken. Aber bis dahin, immer mit der Ruhe abwarten, der Tag kommt !!!