Forum: Blogs
Schuldenkrise: Es ist Zeit für einen neuen Kapitalismus
DPADie Unsicherheit an den Finanzmärkten ist zurück - und zeigt vor allem eins: Immer mehr billiges Geld in die Wirtschaft zu pumpen ist keine Lösung. Europa muss endlich einen Ausweg aus der selbstgestellten Falle finden. Ein Plädoyer für einen neuen Kapitalismus.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827853,00.html
- #160 17.04.2012 10:43 von
davon gibt´s schon mehr als genug. das geht bestimmt wieder schief.
im prinzip reicht die uralte gewißheit, dass man nicht mehr ausgeben kann als man hat.
ein staat ist nicht dazu da, gewinn zu machen. darum kann er auch keine gewinnbeteiligungen zb zinsen aufbringen.
er schafft ja noch nicht einmal die tilgung von schulden.
davon gibt es jetzt so viel, dass es richtig bitter wird.
bei dem ganzen schaulaufen, das jetzt aufgeführt wird, geht es ausschliesslich darum, wer am schluss der dümmste ist.
das dümmste volk europas sind nun mal wir. darum immer her mit den miesen! - #161 17.04.2012 10:44 von
Vorschlag
Richtig! - Danke für den Hinweis, denn manchmal verrennt man sich gedanklich und merkt nicht, dass man zurück läuft.
Mal auf die Schnelle ein Vorschlag: Austritt aus dem Euro, D-Mark einführen, Zentralbank in jetziger Form abschaffen, aktive Geldschöpfung ausschließlich beim Staat, Höhe des in Umlauf befindlichen Geldes richtet sich nach dem BIP. - #162 17.04.2012 11:10 von
Glauben Sie daran?
Wieso glauben Sie an die Einsicht von Politikern von CDU/FDP/SPD/Geuene die doch an dem System mitprofitiert haben und mitkonzipiert haben, was Sie fordern bedeutet nichts anderes, als das die, die von den ganzen Verbriefungen und Optionen lange verdient haben und letztlich durch Steuer Mrd gerettet wurden jetzt freiwillig ihren Reichtum opfern. Die sind aber so bloed und warten lieber solange bis die Sache in einem Blutvergiessen endet. Es wird einfach so kommen wie es Marx vorhergesagt hat, es wird eine Revolution geben, mur was danach kommt weiss keiner. Wahrscheinlich gibt dann wieder so Wendehaelse wie unsere Kanzlerin, die hat ja auch in der DDR als Studierte priviligiert gelebt und wird auch dem entsprechende Systembekenntnisse abgegeben haben. Zimdest waere es mir neu, dass man Kritiker oder Neutrale in der DDR befoerdert haette.
- #163 17.04.2012 11:15 von
alt.
Seit Beginn der Finanzkrise 2008 liegt die europäische Öffentlichkeit unter ideologischem Dauerbeschuss: die Krise sei der Marktwirtschaft inhärent, sie sei durch einen ungezügelten Kapitalismus verursacht und durch die Gier des Finanzsektors verschlimmert. Das Ende der Marktwirtschaft sei gekommen, ein starker Staat müsse den Markt und seine Auswüchse endlich zähmen.
Ein Blick in die Geschichte genügt, um festzustellen, wie sehr sich die Bilder gleichen.
Fast genau dieselben Vorwürfe wurden um 1929 herum erhoben, vor allem, dass kein Ökonom die Krise habe kommen sehen, die Ökonomie also versagt habe.
Das war damals so falsch , wie es heute ist. Sehr wohl haben die Vertreter der „Wiener Schule der Ökonomie“ in den Jahren vor 1929 gewarnt. Sie haben die Weltfinanzkrise im voraus beschrieben. Auf diese Ökonomen wurde damals ebenso wenig gehört, wie auf die Ökonomen heute, die seit Jahren, ja Jahrzehnten vor den Folgen einer ungehemmten Schuldenpolitik, wie sie sich in den westeuropäischen Staaten seit Beginn der 70er Jahre entwickelt, warnen. - #164 17.04.2012 11:16 von
- #165 17.04.2012 11:17 von
Die Finanzkrise wurde v.a. durch planwirtschaftaftliche Aktivitäten verursacht
Natürlich braucht der Markt Regeln und einen Staat, der sicherstellt. dass diese eingehalten werden. Und sicherlich waren die Regeln teilweise nicht ausreichend oder falsch (zu geringe EK-Quoten der Banken, zu wenig Transparenz bei Derivaten, das gesamten Ratingagentur-Konzept ... )
Der entscheidende Faktor für die Finanzkrise war aber ein zu viel an Liquidität und eine zu hohe Staatsverschuldung. Beides sind Ergebnisse des Glaubens, dass öffentliche Institutionen steuernd in den Wirtschaftskreislauf eingreifen müssten. Das waren planwirtschaftliche Maßnahmen, die der Idee einer möglichst freien Marktwirtschaft zuwider laufen und haben zu übermäßigem Konsum und Fehlinvestments geführt. Leider hat sich dahingehend v.a. die Politik der USA in keiner Weise geändert. - #166 17.04.2012 12:02 von
Nicht die Finanzprodukte sind das Problem
"Kapitalismus ist geil, wenn alle dabei mitspielen".
Niemand darf sich ausklinken, niemand sollte das können.
Das Problem ist die "Macht der Banken", die ihnen zuwächst, weil aberwitzige Geldbeträge "aufgegeben werden", indem sie einfach der Bank überantwortet werden. Das Girokonto im Plus, Termingeld, Festgeld, Banksparbriefe, Bankfandbriefe, ... all die dort aufgeführten Beträge "gehören" der Bank. Sie ist juristisch Eigentümer, mit allen Folgen.
Es gilt also zunächst zu begreifen, dass das Guthaben auf meinem Konto eben nicht "mir gehört". Aber damit haben wir schon ein Problem, mit unendlichen Folgewirkungen.
Das Risiko aus den den Banken so anvertrauten Geldmengen ist letztlich für Banken untragbar. Es bleiben 2 Alternativen: unsere Regierung hat sich zur Garantie, Rettung bis zur Zwangsbeatmung der Banken entschlossen. Geld ist besser gegen Verlust aller Art geschützt als alles Andere.
Richtiger wäre das Gegenteil gewesen: Die Verantwortung zurückgeben auf die Einlagenkunden. Wären wir politisch dazu bereit?
Ich finde es gut, mir CDO-s u. dgl. kaufen zu können! Mit meinem Geld möchte ich machen können, was ich will. Aber der Bank Geld geben, damit die das macht und mich dann mit mickrigen Zinsen abspeist? Das sollte nicht sein dürfen!
Wir brauchen kein Verbot von Finanzprodukten, sondern das Verbot von Banken, im Eigenhandel aus Sparguthaben Risikokapital machen zu dürfen.
Gerade diejenigen mit "mittelgroßen Geldvermögen" zwischen 20.000 und 1.000.000 müssten gezwungen (!) werden die Finanzrisiken selbst zu tragen, statt sie einfach nur den Banken aufzubürden. Wer kein Risiko tragen möchte, müsste, statt mehr Zinsen zu bekommen als der Kleinsparer, hierfür eine "Versicherungsprämie" zahlen müssen! - #167 17.04.2012 12:13 von
Oder auch unter Wissensmanufaktur - Herzlich willkommen bei der Wissensmanufaktur - Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik - Andreas Popp - Rico Albrecht
Durch Heute schauen und die Tageszeitung kommt man leider selten zu diesen Erkenntnissen. Aber der Anfang ist gemacht. - #168 17.04.2012 12:38 von
Ja, sehe ich auch so...
- #169 17.04.2012 12:43 von
Glauben Sie daran?
Wieso glauben Sie an die Einsicht von Politikern von CDU/FDP/SPD/Geuene die doch an dem System mitprofitiert haben und mitkonzipiert haben, was Sie fordern bedeutet nichts anderes, als das die, die von den ganzen Verbriefungen und Optionen lange verdient haben und letztlich durch Steuer Mrd gerettet wurden jetzt freiwillig ihren Reichtum opfern. Die sind aber so bloed und warten lieber solange bis die Sache in einem Blutvergiessen endet. Es wird einfach so kommen wie es Marx vorhergesagt hat, es wird eine Revolution geben, mur was danach kommt weiss keiner. Wahrscheinlich gibt dann wieder so Wendehaelse wie unsere Kanzlerin, die hat ja auch in der DDR als Studierte priviligiert gelebt und wird auch dem entsprechende Systembekenntnisse abgegeben haben. Zimdest waere es mir neu, dass man Kritiker oder Neutrale in der DDR befoerdert haette.
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


