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Schuldenkrise in der Euro-Zone: Banken-Aufseher bangt um Europas Geldkonzerne

Die*Euro-Retter*streiten über den richtigen Kurs: Der Chef der europäischen Bankenaufsicht fordert in einem Brandbrief, angeschlagene Kreditinstitute direkt mit Staatshilfen zu stabilisieren. Damit unterstützt er einen Vorstoß von IWF-Chefin Lagarde. Die Bundesregierung*hält von der Idee*nichts.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...783235,00.html
  1. #310

    Perverses System

    Was mich an dem ganzen System ungemein stört ist, dass man immer gesagt hat, man müsse nicht regulieren, denn der Markt reguliert sich selber. Das war das absolute Mantra des Kapitalismus.
    Mein Problem ist es, dass wir jetzt nicht nur glauben, dass das nicht stimmt, sondern das wir es selber erfahren haben, dass das Bockmist ist, den sich so nur Bankster selber ausgedacht haben können. Wohin diese Selbstregulierung - und bitte, wer reguliert sich schon selber, wenn er nicht muss?! - geführt hat, sehen wir ja jetzt alle.

    Wir hatten nicht den Mut, vielleicht war es auch tatsächlich nicht möglich, den Markt sich selber zu überlassen und dabei Banken sterben zu lassen, was eine absolut logische Konsequenz ihrer drastischer Misswirtschaft gewesen wäre. Dann und nur dann hätte sich der Markt in der Tat selber reguliert, mit möglichweise unabsehbaren Folgen, deren mögliche Entstehung man jahrelang zugelassen hat.
    Das wurde aber dadurch verhindert, dass man Banken jetzt als "systemrelevant" angesehen hat und denen unglaubliche! Summen in den Popo geschoben hat, die wir eigentlich alle nicht haben und die uns in der Zukunft schmerzlich fehlen werden. Wir waren in Deutschland nach vielen vielen Jahren Sparens endlich an dem Punkt, wo wir keine neuen Schulden mehr hätten aufnehmen müssen und endlich hätten anfangen können, unseren eigenen Schuldenberg für das Wohl der nächsten Generationen abzubauen. Und dann kommen diese Zocker und wir dürfen nun alle den Gürtel noch mal enger schnallen um den Arsch von ein paar Tausend raffgierigen Bankstern zu retten. Herzlichen Dank auch dafür!

    Nun hat man also das Grundprinzip "Der Markt reguliert sich selber" ausgehebelt, die daraus folgenden, logische Konsequenz wäre eine verstärkte Regulierung gewesen. Die wurde ja auch nach dem Crash groß von allen Seiten verkündet, einzig bislang passiert ist NICHTS, wir wurden alle nach Strich und Faden verarscht!
    Noch mal im Klartext: Das ganze Spiel kann, darf und wird sich wiederholen, weil sich an den Spielregeln NICHTS geändert hat. Aber: woher soll beim nächsten Mal das Geld kommen? Man sollte nicht glauben, dass die Banken das interessiert oder dass diese nur den geringsten Hauch einer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber verspüren. Die Gesellschaft ist praktisch, wenn man mal wieder billiges Geld braucht oder sich massiv verspekuliert hat, aber ansonsten leben die doch in ihrem Elfenbeinturm mit goldenen Kloschüsseln.

    Unsere Regierungen setzen nun also unseren Wohlstand, unsere Renten, unser Geld aufs Spiel, um Banken, die den Hals nicht voll genug bekommen konnten und die daran hätten ersticken müssen, zu retten. Dabei bleiben die Spielregeln dank Lobbyarbeit, unverändert, es kann also direkt wieder weitergehen, mit der nächsten Zockerrunde.

    Das die Regierungen das Wohl von Millionen Menschen aufs Spiel setzen, um den Bankstern jegliche Verantwortung und Risiko abzunehmen und dabei weder Sicherheiten verlangen noch dringend notwendige Regulierungen einführen, im Endeffekt also ganze Staaten nach der Pfeife einiger weniger "systemrelevanter" tanzen, das ist nur noch eines:
    Pervers.
  2. #311

    ...

    Zitat von heldenmut Beitrag anzeigen
    Falsche Schlußfolgerung: Die Banken sind Opfer, selten Täter. Glauben Sie, dass eine italienische Bank freiwillig Anleihen des italienischen Staates in ihre Bücher nimmt? Viele Banken waren natürlich ......
    Also das die Banken die armen Opfer sind, kann ich nun wirklich wirklich nicht nachvollziehen. Dass die Politiker da ihre Finger drin haben oder umgekehrt, bzw. dass die Politik mit den Banken eine Art Symbiose verbindet, ja.
    Sollen die Politiker zusammen mit ihren Banken untergehen.

    Aber die Banken als Opfer darzustellen, ist doch dreist.
    Fragen sie einen einzigen Bürger, ob er jemals derart viele Banknoten zugesteckt bekam, wie es die Banken bekommen.
    Plus dass man uns auch noch dreist belügt, im Falle von Griechenland beispielsweise, indem man uns vormachen will, die Griechen zu retten. Auch da sind es die Banken.

    Von daher: sowas zu lesen, die Banken wären Opfer, da wird mir fast schon übel.
    Jedes Geschäft birgt seine Risiken. Und wenn mein Geschäft den Bach runter geht, muss ich die Konsequenzen tragen.
    Natürlich sind die Banken systemrelevant. DAS Totschlagargument. Ohne unsere Banken müssen wir alle sterben!!

    Egal, dann sterbe ich lieber, als denen einen Cent in den Hintern zu schieben. Das sind die wahren Sozialschmarotzer. Die saugen das Volk aus wie die Vampire bis wir alle blutleer sind.Und nicht nur das: sie hetzen uns alle gegeneinander auf. Die Griechen sind schuld, die Spanier sind schuld etc. Nein, die Banken und ihre Politikerhunde sind schuldig. Sie haben ihre Völker auf dem Gewissen. Daher haben sie auch dafür gerade zu stehen und den Abgang zu machen.
    Dieses Gemurkse wie derzeit bringt außer Gemurkse nichts weiter hervor.
  3. #312

    Ist noch viel schlimmer...

    Zitat von Prellbock Beitrag anzeigen
    Ihre Aussage stimmt mich nachdenklich, als ob es gewollt wäre das der deutsche Bürger zur Unmündigkeit erzogen wird...
    Wir werden nicht nur zur Unmündigkeit erzogen, sondern wir werden bewusst einseitig informiert. Es gibt kaum Berichte über unsere Nachbarländer und deren Probleme. Das Fernsehen wird bereits seit Jahren zensiert und mache deutschen Filme zeigen ein geschickt gefälschtes Bild der deutschen Wirklichkeit. Da will man, gerade bei ARD und ZDF, die Menschen erziehen und manipulieren. Der Mainstream in Deutschland entfernt sich immer weiter von der Realität.
  4. #313

    Tja!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die*Euro-Retter*streiten über den richtigen Kurs: Der Chef der europäischen Bankenaufsicht fordert in einem Brandbrief, angeschlagene Kreditinstitute direkt mit Staatshilfen zu stabilisieren. Damit unterstützt er einen Vorstoß von IWF-Chefin Lagarde. Die Bundesregierung*hält von der Idee*nichts.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...783235,00.html
    Das haben wir alles Helmut Kohl zu verdanken. Danke!
  5. #314

    Wahlen

    Zitat von graubeer Beitrag anzeigen
    werden. wen muss ich wählen, um das zu erreichen?
    Mit wählen erreichen sie garnix, die Säue wechseln, die Tröge bleiben dieselben.
    Nur der Druck der Strasse kann etwas ändern!
    Was hindert uns daran, zb. Montags auf die Straße zu gehen und Forderungen zu stellen.
    Die ängstlichen können ja erst einmal Montags spazieren gehen,
    Erst mal ohne Transparente.

    J.C. Junker hat mal die Politik so erklärt, wir machen etwas, warten eine Weile und wenn niemand dagegen Protestiert, machen wir es unumkehrbar.
  6. #315

    Andrea Enria's Motivation

    ist in erster Linie ein italienisches Anliegen. Damit ital. Banken auch brav weiterhin italienische Staatsanleihen kaufen.

    Wenn die "Staatsanleihen" das Problem sein sollen, dann muss man sich ja wohl erst sorgen, wenn bei den betroffenen hochverschuldeten Staaten der Zahlungsausfall eintritt.
  7. #316

    ich vertrete die These, daß es in hochindustriellen...

    Zitat von Kirk70 Beitrag anzeigen
    Ich plädiere dann schon eher für die GAU 8. Für die Handtasche die M-134.
    Aber im Ernst, sollte man nicht vorher versuchen Demos zu machen, die nicht mehr zu ignorieren sind? Denn wenn erst einmal alles zusammen bricht, wird es für alle sehr übel. Ich bin überzeugt, dass zu viele Menschen noch Rechnungen offen haben, die mit Wirtschaftskatastrophe nichts zu tun haben und dann beglichen werden. War in plötzlichen Anarchien fast immer so.
    Abfackeln kann man hinter her immer noch.
    ich vertrete die These, daß es in hochindustriellen "demokratischen" (besser: "demokraturischen") Systemen unmöglich ist, durch Revolten/Revolutionen/Umsturzversuchen das System zu stürzen, um es durch was auch immer zu ersetzen. Die Herren der "Demokratie" sitzen ganz fest im Sattel. Jedes Aufbegehren wird von ihnen sofort als Angriff auf die Demokratie gewertet und mit (loyalen) Polizei- und Militäreinheiten notfalls niederkartätscht.

    Nicht ohne Grund steht in unserem Grundgesetz Artikel 20:

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
  8. #317

    Hm...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die*Euro-Retter*streiten über den richtigen Kurs: Der Chef der europäischen Bankenaufsicht fordert in einem Brandbrief, angeschlagene Kreditinstitute direkt mit Staatshilfen zu stabilisieren. Damit unterstützt er einen Vorstoß von IWF-Chefin Lagarde. Die Bundesregierung*hält von der Idee*nichts.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...783235,00.html
    ...die EZB haut billiges Geld raus an die Banken, die dieses Geld wiederun zu einem höheren Zins am Markt anbieten oder damit zocken gehen. Warum brauchen wir die Banken? Warum nicht direkt bei der EZB leihen? Ist billiger und verhindert diese monströsen Geldgeschäfte.
  9. #318

    Ach du meine Güte!

    Zitat von heldenmut Beitrag anzeigen
    Falsche Schlußfolgerung: Die Banken sind Opfer, selten Täter. Glauben Sie, dass eine italienische Bank freiwillig Anleihen des italienischen Staates in ihre Bücher nimmt? Viele Banken waren natürlich blau- und .....
    "Viele Banken waren natürlich(!) blau und -gutgläubig(!), indem sie nicht damit rechneten(!), das ein Euro-Staat pleite gehen kann(!)."
    heldenmut, ja-ja. Sie haben offensichtlich nicht den blassesten Schimmer von irgendetwas, das Sie hier zu beschreiben versucht haben. Wenn Sie sich nicht die Mühe machen wollen, ihren Verstand zu benutzen, dann verschonen Sie uns bitte mit ihren "Beiträgen". Gehen Sie besser Hopfen und Malz suchen und zwar in ihrem eigenen Interesse.
  10. #319

    Segelschiff kaufen!

    Zitat von pudel_ohne_mütze Beitrag anzeigen
    Mit meinem Geld spekuliert keine Bank mehr.
    Kopfkissen oder verjubeln.
    Die beiden Altervativen habe ich.
    Dritte Möglichkeit: Segelschiff kaufen, in die Südsee abzischen! Habe ich 1996 gemacht, hat sich gut bewährt, lebe immer noch full time an Bord. Fischen, Lesen, mit Einheimischen tauschen, all das! Segelschiffe werden immer BILLIGER, weil den ganzen Snobs die Lust vergangen ist, resp. sie andere Probleme haben. Gut so! Letzten Endes sind es die Segler, die von der gesamten industriellen Revolution am Meisten profitiert haben. Danke für den 50 Euro GPS, Fiberglas, Büchsenfrass und all das!
    http://www.geo-reisecommunity.de/rei...n-rauen-Zeiten

    Das einzige was garantiert langfristig NICHT an Wert verliert, ist ein startklares, hochseetüchtiges Segelschiff!
    http://www.geo-reisecommunity.de/rei...1/Ab-aufs-Meer

    Und was auch zunehmend WERTVOLL ist, ist der Internetfreie Raum, die Absenz des Gedöhns, jedoch das Zappeln der Fische an der Leine...
    http://www.geo-reisecommunity.de/rei...ens-auf-Reisen








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