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Schuldenkrise: Der Euro frisst*seine Retter

Der Euro ist gerettet - vorerst. Doch der politische Preis für die Einigung ist hoch:*Mit der Regierung der slowakischen Ministerpräsidentin Iveta Radicova ist bereits die fünfte Staatsspitze eines Euro-Landes an der Schuldenkrise*gescheitert. Sie wird nicht die letzte sein.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...791841,00.html
  1. #190

    Realitäten

    Zitat von an-i Beitrag anzeigen
    ...ich frage mich seit tagen, wieso da nicht die staatsanwaltschaft tätig wird. oder ist die auch da mitbeteiligt? kann die demokratie und der rechtstaat an der sogenannten finanzwirtschaft scheitern?
    was zur zeit passiert, sind verfassungsfragen...da geht es um krieg und frieden, und fortbestand der gesellschaft... verdammt noch mal. das können wir doch nicht ein par verkorksten verblendeten bänkern überlassen...
    Also eine Staatsanwaltschaft ist zuständig wenn ein deutescher Bürger was gegen das Gesetz tut. Eine Bundesstaatsanwaltschaft ist zuständig wenn ein Mensch etwas gegen den Staat tut! Ein Verfassungsgericht hat keine Staatsanwälte und wird nur dann reagieren wenn es verfassungsmäßige Einwände von außen gibt nach Prüfungs, sozusagen. Das Verfassungsgericht hat aber keine Möglichkeit seine urteile auch einzufordern durch Strafe wie es jedem kleinen Hosenscheißer bei Gericht passiert.

    Somit sollte klar sein, es gibt keine maßgebliche Wirkung rein gesetzlich um unsere Verfassung zu schützen, weil die Verfassung ist ausschließlich vom Volk selbst zu schützen und diese wählen eben die Parteien die da die Verfassungsschützer bestimmen!

    MFG
  2. #191

    Kinder des Überflusses

    Zitat von Wolfes74 Beitrag anzeigen
    sind nicht der Untergang des Abendlandes und schon gar nicht von Europa.
    Schulden bestehen lediglich aus Zahlen - wenns hart auf hart kommt kann man diese einfach ersatzlos streichen.
    Das tut keinem Menschen weh, keiner muss deswegen unter Hunger leiden oder sonstwas.
    Die Welt ist in Panik und das ohne jeglichen Anlaß.
    Leiglich der Handel mus neu definiert und umgesetzt werden, dafür gibts zigtausende schlaue Leute mit Ideen im Kopf.
    Ehrlich ich weiß gar nicht wo vor alle Angst haben bzw. irgendwelche wesentlichen persönl. Einbußen erwarten.
    Naja alles Kinder der Überfluß,- und Wohlstandsgesellschaft und ihre Alpträume.
    Schulden bestehen zwar aus Zahlen, aber ein profiteur von Schulden anderer hat das als wahres kapital auf seinem Konto, sozusagen.

    Wie groß eigentlich war der Überfluss einer Gesellschaft in den 1929 ger jahren und was war das Ergebnis dieser Überflußkinder?

    Krieg und nochmals Krieg und Leid und nochmals Leid!

    Wer hat da gewissermaßen verloren?

    Die das letztendlich verschwiegen und die anderen genauso die es nicht hören wollen.

    Der Mensch hat aus den 1929 ger Jahren nüscht gelernt, er ist allgemein mindestens in Deutschland heute der Meinung nach seinem Höheflug, dass angeblich die Gier anderer nur zu einem Versagen führt, weil seine eigene Gier hat nüscht damit zu tun.

    Mindestens wenn es Krieg gibt zwischen den Europäern, dann interessiert es nicht mehr, wieviele im Überfluß angeblich waren, weil die wahren Überflüßler wird es nicht treffen!!!

    Die eigenen Enkel aber schon!!!

    MFG
  3. #192

    Fakten und Glauben

    Zitat von zwiebus Beitrag anzeigen
    Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis zu staatlich verordneten Kapitalspritzen für die Finanzbranche:

    „Es ist doch eigentlich Unsinn, wenn man nun sagt, die Staaten zahlen ihre Schulden nicht zurück und
    deshalb geben die Staaten den Banken Geld, damit sie das verkraften können.“
    Schauen Sie es ist kein Unsinn von den Politikern, wenn sie Banken retten, auch wenn es unsinnig erscheint.

    Das reale Wirtschaften ist ja durch das finazielle Erwirtschaften in eine irreale Welt geglitten, wobei die reale Wirtschaft aber das Überleben einer Mehrheit ausmacht. Und diese Mehrheit ist genau dem Glauben unterworfen mehr haben zu wollen als das Leben für jeden Menschen bestimmt hat.
    Da Banken systemrelevant sind, also dem System was wir haben, einem System in dem Menschen eben mehr erwarten, als das Leben für alle bestimmte, genau deshalb muss denen geholfen werden, damit der Traum nicht erlischt der Mehrheit, eben mehr haben zu wollen als die Natur bestimmte.

    Weil wir sind zuviele auf der Welt und so sorgt die Logik der Naturgesetze dass wir uns wieder mal reduzieren müssen und der Natur ist es wurscht, ob durch Hunger oder kriege. Weil die Natur denkt nicht und der Mensch schafft es wohl nicht seinen Verstand zum Denken zu bringen, indem er mal über seine wahre berechtigung nachdenkt und nicht nur davon denkt immer mehr sein zu wollen als ein anderer.

    Ja der Mensch denkt halt nicht, sondern er glaubt genauso wie ohne Verstand.

    Gefühle scheinen da mehr Macht zu besitzen als der verstand und so kommt es wie es kommt!

    Und das weiß eben keiner!

    MFG
  4. #193

    Piratenprogramm

    Zitat von ratxi Beitrag anzeigen
    Da ist was dran.
    Genau deshalb bieten sich zur Zeit die Piraten an.
    Sie haben noch nicht bewiesen, dass sie etwas können.
    Aber es sind die einzigen, die noch nicht bewiesen haben, dass sie nichts können.
    Auch ich wählte seinerzeit die Linken.
    Nicht weil ich sie für regierungsfähig hielt, aber weil ich es wichtig fand, dass sie da sind und dass sie mitreden.
    Das ist nun mit den Piraten so.
    Natürlich haben die Piraten kein Kapitel im Programm zur Euro-Stabilisierung. Ich glaube aber, die anderen Parteien auch nicht.

    Ich bin Pirat, und möchte hier eine Lösungsstrategie, etwa zu Griechenland, skizzieren.

    (1) Transparenz herstellen. Anlegung eines öffentlich (online) einsehbaren Schuldenregisters mit etwa der Datenstruktur

    Gläubiger;Schuldner;Bezeichnung;Nennwert;Zinssatz; Fälligkeit

    Alle Ansprüche an den Schuldner sind vom Gläubiger an dieses Schuldenregister zu melden. Nicht gemeldete Schulden sind verfallen.
    Nach Vorliegen von (1) wird es möglich, Problemschwerpunkte zu beschreiben und Lösungen dazu vorzuschlagen.

    (2) Der Schuldner ist ab sofort verpflichtet, einen ausgeglichenen Haushalt zu führen. (Keine Neuverschuldung).
    Die Haushaltsführung ist ebenfalls online zu veröffentlichen, und von unabhängigern Prüfern zu testieren.

    (3) Zur Refinanzierung fällig werdender Schulden erhält der Schuldner, wenn (1) und (2) erfüllt sind, Darlehen von der EZB mit Laufzeit 1 Jahr zum gleichen Zinssatz wie Geschäftsbanken. (Voraussetzung: entsprechende Änderung des Lissabon-Vertrages).

    (4) Die Finanzierung dieser Darlehen (3) erfolgt durch eine Finanztransaktionssteuer, die auf sämtliche Überweisungen aus, innerhalb oder in der bzw. die Euro-Zone getätigt werden.

    (5) Die Sanierung gilt als vorläufig abgeschlossen, wenn die Summe der Nennwerte in (1) unter 60% des Bruttoinlandsprodukts des Schuldners liegt.

    Das wäre die Spec für ein Piratenprogramm. Konstruktive Kritik ist sehr erwünscht.
  5. #194

    ...

    Ich glaube kaum, dass es noch einen Buchmacher in England gibt, bei dem man jetzt noch darauf wetten kann, dass die slowakische Umfallmutter schön in Kürze auf einem tollen EU-Posten auftaucht: hochbezahlt mit Dienstwagen und wenig Arbeit.

    Auch so haben sich die Zeiten geändert. Die Politik korrumpiert sich bereits selbst.
  6. #195

    nene

    Zitat von suchenwi Beitrag anzeigen
    Natürlich haben die Piraten kein Kapitel im Programm zur Euro-Stabilisierung. Ich glaube aber, die anderen Parteien auch nicht.

    Ich bin Pirat, und möchte hier eine Lösungsstrategie, etwa zu Griechenland, skizzieren.

    (1) Transparenz herstellen. Anlegung eines öffentlich (online) einsehbaren Schuldenregisters mit etwa der Datenstruktur

    Gläubiger;Schuldner;Bezeichnung;Nennwert;Zinssatz; Fälligkeit

    Alle Ansprüche an den Schuldner sind vom Gläubiger an dieses Schuldenregister zu melden. Nicht gemeldete Schulden sind verfallen.
    Nach Vorliegen von (1) wird es möglich, Problemschwerpunkte zu beschreiben und Lösungen dazu vorzuschlagen.

    (2) Der Schuldner ist ab sofort verpflichtet, einen ausgeglichenen Haushalt zu führen. (Keine Neuverschuldung).
    Die Haushaltsführung ist ebenfalls online zu veröffentlichen, und von unabhängigern Prüfern zu testieren.

    (3) Zur Refinanzierung fällig werdender Schulden erhält der Schuldner, wenn (1) und (2) erfüllt sind, Darlehen von der EZB mit Laufzeit 1 Jahr zum gleichen Zinssatz wie Geschäftsbanken. (Voraussetzung: entsprechende Änderung des Lissabon-Vertrages).

    (4) Die Finanzierung dieser Darlehen (3) erfolgt durch eine Finanztransaktionssteuer, die auf sämtliche Überweisungen aus, innerhalb oder in der bzw. die Euro-Zone getätigt werden.

    (5) Die Sanierung gilt als vorläufig abgeschlossen, wenn die Summe der Nennwerte in (1) unter 60% des Bruttoinlandsprodukts des Schuldners liegt.

    Das wäre die Spec für ein Piratenprogramm. Konstruktive Kritik ist sehr erwünscht.
    .....

    Ob in den USA oder hierzulande, die Schuldenuhr tickt lautstark und fortlaufend.
    Die angebliche Macht der Öffentlichkeit sind so eine Piraten-Phantasie, man muß nur an Assange denken: Menschen befriedigen da ihre Sensationsgier und der wirklich Skandal verpufft hinter der Menge der zugänglich gemachten Daten, die den Einzelnen nicht wirklich ergreifen.
    Die meisten haben nichtmal eine Ahnung wie hoch die Verschuldungen überhaupt sind, von Japan mit 220 Prozent des BSP eines Jahres bis zu den USA mit knapp 90 Prozent. Diese Schulden lassen sich gar nicht wegdichten, ausgeglichene Haushalte sind eine schiere Unmöglichkeit bei diesen Vorgaben.
    Auf Dauer wird die einzig realistische Möglichkeit eine Währungsreform werden, nachdem die Schuldenweltmeister es zuvor mit unendlicher Gelddruckerei und Inflation versucht zu haben, die Schuldenlast zu relativieren. Alles natürlich auf Kosten der Steuerzahler und von Otto Normalbürger.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  7. #196

    Kontra, Re

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    .....

    Ob in den USA oder hierzulande, die Schuldenuhr tickt lautstark und fortlaufend.
    Das ist richtig. Die Schulden sind ein Problem. Lösen wir es, Schritt für Schritt (ich bin Entwicklungsingenieur).
    Die angebliche Macht der Öffentlichkeit sind so eine Piraten-Phantasie, man muß nur an Assange denken: Menschen befriedigen da ihre Sensationsgier und der wirklich Skandal verpufft hinter der Menge der zugänglich gemachten Daten, die den Einzelnen nicht wirklich ergreifen.
    Sensationsgier wird durch journalistische Medien versorgt. Aus Sicherheitsgründen gingen die Leaks meist durch die Medien als Vorfilter.
    Betrachten Sie als Gegenbeispiel die Fälle Guttenplag/Vroniplag. Nicht alle Browserbenutzer, aber doch hinreichend viele Leute arbeiteten zusammen, um ein Problem zu untersuchen und zu beschreiben. Mit einigem Erfolg für die Qualitätssicherung im Wissenschaftsbetrieb.

    Die Offenlegung von Verschuldungsdaten darf jeder Bürger verlangen, der über Stimmzettel und Steuergeld den Staatsapparat letztlich ermöglicht. Wenn nun große Mengen an Steuergelder für Schuldenkrisen umgewidmet werden, hat die Öffentlichkeit allen Anspruch darauf, die Karten auf dem Tisch zu sehen. Auswertungen dieser Daten (Gruppierung nach Ländern, Schuldnern, Fälligkeitstermin, Zinssatz usw., und daraus abgeleitete Erkenntnisse) kann man der "Schwarmintelligenz" überlassen.
    Zudem hatte ich ja eine Klausel eingebaut, nach der nicht veröffentlichte Schulden verfallen. Dies könnte bei einem gewissen Teil von "dunkelgrauen" Ansprüchen greifen und damit schon früh zum Schuldenabbau beitragen.

    Die meisten haben nichtmal eine Ahnung wie hoch die Verschuldungen überhaupt sind, von Japan mit 220 Prozent des BSP eines Jahres bis zu den USA mit knapp 90 Prozent. Diese Schulden lassen sich gar nicht wegdichten, ausgeglichene Haushalte sind eine schiere Unmöglichkeit bei diesen Vorgaben.
    Eben durch die Veröffentlichung werden mehr Menschen ein Gefühl für die Problematik entwickeln. Ein ausgeglichener Haushalt ist ja auch nicht gleich (und in der Tat vielleicht nie) schuldenfrei, sondern nur dadurch gekennzeichnet, dass die Einnahmen die Ausgaben übersteigen. Keine Neuverschuldung. Aus Überschüssen, mittels zinsgünstiger Darlehen, Abbau der Altschulden bis zum Maastricht-Schwellwert 60% BIP. Das habe ich alles so geschrieben.
    Auf Dauer wird die einzig realistische Möglichkeit eine Währungsreform werden, nachdem die Schuldenweltmeister es zuvor mit unendlicher Gelddruckerei und Inflation versucht zu haben, die Schuldenlast zu relativieren. Alles natürlich auf Kosten der Steuerzahler und von Otto Normalbürger.
    Da hat es ja schon Fälle gegeben. Wie Sie selbst schreiben, war es zum Nachteil der Steuerzahler. Diese Option sollte daher vermieden werden. Mit der Finanztransaktionssteuer, die ja in vielen Ländern schon Konsens ist, kann man hohe Transaktionen geringfügig abschöpfen, um eben das Verschuldungsproblem ohne große Schäden für die Wohnbevölkerung in den Griff zu bekommen.

    Ich sage nicht, dass der skizzierte Plan gegen anderweitige Interessen durchsetzbar ist. Aber für machbar halte ich ihn nach wie vor.


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