Natürlich haben die Piraten kein Kapitel im Programm zur Euro-Stabilisierung. Ich glaube aber, die anderen Parteien auch nicht.
Ich bin Pirat, und möchte hier eine Lösungsstrategie, etwa zu Griechenland, skizzieren.
(1) Transparenz herstellen. Anlegung eines öffentlich (online) einsehbaren Schuldenregisters mit etwa der Datenstruktur
Gläubiger;Schuldner;Bezeichnung;Nennwert;Zinssatz; Fälligkeit
Alle Ansprüche an den Schuldner sind vom Gläubiger an dieses Schuldenregister zu melden. Nicht gemeldete Schulden sind verfallen.
Nach Vorliegen von (1) wird es möglich, Problemschwerpunkte zu beschreiben und Lösungen dazu vorzuschlagen.
(2) Der Schuldner ist ab sofort verpflichtet, einen ausgeglichenen Haushalt zu führen. (Keine Neuverschuldung).
Die Haushaltsführung ist ebenfalls online zu veröffentlichen, und von unabhängigern
Prüfern zu testieren.
(3) Zur Refinanzierung fällig werdender Schulden erhält der Schuldner, wenn (1) und (2) erfüllt sind, Darlehen von der EZB mit Laufzeit 1 Jahr zum gleichen Zinssatz wie Geschäftsbanken. (Voraussetzung: entsprechende Änderung des Lissabon-Vertrages).
(4) Die Finanzierung dieser Darlehen (3) erfolgt durch eine Finanztransaktionssteuer, die auf sämtliche Überweisungen aus, innerhalb oder in der bzw. die Euro-Zone getätigt werden.
(5) Die Sanierung gilt als vorläufig abgeschlossen, wenn die Summe der Nennwerte in (1) unter 60% des Bruttoinlandsprodukts des Schuldners liegt.
Das wäre die Spec für ein Piratenprogramm. Konstruktive Kritik ist sehr erwünscht.