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Schuldenkrise: China bietet Europa und USA Finanzspritze an

Europa und Amerika leiden unter gigantischen Schulden - China gibt den Retter in der Not. Premier Wen*Jiabao bietet Europa und den USA neue Investitionen an - verlangt aber Gegenleistungen: Die EU soll das Boom-Land endlich als Marktwirtschaft anerkennen, die USA sollen Exporte erleichtern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...786112,00.html
  1. #210

    ich verspreche hiermit hoch & heilig

    die partei, die sich auf diesen handel einlässt oder daran beteiligt ist, wird von mir auf lebenszeit keine stimme mehr bekommen.
  2. #211

    Ja dann

    Flau Bundeskanzlelin fangen Sie schon mal an, chinesisch zu splechen, denn lussisch leicht nicht mehl.
    China will gegen den Aufkauf von Staatsanleihen als Marktwirtschaft anerkannt werden, damit die Dumpingzölle fallen und Hochtechnologie importiert werden kann. Letzteres um dann die letzten Güter der hochindustialisierten Staaten auch noch billigst zu produzieren. USA und Europa verkommen dann zu Agrarstaaten.
    Vielleicht sollten die Europäer aber ins Auge fassen, die Privatbanken an die Chinesen zu verscherbeln. Insgesamt nach Börsenwert durfte es so an die 400 Milliarden einbringen, damit ließen sich die Schulden Griechenlands bezahlen.
  3. #212

    Gute Erfahrungen

    Ich habe gute Erfahrungen mit Chinesen. Sie sind erstaunlich direkt, manchmal sogar etwas ungeduldig und sie halten Wort.
    Wer Angst hat, dass seine Ideen, Patente, Erfindungen geklaut werden - das geschieht tagtäglich überall. Besser, man verdient einige Jahre lang gut an einem Patent via Lizenzgebühren, als ewig auf einer Idee herumzuhocken, die man doch selbst nicht realisieren kann.

    Ideen sind unendlich, man kann immer wieder etwas neues entwickeln und sich ausdenken. Es muss ja nicht so sein, dass man einmal im Leben etwas erdacht hat und sich dank lebenslanger Patentrechte dann zur Ruhe setzt. Wer kreativ ist, der kann immer wieder neue Dinge erdenken und erschaffen, während man vorerst von den Lizenzgebühren alter Ideen lebt.
    Ich bin für eine engere Zusammenarbeit mit China. Die Welt ist rund und in China leben auch Menschen. Gleichzeitig könnten wir auch in den USA durch bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit mehr erreichen. Die Stärke der menschlichen Gesellschaft ist Zusammenarbeit und Kommunikation, auch wenn es immer wieder mal zu Streit und Missverständnissen kommt.
  4. #213

    Völlig falsch....

    Zitat von Chris110 Beitrag anzeigen
    Die Europäer halten sich stets für den Gipfel der menschlichen Zivilisation, waren aber schon immer zu dumm, ihren Kontinent auf die Reihe zu kriegen.
    Jahrhundertelang hat jeder jeden bekriegt, das ist noch gar nicht lange her. Die Asiaten waren nie so dumm. Die Chinesen haben Recht, Europa ist einfach unfähig, und braucht Asiens Hilfe.
    Sonst stürzen die Europäer und Amis die Welt mal wieder in einen Abgrund.
    Ähm... ohne ihr Geschichtswissen in Frage zu stellen - die Asiaten haben sich ebenfalls in exakt demselben Ausmass bekämpft wie die Europäer, sowohl was altertümliche Konflikte angeht wie auch Neuzeit (Pazifikkrieg durch die Japaner, Besetzung von China und Philippinen usw.)

    Das die Europäer sich gegenseitig bekriegt haben, war für das Ausland umso besser, denn wären sie früher gemeinsam aufgetreten als ein einziger Grossmacht-Block wären die negativen Sachen wie Kolonialismus wohl wesentlich effizienter durchgezogen worden und die Karten heute wären für die Menschen in diesen Gebieten dank noch mehr Ausbeutung früher noch schlechter als sie es gegenwärtig sind.

    Wenn man sich vor Augen führt, welche verheerenden Folgen alleine schon von den Kriegen in Europa ausging, ist es besser, das es KEINE europäische Gesamt-Grossmacht gibt.

    Freundliche Grüsse
    diamorphin
  5. #214

    Den Spiess umdrehen

    Zitat von Omi Beitrag anzeigen
    Da geht sie hin, die hochgelobte Ethik der westlichen Welt. Wir versklaven uns an den Tropf einer menschenrechtsverachtenden Diktatur um etwas zu retten, das nicht mehr zu retten ist. Der Dumme ist ...!
    Das, was Sie beschreiben mag in Erfuellung gehen, wird aber bereits von einigen europaeischen Laendern gegenueber anderen Europaern praktiziert. Vielen Europaern werden die Chinesen willkommener als ihre europaeischen Zuchtmeister. Sazu zaehlen gewiss die Griechen und die Ungarn und bald auch andere.
  6. #215

    Wer Geld hat, gewinnt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Europa und Amerika leiden unter gigantischen Schulden - China gibt den Retter in der Not. Premier Wen*Jiabao bietet Europa und den USA neue Investitionen an - verlangt aber Gegenleistungen: Die EU soll das Boom-Land endlich als Marktwirtschaft anerkennen, die USA sollen Exporte erleichtern.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...786112,00.html
    Interessant zu lesen, was hier im Forum alles an Wut, Verweigerung und Bitterkeit gegenüber China hochkocht.
    Nun können wir vielleicht verstehen, warum die Griechen wütend auf Deutschland auf die Strasse gehen und sich schon unter dem Hakenkreuz wähnen. Es sind genau die gleichen Emotionen.
    So irrational sind Menschen..... was soll dabei herauskommen?
    Der Stärkere, Klügere und Geschicktere bekommt das meiste Geld und gewinnt. Das ist das Geheimnis des Kapitalismus, und vielleicht auch sein Todesurteil. Wenn nämlich nicht die Kapitalisten die Stärkeren, Klügeren und Geschickteren sind, sondern die Kommunisten.
  7. #216

    Warum wollen wir den Euro nicht drucken?

    Zitat von DesTeufelsAnwalt Beitrag anzeigen
    Die Chinesen wollen als Marktwirtschaft anerkannt werden?
    Na dann können sie ja als erstes mit der Schaffung einer frei konvertierbaren Währung anfangen. Und als nächstes einen VHS-Kurs über geistiges Eigentum besuchen.

    Die Chinesen schicken sich an, uns Geld geben zu wollen? Sollen sie es doch lassen, den Euro können wir noch selber drucken. Und wenn China eins nicht brauchen kann, dann die relative Aufwertung der eigenen Währung durch die Abwertung von Dollar und Euro.
    Die eigene Währung sich selber zu spritzen hat bisher meistens funktioniert.
    Warum nicht?
    Mancher Unternehmer (auch Banken) und Bürger schätzen verständlicherweise das billige Ausland. Unternehmerische Interessen vermeiden zudem die Entwertung von Gütern (Vermögen) und bevorzugen die sog. Stabilitätspolitik möglicherweise auf Kosten der nächsten Generation.

    Die chinesischen Auftragnehmer zieren sich nicht und sind politisch gezwungen im Dreck zu arbeiten. Schweizer Metallunternehmer stellen Luxuswaren, Einzelanfertigungen, Pokale und Gedenkmünzen her, der Rest wird gekauft.
  8. #217

    ...

    Zitat von maohan Beitrag anzeigen
    Was waere falsch daran: dann hatte sie endlic zeit ein kulturland kennenzulernen und nicht ein @hamurger land@ mit menschen ueber 100 kg.
    Sie meinen das Kulturland, das sich gerade die eigene Gesundheit zugrunde richtet, weil Burgerfressen als erstrebenswerter Luxus gilt? Ah ja...
  9. #218

    ..

    Zitat von Chris110 Beitrag anzeigen
    Man wird doch einmal darauf hinweisen dürfen, dass der Westen, und insbesondere die Europäer, die Welt seit Jahrhunderten von einer Krise in die nächste stürzen.
    Haben die Afrikaner das jemals getan?
    Haben die Asiaten das in dieser Weise getan? Davon wüsste ich nicht.
    Ja das haben sie. Die chinesische Geschichte ist eine Abfolge von Dynastien von denen so gut wie jede mit GEWALT an die Macht gekommen ist. Angefangen vom ersten Kaiser bis zur Mandschu-Dynastie und der "Mao-Dynastie" am Ende.
    Dieser Staat hat seit über 2000 Jahren Menschen nur als Material verstanden um die Machtinteressen größenwahnsinniger Despoten durchzusetzen.Ob dabei Millionen verrecken hat nie interessiert. Es ist schon bezeichnend, daß Demokratie, Menschenrechte und die Idee von der Gleichrangikeit JEDES Menschen NICHT in China erdacht und durchgesetzt wurden.
    Diese Gesellschaft war immer von Oben-Unten Denken geprägt. Der Westen bis vor 200 Jahren auch, aber seitdem ist es hier gelungen eine Gesellschaft von Bürgern aufzubauen, mit all ihren Fehlern. China war und ist weit davon entfernt. Der normale Chinese ist immer noch Untertan - steht er einem Staudamm, einer Schnellbahn einem Flughafen im Wege wird er "umgesiedelt" - da lässt es sich schnell Fabriken hochziehen, Millionenstädte in die Pampa setzen und weitere "Erfolge" feiern. Hier funktioniert das zum Glück nicht mehr. Wir sind gesellschaftlich, mit aller Bescheidenheit gesagt, etwas weiter.

    Daß all dies INNERHALB Chinas geschieht macht es nicht weniger verdammenswert. Und alle die Chinas Aufstieg jetzt loben sollten nicht vergessen was für ein hoher Preis dafür bezahlt worden ist.
    Der Westen hat die Welt agressiv unterworfen, unbestritten, aber er hat auch fortschrittliche gesellschaftliche Modelle "exportiert", die moderne Wissenschaft weltweit verbreitet und trotz aller Fehler den gesamten Planeten vorangebracht.
    Ohne den Westen wäre China immer noch eine feudale Despotie, Indien eine von Religion geprägte stagnierende Welt, Japan ein von rückwärtsgewandten Feudealherren regiertes Land und die islamische Welt wäre immer noch im Zustand des Dämmerschlafs in die sie seit dem 13.Jahrhundert verfallen war.
    Erst der Kontakt mit dem "Westen" hat diese Welten, wenn auch brutal und rücksichtslos, der Moderne geöffnet.
    Mir ist kein gesellschaftliches Modell bekannt welches die Welt so vorangebracht hat wie das westliche. Daß dieses Modell viele Fehler hat muß nicht erwähnt werden (unbegrenztes Wachstum als Prinzip z.B.), aber solange kein besseres zur Verfügung steht sollten wir vorsichtig sein und nicht hinter der Fassade des Fortschritts die negativen Seiten des asiatischen Aufstiegs übersehen.

    Europa und die USA mögen im relativen Abstieg sein, aber Krisen kommen und gehen, die wichtigen Errungenschaften der letzten 500 Jahre sollten dabei auf keinen Fall über Bord geworfen werden - denn für den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Fortschritt haben sehr viele mit dem höchsten Preis bezahlt, ihrem Leben.
  10. #219

    Falsch verstanden

    Zitat von persona-non-grata Beitrag anzeigen
    Bitte? Wir sollen China als Marktwirtschaft "anerkennen"? Was gibt es denn da "anzuerkennen"?Entweder man ist eine Marktwirtschaft oder keine.
    Sie sollen gar nichts! Da haben Sie unsere Demokratie noch nicht richtig verstanden. Die Regierung ist gemeint. Das Volk schweigt und genießt was es gewählt hat...mehr oder weniger.


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