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Schuldenkrise: Bundesregierung sperrt sich gegen Euro-Bonds

REUTERSFrankreich und Italien werben für die Einführung gemeinsamer europäischer Staatsanleihen, doch die Bundesregierung zeigt sich unnachgiebig. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel droht neuer Streit um die Einführung der Euro-Bonds. Diplomaten erwarten eine "offene und freimütige Debatte".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...834286,00.html
  1. #1

    Marktzinsen der Eurobonds nach Teilnahmeländern

    Warum setzt man nicht Eurobonds für Südländer und Nordländer auf und schaut, was bei den Kreditkosten herauskommt. Dann denkt man über reale Ausgleichszahlungen nach. So erhält man die Transparenz der Kreditwürdigkeit und behält die Anreize zum Sparen und kann dann über die Ausgleichszahlungen verhandeln, die aber nicht blind in alle Ewigkeit erfolgen müssen. Wenn man es anders macht, dann kauft man die Katze im Sack. Nebenbei kann man Strukturreformen durchführen und die Korruption bekämpfen. Allerdings glaube ich nicht, dass Italien und Spanien zusammen mit Griechenland Süd Bonds aufsetzen wollen, da es nicht viel zu gewinnen gibt. Ehrlichkeit in der Diskussion wäre wirklich hilfreich.
  2. #2

    Unfassbare Verdummung!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich und Italien werben für die Einführung gemeinsamer europäischer Staatsanleihen, doch die Bundesregierung zeigt sich unnachgiebig. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel droht neuer Streit um die Einführung der Euro-Bonds. Diplomaten erwarten eine "offene und freimütige Debatte".

    Deutschland lehnt Einführung von Euro-Bonds ab - SPIEGEL ONLINE
    Eurobonds gibt es doch de Fakto bereis längstens, nachdem in dieser abtrusen Schulden- und Fiskalunion längstens eine vertragswidrige Vergemeinschaftung der EU-Schulden erfolgt mittels Billionen EZB Tender, Aufkauf von Anleihen der Pleitestaaten, unkontrolliertes Geldrucken durch die nationalen Notenbanken über ELA, Target 2, diverse Rettungsschirme, EFSF und als Krönung des Ganzen, dem ESM, der jeglichste nationale Kontrolle über das Währungs- und Finanzsystem außer Kraft setzt, und in die Hand eine korrupten und mafiösen Finanzsystem gibt, einem derartigen Ermächtigungsgesetz 2.0, das die diesbezügliche deutsche Geschichte gerade als lächerlich erscheinen lässt, noch dazu in einer vorgeblich demokratischen Rechtsordnung.

    Ich kann mich diesbezüglich NUR den Forderungen von Sarrazin anschließen, die rechtsgemäß einzuhalten sind:

    - Sofortige Einhaltung der Bail-out-Kriterien entsprechend Maastricht-Vertrag, jeder Pleite-Staat ist für seinen Haushalt ausschließlich selbst verantwortlich NO-BAIL-OUT
    - Sofortige Rückkehr der EZB in die Tradition der deutschen Bundesbank mit ausschließlicher Aufgabe der Wahrung der Geldwertstabilität. KEINE weitere direkte oder indirekte Finanzierung von Pleitestaaten oder deren Pleitebanken.

    Mit diesen beiden simplen Maßnahme wären Eurobonds dann gar kein Thema wären :-)!
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich und Italien werben für die Einführung gemeinsamer europäischer Staatsanleihen, doch die Bundesregierung zeigt sich unnachgiebig. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel droht neuer Streit um die Einführung der Euro-Bonds. Diplomaten erwarten eine "offene und freimütige Debatte".

    Deutschland lehnt Einführung von Euro-Bonds ab - SPIEGEL ONLINE

    Frankreich und Italien können ja gemeinsame Staatsanleihen herausgeben, niemand hält sie davon ab.

    Selbst wenn die Anleihen nur für Wachstumsprojekte in den wirtschaftlich angeschlagenen EU-Ländern verwendet wird, wer garantiert, dass die Gelder nicht zweckentfremdet werden? Und was haben Deutschland, Finnland, Österreich und die Niederlande davon?
  4. #4

    Schrecken ohne Ende

    Die Bundesregierung bildet sich anscheinend immer noch ein, sie könnte irgendwie billig aus dieser Misere herauskommen. Das wäre es gewesen, hätte man zu Beginn der Krise bereits die richtigen, oder zumindest entschlossene Entscheidungen sowohl gegen die Spekulationen, als auch den Staatsbankrott in Griechenland getroffen hätte. Stattdessen hat man entschlossen demonstriert, daß man praktisch nicht nur nichts tun will, sondern mit ihrem selbstherrlichen Spardiktat auch das platt macht, was noch da ist. Und so wird die Rechnung mit jedem Tag fetter ... das dicke Ende kommt erst noch, und das wird richtig teuer - besonders für uns! Nicht trotz, sondern WEGEN diesen Entscheidungen!
  5. #5

    Warum ausgerechnet wir?

    Ich mein, wenn alle anderen Eurobonds wollen und wir nicht, dann sollen die halt einfach selber welche rausgeben.
    Dann haften halt nur 16 von 17 Laendern. Ist doch auch nicht schlecht, oder?
  6. #6

    Eurobonds drohen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich und Italien werben für die Einführung gemeinsamer europäischer Staatsanleihen, doch die Bundesregierung zeigt sich unnachgiebig. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel droht neuer Streit um die Einführung der Euro-Bonds. Diplomaten erwarten eine "offene und freimütige Debatte".
    Nicht nur Frankreich und Italien werben für Eurobonds, sondern auch SPD und Grüne!
    Und seltsamerweise werden sie von den Deutschen, wie die letzten Wahlen zeigen, darin unterstützt! Die Deutschen scheinen also durchaus bereit, die Schulden der anderen mit zu übernehmen.
    Vermutlich ist den meisten gar nicht bewußt, auf was sie sich dabei einlassen!
  7. #7

    Igitt

    Zitat von vgruda Beitrag anzeigen
    Warum setzt man nicht Eurobonds für Südländer und Nordländer auf und schaut, was bei den Kreditkosten herauskommt. Dann denkt man über reale Ausgleichszahlungen nach. So erhält man die Transparenz der Kreditwürdigkeit und behält die Anreize zum Sparen und kann dann über die Ausgleichszahlungen verhandeln, die aber nicht blind in alle Ewigkeit erfolgen müssen. Wenn man es anders macht, dann kauft man die Katze im Sack. Nebenbei kann man Strukturreformen durchführen und die Korruption bekämpfen. Allerdings glaube ich nicht, dass Italien und Spanien zusammen mit Griechenland Süd Bonds aufsetzen wollen, da es nicht viel zu gewinnen gibt. Ehrlichkeit in der Diskussion wäre wirklich hilfreich.
    Interessant wäre der Versuch schon, wenn auch, um nur zu sehen, wie sich die Spanier und Italiener vor der Zumutung verweigern, ihre passablen 3-6% mit unzumutbaren 15-20% der Griechen zu mitteln.

    Und warum auch? Die Italiener haben viele Jahre mit derart hohen Zinsen gelebt und sind irgendwie auch immer knapp durchgekommen. So total kaputt wie das griechische System sind die trotz ihrer Mafia und Korruption noch lange nicht.
  8. #8

    Eurobonds

    Eurobonds sind eine grossartige Idee aber nur nachdem die notwendigen Schritte für eine gemeinsame europäische Wirtschaftsregierung erfolgt sind was für alle Staaten eine erhebliche Einbusse an Souveränität bedeutet. Ohne diese Voraussetzung würden Eurobonds nur zu weiterem hemmungslosen Schuldenmachen ermuntern.
  9. #9

    Aber, wenn die Bundesregierung nicht will, dann hat der Kaiser das Recht verloren

    Zitat von marthaimschnee Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung bildet sich anscheinend immer noch ein, sie könnte irgendwie billig aus dieser Misere herauskommen. Das wäre es gewesen, hätte man zu Beginn der Krise bereits die richtigen, oder zumindest entschlossene Entscheidungen sowohl gegen die Spekulationen, als auch den Staatsbankrott in Griechenland getroffen hätte. Stattdessen hat man entschlossen demonstriert, daß man praktisch nicht nur nichts tun will, sondern mit ihrem selbstherrlichen Spardiktat auch das platt macht, was noch da ist. Und so wird die Rechnung mit jedem Tag fetter ... das dicke Ende kommt erst noch, und das wird richtig teuer - besonders für uns! Nicht trotz, sondern WEGEN diesen Entscheidungen!
    Wobei sich ja noch die Frage stellt, was ist besser?
    ESM oder Eurobonds?

    Ganz ehrlich: Alles zurück auf Null, wäre die beste Lösung..
    Aber wir wissen schon, wer das auf keinen Fall will.








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