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Schuldenkrise: Auf der Suche nach versteckten Euro-Risiken

DPAKnapp 500 Milliarden Euro - diese gewaltige Summe soll die übrige Euro-Zone der Deutschen Bundesbank schulden, versteckt in einem Unterposten der Notenbankbilanz. Nach SPIEGEL-Informationen gibt die Bundesregierung jetzt Entwarnung. Doch die Begründung mutet fragwürdig an.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...823559,00.html
  1. #110

    Am besten lügt man, wenn es erst wird

    Hier zwei Zitate von Jean Claude Junckers, die sehr aufschlußreich sind:

    "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."


    "Wenn es ernst wird, muss man lügen." - auf einer Abendveranstaltung zur Euro-Krise in Brüssel im April 2011 dapd, zitiert nach spiegel.de"


    Kein weiterer Kommentar.
  2. #111

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Knapp 500 Milliarden Euro soll die übrige Euro-Zone der Deutschen Bundesbank schulden, versteckt in einem Unterposten der Notenbankbilanz.
    Da wir keine Basisdemokratie sondern eine repräsentative haben, nicht einmal Volksentscheide bei überlebenswichtigen Themen, bleibt nur die Wahlurne.

    Mein Kreuz bekommt nur die Partei, die glaubhaft für den sofortigen Ausstieg aus dem Euro steht. Also keinesfalls CDU, SPD, Grüne, FDP. Nur, was sonst? Haben unsere Politiker landesweit Verstand und Rückgrat an die Lobby verloren?

    Aber nur noch 1 Mal. Falls sich nach der nächsten Wahl dasselbe politische Bild zeigt, verkaufe ich hier alles, lege weit weg von der EU neu an und verlasse D. Meine Familie will sowieso weg. Das könnte sogar steuerliche Vorteile haben.
  3. #112

    Tja

    Zitat von HaioForler Beitrag anzeigen
    Mein Gott, was ein Quatsch. You made my day.

    Ohne den Euro hättten wir eher keine Naziflaggen in Athen und weniger Risiko für Deutschland.

    Sie sagen es.... Sind wir mit Polen im Krieg und mit den anderen Oststaaten, die den EURO noch nicht haben, aber angedacht sind?

    Aus Währungsgründen zettelt niemand einen veritablen Krieg an, eher die USA verdeckt einen Wirtschaftskrieg gegen die Konkurrenzwährung, weil sie als Ablösung im Ölsektor auf der Agenda stand. Das war aber noch vor der Finanzkrise.

    Einige EU-Staaten verzichten sogar freiwillig darauf, dem EURO zu zZt beizutreten. Man will erst sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Wer möchte schon gerne in eine Schuldengemeinschaft eintreten.

    Auch am Beispiel Türkei sieht man, daß der Staat ohne den EURO heute besser darsteht, als wäre er früher im Verbund gewesen. Durch permanenete Abwertungen haben sie heute ein Wachstum um 4% vorzuweisen.

    Der EURO ist per Einführung zu einer polit. Zwangsjacke geworden, die als Einheitsgröße eben nicht für jeden Staat paßt, viele Nummern zu groß, um sie auszufüllen und darin sind sie untergegangen, weil sie zu leicht an billiges Geld kamen, Schulden aufhäuften, die sie heute nicht mehr bedienen können.

    Diese dürfen wir heute finanzieren in immenser Höhe. Nicht absehbar und Ende offen...
  4. #113

    *

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Knapp 500 Milliarden Euro - diese gewaltige Summe soll die übrige Euro-Zone der Deutschen Bundesbank schulden, versteckt in einem Unterposten der Notenbankbilanz. Nach SPIEGEL-Informationen gibt die Bundesregierung jetzt Entwarnung. Doch die Begründung mutet fragwürdig an.

    Schuldenkrise: Schwierige Suche nach den versteckten Euro-Risiken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Traurig, dass unsere Regierung nicht weiß, wie § 19 Abs. 1 KWG "Kredit" definiert, und deshalb so tut, als sei nur ein "Gelddarlehen" im Sinne des § 488 BGB auch ein "Kredit"...
  5. #114

    Es gibt auch politische Alternativen,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Knapp 500 Milliarden Euro - diese gewaltige Summe soll die übrige Euro-Zone der Deutschen Bundesbank schulden, versteckt in einem Unterposten der Notenbankbilanz. Nach SPIEGEL-Informationen gibt die Bundesregierung jetzt Entwarnung. Doch die Begründung mutet fragwürdig an.
    (...).
    Da wirkt es wie Pfeifen im Walde, dass die Bundesregierung nach SPIEGEL-Informationen die Target-Risiken in ihrer Antwort auf Gauweilers Anfrage weitgehend negiert. Zumal selbst Sinns wissenschaftliche und publizistische Konkurrenten nicht in Abrede stellen, dass die Target-Risiken tatsächlich existieren. Anders als Sinn sieht aber zum Beispiel der Wirtschaftsweise Peter Bofinger keine politische Alternative zum Target-System.

    Schuldenkrise: Schwierige Suche nach den versteckten Euro-Risiken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    auch wenn Herr Bofinger das anders einschätzt. Schließlich und endlich würde Griechenland auch nach einem Euro-Austritt von Subventionsgeldern der EU abhängen. Es wäre also politisch durchsetzbar, dass Griechenland seine Schulden (auch wenn es lange dauern würde) abzahlt, ansonsten könnte man auch diese Zahlungen einstellen.
    Fragwürdig wird die Rolle eines Herrn Bofinger, der als sogenannter Wirtschaftsweiser offensichtlich politisch gewünschte und gern gehörte Aussagen über die Alternativlosigkeit einer immer größeren Schuldenfinanzierung der Südperipherie über die Ergebnisse der ökonomischen Analyse stellt.
  6. #115

    Welches Argument!!

    Zitat von PeterPaulPius Beitrag anzeigen
    Die Schere wäre ja immer weiter auseinander gegangen. Ich bin davon überzeugt, dass wir in Europa ohne den EURO bereits wieder Krieg hätten.
    Und hat man keine Argumente mehr, bringt man halt die
    Kriegskeule daher.

    Jetzt wird also der Euro zum Kriegsverhinderer stilisiert, vielleicht
    auch noch heilig oder zumindest selig gesprochen?

    Selten so einen Quatsch gelesen.
  7. #116

    Zwecklüge

    Zitat von tümmler59 Beitrag anzeigen
    Irgendwie verstehe ich die Antwort des Finanzministerium nicht. Also: Die Position dient dazu die Bilanz zu schließen. In einer Bilanz dürfen aber nur Aktiva (Vermögenspositionen) oder Passiva (Verbindlichkeiten) ausgewiesen werden. Ergo handelt es sich um Verbindlichkeiten = Schulden. Für wie doof hält uns die Regierung eigentlich?
    Dass es sich bei der Antwort der Bundesregierung um eine Zwecklüge handelt, sieht man auch an der Logik der Antwort, nämlich:

    1. Es sind keine Kredite
    2. Falls Griechenland die Eurozone verlässt, "besteht die Forderung weiter" - dann ist es also doch ein Kredit.

    Tatsächlich sind die Target-2 Salden unbesicherte Forderungen, die laufend weiter anwachsen. "Brücken ins Nirgendwo kollabieren irgendwann", sagte der PIMCO Chef im Spiegel Interview.
    Ein anderer Ausdrück für "Brücke ins Nirgendwo" wäre "Blase".

    Was hat der Mann eigentlich anderes gesagt, als dass die Blase schon 2012 platzt?
  8. #117

    auch bei Apple und den Chinesischen Handelsministerium posten ...

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    ... Wer in diesem System also Geld gegen Schuld verleiht, sollte sich klar machen das man den Schuldner NIEMALS arm machen darf, niemals erschlagen oder ihm sonstwas antun .. sonst verliert man eben seine Forderungen einfach! ... sollte geistig auch in der Lage sein zu merken was passiert wenn er den "Schuldner" überfordert - ...
    Sehr geehrter Forist,
    neben vielem Richtigen taucht in Ihren Beiträgen häufig die Meinung auf, Deutschland und seine Menschen und Organisationen hätten Griechenland zerstört (Handelsungleichgewicht).
    Zerstört, indem sie einerseits zuviele Produkte geliefert hätten, und andererseits von dort zuwenig Ouzo, Olivenöl und Feta gekauft und dort zuwenig Urlaub gemacht hätten.

    M.E. berücksichtigen Sie dabei nicht genügend, dass gerade die vielen Konsumgüter (Handys & Smartphones, PCs, Kameras, Elektrogeräte, ...) nicht aus D, sondern z.B. aus Asien oder den Amerikas importiert worden waren, Rohstoffe und Energieträger aus dem Mittleren und Nahen Osten und Nordafrika.
    (Und die "Fregatten", die PKW aus D hätte man wie sowieso schon viele Fahrzeuge dann vermehrt woanders bestellt, wie schon bisher in Korea, Japan, Frankreich, ...)
    All dieser Konsum hat die verheerende Handelsbilanz Griechenlands, ähnlich wie bei einigen anderen PIIGS, bewirkt. Von Beamtenheeren mit überhöhten Einkommen verkonsumiert.

    Deutschland und seine Exporteure hätten das nicht verhindern können.
    (Ihre Mahnungen wären demnach auch beim Chinesischen Handelsministerium, und bei Apple usw. zu platzieren.)

    Dennoch sehe ich ansonsten manches bedenkenswerte in Ihren Beiträgen ...
    HansC
  9. #118

    läppische 30 Mrd.

    Zitat von JoergHamburg Beitrag anzeigen
    Dass es sich bei der Antwort der Bundesregierung um eine Zwecklüge handelt, sieht man auch an der Logik der Antwort, nämlich:

    1. Es sind keine Kredite
    2. Falls Griechenland die Eurozone verlässt, "besteht die Forderung weiter" - dann ist es also doch ein Kredit.

    Tatsächlich sind die Target-2 Salden unbesicherte Forderungen, die laufend weiter anwachsen. "Brücken ins Nirgendwo kollabieren irgendwann", sagte der PIMCO Chef im Spiegel Interview.
    Ein anderer Ausdrück für "Brücke ins Nirgendwo" wäre "Blase".

    Was hat der Mann eigentlich anderes gesagt, als dass die Blase schon 2012 platzt?
    Bei der Antwort der Bundesregierung handelt es sich nicht um eine Lüge, die haben nur gewulfft.

    Das Risiko GR ist doch überschaubar. Wird doch im SPON Artikel beschrieben:
    "Gar nicht mal so unrealistisch wirkt hingegen der Fall, dass Griechenland die Euro-Zone verlässt und die griechische Notenbank ihre Target-Verbindlichkeiten nicht begleichen kann oder will. In diesem Fall würden der Bundesbank Verluste von etwa 30 Milliarden Euro entstehen."

    Lohnt es sich wirklich, sich über lediglich 30 Mrd. aufzuregen? Zumal es ohnehin nur eine theoretische Diskussion ist, denn wir werden weder GR noch andere Südstaaten fallen lassen.

    Es ist schlichtweg zu spät.
  10. #119

    Zitat von PeterPaulPius Beitrag anzeigen
    Die Schere wäre ja immer weiter auseinander gegangen. Ich bin davon überzeugt, dass wir in Europa ohne den EURO bereits wieder Krieg hätten.
    "Wir wollen diese Flagge nicht, wir wollen die Hymne nicht, wir wollen diese politische Klasse nicht, wir wollen den ganzen Kram auf dem Müllhaufen der Geschichte haben.
    Wenn Sie den Menschen ihre Identität und ihre Demokratie rauben, bleiben ihnen am Ende nur noch Nationalismus und Gewalt.
    Ich kann nur hoffen und beten, dass die Märkte das Euro-Projekt beseitigen, bevor es wirklich so weit kommt."


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