Schuldenkrise: Anleger zweifeln an Spanien und Italien

Beide Länder stecken tief in der Krise. Beide Länder reformieren eifrig. Und beide Länder müssen um das Vertrauen der Anleger ringen. Nun geraten Spanien und Italien wieder in den Sog der Schuldenkrise: Die Risikoaufschläge für Anleihen der beiden Euro-Staaten legen deutlich zu.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...826657,00.html
  1. #1

    .

    die 'Anleger' sind entweder nicht sehr wissend, wenn sie Italien und Spanien in einen Topf werfen, oder sie sind opportunistisch. Wahrscheinlich beides.
  2. #2

    Das Spardiktat verunsichert die Investoren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beide Länder stecken tief in der Krise. Beide Länder reformieren eifrig. Und beide Länder müssen um das Vertrauen der Anleger ringen. Nun geraten Spanien und Italien wieder in den Sog der Schuldenkrise: Die Risikoaufschläge für Anleihen der beiden Euro-Staaten legen deutlich zu.

    Schuldenkrise: Anleger zweifeln an Spanien und Italien - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Märkte sind es, nicht die Regierungen, die die Krise anheizen. Sie fordern wieder höhere Risikoaufschläge von Madrid, obwohl die konservative spanische Regierung dem konservativen deutschen Finanzminister aufs Wort folgt und immer neue, radikalere Sparprogramme auflegt. 10 Mrd. Euro sollen jetzt zusätzlich ausgerechnet im Bildungs- und Gesundheitswesen eingespart werden. Und wie es sich im deutschen Europa gehört, wurde dies in der FAZ angekündigt und erst danach in Spanien selbst publik gemacht.

    Es sind diese irrwitzigen Sparprogramme, die das Wachstum abwürgen, das Vertrauen der Investoren zerstören und die Krise anheizen.
    Euro-Rettung beendet, Spanien wankt - Lost in EUrope
  3. #3

    Und täglich grüßt das Murmeltier.

    Zitat von lostineu Beitrag anzeigen
    Die Märkte sind es, nicht die Regierungen, die die Krise anheizen. Sie fordern wieder höhere Risikoaufschläge von Madrid, obwohl die konservative spanische Regierung dem konservativen deutschen Finanzminister aufs Wort folgt und immer neue, radikalere Sparprogramme auflegt. 10 Mrd. Euro sollen jetzt zusätzlich ausgerechnet im Bildungs- und Gesundheitswesen eingespart werden. Und wie es sich im deutschen Europa gehört, wurde dies in der FAZ angekündigt und erst danach in Spanien selbst publik gemacht.

    Es sind diese irrwitzigen Sparprogramme, die das Wachstum abwürgen, das Vertrauen der Investoren zerstören und die Krise anheizen.
    Euro-Rettung beendet, Spanien wankt - Lost in EUrope
    Was Menschen wie sie nicht verstehen ist die Tatsache, dass es so einfach nicht weitergeht. Bisherige Strategie war immer: Wir machen schön Schulden, damit die Wirtschaft schön wächst. Für dieses Ponzi-Schema kommt jetzt die Quittung. Es gibt kein Geld mehr, um Wahlgeschenke zu verteilen oder künstliches Wachstum zu erzeugen. Der Staat soll sich endlich aus dem Leben der Bürger heraushalten und um seine Kernaufgaben kümmern. Schulden machen gehört garantiert nicht dazu! Irgendwann kommt halt das Aufwachen mit Kopfweh, weitertrinken ist keine Lösung!
  4. #4

    Zitat von FreieWelt Beitrag anzeigen
    Was Menschen wie sie nicht verstehen ist die Tatsache, dass es so einfach nicht weitergeht. Bisherige Strategie war immer: Wir machen schön Schulden, damit die Wirtschaft schön wächst. Für dieses Ponzi-Schema kommt jetzt die Quittung. Es gibt kein Geld mehr, um Wahlgeschenke zu verteilen oder künstliches Wachstum zu erzeugen. Der Staat soll sich endlich aus dem Leben der Bürger heraushalten und um seine Kernaufgaben kümmern. Schulden machen gehört garantiert nicht dazu! Irgendwann kommt halt das Aufwachen mit Kopfweh, weitertrinken ist keine Lösung!
    Und was Menschen wie Sie nicht verstehen, ist die Tatsache, dass in diesem unserem Wirtschaftsystem jedem Guthaben eine Schuld gegenüberstehen muss.
    Irgendwann landet ein Großteil der Schulden beim Staat.
    Wenn er nicht dort wäre, wäre er bei Ihnen und bei mir und bei vielen anderen.

    Das Problem ist, dass ein System, welches zum Wachsen verdammt ist, nun mal nicht auf ewig funktioniert.

    Die Exponentialfunktion lässt grüßen.

    Die Umdenke muss viel tiefgreifender sein, als ihr banaler (und hinkender) Vergleich mit dem Alkoholsünder.
  5. #5

    Zitat von mr-mojo-risin´ Beitrag anzeigen
    Und was Menschen wie Sie nicht verstehen, ist die Tatsache, dass in diesem unserem Wirtschaftsystem jedem Guthaben eine Schuld gegenüberstehen muss.
    Irgendwann landet ein Großteil der Schulden beim Staat.
    Wenn er nicht dort wäre, wäre er bei Ihnen und bei mir und bei vielen anderen.

    Das Problem ist, dass ein System, welches zum Wachsen verdammt ist, nun mal nicht auf ewig funktioniert.

    Die Exponentialfunktion lässt grüßen.

    Die Umdenke muss viel tiefgreifender sein, als ihr banaler (und hinkender) Vergleich mit dem Alkoholsünder.
    Was schlagen Sie denn vor, noch mehr Schulden? Das ging einige Jahrzehnte gut, aber wenn die Maerkte fuer festverzinsliche Anleihen hoehere Risikoaufschlaege verlangen ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Der Staat kann nicht wie ein Drogensuechtiger nach immer mehr Steuergeldern hecheln, auf die Dauer ruiniert uns das alle. Wir muessen uns an den Gedanken gewoehnen, dass wir bedauerlicherweise noch einige Jahre mit negativem Wachstum leben muessen. Beamtengehaelter / diverse Verguenstigungen muessen gesenkt werden. Singapur hat neulich Spitzenbeamten die Gehaelter bis 50% gekuerzt, so wird ein Schuh daraus. Natuerlich ist es mancherorts direkt lebensgefaehrlich wirklich durchgreifende Arbeitsmarktreformen durchzufuehren, sprich um wahres Talent an die Front zu lassen. Alles muss durkaemmt werden, die groessten Posten (Sozialhilfe etc.) sind die wichtigsten. Statlich Arbeitslosenunterstuetzung muss sehr deutlich unter den Mindestlohn fallen, warum sollte sich ansonsten ein Arbeitsloser aus dem Bett bewegen? Hilfe zur Selbsthilfe, statt Abhaengigkeit von Allmosen. Besser fuer alle Beteiligten.
  6. #6

    Erstaunlich

    Es ist schon erstaunlich, wie vergleichsweise gesittet es in den Kommentaren zugeht, wenn davon die Rede ist, dass Spanien und Italien die nächsten Bleigürtel für das sinkende Schiff Europa sind. Im Falle Griechenlands hatte man eher den Eindruck Deutschland verwandelt sich in einen Lynchmop. Mallorca wirkt.
  7. #7

    Mutti: richte die nächsten 1 000 Mrd €!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beide Länder stecken tief in der Krise. Beide Länder reformieren eifrig. Und beide Länder müssen um das Vertrauen der Anleger ringen. Nun geraten Spanien und Italien wieder in den Sog der Schuldenkrise: Die Risikoaufschläge für Anleihen der beiden Euro-Staaten legen deutlich zu.

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    Klar, dass die Deutschen wieder herangenommen werden, um die Länder des Klub MED zu stützen.
    Nur: Was macht unsere Regierung? Wieder zahlen mit weiteren Schulden und Belastungen des Bürgers? Soll auch D. endlich verelendet werden? Wie die ganze PIIGS-Gruppe und viele andere?
    Die Schwarz-Gelben müssen weg! Die sind ein Unglück für D.!
    Wahltag ist Zahltag. Zwei wichtige Wahlen stehen in wenigen Tagen an. Mutti & Co können es nicht!
  8. #8

    Falsch!

    Zitat von mr-mojo-risin´ Beitrag anzeigen
    Und was Menschen wie Sie nicht verstehen, ist die Tatsache, dass in diesem unserem Wirtschaftsystem jedem Guthaben eine Schuld gegenüberstehen muss.
    Irgendwann landet ein Großteil der Schulden beim Staat.
    Wenn er nicht dort wäre, wäre er bei Ihnen und bei mir und bei vielen anderen.

    Das Problem ist, dass ein System, welches zum Wachsen verdammt ist, nun mal nicht auf ewig funktioniert.

    Die Exponentialfunktion lässt grüßen.

    Die Umdenke muss viel tiefgreifender sein, als ihr banaler (und hinkender) Vergleich mit dem Alkoholsünder.
    Keine vernünftige, werthinterlegte Währung ist zu ewigem Wachstum verdammt. Sie kommen mir vor wie ein gewisser Prof. Gravebatz im Elfenbeinturm. Leuten wie Ihnen haben wir diesen Schlamassel zu verdanken! Ständig daherpolemisieren aber keine vernünftigen Vorschläge machen! Wir benötigen eine Entomonopolisierung des Geldes, sonst nichts. Ansonsten haben sie richtige Ansätze erkennen lassen, der Rest von ihrem Geschreibsel gehört allerdings auf den Stammtisch!

    Schönen Tag noch.
  9. #9

    auf pump kann man nur eine weile leben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beide Länder stecken tief in der Krise. Beide Länder reformieren eifrig. Und beide Länder müssen um das Vertrauen der Anleger ringen. Nun geraten Spanien und Italien wieder in den Sog der Schuldenkrise: Die Risikoaufschläge für Anleihen der beiden Euro-Staaten legen deutlich zu.

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    das eigentliche problem ist, dass die meisten laender der eu einen lebensstandard geniessen, der nie erarbeitet wurde. wenn man geld leiht und dieses verkonsumiert und nicht investiert kann man logischerweise nie zurueckzahlen. es wird also mit 100%iger sicherheit irgendwann nicht mehr weitergehen. die sogenannten investoren, die an dieser verantwortungslosen politik verdienen sind den politikern, die die situation geschaffen haben um einige IQ ueberlegen und hatten gerade veranlasst, dass die EZB 1 billion euro zu 0.5% an alle vergibt, die moechten. das erweiterte problem ist, die EZB gibt geld ab fuer das ebenfalls nie gearbeitet wurde. der zirkus dreht sich wie gehabt und endet wie gehabt in 1922/23 .. denn es werden die gleichen mechanismen bedient. der weg zurueck ist ein lebensstandard, wie in 1971 .. in allen laendern der eu .. dann wird es sau gesund . .nicht ganz so ueppig aber druchaus lebenswert.