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Schuldenkrise: Amerika hat es doch besser als Europa

Schuldenweltmeister USA? Von*wegen!*Im Vergleich der beiden großen westlichen Wirtschaftsräume verbessert sich Amerikas Position allmählich. In der Euro-Zone sieht es dagegen immer düsterer aus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...810748,00.html
  1. #120

    Hääää???

    [QUOTE=muellerthomas;9498400Das sind also keineswegs echte anfallende Schulden, sondern der Gegenwartswert von hypothetisch anfallenden Defiziten in der Vergangenheit, wenn es keine Veränderung gibt.[/QUOTE]

    Hypothetisch anfallende Defizite in der Vergangenheit?
    Was soll das denn sein?
    Entweder es gab in der Vergangeheit ein Defizit, dann ist es nicht hypotetisch, oder es gab kein Defizit, dann ist auch keines angefallen. Egal, ob sich was verändert oder nicht.
  2. #121

    Es

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schuldenweltmeister USA? Von*wegen!*Im Vergleich der beiden großen westlichen Wirtschaftsräume verbessert sich Amerikas Position allmählich. In der Euro-Zone sieht es dagegen immer düsterer aus.

    Schuldenkrise: Amerika hat es doch besser als Europa - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    wird noch lange dauern, bis der amerikanische Spirit ( in Krisen steht die Nation zusammen ) Europa oder auch nur den €uroraum erreicht.
    Bei unserer Regierung und verantwortungsbewussten Politikern ( z.B. Schmidt ) ist die Solidarität mit notleidenden Staaten zu erkennen, leider nicht bei einem zu grossen Teil der deutschen Bevölkerung.
    Dabei kann der heutige Hilfsbedürftige schon der Helfer von Morgen sein.
    Aber Neiddebatten und Geiz ist geil - Mentalität verschliessen den Blick darauf, dass man in der Not zusammenhalten muss, sofern man Krisen erfolgreich durchstehen will.
    Der Beitrag ist ein berechtigter Schlag ins Gesicht der Amerika - basher.
    Schön wäre es, wenn gewisse Kreise daraus lernen würden.
    Aber davon kann man allenfalls träumen, leider.
  3. #122

    Zitat von Anathos Beitrag anzeigen
    Die Total National Assets sinken nich nur kurzfristig sondern schon seit Monaten.
    :-)
    Die Zahl, auf die sich die Debt Clock Seite selbst bezieht, wird offiziell nur vierteljährlich veröffentlicht. bevor Sie also "Unsinn" titeln, vielelicht erstmal informeiren.

    Im McKinsey Bericht steht, dass 2/3 der Schuldenreduktion der Privathaushalte auf Defaults, also auf Bankrotte zurückgehen und nicht etwa auf eine Rückzahlung.
    Tatsache ist, dass die Brutto-Verschuldung der privaten Haushalte seit Q3 2008 tendenziell fällt (um 5,4% in dem zeitraum) und das Brutto-Vermögen seit Q1 2009 tendenziell - allerdings unter Schwankungen - steigt (um gut 10%).

    Diese Bankrotte werden aufgefangen, dadurch das die FED bedingungslos Dollar zur Verfügung stellt. Auf lange Sicht ist dies aber ein Schneeballsystem welches über Kurz oder Lang in eine höhere Inflation führen wird.
    Wo soll die Inflation denn herkommen, wenn nur die Fed-Bilanz wächst, aber die Kreditvergabe an den Privatsektor schwach bleibt?

    Dies wird die Kleinvermögen, Sparer und Leistungsempfänger (Pension etc) zusätlich treffen.
    Wenn die Fed nicht so expansiv wäre, hätte es die unteren Einkommen bereits viel stärker getroffen, dann wäre die Arbeitslosigkeit nämlich deutlich höher.

    Es gibt bereits jetzt 47 Millionen Amerikaner, welche nur mit Lebensmittelmarken überleben können und sollte die Fed ihre Politik weiterführen wird diese Zahl damatisch steigen weil man dann von der kleinen Pension nicht mehr leben kann.
    Diese Zahlen werden leider mit relativ großer Verzögerung veröffentlicht, wahrscheinlich wird die Zahl der Foodstam-Bezieher jedoch mit der fallenden Arbeitslosigkeit zurückgehen.

    Dies wird so nicht ewig weiterlaufen und von Entschulden kann bei 2/3 Defaults keine Rede sein.
    Also Tatsache ist ja nun, dass die Schuldenquote der privaten Haushalte spürbar gesunken ist, die Schuldenlastquote der Haushalte (also wieviel Prozent des Einkommens für Kreditzahlungen aufgewendet werden müssen) befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit Mitte der 90er Jahre.

    Was wäre denn Ihrer Meinung nach die bessere Alternative?
  4. #123

    Zitat von libertarian2012 Beitrag anzeigen
    Meine Einschaetzung, dass die Graphik falsch ist liegt daran, dass so ziemlich alle verfuegbaren Daten, von Quellen, die man in solchen Faellen normalerwesie heranzieht, deutlich anders aussehen (jeweilige Berichte der nationalen Ministerien und Zentralbanken, IMF, UN, selbst Wikipedia...)

    Oder anders gesagt: wenn Sie ein serioese Quelle finden koennen, nach der Deutschland im Jahre 1998 eine Staatsverschuldung von ca. 250% BIP gehabt hat, wuerde mich das sehr wundern.
    Oh man, ich schreib es hier nun zum gefühlt 100. Mal: Die Graphik von KcKinsey zeigt NICHT die Staatsschuldenquoten, sondern die gesamtschuldenquote von Staat, privaten Haushalten und Unternehmen - so wie es auch dort steht.
  5. #124

    [QUOTE=Anathos;9498849]
    Im McKinsey Bericht steht, dass 2/3 der Schuldenreduktion der Privathaushalte auf Defaults, also auf Bankrotte zurückgehen und nicht etwa auf eine Rückzahlung./QUOTE]

    BTW: Wo haben Sie diese 2/3 gefunden?
  6. #125

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    mal ein Schmankerl: wie alt ist der Dollar? Nun ja, googled mal nach. Und wieviele Waehrungen hat Deutschland verschlissen, seit es ihn gibt? Tja, ist schon erstaunlich ...
    Ok,
    der Dollar entstand so um 1690 (mit einigen Anlaufsjahren), der Schweizer Franken wurde 1850 eingeführt. Auf welches Pferd würden Sie da wetten?
  7. #126

    Zu kurz gesprungen...

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    welchen Krieg hat denn die DDR verloren? Und welchen Krieg fuehrt die Eurozone gerade? Aber es ist ja gerade diese platte Perspektive auf oekonomische Zusammenhaenge, welche die "Geldsystemabschaffer" hier im Forum auszeichnet. Sie haben Zero Ahnung.

    In gewisser Hinsicht aber durchaus konsequent: einfach die Abschaffung all dessen verlangen, was man nicht versteht. Das macht die Welt garantiert besser ...
    Der Dollar hat nur den Vorteil, dass er noch immer gleich heisst. Der Wert wurde auch beim Dollar schon mehrmals neu festgelegt. Im 20. Jahrhundert einmal mit Gründung der Fed und einmal mit Ende des Bretton Woods Abkommens.

    Die DDR hat als abhängiges Anhängsel der UDSSR den kalten Krieg verloren, der auch ein Wirtschaftskrieg war. Ohne die desolaten Zustände in der UDSSR wäre die friedliche Wende nie möglich gewesen. Das man bei einer Eingliederung der DDR in die BRD die D-Mark annimmt war doch wohl klar, in diesem Fall kam der Anschluß dem Zusammenbruch zuvor.

    Die Amerikaner haben durch ihre beiden Siege in den Weltkriegen den Dollar zur Weltleitwährung gemacht und provitieren davon massivst, da sie sich das Geld zum Import von Öl etc selbst drucken können, während alle anderen ihre Währungen zum marktpreis in Dollar tauschen müssen.

    Und im Gegensatz zu einem anderen kurzsichtigen Artikel hier bei Spon läuft sehr wohl ein Wirtschaftskrieg zwischen der EU und den USA um die Vormachtstellung des Dollar...dabei sind auch Kollateralschäden in Form von ein paar im Euroraum involvierten US Banken hinzunehmen...
  8. #127

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Nein? Na dann denke Sie doch noch mal in Ruhe darüber nach.
    Vielen Dank für Ihre Herablassende Art.

    Wer seine Kreditlinie bis zum Bersten ausgenutz hat, hate kaum eine Chane auf weitere Kredite und beraubt sich damit seiner Handlungsfähigkeit (egal ob privat, geschäftlich oder staatlich).
    Das ist ja zunächst einmal Ihre Annahme, dass Schulden gleichbedeutend sind mit "Kreditlinie bis zum Bersten ausgenutzt".

    Wer seine Verbindlichkeiten reduziert, schafft sich neuen Spielrau, um im Zweifelsfall wieder einen neuen Kredit aufzunehmen.
    Und wieso sollte nun ein Unternehmen, welches die "Kreditlinie nicht bis zum Bersten ausgenutzt" hat die Schulden reduzieren? In Ihrer Argumentation ist die Schuldenreduzierung offenbar ein Selbstzweck, um dann irgendwann später die Schulden erhöhen zu können.

    Blöd wird's nur, wenn der Gegenwert durch irgendeinen dummen Zufall, Unfall, Zwischenfall seinen Wert verliert....
    Wir reden doch heir über den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang, oder? Die globalen Gesamtguthaben entsprechen den globalen Gesamtschulden, anders geht es nicht. Wenn der Haushaltssektor in Summe Netto-Gläubiger sein möchte/soll, muss ein anderer Sektor in gleicher Höhe Netto-Schuldner sein.

    Warum sollte es pleite gehen? es kann doch weiter Kredite aufnehmen?!
    Oh man...das war Ihr Argument, dass auch ein Untenehmen nur so viel investieren könne, wie es erwirtschafte. Ich habe darauf geantwortet, dass man sich natürlich nur dann "kapuutinvestieren" könne, wenn man falsch investiert, sich die Investitionen also nicht rechnen. Denn geht die Investition auf, steigen schließlich die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse, das ist schließlich der Sinn einer Investition.

    Wie, da ist irgendwann mal schluß? Tja, so ist das bei Staaten auch. Die Frage ist nur, wann diese Grenze erreicht ist.
    Und woran machen Sie fest, dass nun schluß ist und nicht bei mehr Schulden?
  9. #128

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Hypothetisch anfallende Defizite in der Vergangenheit?
    Was soll das denn sein?
    Entweder es gab in der Vergangeheit ein Defizit, dann ist es nicht hypotetisch, oder es gab kein Defizit, dann ist auch keines angefallen. Egal, ob sich was verändert oder nicht.
    Tippfehler: Ich meinte natürlich "hypothetisch anfallende Defizite in der Zukunft" wie aus dem Zusammenhang auch hervorgehen sollte.
  10. #129

    schwäbische Hausfrau?

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Warum sollte es pleite gehen? es kann doch weiter Kredite aufnehmen?!
    Wie, da ist irgendwann mal schluß? Tja, so ist das bei Staaten auch. Die Frage ist nur, wann diese Grenze erreicht ist.
    Nein - so ist das bei souveränen Staaten mit ner Zantralbank eben nicht. Die ZB kann ihre Bilanz theoretisch ins Unendliche verlängern und so dem Gemeinwesen jede Summe zur verfügung stellen. Natürlich kann dann Inflation eintreten oder die Währung wertet im internationalen Vergleich ab - das muss aber nicht so sein.


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