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Schuldenkrise: Ahnungslos in die Euro-Dämmerung

DPADie meisten Bürger ahnen es noch nicht, doch das Endspiel um den Euro hat begonnen: Entweder Europas Regierungen schaffen noch schnell eine politische Union oder die Währungsgemeinschaft zerbricht. Egal, für welchen Weg sie sich entscheiden - für eine billige Lösung ist es wahrscheinlich längst zu spät.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,837214,00.html
  1. #460

    Zitat von Illoinen Beitrag anzeigen
    Denn die staatliche Schuldenkrise, die Europa derzeit zu verschlingen droht, wurde weder durch die Verschwendung staatlicher Gelder verursacht, noch ist sie durch fiskalische Austerität zu bewältigen. Im Gegenteil: Die Austerität hat die Krise verschärft und droht nun, den Euro zum Absturz und die Weltwirtschaft erneut ins Trudeln zu bringen.
    Sie argumentieren wie ein Süchtiger, der beim Ersten Anzeichen von Entzug sagt: so geht das nicht.

    Der Staat darf sich nicht mehr als aktiver Marktteilnehmer sehen, sondern muss die Wirtschaft auf sich selbst "schrumpfen" Das tut weh! Manchmal mehr ( Griechenland, vor allem nach einer Pleite ) und manchmal weniger ( D ist fast soweit ).

    Aber nur aus diesem Zustand kann langanhaltendes, nachhaltiges Wachstum geschaffen werden.

    Eine Wirtschaft, deren reales Wachstum nahezu ausschliesslich in Höhe der Staatsverschuldung besteht ( hatten wir lange Zeit sogar in D ) ist todkrank. Weitere staatliche Schuldzuschüsse sind nichts anderes als ein extra Schuss für einen Junkie.
  2. #461

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Dem Keynesianismus verdanken wir das „Goldene Zeitalter“ des Kapitalismus (Kriegsende bis Mitte der 1970er Jahre). Wie „selten“ Keynesianismus funktioniert hat, können Sie hier
    nachlesen.
    Sorry, keine Nachdenkseiten verlinken. Ist für mich Todsünde und bankrotterklärung, dass man selber nicht nachdenken kann. Was dort veröffentlicht wird ist i.d.R. gequirrlte Sch.... Aber abgesehen davon gabs bis in die 70-er keinen Keyniasnismus. Es gab schlicht keine Neuverschuldung, bevor Uns Totalversager Willy Brandt mit 11 % für die ÖTV das heutige Desaster einleitete.
    Und es waren keynesianische Rezepte, die 2008 einen Totalabsturz verhindert haben!
    2008 wurde der Absturz der koreanischen und japanischen Automobilindustrie verhindert, sonst nichts. Die grösste Geldverschwendung in der jüngeren Geschichte mit katastrophalen Auswirkungen auf heimische Marken wie Opel, die bis heute nachwirken! Der grösste finanzpolitische Unsinn nach Willy Brandts 11 % seit WK II

    Wenn es denn eine „seriöse Finanzpolitik“ wäre! Wir haben aber eine von Banken, Versicherungen, Hedgefonds und Finanzoligarchen interessengeleitete Neuauflage der in den 1930er Jahren gescheiterten Brüning'schen Austeritätspolitik!

    Reichen die Zustände in Griechenland immer noch nicht, um zu begreifen, dass Sparen in der jetzigen Situation alles nur noch schlimmer macht?
    Nochmals, auch die griechische Wirtschaft wird auf ihre Substanz reduziert werden ( müssen ), da schlicht kein Geld vom Himmel regnet. Die Griechen wissen noch gar nicht, wo die Reise wirklich hingeht ( vor allem, wenn sie die linken Spinner wählen ). Kleiner Tip: Mit Ruder, Segel und Sandale waren sie mal sehr erfolgreich.
  3. #462

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    Eine Wirtschaft, deren reales Wachstum nahezu ausschliesslich in Höhe der Staatsverschuldung besteht ( hatten wir lange Zeit sogar in D ) ist todkrank. Weitere staatliche Schuldzuschüsse sind nichts anderes als ein extra Schuss für einen Junkie.
    Was, Sie wollen lediglich eine Rendite in Höhe des jährlichen Wirtschaftswachstums (welches Sie dann auch noch inflationsbereinigen müßten)? Dann schauen Sie sich die Zahlen doch einfach mal an! Die Junkies der Finanzwirtschaft setzen doch da lieber auf Staatsverschuldung und permanente Schuldenkrisen, nicht wahr?
  4. #463

    Klippschulökonomie

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    Sorry, keine Nachdenkseiten verlinken. Ist für mich Todsünde und bankrotterklärung, dass man selber nicht nachdenken kann. Was dort veröffentlicht wird ist i.d.R. gequirrlte Sch....
    Wenn selber nachdenken Ergebnisse wie bei Ihnen zeitigt, bleibe ich lieber bei den Nachdenkseiten. Sie möchten sich doch nur Ihr liebevoll gehegtes und gepflegtes Weltbild nicht durch krude Fakten kaputtmachen lassen.

    Aber abgesehen davon gabs bis in die 70-er keinen Keyniasnismus. Es gab schlicht keine Neuverschuldung, bevor Uns Totalversager Willy Brandt mit 11 % für die ÖTV das heutige Desaster einleitete.
    Kein Keynesianismus? Dann muss die Ökonomiegeschichte der Siebziger neu geschrieben werden. Die 11 Prozent waren sicher ein zu großer Schluck aus der Pulle, aber dass damit das heutige Desaster eingeleitet wurde, ist eine Legende unserer Marktreligiösen.

    2008 wurde der Absturz der koreanischen und japanischen Automobilindustrie verhindert, sonst nichts. Die grösste Geldverschwendung in der jüngeren Geschichte mit katastrophalen Auswirkungen auf heimische Marken wie Opel, die bis heute nachwirken! Der grösste finanzpolitische Unsinn nach Willy Brandts 11 % seit WK II.
    Es gab nicht nur die Abwrackprämie, ein Konstrukt aus Lobbyismus und Wahlkampf.

    Nochmals, auch die griechische Wirtschaft wird auf ihre Substanz reduziert werden ( müssen ), da schlicht kein Geld vom Himmel regnet. Die Griechen wissen noch gar nicht, wo die Reise wirklich hingeht ( vor allem, wenn sie die linken Spinner wählen ). Kleiner Tip: Mit Ruder, Segel und Sandale waren sie mal sehr erfolgreich.
    Die Griechen wissen bereits sehr gut, wo die Reise hingehen soll, weil rechte Spinner einer Klippschulökonomie anhängen.
  5. #464

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Wenn selber nachdenken Ergebnisse wie bei Ihnen zeitigt, bleibe ich lieber bei den Nachdenkseiten. Sie möchten sich doch nur Ihr liebevoll gehegtes und gepflegtes Weltbild nicht durch krude Fakten kaputtmachen lassen.
    Sehen Sie, Fakten sind was anderes. Ein Staat, welcher sich verschuldet, ist quasi auf die Ersparnisse der Kleinen Leute irgendwo angewiesen. In den allermeisten Fällen sind dies Rentenfonds, Lebensversicherer oder sonstige AUF SICHERHEIT bedachte Anleger. Natürlich haben Sie immer einen gewissen Grundstock der angelegt sein will und natürlich kann man theoretisch daraus abfolgern, Schulden müssten nicht zurückbezahlt werden ( Zinsen sind ja wirklich wichtiger ), aber das ganze ist dann doch schon wieder sehr eindimensional. Denn Fakt ist eben immer noch, dass ein Staat, der Geld braucht, sich dieses leihen muss und dazu gehört vom Leihenden Vertrauen.

    Die EU ist zur Zeit dabei dieses Vertrauen zu verspielen. Es gab schon einen verdammt guten Grund, die Verschuldungsobergrenze bei 3% zu ziehen. Denn das bedeutet quasi einen gleichbleibenden Gesamtbetrag unter Berücksichtigung der Inflation.

    Sie können jetzt natürlich die wildesten Argumentationen nehmen, warum es wie sinnvoll ist, wann und wie hoch sich welcher Staat verschuldet.

    ABER: Sie vergessen dabei das allerwichtigste: Wo soll die Kohle herkommen und wie geht es langfristig weiter. Darüber machen sich weder Müller noch Münchau Gedanken. Im Zweifelsfall halt das restliche in die Gemeinschaft verbleibend Vertrauen in Form von Eurobonds ausnutzen ... und dann? Wieder keine Antwort.

    Münchau und Müller sind wie Pippi Langstrumpf: Ich mach die Welt, wie sie mir gefällt!

    Aus selbstkonstuierten Vorgaben eine Wunschwelt zu zimmern, bei der keiner nachfragt, ob sie funktioniert, mag man ja Nachdenkseiten nennen, für mich ist es eher Müllis Wirtschaftsmärchenstunde.



    Kein Keynesianismus? Dann muss die Ökonomiegeschichte der Siebziger neu geschrieben werden. Die 11 Prozent waren sicher ein zu großer Schluck aus der Pulle, aber dass damit das heutige Desaster eingeleitet wurde, ist eine Legende unserer Marktreligiösen.
    Wir hatten in den 70-ern einen stetigen Schuldenzuwachs. Das hat mit Keynes NICHTS zu tun. Und die 11 % waren der Anfang in die Konsumorientierte Staatsverschuldung. Nix Legende.

    Die Griechen wissen bereits sehr gut, wo die Reise hingehen soll, weil rechte Spinner einer Klippschulökonomie anhängen.
    Die Griechen wissen noch gar nix. Ich empfehle, wenn sie so weiter machen, mal in Nordkorea nachzufragen. Dort soll es excellente Rezepte für Grasswurzelsuppe geben. Denn wie ich oben so schön versucht habe darzulegen. Die Griechen wollen weiter Geld ausgeben. Wo solls denn herkommen?
  6. #465

    Janusgesichtige Staatsschulden

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    Sehen Sie, Fakten sind was anderes. Ein Staat, welcher sich verschuldet, ist quasi auf die Ersparnisse der Kleinen Leute irgendwo angewiesen. […]
    Ich konfrontiere Sie jetzt einfach mal mit den beachtlichen Einsichten des eigentlich neoliberal geprägten Ökonomieprofessors Christian von Weizsäcker, in einem Essay für die FAZ kommt er zu folgenden Erkenntnissen:

    a. Staatsschulden sind zugleich privates Vermögen. Doch Defizite werden in der deutschen Debatte nur negativ gesehen – zu Unrecht.

    b. Die Theorie, nach der private Investitionen durch staatliches Schuldenmachen verdrängt werden (Crowding-out), ist heute für Deutschland nicht mehr gültig.

    c. Eine Verringerung der Staatsverschuldung führt (somit) in Deutschland nicht zu mehr Realkapital. Das Gegenteil ist zu befürchten. Eine Finanzpolitik extremer Sparsamkeit wird zu Kürzungen der öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur führen. Die Verkehrswege werden vernachlässigt, die Schulgebäude bleiben angesichts desolater kommunaler Finanzen in ihrem schlechten Zustand. Die von der öffentlichen Hand zu verantwortenden Engpässe beim Ablauf des normalen wirtschaftlichen und sozialen Lebens werden immer schmerzlicher – auf Kosten künftigen Wirtschaftswachstums und künftiger Steuereinnahmen.

    d. Eine starre Schuldenbremse, wie sie jetzt für Deutschland vorgesehen ist, kann nicht der richtige Weg sein. Sie kann bei der erforderlichen Konsolidierung in vielen anderen europäischen Staaten in die Depression führen.

    e. Eine Depression wird, wie die Geschichte lehrt, den freien Welthandel zerstören und die Desintegrationstendenzen in der EU verstärken, sehr zum Schaden der deutschen Exportwirtschaft.

    f. Griechenland, Portugal und Spanien kann der Konsolidierungskurs nur gelingen, wenn die Konjunktur in Europa gut läuft.

    (Zusammenstellung aus den Nachdenkseiten)

    Wir hatten in den 70-ern einen stetigen Schuldenzuwachs. [...]
    Wir hatten in den Siebzigern ein langsames Auslaufen des Nachkriegsbooms und zwei Ölpreisschocks – und mit mehr möchte ich Sie gar nicht belasten.

    Die Griechen wissen noch gar nix. Ich empfehle, wenn sie so weiter machen, mal in Nordkorea nachzufragen. Dort soll es excellente Rezepte für Grasswurzelsuppe geben. Denn wie ich oben so schön versucht habe darzulegen. Die Griechen wollen weiter Geld ausgeben. Wo solls denn herkommen?
    Aus einem Aufruf französischer Intellektueller vom 1. 3. 2012:

    In eben dem Moment, in dem jeder zweite jugendliche Grieche arbeitslos ist, in dem 25000 Obdachlose durch die Straßen von Athen irren, in dem 30% der Bevölkerung unter die Armutsschwelle gefallen sind, in dem Tausende von Familien dazu gezwungen sind, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken, damit sie nicht vor Hunger und Kälte sterben, in dem die neuen Armen und die Flüchtlinge sich auf den öffentlichen Müllhalden um die Abfälle streiten - in eben diesem Moment zwingen die „Retter“ Griechenlands unter dem Vorwand, dass die Griechen „sich nicht hinreichend Mühe geben“, diesem Land einen neuen Hilfeplan auf, der die verabreichte tödliche Dosis noch einmal verdoppelt. Dieser Plan schafft das Recht auf Arbeit ab, stürzt die Armen in extremes Elend und bringt zugleich die Mittelklassen vollständig zum Verschwinden.
  7. #466

    Wahrnehmungsstörung? Deutschland hat durch die Einführung des größten Niedriglohnsektors in Europa, die Wettbewerbsfähigkeit anderer Länder in der EU massiv untergraben. Ursachen und Wirkung sollte man nicht verwechseln.
  8. #467

    Das wirkliche Problem

    Das wirkliche Problem ist...(...)

    Zuallererst sollten sich alle interessierte erst einmal einen Vergleich anschauen zwischen den Länder wie Griechenland oder Spanien und Deutschland, vor der Währungsunion und danach diese Zahlen können sehr gut in folgenden links eingesehen werden. Nur aber für wirklich interessiert, hier werden die Verbindungen graphisch dargestellt, das sollte inzwischen gemeinsames Wissen in Deutschland sein:
    Griechenland CA
    http://www.indexmundi.com...

    Spanien CA
    http://www.indexmundi.com...

    etc für Irland, Portugal und Italien sind fast alle Zahlen identisch.

    und danach sollte man sich Deutschland CA anschauen:
    http://www.indexmundi.com...

    hier kann man sehr gut erkennen, dass all die GIIPS CAs die genauen gleichen Trends und Muster zeigen, nämlich eine totale Entgleisung in dem Moment, als sie sich dem Euro und Deutschland anschließen, CA zeigt wieder den Moment, wenn die peripheren Wirtschaften den Euro zusammenfügen, demselben Trend *inverted*, nämlich einen riesigen Gewinn. An diesen Daten können sie die Probleme genau erkennen...
    Was geschah? Zuerst erfuhren die peripheren Wirtschaften eine riesige Neubewertung ihrer Währung und Deutschlands eine Abwertung, die einen riesigen Auftrieb für Deutschlands Exporten zur Folge hatte. Die Berechnung zeigt, dass im Falle von Griechenland 1$ = 352 Dr. im Jahr 2000, und später in 2008 1 $ = 67 Dr.! Keine Wirtschaft kann dieser Art von Neubewertung standhalten, ohne ein großes Außenhandelsdefizit auf sich zu ziehen. Zweitens und eventuell mehr bedeutend erfuhren die peripheren Wirtschaften riesige Inflation in Bezug auf Deutschland, das führte u.a. dann zu hohen Überschüssen wie man sehr gut an den Tabellen erkennen kann. Das konnte nicht funkionieren. Das aber wusste Deutschland vorher. Statt nationalistische Töne in Deutschland, sollte endlich dafür gesorgt werden, dass die kleinen Länder in der EU wieder mehr wachsen können, und das geht nur, wenn Deutschland bereit ist, seine Binnennachfrage durch höhrere Löhne anzukurbeln.
  9. #468

    Zustimmung

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    Sie argumentieren wie ein Süchtiger, der beim Ersten Anzeichen von Entzug sagt: so geht das nicht.

    Der Staat darf sich nicht mehr als aktiver Marktteilnehmer sehen, sondern muss die Wirtschaft auf sich selbst "schrumpfen" Das tut weh! Manchmal mehr ( Griechenland, vor allem nach einer Pleite ) und manchmal weniger ( D ist fast soweit ).

    Aber nur aus diesem Zustand kann langanhaltendes, nachhaltiges Wachstum geschaffen werden.

    Eine Wirtschaft, deren reales Wachstum nahezu ausschliesslich in Höhe der Staatsverschuldung besteht ( hatten wir lange Zeit sogar in D ) ist todkrank. Weitere staatliche Schuldzuschüsse sind nichts anderes als ein extra Schuss für einen Junkie.
    ............

    Womit die Demokratie auch ihre Grenzen aufzeigt: Die Politik hat sich in eine peinliche Abhängigkeit von der Wirtschaft begeben, und wenn sie der endlich die erforderlichen Grenzen aufzeigte, führte das zu Einschnitten, die die Wähler griechisch wählen ließen.
    Also wird weiter gelogen und etwas aufrechterhalten, was einfach nur kaputt und krank ist.
    Bis das eines Tages auch der Letzte merkt....
    rabenkrähe
  10. #469

    Die NachDenkSeiten

    [QUOTE=sysop;10316237]Die meisten Bürger ahnen es noch nicht, doch das Endspiel um den Euro hat begonnen: Entweder Europas Regierungen schaffen noch schnell eine politische Union oder die Währungsgemeinschaft zerbricht. Egal, für welchen Weg sie sich entscheiden - für eine billige Lösung ist es wahrscheinlich längst zu spät.

    Die Wachhunde der Machtelite: Noam Chomskys Kritik der Intellektuellen

    Es werden ideologische, rechtliche und materielle bzw. soziale Konzessionen durch die scheinbar einsichtsvolle Machtelite zugelassen, wenn die „ungezähmte Meute“ zu mächtig geworden ist und andere disziplinierende Methoden unwirksam waren bzw. zu spät ergriffen wurden. Damit wird erreicht, dass man bei den politisch organisierten und handelnden Menschen ihre alte Passivität wieder herstellt, indem man u.a. oppositionelle Anführer und die Gewerkschaftsspitzen einbindet. So gewinnt die Machtelite ihr verloren gegangenes Vorrecht auf politische Steuerung und Initiative wieder zurück, bekanntlich können in ihren Augen die rechtlichen und sozialen Zugeständnisse unter politisch günstigeren Bedingungen wieder von ihnen zurückgenommen werden.
    Verbreitung von Angst, Hass, Furcht und Schrecken durch Schaffung von neuen inneren und äußeren Feinden oder Sündenböcken, die nicht nur dämonisiert und pathologisiert, sondern oftmals nur mithilfe eines Krieges nach innen und außen besiegt werden können, um so von den Problemen und Interessen der Menschen abzulenken, damit sie sich wieder in unterwürfige, verängstigte und daher apathische Bürger verwandeln. Die Erzeugung von nationaler Hysterie, Chauvinismus und Hass ermöglicht außerdem den leichteren Abbau und die Einschränkung von Bürgerrechten, Sozialleistungen sowie den Ausbau von neuen staatlichen Instrumenten zur Unterwerfung und Kontrolle der Bevölkerung.

    NachDenkSeiten








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