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Schuldenerlass: Wirtschaftsweise verlangen Radikalschnitt für Griechenland

Wie kommt Griechenland aus der Schuldenspirale? Deutsche und französische Experten fordern in der "Financial Times Deutschland" die harte Lösung: Gläubiger sollen auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichten. Die EU feilt weiter am Rettungsschirm, neue Gerüchte über einen Ausbau befeuern die Börsen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...788530,00.html
  1. #150

    ...

    Zitat von NewsFlak Beitrag anzeigen
    Vielleicht, eher sogar wahrscheinlich würde die gesamte Produktion ausgelagert werden, oder die Kosten für Arbeit weiter gedrückt. Was dann nicht nur auf die großen Automobilkonzerne geht sondern auch auf die Zulieferer.
    Es ist ein Irrtum zu glauben mit einer unterbewerteten Währung bliebe man von solchen Entwicklungen verschont. Wenn z.B. VW oder sonstwer seine Wettbewerbsfähigkeit auf eine unterbewertete Währung aufbaut führt das schnell dazu, das andere Aspekte des Wettbwerbs wie z.B. die Entwicklung neuer Modelle vernachlässigt wird, zumal so etwas sehr kostspielig ist. Der Kater kommt dann nur etwas später wenn die Konkurrenz den tech. Vorsprung wettgemacht hat.

    Zitat von NewsFlak Beitrag anzeigen
    Es passt mir ja auch nicht, aber unser System ist sehr fragil und funktioniert in Deutschland nur durch den großen Exportüberschuss, den der Binnenmarkt in Deutschland gar nicht ersetzen kann, weil schon eine gewisse Sättigung da ist.
    Wir müssen nicht in erster Linie über die Währung nachdenken, sondern über das System. Mit der Währung doktoren wir an en Symptomen, nicht an den Ursachen.
    Ich hab immer ein Problem damit wenn gleich die Systemfrage gestellt wird. Akut haben wir jetzt das Problem das GR seine Schulden nicht mehr bezahlen kann und am Markt kein neues Geld mehr kriegt. Das ist aus ökonomischer Sicht schon unschön genug aber beherschbar, wenn man sich nur von Denkverboten lösen würde.
  2. #151

    °^°

    Zitat von cycokan Beitrag anzeigen
    2/2
    Um Zinseszins zu generieren, braucht es Anlagemöglichkeiten. Um diese zu schaffen, werden unter anderem Staaten zum Schulden machen genötigt, indem man Steuerminderung auf allen Wegen und mit allen Mitteln betreibt und indem man staatliche Aufgaben privatisiert.
    Tja, der Stabilitätspakt sieht hier eigentlich eine Deckelung der Staatsschulden i.H.v. von 60% des BIP vor. Denn es ist ja eine Art Gesetz des Kapitalismus, dass die Schulden die Guthaben anderer sind, und dass die Zinsen des Staates zumindest zum Teil die Rente der Alten finanzieren soll.

    Wenn ich Ihrer Argumentation folgen kann, meinen Sie, dass ein theoretisch schuldenfreier Staat seine Einnahmen direkt in eine Rente oder gar in ein bedingungsloses Grundeinkommen fließen lassen könnte, statt über das Instrument Verschuldung? Würde ich dabei nicht die sonstigen Vorteile einer Verschuldung (z.B. Bereitstellung von nötiger Liquidität, um Rezession zu bekämpfen) negieren?
  3. #152

    Denkverbote

    Zitat von fabian03 Beitrag anzeigen
    Es ist ein Irrtum zu glauben mit einer unterbewerteten Währung bliebe man von solchen Entwicklungen verschont. Wenn z.B. VW oder sonstwer seine Wettbewerbsfähigkeit auf eine unterbewertete Währung aufbaut führt das schnell dazu, das andere Aspekte des Wettbwerbs wie z.B. die Entwicklung neuer Modelle vernachlässigt wird, zumal so etwas sehr kostspielig ist. Der Kater kommt dann nur etwas später wenn die Konkurrenz den tech. Vorsprung wettgemacht hat.
    Der Kater kommt so oder so!
    Mit DM halt nur etwas schneller, mit Konzepten aus den achtzigern werden wir diese Probleme wohl nicht lösen, die Welt hat sich einfach weiter gedreht. (Aber das ist nur meine Meinung, sie haben ihre und das ist auch gut so, solange sie sie nicht für allgemein gültig erklären wollen.


    Zitat von fabian03 Beitrag anzeigen
    Ich hab immer ein Problem damit wenn gleich die Systemfrage gestellt wird. Akut haben wir jetzt das Problem das GR seine Schulden nicht mehr bezahlen kann und am Markt kein neues Geld mehr kriegt. Das ist aus ökonomischer Sicht schon unschön genug aber beherschbar, wenn man sich nur von Denkverboten lösen würde.
    Und ich hab ein Problem damit, wenn jemand in Plattitüden verfällt, wenn er nicht mehr weiter argumentieren kann.

    Es ist schön wenn sie sich von Denkverboten lösen, das ist ihr gutes Recht. Nur müssen sie dieses Recht auch anderen zugestehen.
  4. #153

    .

    Auf gut deutsch heißt dass, deutsche Steuergelder in dreistelliger Milliardenhöhe werden als Eigenkapital einer europäischen Bad Bank versenkt.

    Logisch, wenn dann die Bonität Deutschlands herabgestuft würde. Die Bonität der deutschen Politiker sinkt gerade von CCC- auf CC, also unterste Ramschstufe.
  5. #154

    Schnickschnack!

    Zitat von fabian03 Beitrag anzeigen
    Das Problem ist nur, das am Ende nicht nur GR bettelarm sein könnte sondern wir mit. Wenn Ihr letzter Absatz Ihre Meinung ist, verstehe ich Ihre Argumentation erst recht nicht. Was nützt der Euro wenn er nicht den Menschen nützt?
    Die privaten deutschen Vermögen betragen über 5.000 Mrd. Euro, die gesamten griechischen Schulden läppische ~ 350 Mrd. Nur, weil wir es nicht hinbekommen, die auf .de fallenden Verluste konkret zuzuordnen, befürchten alle, dass wir mit bettelarm sein könnten. Das ist nicht Schuld der Griechen, sondern deutsches Missmanagement. Danke, Angie!

    Und der Euro nützt, weil er den Handel vereinfacht - an jedem weiteren Tag, den wir ihn haben. Wir sollten mal gut überlegen, wie stark unser gesamter Lebensstandard vom Im- und Export abhängig ist. Also auch, wie sich Produkte tendenziell verteuern, wenn dort zur Bezahlung Umtausch- und Wechselkosten der Banken anfallen und um wie viel Prozent sich unsere Exporte verteuern, wenn wir wieder mehr Kurssicherungsgeschäfte abschließen müssen, ...

    "Die Bank gewinnt immer!" - das ist das Problem! Die Regierung sollte viel stärker darauf achten, dass keine Institute mehr "systemrelevant" werden, sondern das System den Ausfall jedes einzelnen Instituts verkraftet! auch das ist kein Problem des Euro, sondern Ausdruck der beschissenen Regierungsqualität in diesem unseren Land.
  6. #155

    Diktatur

    Zitat von jancker Beitrag anzeigen
    Die wirtschaftswisenschaftliche Elite und weite Teile der Bevölkerung beurteilen die Euro-Rettung eigenartigerweise ganz anders als unsere allwissende Kanzlerin.

    Aber das ficht diese Frau ja nicht an!

    Man muss sich langsam fragen, ob vom Parlament überhaupt noch die Interessen des Volkes wahrgenommen werden und ob eine "parlamantarische" Demokratie dies überhaupt leisten kann. Am 24.3.1933 hat ja auch das Parlament zugestimmt und Deutschland damit in ein Desaster geführt.

    Ich habe keine Lust mehr auf die Euro-Diktatur.
    Seien wir froh, dass die Rechten in Deutschland keine intelligente Führung sowie Propagandamaschine haben. Wenn dem so wäre, und sie die Situation entsprechend ausschlachten und dem Volk verkaufen, könnte es sein, dass wir wieder eine Situation wie 1933 bekommen.

    Das wäre jedoch die schlechtere Lösung.

    Deshalb aktiv werden und alle Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis für diese Thema sensibilisieren.

    Je mehr Post die kriegen, desto sensibler werden sie.
  7. #156

    Der vernünftigste Vorschlag seit langem

    Da kann man noch so grosse Rettungsschirme oder Bonds auflegen, es wird das Grundproblem nicht lösen.

    Denn mit Sparen kann Griechenland sein Wirtschaftswachstum bestimmt nicht stigern und die weiteren Kredite zurückzahlen.

    Verzicht - freiwillig durch Schuldenschnitt oder gezwungenermassen durch Insolvenz - ist die einzige Lösung.


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