Schuldenberg: Was sich Deutschland sparen kann

APWann, wenn nicht jetzt? Doch trotz boomender Wirtschaft und historisch niedriger Zinsen macht auch das vermeintliche Sparvorbild Deutschland weiter Schulden. Dabei wären Einsparungen in Milliardenhöhe möglich. Ein Überblick.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824207,00.html
  1. #70

    Zitat von turo Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich Ihrer Meinung voll an-
    Ich kann diesen Neid auf Beamte nicht mehr hören.
    Ich muss meine Pension voll versteuern.
    Meine Beihilfe sichert nur 70 Prozent meiner Gesundheitskosten (abzüglich die Zusatzkosten für Arztbesuche und Rezeptgebühren) ab.
    Ich muss für die Absicherung der restlichen 30% monatlich an meine
    Privatverssicherung 287€ bezahlen.
    Bei anfallenden Kosten muss ich erst einmal in Vorkasse gehen und bekomme frühestens nach 3-5 Wochen von der Beihilfe und der Privatversicherung die Kosten erstattet.
    Um in eine Prvatversicherung aufgenommen zu werden, habe ich 20 Jahre lang durchschnittlich für eine Anwartschaft bei meiner Privatversicherung ca. 19 € eingezahlt, ohne eine Leistung erhalten zu haben.
    Das sie als Beamte das natuerlich anders sehen liegt in der Natur der Sache.

    Aber sie vergessen, das Beamte ihre Pensionen auf das letzte Gehalt berechnet bekommen, waehrend Angestellte das durschnittliche Gehalt als Grundlage haben.
    Da das letzte Gehalt immer deutlich ueber dem durchschnittlichen Gehalt liegt, kriegen sie nicht nur einen hoeheren Protzentsatz, sondern diesen auch noch auf einer hoehern Basis.

    Generell gilt:
    Eine unterschiedliche Behandlung von Beamten udn Angestellten im Bezug auf die Rente/Pensionen macht keinen Sinn.
    Dieses Problem gehoert geloest, indem Rentenkasse und Pensionskasse zusammen gelegt werden.

    Wenn Deutschland nur wollen wuerde, waeren die 20 Mrd. Euro Neuverschuldung sehr einfach einzusparen, ohne das Land dabei kaputt zu sparen.
    Bei einem Haushalt von ueber 300 Mrd. sollten weniger als 10% auch relativ schmerzlos gehen.
  2. #71

    Die Fakten ...

    Zitat von www.yzx.de Beitrag anzeigen
    ... Es wäre sicher hilfreich, vorher mal ein bischen zu recherchieren und sich mit den Fakten zu befassen. Dann hätten auch die Autoren schnell bemerken können, dass Deutschland kein Ausgaben-, sondern ein Einnahmenproblem halt. ...
    Das ist ein beliebter Satz, der so sozial klingt, aber an den echten Fakten vollkommen vorbei geht. Da sollten Sie auch mal recherchieren und sich mit der Realität befassen. Dann würden Sie feststellen, dass es für kleine und mittelständische Firmen immer enger wird. Dann würden Sie auch bemerken, dass das steuerbare Bruttoeinkommen für Selbständige seit Rot/Grün hochgerechnet wird und denen weniger bleibt. Dann würden Sie auch feststellen, dass man seit Rot/Grün für das Einstellen von Arbeitnehmern zusätzliche Steuern zahlen muss (warum soll man dann jemanden einstellen?). Sie würden auch feststellen, dass neue Gebühren eingeführt wurden und bisherige gestiegen sind. Wenn Sie Verantwortung für Mitarbeiter hätten, dann würden Sie anders denken, es sei denn, dass Sie soviel geerbt haben, dass es Ihnen egal ist.

    Vergessen Sie mal Banken und Großkonzerne. Reden Sie mal über kleine und mittelständische Firmen. Die investieren nämlich mehr wenn die Steuern sinken würden.

    Natürlich können Sie die Steuern weiter erhöhen. Aber dann ist hier irgendwann Schluss mit Arbeitsplätzen. Wenn Sie Politiker sind, dann können Sie mir genauso antworten wie einer vor vielen Jahren, in etwa : was mit den Arbeitslosen wird, geht Sie überhaupt nichts an.

    Warum ist das Eigenkapital in vielen Firmen zu gering? Warum schafft man in China mehr Arbeitsplätze als in Ostdeutschland? Kümmern Sie sich mal um die Fakten. Aber bitte, vergessen Sie die staatlichen Statistiken. Dort steht jedes Jahr, dass die Gewinne aus Selbständigkeit und Kapitalanlagen wieder um 20, 30 oder 40% gestiegen sind. Daraus kann man schlussfolgern, dass das Einkommen der Aktien mal wieder gefallen und das der Hebammen auf jährlich über 1 Mio. gestiegen ist. Oder soll es bedeuten, dass bei einem Selbständigen das Einkommen von 10000 auf 14000 Euro gestiegen ist.

    Ich bin immer wieder über die Vorurteile verblüfft. Fakten interessieren da offensichtlich nicht wirklich.
  3. #72

    Wie...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wann, wenn nicht jetzt? Doch trotz boomender Wirtschaft und historisch niedriger Zinsen macht auch das vermeintliche Sparvorbild Deutschland weiter Schulden. Dabei wären Einsparungen in Milliardenhöhe möglich. Ein Überblick.

    Schuldenberg: Was sich Deutschland sparen kann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Wie sagt man: "Wasser predigen und Wein trinken."
    Bisher war noch KEINE Regierung in der Lage mit dem Geld aus zukommen, dass einem zur Verfügung steht. Die Steuereinnahmen können noch so hoch sein, sie werden NIE reichen.
  4. #73

    Fragen über Fragen

    Zitat von denkdochmal Beitrag anzeigen
    Ein wenig provokant. Sicherlich. Doch wozu soll z.B. ein/e Lehrer/in, ein Büromensch in der Verwaltung, ein/e Polizist/in beamtet werden?
    Welche Vorteile - aus Sicht des Anstellungsträgers - bringt das mit sich?
    Ach wissen sie dann nehmen sie diesen Berufen doch ihren Beamtenstatus und lassen sie jedes Jahr zwecks Tarifverhandlungen 4 Wochen streiken. Kommt bestimmt gut wenn so lange keine Polizei verfügbar ist oder die ohnehin ständig steigende Zeit an Unterichtsausfall durch Streikende Lehrer weiter steigt (wenn ich mir dann noch die kronisch knappen Etats für Schulen und Bildung ansehe gäbe es sogar noch viel mehr berechtigte Streikgründe als "nur" das eigene Gehalt).

    Es ist schon komisch überall bekommt mann doch gesagt in der freien Wirtschaft ist alles so toll und mann verdient ja viel mehr als beim Staat, was soll dann immer wieder dieses faktenresistente allgemeine Beamtenbashing ?
    Und wenn dem nicht so ist wieso sind diese Leute nicht so schlau gewesen selbst Beamte zu werden wenn das doch angeblich das Paradies in dem Milch und Honig fließt zu sein scheint.
  5. #74

    Na ja...

    Zitat von novoma Beitrag anzeigen
    Man sollte beim beliebten Beamtenbshing aber nicht vergessen, dass der Beamte seine Pension voll verteuern muss, und er auch als Pensionär noch seine Krankenversicherungsbeiträge selber zahlt. Dann bleibt von den sagenhaften 8 Prozentpunkten, die der Beamte mehr bekommt als der Rentenempfänger, nicht mehr viel übrig. Und dass die Pensionen in der Zukunft genauso "sicher" sind wie die Renten, sollte man auch nicht verschweigen. Privilegien sehen anders aus.
    ... da muss man schon differenzieren. Ein wirklich riesiges Sparpotential bieten die politischen Beamten. Wenn Sie bedenken, dass bei jeder Regierungsumbildung beim Bund oder Land massenweise Abteilungsleiter, Staatssekretäre usw. "ausgetauscht", also in den Ruhestand geschickt werden, dann sehe ich da schon Möglichkeiten. Zudem sind deren Pensionen obzön hoch.
    Es werden z.B. derzeit FÜNF ehemalige Bundespräsidenen aufs luxuriöseste versorgt. Allein für EINEN benötigen sie die komplette Lohnsteuer von ca. 80 Arbeitnehmern (bei 3000 Euro mtl. Einkommen) !!!

    Auch die Renten müssen Stück für Stück versteuert werden. Auch der Rentner bezahlt seine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.

    Was mich wirklich maßlos nervt ist, dass es ein Beamter war, der gegen die "Ungleichbehandlung" bezüglich der Versteuerung von Pension und Rente geklagt hat, das Verfassungsgericht aber die Bemessungsgrundlagen nicht angeglichen hat. Die Pensionen richten sich nach den letzten Gehältern, die der Renten nach dem Durchschnitt des Verdienstes über den Versicherungzeitraum.
    Also wenn Gleichstellung dann auch hier!
  6. #75

    Grace Under Pressure

    Und wieder die Rezepte von Gestern für die Probleme von Morgen.

    Der Autor hat sicher ehrenwerte Absichten, aber es ist am Ende vergebliche Liebesmüh'.

    Die Verwaltung wird zunehmen, um sich selbst zu verwalten, um zuzunehmen, um sich selbst zu verwalten, um zuzunehmen....

    Punktuelle Maßnahmen werden immer verpuffen. Ohne vollumfassende Änderungen wird sich gar nichts bewegen
  7. #76

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wann, wenn nicht jetzt? Doch trotz boomender Wirtschaft und historisch niedriger Zinsen macht auch das vermeintliche Sparvorbild Deutschland weiter Schulden. Dabei wären Einsparungen in Milliardenhöhe möglich. Ein Überblick.

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  8. #77

    Die österliche Nachrichtenarmut bringt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wann, wenn nicht jetzt? Doch trotz boomender Wirtschaft und historisch niedriger Zinsen macht auch das vermeintliche Sparvorbild Deutschland weiter Schulden. Dabei wären Einsparungen in Milliardenhöhe möglich. Ein Überblick.

    Schuldenberg: Was sich Deutschland sparen kann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    alte und in der Praxis immer noch nicht angepackte Themen wieder hoch.
    Frohe Ostern !
  9. #78

    Apropos Subventionsabbau

    Wie wäre es denn mit einem radikalen Abbau der aus ökonomischer und ökologischer Sicht gleichermaßen fatalen und absurden Subventionierung der Photovoltaik?

    Ein Arbeitsplatz in diesem Industriebereich wird derzeit ca. Mit 175.000 € subventioniert. Zum Vergleich: Im Bereich des Stein- oder Braunkohlebergbaus kostet uns ein Arbeitsplatz "nur" ca. 80.000 €!

    100 Milliarden Subvention für ca. 3% der Stromerzeugung ist alleine schon ein Wahnsinn. Wenn man dazu berücksichtigt, dass durch diesen gigantischen Einsatz von Volksvermögen gesamteuropäisch betrachtet keine einzige Tonne CO2-Äuqivalent weniger verbraucht wird, ist das eine Nummer für die Klapsmühle!
  10. #79

    Sorry

    Zitat von felix_bach Beitrag anzeigen
    OeD und Beamte verdienen schon seit langem nicht mehr viel und Gehaltserhoehungen gab es auch kaum. Indirekte Kuerzungen zdagegen zuhauf. Denken Sie erst mal nach, beovr Sie schreiben. (Bin weder im OED noch Beamter)
    Während der Kriese waren dies die einzigen Berufsgruppen mit 3,6 % mehr, und vor der Kriese gabs auch was mit 5-6 vor dem komma! Haltet das Volk nicht für dämlich! Außerdem vergleichen sie Ihr einkommen nicht mit der Industrie, dort arbeiten nur 10% der Bundesdeutschen Bevölkerung, alle anderen bekommen weniger als Ihr, fragen sie einfach mal Leute, die in Mittelständischen Unternehmen arbeiten, und dann fragen sie mal, wieviel Stunden diese leute arbeiten, und rechnen deren Gehalt in Stundensatz um, dann müssten Sie sich eigentlich schämen!
    Appropo, Burn out und Massenkrankschreibungen bei Lehrern asind auch kein Ausdruck für Fleiß, sondern zeugen nur für vernachlässigung der Aufsichstpflicht unserer Poliziker!