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Schuldenberg: Was sich Deutschland sparen kann

APWann, wenn nicht jetzt? Doch trotz boomender Wirtschaft und historisch niedriger Zinsen macht auch das vermeintliche Sparvorbild Deutschland weiter Schulden. Dabei wären Einsparungen in Milliardenhöhe möglich. Ein Überblick.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824207,00.html
  1. #250

    sachkenntnis hilft

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Gäbe es weniger Beamte, dann würden auch weniger Beamte beneidet.

    Um aber die Anzahl der Beamten zu reduzieren, müßte aber zuerst die wie ein Krebsgeschwür wuchernde und Metastasen bildende Bürokratie abgebaut werden.
    Krebsgeschwüre haben aber nie die Eigenschaft, dass sie sich freiwillig und von alleine abbauen.

    Wenn Sie selber Beamter oder im ÖD waren, dann werden Sie sicherlich auch wissen wie viel Arbeitszeit dort völlig sinnlos vertrödelt werden muß.

    Beispiel : Die Arbeitslosenverwaltung heute “Agentur für Arbeit“ . Jeder der mit dieser Behörde mal zu tun hatte weiß, dass er besser einen großen Bogen um sie macht, wenn er einen neuen Job sucht, und es nicht besser nicht darauf ankommen lässt, sich von denen vermitteln zu lassen.
    1. unser öff.dienst ist sicher nicht perfekt, da schlummern reserven. aber er ist um lichtjahre besser als in den meisten vergleichbaren ländern. wers nicht glaubt, einfach mal im ausland behördengänge machen, viel spaß.
    2. damit ein ÖD leistungsfähig ist braucht er a) vernünftige Vorgaben = Vorschriften, darüber kann man in vielen Fällen streiten, und b) Motivation, die hat auch was mit anerkennung und bezahlung zu tun soweit ich weiß.
    3. die agentur für arbeit ist inwzischen weltweit anerkannt effizient. da wurden sehr viele stellen eingespart und neue managementgrundsätze eingeführt. viele länder gucken in nürnberg ab. und die vermittlungsraten haben sich deutlich gebessert. heißt nicht, daß jeder vermittler gut ist und jedem geholfen werden kann.
    da zu sparen wäre verkehrt, allein durch schnellere vermittlung verdienen die ihr geld. und der ruf bei den arbeitgebern ist auch nicht mehr so schlecht.
  2. #251

    Strukturreform fehlt in Ihrer Liste

    Zitat von Jean_Paul Beitrag anzeigen
    Wenn man sich die Beiträge hier so ansieht, kommt man zu dem Schluss, dass es offensichtlich doch möglich ist, KEINE neuen Schulden zu machen, aber offensichtlich fehlt (noch) der politische Wille...

    - Umstellung der Vorsteuerverfahrens, dadurch 18 Milliarden mehr Einnahmen jährlich, da Mehrwertsteuerbetrug nicht mehr so leicht möglich ist

    - keine Alimentierung mehr von Menschen OHNE deutschen Pass, 14 Milliarden gespart pro Jahr

    - Schrittweise Angleichung der Beamtenpensionen an das Niveau der Eckrente

    - Einheitliche Krankenversicherung für alle

    - außerordentliche Belastungen werden nur noch steuerlich berücksichtigt, wenn der Empfänger des Geldes in Deutschland seinen Wohnsitz hat, 400 Millionen mehr Einnahmen im Jahr

    - Griechenlandhilfe (Eurohilfe) nur noch gegen Sicherheiten, z.B. Gold, Lizenzen für Erdgas- und Ölfelder usw.

    - höhere Erbschaftssteuern für Vermögen ab 1 Millionen Euro

    - weniger direkte Geldzahlungen an Familien, dafür ein massiver Ausbau von qualifizierten Ganztageskindergärten und Ganztagesschulen

    - kriminelle Ausländer SOFORT (wie in der Schweiz und Dänemark) nach der ersten Straftat ausweisen, das spart nochmal ein paar Millionen und sorgt nebenbei sogar noch für mehr Sicherheit im Lande
    Dieser Liste kann man im grösstenteils zustimmen. Ich vermisse aber eien Punkt: eine überfällige Strukturreform der Republik. Brauchen wir 16 Staaten, darunter so winzige wie die Stadstaaten, das Saarland u.ä.? Alle diese Länderregierungen und -parlamente kosten viel Steuergeld, ebenso die Politiker und ihre Wahlkämpfe und vielen Wahlen. Eine straffere Struktur mit 6 oder 8 Bundesländern wäre erheblich billiger und effektiver.
  3. #252

    Ernsthaft be- und gedacht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...macht auch das vermeintliche Sparvorbild Deutschland weiter Schulden. Dabei wären Einsparungen in Milliardenhöhe möglich ...
    Schuldenberg: Was sich Deutschland sparen kann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Oins oder Zwoa geh'n immer no (wie die Bayern sagen):

    Reduzieren und Zusammenlegen der Bundesländer / Stadtstaaten auf insgesamt neun Bundesländer, es entfallen: Landtagsverwaltungen, Landtagsabgeordnete, Landtagsbehörden mit Doppelfunktionen etc.

    Reduzieren unseres Deutschen Bundestages auf max. 350 Abgeordnete, nach dem Ausscheiden Anwartschaft auf die damit verbundenen Privilegien nach frühestens drei Legislaturperioden (dadurch ist der Abgeordnete auf seine Wähler angewiesen, ergo muss er was für diese tun),

    Bundesregierung: Zusammenlegung von Abteilungen in den einzelnen Ministerien, die Gleiches bearbeiten, Abschaffen und Reduzieren des gewachsenen und des eingekauften Personals (Bundeswehrflugbereitschaft, Personenschutz, Fahrdienste, Facility Management usw.),

    Abschaffen der Privilegien der deutschen Beamtenschaft (Pension ohne Einzahlung, weitere Sozialvergünstigungen wie Krankheitsbeihilfe, Urlaubszuschüsse, etc.).

    Zum Abbau des Schuldenbergs noch eine kleine Anmerkung von Manfred Rommel (ja, richtig: "dem Wüstenfuchs sei Kloiner" und langjähriger OB von Stuttgart):
    "Sparen heißt, Geld, das man hat, nicht auszugeben.
    Bei uns (also in der Politik) geht es aber darum, Geld, das wir nicht haben, nicht auszugeben. Und das nennt man Realismus.
    Ich darf dies in der Sprache der Mengenlehre erläutern:Wenn aus einer Kasse, in der 100 Mark sind, 300 Mark entnommen werden, dann muss man erst wieder zweihundert Mark in die Kasse hineintun, damit nichts in ihr drin ist."

    Schöne Ostern
  4. #253

    Tentakeln

    Zitat von robinson1959 Beitrag anzeigen
    Der Sozialstaat als Giesskanne
    Niemand hat bis heute eine nicht nur verständliche, sondern auch wahrheitsgetreue Definition des Wortes „sozial“ und seines kleinen Bruders „gerecht“ gefunden. So kann man konstatieren, daß kein Wort in der deutschen Politik mächtiger ist, als dieses kleine Adjektiv. Dies wird dadurch bewiesen, dass jede dritte Mark, die in Deutschland erwirtschaftet wird, in irgendwelchen sozialen Kassen verschwindet.

    Deswegen reicht der Verdienst, das Einkommen des Ernährers der Familie nicht mehr aus, wie früher. Deswegen müssen jetzt (und dies ist schon lange so, so dass sich niemand mehr daran erinnert, wie das früher funktionierte) die Hausfrauen und Mütter mitarbeiten. Nicht um die Familie zu ernähren, nein dies nicht, sondern in praxi um den Sozialstaat mit seinen Metastasen zu ernähren und zu tragen.

    Ein Ende dieser erschreckenden Entwicklung, die letztendlich einer Teilenteignung der gesamten arbeitenden Bevölkerung gleichkommt, und den familiären Zusammenhang erodiert hat, kann nicht geortet werden, solange immer neue Vereine und Interessenverbände, angeführt von Daseinsversorgern aus allen Parteien, sich immer neue Vergünstigungen erjammern.

    Es gibt niemanden mehr in Deutschland, egal ob arm, ob reich, der bei Ausnutzung seiner „sozialen Möglichkeiten“ nicht Anspruch auf irgendeine „Hilfe“ des Gießkannensystems Sozialstaat hätte.

    Die Idee, daß minderbemittelte Kranke und Erwerbsunfähige Anspruch auf staatliche Hilfe haben, ist alt und eine Erfindung meines Urgroßvaters, Staatsminister von Boetticher, und ging ein in die Bismarck´sche Sozialpolitik. Das aber, was zunächst als Fürsorge und Nächstenliebe für echte Anspruchsberechtigte gedacht war, wurde ein Ungeheuer, dessen Tentakeln jeden erfassen, der im „Sozialstaat Deutschland“ lebt.

    Jeder, von dem auch nur vermutet wird, daß er gegenüber einem anderen benachteiligt ist, hängt am Tropf der Sozialadministration und findet sich in irgendeinem besonderen Gesetz wieder.
    Sie wollen wohl bewusst verdummen:
    wenn jede Mutter, jede Hausfrau, jeder Frau, jeder Mann Erwerbsarbeit hätte,
    bräuchte man um eine soziales Anhängsel im Staat keine Sorge zu haben.
    So aber arbeitet man für die oberen 10 000, bei uns, und sonst wo,
    damit diese ihren Himmel schon auf Erden haben können,
    von Politik, Großkirchen und deren Lobbyisten so gewollt und durchgesetzt.
  5. #254

    Arge

    Zitat von dr-ohnesorg Beitrag anzeigen
    3. die agentur für arbeit ist inwzischen weltweit anerkannt effizient. da wurden sehr viele stellen eingespart und neue managementgrundsätze eingeführt. viele länder gucken in nürnberg ab. und die vermittlungsraten haben sich deutlich gebessert. heißt nicht, daß jeder vermittler gut ist und jedem geholfen werden kann.
    da zu sparen wäre verkehrt, allein durch schnellere vermittlung verdienen die ihr geld. und der ruf bei den arbeitgebern ist auch nicht mehr so schlecht.
    ich, als kleiner Unternehmer, kann das nur bestaetigen. Fuer mich ist die ARGE ausserordentlich hilfreich. Zwar konnte sie noch keinen direkt Angeschriebenen vermitteln, aber ueber das Portal der Arge meldeten sich gute bis sehr gute, einsatz- und lernwillige Bewerber.
    Leider kann die Arge, trotz aller Jereminaden in den einschlaegigen blogs, scheinbar niemanden zwingen sich zu bewerben.
  6. #255

    die Tentakeln sind wo anders

    Zitat von robinson1959 Beitrag anzeigen
    Der Sozialstaat als Giesskanne
    Niemand hat bis heute eine nicht nur verständliche, sondern auch wahrheitsgetreue Definition des Wortes „sozial“ und seines kleinen Bruders „gerecht“ gefunden. So kann man konstatieren, daß kein Wort in der deutschen Politik mächtiger ist, als dieses kleine Adjektiv. Dies wird dadurch bewiesen, dass jede dritte Mark, die in Deutschland erwirtschaftet wird, in irgendwelchen sozialen Kassen verschwindet.

    Deswegen reicht der Verdienst, das Einkommen des Ernährers der Familie nicht mehr aus, wie früher. Deswegen müssen jetzt (und dies ist schon lange so, so dass sich niemand mehr daran erinnert, wie das früher funktionierte) die Hausfrauen und Mütter mitarbeiten. Nicht um die Familie zu ernähren, nein dies nicht, sondern in praxi um den Sozialstaat mit seinen Metastasen zu ernähren und zu tragen.

    Ein Ende dieser erschreckenden Entwicklung, die letztendlich einer Teilenteignung der gesamten arbeitenden Bevölkerung gleichkommt, und den familiären Zusammenhang erodiert hat, kann nicht geortet werden, solange immer neue Vereine und Interessenverbände, angeführt von Daseinsversorgern aus allen Parteien, sich immer neue Vergünstigungen erjammern.

    Es gibt niemanden mehr in Deutschland, egal ob arm, ob reich, der bei Ausnutzung seiner „sozialen Möglichkeiten“ nicht Anspruch auf irgendeine „Hilfe“ des Gießkannensystems Sozialstaat hätte.

    Die Idee, daß minderbemittelte Kranke und Erwerbsunfähige Anspruch auf staatliche Hilfe haben, ist alt und eine Erfindung meines Urgroßvaters, Staatsminister von Boetticher, und ging ein in die Bismarck´sche Sozialpolitik. Das aber, was zunächst als Fürsorge und Nächstenliebe für echte Anspruchsberechtigte gedacht war, wurde ein Ungeheuer, dessen Tentakeln jeden erfassen, der im „Sozialstaat Deutschland“ lebt.

    Jeder, von dem auch nur vermutet wird, daß er gegenüber einem anderen benachteiligt ist, hängt am Tropf der Sozialadministration und findet sich in irgendeinem besonderen Gesetz wieder.
    Sie wollen wohl bewusst veräppeln:
    wenn jede Mutter, jede Hausfrau, jede Frau, jeder Mann Erwerbsarbeit hätte,
    bräuchte man um ein soziales Anhängsel im Staat keine Sorge zu haben.
    So aber arbeitet man für die oberen 10 000, bei uns, und sonst wo,
    damit diese ihren Himmel schon auf Erden haben können,
    von Politik, Großkirchen und deren Lobbyisten so gewollt und durchgesetzt.
  7. #256

    ...

    Zitat von Jean_Paul Beitrag anzeigen
    Wenn man sich die Beiträge hier so ansieht, kommt man zu dem Schluss, dass es offensichtlich doch möglich ist, KEINE neuen Schulden zu machen, aber offensichtlich fehlt (noch) der politische Wille...

    - Umstellung der Vorsteuerverfahrens, dadurch 18 Milliarden mehr Einnahmen jährlich, da Mehrwertsteuerbetrug nicht mehr so leicht möglich ist
    Wie soll das gehen?Wenn Unternehmen ebenfalls Umsatzssteuer bezahlen müssen und diese nichtm ehr als Vorsteuer beim FA gelten machen dürfen, dann werden die Kosten einfach dem Endverbraucher weitergegeben, ergo an uns Kunden zum größten Teil.
    - keine Alimentierung mehr von Menschen OHNE deutschen Pass, 14 Milliarden gespart pro Jahr
    Ich bin kein dt. Staatsbürger, sondern habe den it. Pass.Mir ist dan völlig egal, da beide Länder in der EU sind, habe ich nur begrenzt einen höheren Nutzen bei einer dt. Staatsbürgerschaft.Ich benötige diese nicht.Ich bezahle aber trotzdem brav meine Steuern und was sonst noch so von meinen Geld an die Behörden geht.Habe ich nun weil ich keinen dt. Pass habe, keinen Anspruch wenn ich die Hilfe des Staates brauche?
    - Schrittweise Angleichung der Beamtenpensionen an das Niveau der Eckrente
    M.E gehört das Beamtentum einfach nur abgeschafft.Wenigstens dieser Quatsch mit der Penison.Beamten erhalten eine Pension, die deutlich höher ist als die Rente eines Arbeitnehmers.Und dieser hat sein komplettes Erwerbsleben in die Rentenkasse einbezhalt.Im Gegensatz zum Beamten.
    - außerordentliche Belastungen werden nur noch steuerlich berücksichtigt, wenn der Empfänger des Geldes in Deutschland seinen Wohnsitz hat, 400 Millionen mehr Einnahmen im Jahr
    Wie geht das?Ich dachte hierfür müsste man unbeschränkt steuerpflichtig in D. sein.Also seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort muss in D. sein.

    - höhere Erbschaftssteuern für Vermögen ab 1 Millionen Euro
    Auch die gehört abgeschafft.Wenn ich etwas geerbt habe, dann wurde schon auf dieses Vermögen Steuern bezahlt, wenn alles legal ablief.Das gesparte Geld meiner Eltern wurde schon durch einige Steuern besteuert.Wieso soll man dann wiederum auf dieses Vermögen, welches schon mal besteuert wurde, noch mal Steuern zahlen??

    - kriminelle Ausländer SOFORT (wie in der Schweiz und Dänemark) nach der ersten Straftat ausweisen, das spart nochmal ein paar Millionen und sorgt nebenbei sogar noch für mehr Sicherheit im Lande
    Leider sind es oft kleine Fische, die in die Hände der Justiz landen.Es werden schon wieder welche nachkommen.Die meisten von diesen Menschen geht es hier deutlich besser als in ihren Heimatländern und wer wieder rein will, der kommt auch wieder rein.
  8. #257

    Eieieieiei

    Warum muss eigentlich immer gleich der Beamte herhalten, wenn in Deutschland gespart werden soll? Einige Foristen schießen ziemlich schnell mit Vorschlägen um die Ecke ohne mal wieder genauer hinzuschauen.
    Der Beamte zahlt deshalb in keinen Pensionstopf ein, weil das "virtuell" sein Dienstherr für ihn macht. Man verdient zwar nicht schlecht und bekommt pünktlich sein Geld als Beamter, aber gerade die Einkommen des mittleren Dienstes oder auch die unteren Einkommen des gehobenen Dienstes sind nicht exorbitant hoch. (Gehaltstabellen gibts im Netz zum Nachlesen). Des Weiteren ist das Bruttogehalt des Beamten vergleichsweise niedrig, da - wie schon gesagt - keine Abgaben für die Altersvorsorge und Arbeitslosenversicherung zu entrichten sind, sein Dienstherr aber für den Fall der Fälle aufkommen muss. Soll heißen, solange ein Beamter arbeiten geht, ist er für den Staat weitaus günstiger als ein vergleichbarer Angestellter. Und diese Rechnung funktioniert auch dann noch wenns Pensionen gibt. Dieses geht zwar nicht unendlich lang, aber für den durchschnittlichen Rentenauffenthalt bis zum Radieschenzählen rechnet es sich.
    Gleiches gilt für die oooooooh so tolle Beihilfe im Krankheitsfall. Die liegt für viele Beamte bei 50%. Dann zahlt man von seinem riesigen Nettoeinkommen, das man ja angeblich hat, mindestens 200Euro jeden Monat in die Private Krankenversicherung/Pflege-pflichtVers. um damit, wenns gut läuft und nicht noch zusätzliche Selbstbeteiligungen anstehen, die Hälfte von anfallenden Arztrechnungen erstattet zu bekommen. Die andere Hälfte zahlt Vater Staat. Wo soll da jetzt gespart werden? Ist doch immernoch billiger für den Staat nur bei Bedarf (also im Krankheitsfall) die Hälfte zu bezahlen, als jeden Monat das Brutto zu erhöhen um ebenfalls 200Euro in eine Kasse einzuzahlen.
    Jetzt soll mir keiner kommen und was von Herz-OP und deren Kosten erzählen. Die fällt ja Gott sei Dank nicht bei jedem Beamten an, und schon garnicht jedes Jahr.
    Und letzter Punkt der hier schon genannt wurde - Absenkung der Pernsionhöhe auf die eines Rentners. Aha - na dann mal los! Voller Rentenanspruch bei 1500Euro Netto - 945Euro pro Monat. Voller Pensionsanspruch bei 1500Euro Netto - 1065Euro pro Monat. Monatlicher Beitrag Krankenversicherung vom Netto: Rentner 76,55 Euro (8,1% seit 01.01.2011) / Pensionär >300Euro.

    Ja - Rechenbeispiel - nicht repräsentativ...aber nah an der Realität. Also nicht immer meckern, sondern sich beschäftigen mit dem Thema, und dann kommt man evtl. ja auf richtige Einspartipps und nicht immer wieder auf das gleiche stereotype Einordnen von Berufsgruppen in falsche gesellschaftliche Kasten.

    Ich habe Fertig!
  9. #258

    Zitat von wkdw Beitrag anzeigen
    Wenn ich sehe, wie sich die Menschen in meinem Umfeld große Häuser, mehrere Autos und sogar Urlaube auf Kredit finanzieren, weiß ich WER zuerst mit dem Sparen beginnen sollte. WIR.

    Daher finde ich die Diskussion über das Verhalten der Bundesregierung scheinheilig.

    Ich habe keinen Cent Schulden und bin sicher eine der wenigen Ausnahmen. Erst sparen und dann kaufen.
    Darf man das so verstehen, dass Sie die Institution des Kredits ablehnen? Dann würde ich vorschlagen, dass Sie sich den populären Beitrag Money as Debt (z.B. hier Money as Debt -- Geld als Schuld (deutsche Untertitel)) anschauen. Daraus lernen Sie, dass die Umsetzung ihres Credo dazu führen würde, dass wie alle, Sie inklusive, kein Geld mehr haben würden, dass wir sparen könnten.
    Oder möchten Sie nur Privatkredit abschaffen, Unternehmenskredit aber noch erlauben ? Wirklich albern.
    Ich habe übrigens auch keinen Cent Schulden, weil ich extrem geizig bin (jaaa, so nennt man das), aber mir ist im Gegensatz zu Ihnen bewußt, dass, sollten sich alle verhalten wie ich, die Wirtschaft kollabrieren würde.
  10. #259

    Zitat von huberwin Beitrag anzeigen
    -steuervergünstigungen machen lt.oa Artikel 100-180 Mrd jährlich aus.Dies sind fehlende Steuereinnahmen. Oder anders , der Staat hätte dies jährlich als Mehreinnahme und könnte damit fleißig Schulden reduzieren..Steuersubventionen sind versteckte Geschenke des Staates.
    Eine wirklich merkwürdige Auffassung. Sie meinen also, wenn eine Regierung Steuern erhöht, und genauso das tut sie, wenn sie Subventionen streicht - die ehem. Subventionennutznießer zahlen höhere Steuern als davor, spart sie ?
    Andererseits, im Politikbetrieb ist es nichts neues, die Bedeutung der Wörter zu verdrehen.


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