DPASo viele Riesen wie Georg Wessels kennt kaum jemand. Überall auf der Welt versorgt der Schuhmacher die größten Menschen mit Tretern, bis zu einem halben Meter lang. Ob in Afrika oder China - manche XXL-Modelle liefert Wessels persönlich ab.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...842207,00.html
deswegen haben selbst einfach "nur" große Menschen wie ich mit Schuhgröße 51 gehörige Probleme passende Schuhe zu bekommen, die nicht Laufschuhe sind.
Ich konnte noch nie in meinem Leben Sneakers tragen und bei Lederschuhen gibt es für mich selbst bei Wessels maximal drei Paare, die dann überhaupt an meinen Fuß passen und mit Glück trifft eins davon dann auch noch meinen Geschmack.
Es gibt außer der "Kette" Schuhkaufmann mit mal gerade 7 Geschäften in ganz Deutschland, wo ich aber auch öfter nichts finde, keine Läden, in denen ich zu "normalen" Preisen (75-120€) einen Schuh bekomme.
Ich bin der Familie Wessels SEHR dankbar für ihren Laden und den Dienst den sie mir damit leisten. Ich hoffe sehr, dass sie vllt doch noch expandieren und 1-2 Läden im restlichen Deutschland eröffnen, denn die Fahrt an die holländische Grenze für ein Paar Schuhe geht ins Geld und man muss auch erstmal die Zeit haben.
Ich habe selber Schuhgröße 51, und bin wirklich dankbar das es dank Internet und spezialisierten Händlern wie Schuhkaufmann auch schöne Schuhe (liegt im Auge des Betrachters) inzwischen über das Internet beziehen kann, dazu kommt noch das Große Hersteller über ihre Shops auch oft große Größen vertreiben z.B. Nike.
Bzw. überhaupt in dieser Größe Herstellen, das machen ja auch nicht alle (Puma, Converse).
Früher musste ich immer abgrundtief Hässliche schwarze Leder Schuhe Tragen, da diese oft die einzigen waren die es im Handel gab.
Kennen Sie "Georg Horsch" am Ballindamm in Hamburg? Die sind auch auf große Größen spezialisiert. Ich habe zwar "nur" Größe 48 aber da wird es auch schon mal schwierig, was schickes zu finden. Die Puschen von Horsch haben auch eine Super-Qualität. Ich habe 1 Paar Budapester von denen, die ich mehrmals die Woche trage und die bereits über 10 Jahre alt sind, die Dinger wollen einfach nicht kaputt gehen.
Also ich habe Schuhgröße 52, und bei Ebay USA bekomme ich eigentlich von vielen Marken-Produzenten Schuhe in akzeptabler Auswahl. Versand und Zoll kommen zwar oben drauf, ist aber immernoch besser, als kreuz und quer durch die Republik zu fahren.
Das Video ist eine billige Kopie des Berlinfolgen-Stils (TAZ). Leider sehr viel schlechter umgesetzt.
Bei Frauen ist es das gleiche, nur etwas perfider, weil keiner verstehen kann wo das Problem liegt. "Zieh doch Männerschuhe an" Das ist besonders klasse, wenn man 13 ist und, wie in diesem Alter wahrscheinlich die meisten, mit Selbstwertproblemen zu kämpfen hat, oder elegante Schuhe für die Arbeit braucht. Und die Übergrößengeschäfte, die es so normalerweise gibt, sind einfach so teuer, dass ein Paar normale Halbschuhe halt mal 200€ kosten, was sich wirklich nicht jeder leisten kann. Und länger halten tun die dann auch net. Mit der wirklich erfreulichen Ausnahme von Schuh Kaufmann, den Laden kann ich nur empfehlen, wenn man einfach normale Schuhe zu normalen Preisen aber in großen (und kleinen) Größen haben will.
Das löst aber natürlich das Grundproblem nicht: Wenn man auch nur ein wenig von den "klassischen" Idealmaßen abweicht, sei es bei Schuhen oder bei sonstiger Kleidung, findet man gaaaar nichts mehr. Beispiel Bluse: Ich bin sogar "besser" als normal, wenn man das so ausdrücken will: schmalere Taille, größere Oberweite. Ich muss zum Maßschneider. Der ist zum Glück halbwegs preiswert. Woran liegt das nur, werden noch heute Schnittmuster aus den 50er Jahren verwendet? Oder geht man davon aus, dass die Leute gar nicht gut angezogen sein wollen, mit schönen, gesunden Schuhen und sitzender Kleidung?