Die Überschrift suggeriert dass das Problem darin liege dass zu weich vorgegangen würde. Also nicht in strammer Manier auch "gefordert" würde. Wie Schröder und Merkel es lieben Warum diese Suggestion die nicht vom Text gedeckt wird?
Aus dem geht doch hervor dass die Ursachen unklar sind.
Der Autor gibt da offensichtlich seine Lieblingsinterpretation, und beim flüchtigen Leser bleibt die Headliine am meisten hängen, vor allem wenn sie die eigenen Vorurteilen bestätigt. Und die der gesamtem Mittelklasse (Oberschicht ohnehin). Die auf "die da unten" schauen mit einem Blick wie im 19. Jahrhundert Pygmäen betrachtet wurden, - eine quasi andere Spezies.
Dass die Leistungen im Vergleich zu Bayern trotz "hohem Engagement" deutlich schlechter sind ist doch zu erwarten. Die Frage wäre eher wie viel oder wenig schlechter sie sein sollten. Bestimmte Sachverhalte lassen sich schlicht nicht kurzfristig ändern. Die Sprachkenntnisse der Eltern und ihre sozialen Probleme wie Armut, Arbeitslosigkeit, Ghettoisierung und mangelnde aktive Integration bleiben ja gleich, auch wenn man den Kids Bilderbücher hinlegt. Die Zersplitterung der Maßnahmen ist sicher nicht sinnvoll. Sie ist aber Ausdruck eines Versagen des Staates, der sich nicht koordiniert des Problems annimmt sondern es Gruppen und Grüppchen überlässt. Und dann beklagt das bringe zu wenig.



