dapdSie lernen spät Deutsch, ihre Eltern haben wenige Bücher, sie bleiben unter sich: Risikoschüler können nach der vierten Klasse nicht ausreichend lesen und rechnen, wie neue Studien bestätigen. Förder-Aktivisten versuchen mit viel Geld und Eifer, den Abgehängten zu helfen. Warum nur klappt das nicht?
Warum Berlin mit der Förderung der Schüler so wenig Erfolg hat - SPIEGEL ONLINE
Es rentiert schlichtweg nichtmehr zu arbeiten. Wie oft erzählen mir Hartz IV Empfänger, dass sie keine Chance haben einen Job zu finden - der Ihnen mindestens das Hilfsniveau auszahlt.
Das ist sicherlich eine Möglichkeit der Gesellschaft mit sozial Schwachen umzugehen: Einlullen, Geld reinpumpen, kalt stellen und den Fernseher von der Pfändung ausnehmen.
Die Alternative ist nicht, dass Unternehmen mehr zahlen, sondern, dass ALLE Menschen in diesem Land wieder gefordert werden. Dazu muss sich aber Vater Staat wieder zurückziehen und das will er nicht. Also wird lieber das 36.278 Sozialprogramm "Serbokroatische Kinder libanesischer Zuwanderer ohne aktuellen Flüchtlingsstatus bemalen unseren Kindergarten mit Lebensmittelfarben" aufgelegt. Schade eigentlich.
Gebt den Leuten eine Grundversorgung - Lebensmittelkörbe, Gemeinschaftsunterkünfte und ärztliche Versorgung durch die gelangweilten Sanitätsstellen der Bundeswehr. Und dann schauen wir mal, wie schnell wie alle uns wieder um unser Leben bemühen.
Wenn Eltern nicht die Fähigkeit oder den Willen haben ihren Kindern einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Platz in unserer Gesellschaft zu ermöglichen, oder sie gar in eine kriminelle Karriere einführen, dann muss die Gesellschaft diesen Eltern die Möglichkeiten Schaden anzurichten begrenzen. Ein Eingreifen des States in das Erziehungsrecht der Eltern darf sich nicht auf die körperliche Mißhandlung beschränken.
Es ist ein nur ein Gerücht, dass gemischte Klassen leistungsstarker und schwacher Schüler bessere Ergebnisse erreichen. Es ist genau umgekehrt.
Die bessere Hälfte in eine eigene Klasse und die andere in eine eigene. So kann man gezielt auf etwas lernen.
Dann noch einmal zum Vergleich Berlin - München. In München leben prozentual mehr Ausländer, dabei handelt es sich aber nicht nur um Türken wie sie vor allem in Berlin leben. Sondern eben auch Franzosen, Briten und Amerikaner etc. In dieser Hinsicht ist München viel internationaler da es für Hochqualifizierte viel attraktiver ist. Das die Zugehörigkeit eines bestimmten Kulturkreises und Religion einen Einfluss auf den Lernerfolg hat, wissen wir ja alle. Ansonsten sind diese weichen Anforderungen wie sie manche hier beschreiben, in Bayern nicht zu finden. Wen wunderts?
Sie haben ja so recht. Ihre Eltern waren aber nicht bildungsfern, denn selbst wenn sie es nicht mit der Sprache geschafft haben, haben sie doch alles getan, ihre Kinder auf den richtigen Weg zu bringen. Dazu gehört Aktivität und ständige Betreuung. Ich teile alle Ihre Argumente, denn auch ich sehe in meinem Umfeld die soziale Verkrüppelung einzelner Familien aus der gehobenen und auch Mittelschicht, verursacht durch die Interessen der Eltern,lieber auf dem Golfplatz rumzulatschen oder ins Fitnessstudio zu gehen, als sich um ihre vereinsamende Brut zu kümmern. Kinder lernen am Modell, das sind nunmal zu allererst die Eltern. Was meinen Sie, wieviel Verhaltensgestörte sich auf den Eliteinternaten herumdrücken und dort mit ach und krach ihr Abi machen.
Man lasse sich einfach einmal den Strukturbericht (in anderen Bundesländern heißt es vermutlich anders) vom Schulamt und Jugendamt aushändigen.
Und wird erstaunt feststellen, wie viele Leiter, stellvertretende Leiter, Abteilungsleiter, stellvertretende Abteilungeleiter, Gruppenleiter, stellvertretende Gruppenleiter, Fachgruppenleiter, stellvertretende Fachgruppenleiter usw. usw. es gibt.
Menschen, die tatsächlich mit den Kindern arbeiten, gibt es kaum noch. Und die wenigen werden mit „Fällen“ zugeschüttet, dass sie kaum noch Papp sagen können.
Öffentlich geförderte Beratungsangebote schießen wie die Pilze aus dem Boden, Motto: Tu Gutes, indem du redest.
Praktische Hilfe, die die eigentliche Hilfe darstellt, gibt es hingegen immer weniger. Das ist bei den Kindern nicht anders, als bei den alten Menschen.
Ein alter Mensch braucht (bezahlbare) Hilfe beim Einkaufen, aber keine Beratungsgespräche, wo er darüber informiert wird, wie er die Hilfe bekommen könnte.
Ein Kind braucht (bezahlbare) Hilfe bei den Hausaufgaben, also einen Menschen, der sich ganz praktisch neben das Kind setzt und mit ihm lernt, anstelle Geschwafel von Beratungsstellen, Ämtern und Studien.
....wollen Sie auf Grundstücke, die >>350 €/m² kosten Sozialwohnungen bauen mit großzügigen Grünflächen dazwischen! Mensch - wer soll denn das bezahlen? Oder wollen Sie, wie im Nationalsozialismus oder im Kommunismus die Leute enteignen?
Was Sie wollen ist eine "Volksgemeinschaft". Das hatten wir 12 Jahre!
Never ever!
Ist das belegt, durch Umfragen und Studien? Kann es nicht sein, daß viele ganz realistisch die Hoffnung aufgegeben haben, in den Mittelstand aufzusteigen? Womöglich sind viele ha Spiegel Leser und ziehen ihre eingenen, imho durchaus korrekten, Schlüsse aus Artikeln wie "Deutschlands Mittelschicht schrumpft dramatisch" und "Migration nach Deutschland - Forscher erwarten Millionen Einwanderer". Realität ist doch, die Möglichkeiten zum sozialen Aufstieg sind in den letzten Jahren erschreckend zurückgegangen. Das soziale Klima ist härter geworden, die Elllenbogenmentalität hat sich allgemein durchgesetzt beim Kampf um den schwindenden Mittelstandstopf. Ist es da nicht vielleicht ganz vernünftig, daß Eltern ihren Kindern gar nicht erst "Falusen" in den Kopf setzen, die in der Mehrheit der Fälle nur zu Enttäuschungen führen können?Sie bekommen gar nicht mit, dass es Möglichkeiten gibt, dem eigenen - vermeintlich vorgezeichneten - Lebensweg zu entkommen.
Also, meiner Meinung nach kann man die Bildungsdebate nicht abgekoppelt von der wirtschaftlichen Realität, insbesondere der zunehmenden Ungleichheit, sehen. Zwei Seiten einer Medaille.