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Schüler als Romeo und Julia: "Ich kann hier nicht den Gangster geben"
SWRSo schön kann 415 Jahre alte Liebe sein: Über 100 Schüler haben als Rapper und Hip-Hop-Tänzer mit einem Sinfonieorchester "Romeo und Julia" aufgeführt. Konzert-Musiker und Teenager waren begeistert voneinander - und von der bekannteste Liebesgeschichte der Welt.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...845598,00.html
- #1 22.07.2012 10:58 von
- #2 22.07.2012 13:32 von
Was für ein Quatsch!
Offenbar kann man Jugendliche heute nur noch mit dem HipHopRap-Quatsch hinter ihrem vollversorgten Ofen hervorlocken - ob's sinnvoll oder völlig sinnfrei ist. Fragt man in den Ghettos dieses Landes die Unterschichtler ohne jede Ausbildung, was sie werden wollen, dann hört man "Superstar bei Dieter Bohlen" oder "Rap-Star". Einfach nur dämlich. Und die Schar fantasieloser Pädagogen, die die Unis dieser Republik verlassen, gehen den Weg des geringsten Widerstandes, heißt: "Ey, cool, kids, yeah, lasst uns den alten Shakespeare in Rap machen... Kriegt auch jeder ne 1 dafür!" Meine Güte, was für ein kulturell desolates Land ist dieses Bullerbü-Deutschland!
- #3 22.07.2012 15:27 von
- #4 22.07.2012 16:12 von
Großartig
Es ist erstaunlich: im Film sieht man eine Gruppe junger Menschen, die sich richtig ins Zeug legen, etwas auf die Beine stellen und auf der Basis dessen was sie können, Schritte in eine neue Richtungen machen.
Ob das ganze am Ende ein Kunstwerk ergibt, dass in der Wertschätzung der ersten Kommentatoren hier bestehen bleiben könnte, sein dahin gestellt, aber: die Jugendlichen hatten offenbar Freude, motivieren sich gegenseitig und machen die Welt etwas bunter.
Schlecht gelaunte Gesellschaftskritik hat das noch nie geschafft. - #5 22.07.2012 17:09 von
hip hop
.... IST eine kunstform, genau wie jazz - ich möchte nicht wissen, was für eine explosion (im besten sinne) wir bekommen würden, wenn sich mozart mit einem hip hopper treffen würde:)....
und wenn die jugend so auch an klassischen stoff herangeführt wird - was will man mehr? J.U.H.U.! - #6 22.07.2012 17:28 von
HipHop ist keine Kunst!
Es handelt sich um eine Abart der Popmusik, nicht des Jazz! Heißt: HipHop ist schon lange Mainstream, und damit voll und ganz in den kapitalistischen Verwertungsprozess eingebunden. Die jugendlich hirnlosen Anhänger dieser Ausformung des Kapitalismus konsumieren, mehr nicht. So, wie sie iPhones, Smartphones, illegal downgeloadete Musik und Filme etc. p.p. lediglich konsumieren. HipHopper sind heute von der Industrie gelenkte Hirnmarionetten. Das Geniale ist, das es die Industrie wieder mal geschafft hat, das die Konsumenten (hier: des HipHop) allen Ernstes denken, sie handelten aus freiem Willen und sie seien kreativ. Sind sie nicht. Sie sind Konsumjunkies. Mehr nicht. Und die sogenannten "Pädagogen", die dann solch einen Quatsch mitzuverantworten haben, tragen eine nicht zu vernachlässigende Schuld, denn mit HipHop lernt man nichts, außer vielleicht Frauen und Schwule verachten. Und das an Dummheit wirklich nicht zu überbietende Gelaber von Mozart und HipHop (dieser Mindf...ck wurde gezielt von der Industrie in Umlauf gebracht!) ist gar nicht mehr satisfaktionsfähig.
- #7 22.07.2012 17:59 von
- #8 22.07.2012 19:34 von
Alles klar Hannah
Ähem, "voll in den kapitalistischen Verwertungsprozess eingebunden", aha und deshalb kann HipHop keine Kunst sein. Interessanter Ansatz, aber leider total falsch. Dann gibt es gar keine Kunst mehr, denn Alles ist heutzutage in den "kapitalistischen Verwertungsprozess" eingebunden. Auch Sie und ich so weit ich das sehe.
Ich für mich kann ganz klar sagen: HipHop ist Kunst und HipHop macht Spaß! Ich war notgedrungen wegen meines Sohnes in der "Wunderbar", die gibt es leider längs nicht mehr, zu einer HipHop-Battle mitgegangen. Oh wie hohl, dachte ich damals. Ich kannte nur den Mainstream-Schwachsinn von DuTube. Und als die Battle anfing war ich dermaßen überrascht. Fetzige Musik, geistreiche Texte...Da hätte jedes Stück davon als Kunst durchgehen können.
Ich finde diesen Ansatz sehr gut: HipHop und Klassik. Ich denke nicht nur Mozart sondern auch Shakespeare wäre begeistert! Denn der war immer auf der Seite der Himmelsstürmer. Wer nichts verändert, bleibt wie er ist, und damit einfach nur noch langweilig.
Diese Kooperation ist ein gutes Beispiel für gelungene Kunst, die auch die Jugendlichen mit einbezieht.
HipHop ist fantastisch, ist Kunst, wenn auch manches Mal für uns Ältere nur schwer verständlich.
Dieses Projekt hingegen ist leicht verständlich und das Ergebnis wird sich, da bin ich mir sicher, sehen lassen können. Ich freue mich schon auf den KiKa. Den ich bisher noch nie geschaut habe. - #9 22.07.2012 23:56 von
Geigen, hoch und runter
Ja, ja. So ist sie, die "klassische Musik":
"Da spiel'n die Geigen und was weiß ich und es geht natürlich hoch und runter und es ist viel schwerer zu hör'n"
Dass die Choreographin nicht viel mit der Musik anzufangen weiß, mag man ihrer Jugend nachsehen.
Dass nicht mal der SPIEGEL Genaueres über die Musik zu sagen weiß, ist schon bedauerlicher. Es handelt es sich um die Balettmusik zu Romeo und Julia von Sergei Prokofjew.
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