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Schubert-Neuaufnahmen: Die fletschen ja die Zähne

Harmonia MundiKlare Kante, starke Struktur und ordentlich Drive: Das Artemis Quartett und Quatuor Modigliani haben sich Franz Schuberts Streichquartette vorgenommen - sie gehören zum Feinsten der klassischen Kammermusik. Und sie rocken.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...838645,00.html
  1. #1

    jawohl

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klare Kante, starke Struktur und ordentlich Drive: Das Artemis Quartett und Quatuor Modigliani haben sich Franz Schuberts Streichquartette vorgenommen - sie gehören zum Feinsten der klassischen Kammermusik. Und sie rocken.

    Schuberts Streichquartette vom Artemis Quartett und Quatuor Modigliani - SPIEGEL ONLINE

    Dieser Artikel wäre vor 15 Jahren noch undenkbar gewesen. Da hatte Schubert seinen 200. Geburtstag und es interessierte bis auf einschlägige Medien wie KlassikRadio keinen und auch dort hielten sich die Beiträge in überseh- und überhörbaren Grenzen. In Wien selbst waren die Feierlichkeiten ebenso rar gestreut und kamen eher einem lästigen Pflichterfüllen gleich. Und wer sich in diesen Zeiten als Schubert-Fan outete wurde meist mit einem Lächeln bestraft, das ob seines Gemisches aus Mitleid und Überlegenheitsgefühl wie ein strafender Hammer auf die leidenschaftliche Euphorie niederprasselte, die man für Schubertsche Klänge empfand. Piefig, kleinbürgerlich, romantisch, biedermeier-spießig, geistlos, ohne technischen Anspruch, langweilig - das waren Attribute, die die meisten mit Schubert verbanden. Maßte man sich an, Schubert zu huldigen und in die Reihe Bachs und Beethovens zu stellen, dann war es für ebenjene so, als wenn man einen Rosamunde Pilcher Roman mit Tolstois 'Krieg und Frieden' gleichsetzte. Exemplarisch für diese Haltung stehen wohl Goulds Äußerungen über Schubert, die er im Zuge einer Analyse von verschiedenen Interpretentypen (am Beispiel Sviatoslav Richters) tätigte.

    Gott, bin ich froh, dass diese Zeiten vorbei sind. Und ja - Schubert rocks!!!
  2. #2

    Das ist einfach nur

    Man hat immer mehr den Eindruck, dass die klassische Musik mit dem 19. Jahrhundert ihren Abschluss gefunden hat, dass es nur um irgendwelche Finessen in der Interpretation geht. Das ist einfach nur "alte" Musik sehr gut gespielt - mehr nicht!
  3. #3

    Gg

    Zitat von schwarzsauer Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel wäre vor 15 Jahren noch undenkbar gewesen. Da hatte Schubert seinen 200. Geburtstag und es interessierte bis auf einschlägige Medien wie KlassikRadio keinen und auch dort hielten sich die Beiträge in überseh- und überhörbaren Grenzen. In Wien selbst waren die Feierlichkeiten ebenso rar gestreut und kamen eher einem lästigen Pflichterfüllen gleich. Und wer sich in diesen Zeiten als Schubert-Fan outete wurde meist mit einem Lächeln bestraft, das ob seines Gemisches aus Mitleid und Überlegenheitsgefühl wie ein strafender Hammer auf die leidenschaftliche Euphorie niederprasselte, die man für Schubertsche Klänge empfand. Piefig, kleinbürgerlich, romantisch, biedermeier-spießig, geistlos, ohne technischen Anspruch, langweilig - das waren Attribute, die die meisten mit Schubert verbanden. Maßte man sich an, Schubert zu huldigen und in die Reihe Bachs und Beethovens zu stellen, dann war es für ebenjene so, als wenn man einen Rosamunde Pilcher Roman mit Tolstois 'Krieg und Frieden' gleichsetzte. Exemplarisch für diese Haltung stehen wohl Goulds Äußerungen über Schubert, die er im Zuge einer Analyse von verschiedenen Interpretentypen (am Beispiel Sviatoslav Richters) tätigte.

    Gott, bin ich froh, dass diese Zeiten vorbei sind. Und ja - Schubert rocks!!!
    Glenn Gould? Wer ist Glenn Gould? Früher dachte ich auch immer, der wäre so toll. ich finde ihn einfach langweilig! Friedrich Goulda oder Alfred Brendel sind um Klassen besser :-)








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