SPIEGEL ONLINEMathe ist nicht jedermanns Sache - doch selbst viele Forscher haben ihre Probleme damit. Wissenschaftliche Studien werden umso seltener zitiert, je mehr mathematische Formeln darin auftauchen. Dies bestätigt eine alte Hypothese des Physikgenies Stephen Hawking.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...840966,00.html
Manche Gebiete, natürlich insbesondere in der Mathematik selbst oder in der Physik, bieten eine genau definierte mathematische Struktur. Aber in vielen anderen Fächern ist dies nicht der Fall. Beispielsweise werden häufig dann spezielle Theorien und Strukturen entworfen, das fängt bei kleinen Dingen wie Ordnungsrelationen an. Dann sieht "a
Ich kenne die Originalveröffentlichungen nicht, auf die sich diese Analyse bezieht. Aus meiner Praxis wundert es micht nicht. Experimentelle zumindest Chemie-Paper benutzen wenig Mathematik, bzw. einfache "Black-Box" Formeln, die einfach keiner Erklärung bedürfen (oder zumindest bedürfen sollten), weil sie Standard sind.
Meistens geht es um "ich habe das gemacht und jenes ist entstanden" mit Spektren im Anhang. Wozu da mit Mathematik ergänzen, die in den Lehrbüchern steht?
Etwas anderes ist es natürlich, wenn man eine spezielle Methode wählt, Rechenoperationen anwendet oder unter Umständen sogar "anpasst" (heisst verändert). Dann muss man die geänderte Herangehensweise eben auch angeben, sonst ist das schlechte Praxis. Das findet aber in der Mehrzahl in theoretischen Publikationen bzw. in Theorie-Experimentell-Kooperationen statt.
In der Biologie wird es nicht anders sein. Es ist keine Angst, erst Recht kein "Schreckgespenst", aus dem auf Formeln verzichtet wird. Es ist schlicht unnötig.
Der Fairness halber soll zugestanden werden, dass man als Experimentator den mathematischen Bereich oft ignoriert, weil man zu selten damit zu tun hat.
unsere welt ist voller mathematik. ich habe zwar selber nicht das zeug zum mathematiker aber ich bin dennoch sehr interessiert.
wer mathe links liegen lässt weil es ihm zu unbequem ist schließt sich von einem wesentlichen teil der lebens aus. alle rennen mit ihren smartphones rum aber niemand denkt darüber nach was für ein langer weg es dahin war und war erforderlich ist um ein "simples" handy herzustellen
Formeln sind dann ein Problem, wenn ihre Ableitung bzw. ihr Ursprung nicht nachvollziehbar sind. Häufig werden Formeln verwendet, deren Gültigkeit durch Verweise auf andere Veröffentlichungen begründet werden, diese verweisen dann auf andere Artikel, sodass man erst in einer langen Kette von Rückverwisen das Original findet.
Oft ist die Anwendung einer Formel auf das im Artikel behandelte Problem gar nicht gegeben weil die Formel unter Randbedingungen abgeleitet wurde, die nicht allgemein gültig sind. Die Anwendbarkeit von Formeln werden häufig durch dubiose Analogien begründet.
Das solche Dinge bei der Begutachtung der Artikel durchgehen, kann nur mit korporativem Zwang erklärt werden. In vielen Wissenschaftszweigen dominieren Gruppen und Netzwerke was veröffentlicht wird, denn davon hängt der Geldfluss ab.
Was kann einem als Entwickler, Konstrukteur o. ä. besseres passieren, als erprobte und anwendungsbereite Formeln zu haben, die mein Problem lösen . Wenn sie gar zu viele Variablen mit komplizieren Verknüpfungen haben, kann ich mit Grundkenntnissen einer Programmiersprache sie auch noch in ein kleines Programm einbinden und habe dann mit ein paar Eingaben das Ergebnis.
Wurde auch untersucht, ob es in allen Fällen am mathematischen Verständnis liegt, oder ob auch die technische Reproduktion der Formeln in den Textverarbeitungsprogrammen eine Rolle spielt? Wenn einem die Übung fehlt und/oder man mit dem falschen Werkzeug arbeitet, dann kann man in der Zeit, in der man eine Formel "zusammen bastelt" alternativ auch bis zu 10 Seiten Text zitieren...