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Schräge Parteien-Websites: Willkommen in Einöd

Das ganze Netz lacht über die Web-Seite des SPD-Ortsvereins Engenhahn. Doch der Hohn ist ungerecht - viele Netz-Auftritte lokaler*Parteiverbände sehen aus, als*lebten die Macher im*vorigen Jahrhundert. Eine nicht ganz ernst gemeinte Hitliste der zehn*schrägsten Sites von CDU, SPD*und Co.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...795729,00.html
  1. #50

    Ein Titel

    Zitat von Marginalius Beitrag anzeigen
    Beiden wäre nicht damit geholfen, wenn irgendeine Überorganisation da plötzlich Vorschriften macht.
    Denn wenn die Überorganisation da ein paar Vorlagen vorschreiben würde, würde der aus dem einen Verein vielleicht garnicht damit zurechtkommen, wenn er da jeden Tag aktuelle Daten nachtragen muss, sich aber nur mit einfacher Frame-Gestaltung auskennt
    Der Punkt ist daß sich ein Ortsverein mit sowas gar nicht ausseinandersetzen müsste wenn er nicht will. Dafür gibt es Content-Managementsysteme. Termine, Papiere, Ankündigungen werden über eine Schnittstelle eingetragen die schlichtweg keine Kenntnisse über den Aufbau der Webseite vorsieht. Das ist heutzutage mit Blogs gang und gäbe. Die Parteien werfen ihr Geld zum Fenster für einfachste Grundlagen raus, die man zentralisiert viel günstiger Beschaffen könnte - ohne dabei die möglichkeit der personalisierung der eigenen Webpräsenz aufzugeben.
  2. #51

    Titel, Thesen, Temperamente

    Bis auf die evtl. mangelnde Barrierefreiheit finxde ich die Seiten größtenteils gar nicht schlecht. Solange SPON der Unsitte Informationen auf "Bilderstrecken" zu verteilen, durch die man sich umständlich durchklicken muss anstatt einfach alles schnell und übersichtlich auf einer Seite zu haben nachgeht und dann auch noch die Links nicht richtig gesetzt kriegt, sollte man in Hamburg die Füsse mal schön still halten.
  3. #52

    klein aber fein

    Was nutzt eine großartige Präsentation im Internet oder auf Werbeplakaten, wenn das Produkt schwer verdaulich und schädlich ist? Richtig- es wird nach einmaligem Genuss nicht mehr gekauft, da es weitere Angebote gibt.

    Bei der Politik ist der Unterschied- es gibt kaum weitere Angebote, mit einer Grundsubstanz zu wohl-ständigem Genuss. Hier liegt selbst die Chance in einem selbst gedruckten Flyer, wenn es den Geschmacksnerv trifft.
  4. #53

    Ich weiß was Sie meinen

    Zitat von dr_kiepenkerl Beitrag anzeigen
    @regensommer

    ..habe ich gekürzt, sonst habe ich zuviel Zeichen und Spon sendet nicht ab...

    Aus Ihren Kommentaren in Bezug auf Behinderungen schließe ich, dass Sie in irgendeiner Weise damit konfrontiert sind und dementsprechend für dieses Thema sensibiliert wurden. Ich denke, ein Großteil der Bevölkerung macht sich darüber keine Gedanken, aber nicht aus Boshaftigkeit, sondern da entsprechende Erfahrungen fehlen.

    Vielleicht merken Sie anhand meiner Kommentare, dass mich die überall um sich greifende Professionalisierung nervt.
    Ich weiß was Sie meinen. Sie lieben den Charme der mit Herzblut erstellten Seiten. Sie mögen lieber was schräges als etwas perfektes. Da sind wir nicht weit auseinander.

    Auch ich mag das, sei es nun ein Garten, ein Auto oder auch eine Website. Ich komme mit Ecken und Kanten leichter zurecht als mit aalglatten Dingen.

    Aber es gibt ein paar Dinge, die sind nicht akzeptabel.
    Fiktives Beispiel: Der Bürgermeister ruft eine Initiative zur naturnahen Gemeinde aus und zahlt Zuschüsse für die Gartenzaunhecke. Diese Hecken werden gekauft und es sind alles Thuja. Thuja ist giftig und hat überhaupt keinen Wert für die Natur.

    Wissen Sie was ich meine? Das Beispiel zeugt von Unkenntnis und daraus resultiert Geldverschwendung. Möglicherweise macht sich die ganze Gemeinde im Umfeld lächerlich.
    Aus gut gemeint wurde ein Rohrkrepierer.

    Liest man die ersten Kommentare auf den ersten Seiten, so liest man von: "Programme sind teuer" "Danke für den Zuspruch, dass auch ich meine Seite schlecht machen darf"

    Das sollte man nicht unterstützen. Ich bin in Foren unterwegs, die sich mit CMS beschäftigen. Täglich schlagen hilfesuchende Leute auf, die das Problem haben, eine Seite eines Vereins umbauen zu müssen / wollen und verzweifeln an der Denke des Vereins. Der "Neue" kann ja nicht einfach sagen, das muß alles neu. Nein, da wird der Vorstand aufstehen und die Verdienste erstmal hervorheben. Das heißt es gilt erstmal ganz andere Hürden zu überwinden, ziemlich starre Strukturen. Und starre Strukturen sind der Hinweis auf ziemlich unflexibles Vereinsleben.

    Ich selbst bin in verschiedenen Vereinen unterwegs, ohne dass ich Mitglied bin. Ich mache die Pressearbeit vor Ort, Fotos, binde Vereine in Ferienprogramme ein.

    Daher weiß ich um die "Starre". Wenn mir jemand sagt, er kann keine Homepage erstellen, so ist das kein Problem. Aber zu behaupten, man könne keine Homepage erstellen, weil Programme so teuer sind, dann zeigt mir das, da hat sich jemand nicht damit beschäftigt. Vermutlich würde ein Blick ins VHS-Heft helfen. Selbst in kleineren Gemeinden gibt es Kurse zur Erstellung von Homepages.

    Wenn ich so auf Barrierefreiheit poche, dann nicht, weil ich selbst davon betroffen bin, sondern dass es eine Herausforderung ist, der man sich stellen sollte.
    Das ist wie Fahrradfahrer in die Großstadt integrieren oder Kindern mehr als einen Normspielplatz zur Verfügung stellen und Kinderschreien nicht als Lärm zu definieren.

    Wissen Sie was ich meine? Früher war alles gemeinschaftlicher und integrierter. Durch eine schlechte Website schließe ich aus und verfolge eigentlich den Weg bei dem der schwächste auf der Strecke bleibt. Das wollen diese kleinen Ortsvereine sicher nicht. Aber man sollte sie auch darauf hinweisen, dass dieser Eindruck alleine durch die Website entsteht.
  5. #54

    Willkommen in Einöd

    Hallo,

    nach meinem Kenntnisstand gibt es in der SPD Kreisverbände und Ortsvereine.

    In der SPD sind Ortsverbände unbekannt.
  6. #55

    Nicht nachvollziehbar!

    Aber Freunde, beim besten Willen: Eure negative Auswahl an Websites von Parteien kann ich bei einigen davon nicht nachvollziehen. Z.B. SPD EInöd - klar strukturiert, aktuell, informativ, ohne blickendes Beiwerk.
    Was ich allerdings 'vermisse', sind z. B. Bildchen von Haribo-Bären, Wahlbusch-Hemden, DiBa-Bankleistungen, Statoil aus Norwegen... - so wie bei SPIEGEL online. Wirklich ein gelungener Auftritt !


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