Genau das macht statistisch wiederum wenig Probleme. Wenn man jemanden als einen z.B. von 4 möglichen öffentlichen Facebook-Profilen orten kann, und einer dieser 4 ein problematisches Umfeld hat, dann hat der Kreditbewerber eben nicht ein 100% höheres Risiko, sondern ein 25% höheres Risiko im Vergleich zum Durchschnitts-Mustermann aus Sicht des Kreditinstituts/der Schufa. Auf viele hunderttausende Kreditanfragen Jahr für Jahr rechnet sich das für die Kreditsinstitute, insbesondere bei Kleinkrediten/Zahlungsarten usw.Praktisch aber würde ein solches Vorhaben am Zuordnungsproblem scheitern, glaubt Graubner-Müller: Welcher Hans Mustermann gehört zu welchem Schufa-Eintrag?
Natürlich wird es bei einem Allerweltsnamen wie "Thomas Müller" noch unsicherer, aber von dem Kreditbewerber z.B. sind ja auch mehr Informationen bekannt, insbesondere kennt die Schufa ja auch eine Adresse, Alter, Beruf. Je mehr sich das mit dem gefundenem Freundeskreis deckt, desto höher kann man dies automatisch gewichten als Wahrscheinlichkeit für die Deckungsgleichheit. Statistisch über so viele Anfragen, wie z.B. die Schufa sie bekommt, gibt es kein Identifizierungsproblem.
Das gibt es höchstens aus Sicht des Kreditwilligen, wenn es einen Schnorrer/Betrüger/Fake-Account mit dem selben Namen und einem ähnlichen Umfeld gibt. Das ist dann persönliches Pech und das eigentliche Problem. Aber nicht das Problem einer Kredit-Rating-Firma wie Schufa. Die Aussage ist hier als Beschwichtung m.E. nach zu werten.
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