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Schmutziges Weihnachtsbaum-Geschäft: Tot unter der Tanne

Aus Georgien kommen mehr als die Hälfte der Samen für Christbäume in deutschen Wohnzimmern. Um den Nachschub an begehrten Nordmann-Tannen für das reiche Westeuropa zu sichern, setzen arme Zapfenpflücker ihr Leben aufs Spiel.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...736496,00.html
  1. #20

    Und?

    Wie arm wäre denn der durchschnittliche georgische Zapfenpflücker, wenn er diese Verdienstmöglichkeit nicht hätte? Womit würde er dann seinen Lebensunterhalt bestreiten?

    Ach, sicher würde die herzensgute SPON-Redaktion jeden Monat einen Scheck losschicken.
  2. #21

    Mich wundert,

    dass Monsanto & Co sich die Samen noch nicht patentieren liessen. Da könnte man doch gut 10% des erkletterten Gewinns abkassieren, wenn nicht mehr.
  3. #22

    Achtung Zynismus

    Politisch korrekt wäre es wohl, einen Georgier für die Weihnachtstage einzufliegen, diesen mit Christbaumkugeln zu schmücken und ihn die Kerzen halten zu lassen-sozusagen als dringend gesuchte Fachkraft. Dann ist aber die CO2-Bilanz nicht mehr "neutral". Obwohl, könnten nicht auch Hartz4-Empfänger...

    Und ernsthaft:
    Georgien ist nunmal nicht Westeuropa. Wenn deren Wirtschaft irgendwann so stark wie unsere wird, dann sammelt da auch keiner mehr Zapfen. Also was erwartet man dort zu sehen?

    Unsere Familie hat schon seit zwei Jahrzehnten einen Plastikbaum. Sollte man vielleicht in Zukunft auf Plastikbaumverpackungen einen lachenden Georgier draufkleben, sozusagen analog zum Delphin auf der Dose?
  4. #23

    jedes Jahr die gleiche Masche

    erst wird man wochenlang mit Spendenaufrufen traktiert die Welt zu retten um dann nochmal am 24. 12. das erkaufte ruhige Gewissen zu torpedieren. Ganz ehrlich - mich ficht das alles nicht mehr an - denn wenn wir die "bösen bösen Deutschen" keine Weihnachtsbäume mehr kaufen müssen wir nächstes Jahr lesen das wir durch unsere Verweigerung sooooo viel Elend auslösen würden. Wir sind doch eh an allem Schuld, ob wir es tun oder ob wir es lassen. Diese ganze Spendenindustrie geht mir sowieso mächtig auf den Senkel, da werden Milliarden eingesammelt (z.B. für Haiti) und jetzt dürfen wir tägl. über die Medien erfahren - außer Spesen nichts gewesen. Das einzige was in Haiti voranschreitet ist das Elend und die Seuchen, trotz aller Spendengelder. Von mir gibt es also keinen einzigen Cent mehr, egal für wen, egal für was oder gegen wen und mein Konsumverhalten richte ich nach meinen vermeintlichen Bedürfnissen aus und nicht nach "wem es hilft oder schadet" !!!
  5. #24

    ...

    Zitat von tvinnefossen Beitrag anzeigen
    ...Daß das Ding ein sogenannter Bio-Baum ist wird hier die wenigsten interessieren...
    Doch, doch...
    Kommt der dann aus der Freilandhaltung? Womöglich gar Bodenhaltung?

    Zitat von tvinnefossen Beitrag anzeigen
    ...Das klingt mir nach deutlich mehr als aus einem Bauzaungehege ..[].. einen seit zig Wochen schon geschlagenen Baum zu konsumieren...
    Das stimmt. Bäume aus Käfig- oder Bauzaunhaltung schmecken auch nicht so richtig. Die legen auch weniger Christbaumkugeln...
  6. #25

    Fragen über Fragen - Nachtrag

    "Für zwei Kilo Zapfen bekommen sie einen Lari, umgerechnet 42 Cent."

    "Für ein Kilo Nordmann-Tannen-Samen braucht es zwischen sieben und zehn Kilo Zapfen. Dafür bekommen Gaga und Dato knapp zwei Euro."

    "Georgische Zwischenhändler verkaufen das Kilo für rund 25 Euro an ausländische Firmen."
    Die Aufbereitung von Samen ist ziemlich aufwendig. Die Tannenzapfen müssen getrocknet und gelagert werden, außerdem für die Weiterverwendung aufbereitet. Ich glaube, den Ort wo das geschieht nennt man Klinge. Der Maschinenpark muss ja bezahlt werden. Rechnet das mal auf die geringsen Mengen um, die da durch gehen.

    "In Europa wird das Kilo dann für mehr als 100 Euro gehandelt, das Fünfzigfache von Datos ursprünglichem Lohn."

    Das sind übliche Preissteigerungen bei diesen Kleinmengen.
    29 Millionen Tannen machen ein Saatgewicht von 1.566 Tonnen (54 Gramm Tausendkorngewicht). Der Verwaltungsaufwand dafür ist immens.
  7. #26

    Nicht denken sondern nachdenken

    Zitat von niemandhatdieabsicht.... Beitrag anzeigen
    Wie arm wäre denn der durchschnittliche georgische Zapfenpflücker, wenn er diese Verdienstmöglichkeit nicht hätte? Womit würde er dann seinen Lebensunterhalt bestreiten?

    Ach, sicher würde die herzensgute SPON-Redaktion jeden Monat einen Scheck losschicken.
    Der Reichtum weniger beruht auf der Ausbeutung vieler (Engels). Vertauschen Sie nicht Ursache und Wirkung?
  8. #27

    ....

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Politisch korrekt wäre es wohl, einen Georgier für die Weihnachtstage einzufliegen, diesen mit Christbaumkugeln zu schmücken und ihn die Kerzen halten zu lassen...
    "Gib einem Georgier ein Streichholz und er hat Feuer für einen Abend. Zünde ihn an und er hat es warm für den Rest seines Lebens." (Ruschisches Sprichwort)

    Abgesehen davon ist Mitleid völlig unangebracht; denen geht es bildungspolitisch sensationell besser als uns. In ein, zwei Dekaden haben die uns überholt: In der Schule von Tlugi kommt auf zwei Schüler ein Lehrer. Wir sollten auch ins Tannenbaumzapfengeschäft einsteigen...
  9. #28

    Baumologie

    Zitat von tvinnefossen Beitrag anzeigen
    Jedes erworbene Schnäppchen wäre ein guter Grund das eigene Gehalt gekürzt zu bekommen. Von nichts, kommt nichts.
    Weißtanne kauft praktisch niemand, zudem ist er keine Schönheit. Sowas gibts dann für 8,50€.
    Genauso wie Rotfichten: Gibts praktisch nicht mehr, weil sie keiner kauft da diese sehr stark nadeln und stechen. Wenn dann mal eine dabei ist gibts diese für wenig Geld.
    Alles will Nordmannstannen, perfekt gewachsen, in der richtigen Höhe, sowas lässt sich der Händler nat. gut bezahlen.
  10. #29

    Korrektur

    Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
    29 Millionen Tannen machen ein Saatgewicht von 1.566 Tonnen (54 Gramm Tausendkorngewicht).
    Kilogramm, sorry.


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