Zwei*alte Bekannte*diskutierten bei "Beckmann" den Tod Osama Bin Ladens: Peter Scholl-Latour gab den gemütlichen Machiavellisten, Helmut Schmidt räsonierte über Völkerrecht und die Weltpolizisten-Rolle der USA - mit Understatement natürlich.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,760269,00.html
Ist schon wohl das gleiche, wenn sich Merkel hinstellt und sagt, sie habe "Respekt" gegenüber den Amerikanern für das Töten des "Terrorfürsten". Westliche Rechtsgrundsätze eben...
Ob einer die Anschläge plant oder einfach nur "gutheißt" sind wohl schon Unterschiede. Und dennoch gibt keines davon den Amis das Recht, einen Schuldigen ohne Gerichtsverfahren zu töten. Es ist verlogen, wenn man sowas macht, aber den anderen Nationen sagt, man würde für Recht und Freiheit einstehen...
Der amerikanische Eid endet ja so:
"One Nation, Under God, Indivisible,
With Liberty And Justice For All"
Die hätten aber den letzen Satz abändern sollen in
"With Liberty And Justice For all Americans"
Helmut Schmidt, der einzige Erdenbürger, der im deutschen Fernsehen rauchen darf?
Kurt Krömer und Hugo Egon Balder haben vor zwei Wochen kräftig vor Publium gequalmt.
interessant ist auch wie schmidt sich wiederholt über westerwelle geäußert hat. ich glaube den würde er nicht mal als "greenkeeper" für seinen rasen in langenhorn einstellen.
Warum nur sind es immer wieder die bekennenden Christen, die zutiefst unchristlich reagieren, sei es, wenn ein Mensch getötete wird, sei es, wenn alles Handeln ausschließlich auf den persönlichen Zugewinn ausgerichtet ist: vormittags in die Kirche, nachmittags dem Hobby "Tieretöten" nachgehen oder die Altreifen im Wald entsorgen oder anderen einen alten Golf, in dessen Sitze der Papst gepupst hat, für 100.000 Euro verhökern und sich irrsinnig raffiniert vorkommen, oder, oder, oder ...
Frau Merkel, schämen Sie sich, dass Sie als Christin über den Tod eines Menschen Freude äußern. Pfui Teufel! Andere sind schon wegen wesentlich kleinerer Fehltritte zurückgetreten. Die führten dann aber auch nicht das Attribut "Christlich" in Namen ihrer Partei.
Wenn Scholl-Latour sich beim Libyenkonflikt nicht immer widersprechen würde, könnte man ihm besser zuhören .
Bei allen früheren Konflikten wie Kosovo,Irak und Afghanistan war er gegen die Einmischung des Westens. Auch humanitäre Gründe haben bei ihm nie gezählt. Der einzige Grund für den ehemaligen Soldaten der französischen Armee sich in Libyen einzumischen muss dann wohl sein ,dass Le Grand Nation die führende Rolle übernommen hat. Jetzt fordert er zur Abkürzung des Konflikts eine Tötung von Gadaffi ,weil er sieht was für ein Chaos die westliche Intervention anrichten wird. Vor paar Wochen hat er bei Maiscberger noch behauptet, dass Gaddafi nicht viel Widerstand leisten könne. Soviel zur Sachkenntnis von Scholl-Latour. Ich glaub in einer Altersheimkaffeerunde herrscht genausoviel Sachverstand wie bei Beckmann gestern.
Ich schliesse mich an, das Interview besaß eine gewisse Weisheit, in der ein Moderator wie Beckmann fast störend wirkte, na gut er hat immerhin ein paar Stichworte geliefert...ich fand die Gesprächslenkung auf das "Emotionale" Loki sehr deplatziert, ich habe das trottz Allem das Interview genossen...