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Schmidt*und Scholl-Latour bei "Beckmann": Der Weise und der Zyniker

Zwei*alte Bekannte*diskutierten bei "Beckmann" den Tod Osama Bin Ladens: Peter Scholl-Latour gab den gemütlichen Machiavellisten, Helmut Schmidt räsonierte über Völkerrecht und die Weltpolizisten-Rolle der USA - mit Understatement natürlich.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,760269,00.html
  1. #30

    Altklug oder

    Zitat von piesmann Beitrag anzeigen
    Der Altkanzler bleibt beim Volk beliebt - für mich ist er einer der meistüberschätzten Politiker.

    Es war gestern wieder unerträglich seine bedeutungsschwangeren Bedenken, Rechthabereien und Klugscheißereinen anhören zu müssen. Habs dann auch nicht lange ausgehalten.
    Elder Statesman sind vor allem eins: alt.
    Dann vergleichen Sie vielleicht einmal, was an Rede- und Aussagequalität zum Beispiel bei einer Frau Nahles oder einem Herrn Westerwelle bei näherer Betrachtung übrig bleibt. Da ist mir die «Klugscheisserei» des Helmut Schmidt bedeutend lieber.
  2. #31

    Dieser OBL

    Zitat von mangeder Beitrag anzeigen
    Achso? Das ist alles? Solch Kleinigkeiten wie der Bruch (unserer eigenen) Rechtsgrundsätze, dem Völkerrecht und fast allen rechtlichen, moralischeh und sostigen Grundsätzen auf denen wir (angeblich so moralisch saubere und moralich bessere) aufbauen und auf denen unser Staatssystem.....
    hat ja nun selber so ziemlich gegen alle Menschenrechte verstoßen und mißachtet, die es nur gibt.
    Er hat darüber hinaus auch das Völkerrecht in keiner Weise geachtet, nachdem seine Organistion ihre verachtenswerten Aktionen in fast allen Ländern der Erde ausgeführt hat.
    Die US-Regierung war vor eine Güterabwägung gestellt und hat sich entschieden.
    Denn eines ist ganz klar, kein Mensch nimmt den Pakistanis ab, daß sie nicht wußten, wer in diesem Haus wohnt.
  3. #32

    Beckmann

    Zitat von alocasia Beitrag anzeigen
    Seit wann haben unsere Rechtsgrundsätze etwas mit den amerikanischen zu tun?
    Bin Laden hat selbst in einer Videobotschaft die Anschläge zugegeben. Was braucht es mehr?
    Und ja erinnern Sie sich, die deutschen sind in Somalia eingefallen, haben die ganzen Palästinenser getötet. Einfach so ohne Verhandlung oder Anklage.
    Mitnichten!Da hätten Sie gestern Abend die Sendung "Beckmann" sehen müssen.In Mogadischu war die Aktion mit der Regierungspitze Somalias angesprochen,so die Aussage von H.Schmidt gestern Abend.
  4. #33

    ..

    Zitat von mangeder Beitrag anzeigen
    Ja, was hättet ihr gesagt, wenn die USA mit einer militärischen Einheit in Deutschland eingefallen wäre, jegliches Völkerrecht, Grundrecht und sonstiges Recht unserer Zivilisation gebrochen hätte und in einer deutschen Provinzstadt einen Feind der USA zu töten?
    wenn sie das 1939 nur mal gemacht hätten..
  5. #34

    Viel Arbeit erspart

    Zitat von danki Beitrag anzeigen
    Ich habe mir gestern Abend die Sendung bei "Beckmann" angesehen.Nach all den Jubelarien,die auch über unsere TV-Sender rauf und runter abgeliefert wurden,waren die statesments von Ex-Kanzler Schmidt eine Genugtuung,dass es noch ein wenig klar und rechtsstaatlich denkende Menschen gibt.Es ist für mich unbegreiflich,wie die sog.zivilisierte westliche Welt in alttestamentarisches Rachedenken zurückfallen kann.Menschen wie unsere Märchentante Merkel,die vorgibt,eine gläubige Christin zu sein oder Obama,der ebenfalls einen christlichen Glauben hat,zeigten gestern ihr wahres Gesicht.Die Amis haben nichts weiter als Lynchjustiz geübt.Dazu ein ausgezeichneter Artikel in den Nachdenkseiten:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=9278#more-9278
    Auch die Worte des Vatikansprechers fanden in unseren TV-Kanälen-sog.Christen sitzen dort im Aufsichtsrat-kein Gehör:
    http://www.europeonline-magazine.eu/...er_126383.html
    Wahrscheinlich muss man erst alt wie Schmidt werden,damit der Verstand obsiegt.
    Vielen Dank für Ihren Kommentar, dem ich nur voll zustimmen kann. Sie, Nachdenkseiten und Vatikan haben mir viel Arbeit abgenommen indem Sie genau das auf den Punkt gebracht haben, was ich über die ganze Sache denke.
  6. #35

    ...

    Zitat von piesmann Beitrag anzeigen
    Der Altkanzler bleibt beim Volk beliebt - für mich ist er einer der meistüberschätzten Politiker.

    Es war gestern wieder unerträglich seine bedeutungsschwangeren Bedenken, Rechthabereien und Klugscheißereinen anhören zu müssen. Habs dann auch nicht lange ausgehalten.
    Elder Statesman sind vor allem eins: alt.
    Helmut Schmidt hat etwas ganz Außergewöhnliches geschafft: Er ist auf seine uralten Tage zum Teil der Popkultur geworden. Ohne Glitteranzug zwar, dafür aber mit Kippe in der Glotze. Nicht schlecht.

    Egal, was er so von sich gibt – es wird ja in den letzten Jahren wirklich nicht weiser –, es hat stets den Klang konkurrenzlos vernünftiger, auch irgendwie heimeliger Welterklärung, und danach sehnt sich ganz Deutschland, die Alten und sogar die Jüngeren, und nur deshalb klingt es so. Schmidt könnte auch verkünden, Deutschland habe '45 den Krieg verloren, es würde als erhabene Verlautbarung des großen alten Durchblickers in unseren Ohren ankommen, als lupenreine, würdevolle Wahrheit abseits des pubertären Medien-Mainstreams ...

    Dabei ist es, meine ich, weniger Weisheit, die seine Popularität befördert. Nostalgie macht seine Anziehungskraft aus. Helmut Schmidt steht für die gemütliche, verantwortungsfreie Bundesrepublik der 70er Jahre mit ihren überschaubaren Problemen, für eine Zeit, in der die Unsicherheiten der Veränderung wenigstens durch einen Eisernen Vorhang halbwegs kalkulierbar waren. Schmidt verkörpert politische und moralische Stabilität, ein rar gewordenes Gut. Dabei war seine Kanzlerschaft seinerzeit nicht weniger umstritten, als die seiner Nachfolger, auch wenn er es im Nachhinein so aussehen läßt, als komme es darauf überhaupt nicht an und als sei die Rückschau der wahre Adel des Amtes.

    Bin auch ein Fan von ihm. Eigentlich ja fast nur, weil er öffentlich raucht und damit die ganze hysterische Debatte ums Nichtrauchen so schön cool relativiert, aber wenn Freund Hein ihn irgendwann abholt, werde auch ich etwas trauern. Ein Original ist er ja, und vor allem das ist selten geworden ...
  7. #36

    Beckmann

    Mein besonderer Dank geht an Herrn Beckmann, der gekonnt eine Sendung moderierte, die kurzweilig, interessant, aufschlußreich war. Zu Helmut Schmidt und Dr. Scholl-Latour ( auch ich habe fast alle seine Bücher mit Begeisterung und großem Gewinn gelesen ) bleibt zu sagen, dass nichts über Erfahrung, Bildung und tiefere Einsichten geht - ( oft ) ein Vorzug des Alters.
  8. #37

    Erfahrungen

    Beide Herren verfügen über Einblicke in das Weltgeschehen und
    die Entscheidungswege die zu Ereignissen führen,die dem
    Normalo nicht zugänglich sind.
    Unter diesem Gesichtspunkt sollte ihre Äußerungen gesehen werden,wenn der Rechenweg nachvollziehber ist,ergibt das
    Ergebnis zwangsläufig.
    Man kann anderer Meinung sein,aber das Potenzial in Abrede zu stellen wird der Sache nicht gerecht.
  9. #38

    Schmidt

    Zitat von piesmann Beitrag anzeigen
    Es war gestern wieder unerträglich seine bedeutungsschwangeren Bedenken, Rechthabereien und Klugscheißereinen anhören zu müssen. Habs dann auch nicht lange ausgehalten.
    Elder Statesman sind vor allem eins: alt.
    Ich höre wesentlich lieber die gewählten Äußerungen des Altkanzlers Helmut Schmidt als
    Angela Merkel: "Tötung Bin Ladens ist ein Erfolg" ,
    die sich damit gegen die Grundgedanken unseres eigenen Grundgesetzes stellt, auf das sie einen Eid (und somit einen Meineid) geleistet hat.
  10. #39

    Zynisch würde ich fragen,....

    Zitat von hbommy Beitrag anzeigen
    Ich habe es mir "angetan", die Sendung zu verfolgen und fand es interessant, was der Altkanzler Helmut Schmidt und der Journalist Peter Scholl-Latour zu sagen hatten.

    Bin Laden ist (hoffentlich) tot und das ist gut so, aber von 2 älteren Menschen mit viel Sachverstand und Erfahrung, lasse ich mir die Welt aus ihrer sichtweise gerne noch einmal erklären.

    Obwohl PSL von der Aussprache her manchmal schlecht zu verstehen war, bleibt er ein ausgezeichneter Kenner der Materie und spricht das aus, was er denkt. Das schockt zwar manchmal, aber entspricht in der Regel der Realität.

    Der Altkanzler HS hat es mir von jeher angetan, obwohl er als starker Zigarettenraucher das Rauchverbot ad absurdum führt und zeigt, dass ein Raucher manchmal eine höhere Lebenserwartung hat, als ein Nichtraucher. Seine geistige Beweglichkeit mit 92 Jahren kann man nur bewundern. Viele Menschen sind entweder vorher schon verstorben oder haben Alzheimer bekommen.

    Außerdem haben diese beiden Altherren praktische Erfahrungen in ihrem Leben sammeln können, um die ich sie fast beneide, mit Ausnahme der Kriegsjahre und Hitlerdiktatur. Auf diese Erfahrung hätten sie bestimmt beide gerne verzichtet.

    hbommy
    warum man Speck in den Rauch hängt - natürlich zur Haltbarmachung!
    Nein- ich möchte dem Rauchen nicht das Wort reden. Habe es selber vor 35 Jahren aufgegeben, und zwar ohne Hilfsmittel, sondern mit starkem Willen und endgültig.


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