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Schluss mit "super": Arzneimittelprüfer stoppen irreführende Pillen-Namen
DPAHerzmittel sind "super", "forte" oder "express", Antibaby-Pillen heißen wie kleine Blumen - doch damit soll nun Schluss sein. Arzneimittelprüfer haben neue Regeln zum Schutz der Patienten vor irreführender Werbung beschlossen. Denn harmlose Medikamentnamen können durchaus gefährlich werden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-889948.html
- #1 20.03.2013 14:27 von
Eieiei
Ja Mensch, das passiert schon häufig, wenn ich sage, lutsch mal ne Lemocin und meine Frau nimmt ne Lenoxin (nicht Lanoxin), kommt praktisch jeden zweiten Tag vor. Lenoxin ist ja ein wirklich gängiges Präparat, im Alter kommt ja kaum einer ohne aus. Wer kennt es nicht? Ist echt ein super, um nicht zu sagen ein ultra forte express Beispiel. Gut recherchiert. Auch Lob an die Autorin zum fehlerfreien Abschreiben der Pressemitteilung des Bfarm. So wird Qualität gemacht. Danke SPON.
- #2 20.03.2013 14:29 von
alter Hut neu aufgesetzt?
Das gibt es auf europäischer Ebene schon seit einigen Jahren mit der name review group beim EMA. Warum man jetzt doch wieder eine nationale Suppe daraus kochen muss erschliest sich mir nicht.
- #3 20.03.2013 15:04 von
Wirkstoff/API gross geschrieben ...
... auf der Verpackung, Fantasiename klein geschrieben drunter, und fertig ist.
- #4 20.03.2013 15:05 von
Daisy Cutter
Auch bei der Waffenlobby sehr beliebt diese Wortspiele. Allerdings wenn Verbraucher nach Namen kaufen anstatt nach Inhaltsstoff ist denen auch damit nicht mehr zu helfen. Wer Pillen braucht ist krank oder eine Frau, beide sollten wissen was Sache ist.
- #5 20.03.2013 15:21 von
Es gibt kein Land der Welt...
wo die Kultur im Medikamente so verwirrt ist wie in Deutschland! Es ist falsch, Medikamante unter der Rezeptflicht zu bringen, wo nachweislich keine Wirkung existiert, und diese dann mit Zusätzen wie "FORTE" zu versehen. Da nehmen Leute das anstelle von echte Medikamente, und die Krankheit verbreitet sich fröhlich weiter. Vor allem im HNO Bereich wimmelt es von Nepp "Medizin". Das finde ich viel schlimmer.
- #6 20.03.2013 15:24 von
- #7 20.03.2013 15:27 von
- #8 20.03.2013 17:12 von
Als ob unser Gesundheitssystem keine anderen Probleme hätte
Also darauf wäre ich echt nicht gekommen, dass es da Regelungsbedarf geben könnte. Mal ehrlich: wesentliche Neuzulassungen mit "forte" und ähnlichem Appendizes aus den letzten Jahren fallen mir keine ein. Das ist alles altes Zeugs, was so heißt.
In den USA sind euphemistische Arzneimittelnamen ja ziemlich verbreitet - Wellbutrin (Bupropion) oder Abilify (Aripiprazol) fallen mir ein. Letzterer Name hat es auch mal nach Europa geschafft, wobei der Großteil der nicht-englischsprachigen Patienten die Bedeutung eh nicht raffen wird. Ein anderes Beispiel fällt mir aber auch spontan nicht ein. - #9 20.03.2013 22:52 von
Noch schlimmer: Warenzeichen mit unterschiedlichen Substanzen
Im Artikel werden mehrere Aspekte der irreführenden Namen (eigentlich registrierte und demnach genehmigte Marken oder Warenzeichen für Medikamente) angesprochen. Es wäre sicher nicht logisch wenn die Antibabypillen Otto oder Karl heissen würden. Es ist aber nicht besser, dass sie Diane, Juliette, Yasmin oder Jasminelle heissen. Im Artikel steht, dass bereits vergebene Namen eingesetzt werden können. Dies macht ökonomischen Sinn wenn die Produkte bereits vermarktet werden oder kurz davor stehen. Bereits registrierte Namen oder Warenzeichen für Produkte die es noch nicht gibt können ja kurzerhand für entsprechende irreführende Kategorien gesperrt und in anderen Kategorien eingesetzt werden. Es sollte nicht vergessen werden, dass Pharmafirmen, so wie viele andere Sektoren, noch tausende von bereits registrierten Warenzeichen auf Reserve haben. Was viel gefährlicher ist, sind Produkte die unter demselben Warenzeichen unterschiedliche Wirkstoffe enthalten. Z.B. Canesten einmal mit Clotrimazol und ein anderes Mal mit Fluconazol (Irland und andere Länder). Alka-Seltzer hat in den USA auch ein Sammelsurium an Wirkstoffen unter derselben Marke. Vielleicht betrifft das alles nicht die OTC (nicht rezeptpflichtigen Produkte), aber da ist genau so viel Handlungsbedarf.
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