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Schlösser und Alarmanlage: Wie Radler ihren Drahtesel sichern können

carroux.comLangfinger lieben Fahrräder: Hunderttausende werden jährlich geklaut - und das kann bei teuren Geräten einen großen Verlust darstellen. Mit gut gewählten Abstellplätzen, einem guten Schloss und einer Alarmanlage kann den Dieben der Klau jedoch erschwert werden.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...826646,00.html
  1. #10

    ..Gier frisst Hirn..

    Zitat von jack-maierhofer Beitrag anzeigen
    Wo also landen alljaehrlich die vielen geklauten (teuren) Raeder? Mir leider ein voelliges Raetsel...
    Ich fand mein geklautes Rad in Benutzung wieder (laut Polizei sei das noch nie passiert).Der gute hatte das Fahrrad mit Kaufvertrag für 50 D-Mark auf dem Flohmarkt gekauft ...
    Es war ein Kuwahara MTB 1 Jahr alt :-)
    Solang noch die Idee vorherscht das es Leute gibt die "dumm" sein könnten wird es diesen Teilemarkt geben...
  2. #11

    Zitat von mreg Beitrag anzeigen
    Ich fand mein geklautes Rad in Benutzung wieder (laut Polizei sei das noch nie passiert).Der gute hatte das Fahrrad mit Kaufvertrag für 50 D-Mark auf dem Flohmarkt gekauft ...
    Es war ein Kuwahara MTB 1 Jahr alt :-)
    Bei meinen Liegeräder ist es auch was anderes, da ist der Rahmen oft noch das teuerste Teil und macht 2/3 des Werts des Rads aus. Ausserdem gibts oft nur 1-2 Rahmen in der jeweiligen Farbe von dem Modell in ganz Deutschland.

    Mein geklautes Stadtschlampen-Liegerad hat ein aufmerksamer Bürger paar Tage im Hinterhof entdeckt, war meine preiswerte Stadtschlampe und ausnahmsweise nur mit nem Geschenkband gesichert.

    Ich hatte hier im Stadtteil und den angrenzenden STadtteilen incl. den Innenstadthaltestellen, und am Hauptbahnhof hier in Leipzig alles mit Fahndungszetteln vollgehangen und eine dreistellige Belohnung ausgesprochen (eher 1/5 des Radwerts).
    Ausserdem das Gleiche noch auf nationalen und internationalen Seiten für Liegeradfahrer.
    Die Hälfte der Zettel waren am nächsten Tag weg, aber ich konnte mich dann mit dem Rad erstmal monatelang nicht beim Hauptbahnhof blicken lassen, weil ich immer wieder angehalten wurde, weil Leute sich noch die Belohnung sichern wollten, und mich für den Dieb hielten.

    Da es ebenfalls vom Dieb mit einem Geschenkband gesichert war, kam ich in den Genuss, dem Bullen dabei zu zuschauen, wie er mit seinem Leathermann ein Kabelschloss zerlegt. Dauerte auch nur wenige Minuten. Deren Bolzenschneider war schon zu verschlissen an den Schnittkanten.

    Ist aber eher die Ausnahme, Glück gehabt, das war die Kategorie "unprofessioneller Dieb probiert sich mal aus, und will eigentlich nur ne Probefahrt". Bei der Probefahrt muss sich der Dieb schön hingelegt haben, gab auf jedenfall Spuren von nem Sturz bei höherer Geschwindigkeit ^^.
  3. #12

    ..

    Zitat von Anindo Beitrag anzeigen
    ... Ein Birdy ist gefedert wie ein Fully, hat aber dank der kleineren Reifen weniger Reifenauflage und kann bei gleichem Reibungsverlust mit dickeren Reifen gefahren werden. Grosse Reifen haben eigentlich nur im Gelaende Vorteile und wenn man viel Gepaeck unterbringen will, mit dem entsprechendem Rad.
    Das stimmt nicht! Gleicher Druck und Gewicht vorausgesetzt, gleiche Auflage. Nur die Form ist anders.
    Entscheidend beim Reibungsverlust ist wie stark der Reifen verformt wird. Bei kleinen Reifen wird die Rundung "mehr flach gedrückt". Der Reifen erfährt eine größere Verformung.
    Selbst zwischen 26" und 28" kann man den Unterschied deutlich messen. Das kleinere Rad schneidet schlechter ab. Das kann man höchstens ausgleichen mit mehr Druck oder weicherer Struktur, die sich leichter verformen lässt, wodurch dann weniger Kraft für die Verformung gebraucht wird.
  4. #13

    ..

    Zitat von kormoran Beitrag anzeigen
    Selbst in der Nachbarschaft erlebt, in einer Kleinstadt wohlgemerkt: Man kommt Samstag Abend voll aus der Kneipe, klaut ein Rad und fährt damit heim. Bevor man ins Bett geht schmeißt man's ins nächste Gebüsch, fertig. Und das jede Woche.
    Naja, um das zu verhindern braucht es nur ein einfaches Schloss.
  5. #14

    ...

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Bei meinen Liegeräder ist es auch was anderes, da ist der Rahmen oft noch das teuerste Teil und macht 2/3 des Werts des Rads aus. Ausserdem gibts oft nur 1-2 Rahmen in der jeweiligen Farbe von dem Modell in ganz Deutschland.
    Mein geklautes Stadtschlampen-Liegerad hat ein aufmerksamer Bürger paar Tage im Hinterhof entdeckt, war meine preiswerte Stadtschlampe und .....
    Warum legt sich die Polizei nicht dort auf die Lauer um den Dieb zu schnappen?
    Der macht es ja eventuell noch einmal.
  6. #15

    Sold Secure

    In Grossbritanien gibt es ein zuverlaessiges TUV aehliches Rating fuer den Sicherheitslevel von Schloessern: Sold Secure Rating Sold Secure Viele Fahrradversicherungen auf der Insel setzen entsprechend dem Versicherungswert einen entsprechenden Sicherheitslevel des Schlosses vorraus. Sold ueberprueft die Schlosser nach allen Diebstahlsschikanen. Die Website ist nicht sehr uebersichtlich, aber man kann per Suche mit Schloss-/Herstellernamen weiterkommen. Die Level sind Bronze bis Gold und klassifizieren sich nach Niedrig- bis Hochrisiko-Gegenden. Z.B. faellt bei Sold das alte Abus Bordo in die Bronze-Kategorie, bei Test hat es eine 1,9 (und mein Rad wurde trotz Bordo und am Buegel angeschlossen geklaut)... Es ist ratsam das Rad immer mit 2 hochwertigen verschiedenartigen Schloessern anzuschliessen, da die Diebe meist nur Werkzeug fuer eine Schlossart dabei haben.
  7. #16

    Zitat von exilostfriese Beitrag anzeigen
    Warum legt sich die Polizei nicht dort auf die Lauer um den Dieb zu schnappen?
    Der macht es ja eventuell noch einmal.
    Laut Aussage der Anwohnerin stand es schon mindestens 20h in dem Innenhof, und erst dann hat sie meine Suchanzeigen in einem kleinen Ladengeschäft gelesen (hab ca. 50 kopierte Zettel verteilt). Der Dieb muss es direkt nach der Probefahrt da abgestellt haben, vermutlich war das sein einziger Wunsch.

    Oder er hat dann erst erkannt, dass mein Rad mit Akribie Boruttisiert wurde. Für keines der Anbauteile hätte er noch 5EUR bei Ebay bekommen, weil ich sie optisch verschandelt hatte, bei beibehaltung der Funktion. (Abschleifen von Herstellernamen z.B. schadet der Funktion der Teile nicht, macht es aber uninteressanter).
    Der hätte praktisch nur noch den Rahmen verkaufen können, und das wäre aber nicht über die europäische Szene möglich gewesen.

    Boruttisieren ist wirklich das beste als Diebstahlschutz, wenn man es übers Herz bringen kann:
    Effektiver Diebstahlschutz für Fahrräder | Andreas Borutta
  8. #17

    Optimismus

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Die Polizei wird einem keinen Stress machen, die kontrollieren die Rahmennummern maximal während ner Beleuchtungskontrolle mal, aber auch das nur alle Jubeljahre.
    Und selbst das ist noch sehr optimistisch betrachtet, ich fahre jetzt schon einige Jahre täglich mit dem Rad ins Büro und bin noch nie von der Polizei kontrolliert worden, obwohl ich am Anfang durchaus teure Fahrräder benutzt habe.
  9. #18

    Zitat von exilostfriese Beitrag anzeigen
    Das stimmt nicht! Gleicher Druck und Gewicht vorausgesetzt, gleiche Auflage. Nur die Form ist anders.
    Entscheidend beim Reibungsverlust ist wie stark der Reifen verformt wird. Bei kleinen Reifen wird die Rundung "mehr flach gedrückt". Der Reifen erfährt eine größere Verformung.
    Selbst zwischen 26" und 28" kann man den Unterschied deutlich messen. Das kleinere Rad schneidet schlechter ab. Das kann man höchstens ausgleichen mit mehr Druck oder weicherer Struktur, die sich leichter verformen lässt, wodurch dann weniger Kraft für die Verformung gebraucht wird.
    Bei gleicher Reifenbreite, also in etwa gleichem Roll- und Federverhalten (denn die Unterschiede sind nicht wirklich vorhanden), ist der kleine Reifen aber bevorteilt wegen des geringeren Windwiderstands.

    Ausserdem haben kleinere Laufräder einen Vorteil an Steigungen, weil das Gesamtgewicht des Fahrrads leichter ist. Und kleinere Laufräder sind stabiler gegenüber Achter und Höhenschläge, weil die Speichen schräger stehen.

    Große Reifen haben einen Vorteil bei unebenheiten, weil sie besser drüber hinwegklettern, und vor allem bei sowas wie Matsch oder Sand, weil sie weniger einsinken (ist aber im Prinzip das gleiche wie bei Unebenheiten).
    Ausserdem kann man bei großen Laufrädern mehr Bremsenergie in die Felge packen, kleinere Felgen erwärmen sich schneller und man braucht eher mal ne Scheibenbremse.

    Bei kleineren Laufrädern erreicht man schon mit Standardschaltkomponenten sehr gute, kurze Berggänge, kann also auch bei 5km/h noch locker mit ner hohen Trittfrequenz kurbeln. Wenn man schneller fahrne will, braucht man aber solche Pizzateller wie 65Zähne-Kettenblätter.
    Bei großen Laufrädern erreicht man mit Standard-schaltkomponenten die schnellen Gänge besser, braucht aber für Berggänge im Bereich von 1m-Entfaltung ziemlich spezielle Lösungen.

    Ich fahre beides 406/20Zoll und 559/622 (26 und 28Zoll). Im Gebirge ist 406 zu bevorzugen, wegen der guten Berggänge, und des geringeren Gewichts,, ansonsten bin ich eher Fan der großen Bereifung, bekommt man auch besser Ersatz im Urlaub.
  10. #19

    Netter Beitrag.

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    ....nützt aber gar nichts wenn die Schweinebande einem dann explizit den Keller aufbricht !
    Die haben gesehen wie ich die teuren Mountis in den Van geschoben haben und 3 Wochen später waren die schönen Teile weg.
    Von der Hausratversicherung (inzwischen gekündigt) gab es ganze 150,- € pro Rad - na toll.

    Auf der anderen Seite ist es doch genauso lächerlich wenn man beim Fahrradgewicht an jedem Gramm spart (Titanschrauben !) um sich dann ein 3 kg schweres Sicherheitsschluss ans Rad zu hängen, oder in der Gepäcktasche mitzuführen.

    Ich plädiere dafür es wie im "Wilden Westen" bei Pferdedieben zu machen, Fahrraddiebe an der nächsten Laterne aufknöpfen....
    O.K. war ein Gag... ;-)
    "Johnny reitet wieder" :)

    Also die beste Idee ist immer noch die, die auch im Artikel erwähnt ist:
    Ein dreckiges altes unansehnliches Ding, dessen hervorragende Eigenschaft ist, dass es funktioniert, verwenden wie ich:
    Meine Räder hat noch nie jemand gestohlen seit ca. 20 Jahren...


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